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Kurz vor RJT

Micaela
papilläres SD Karzinom OP im Juni 2017

Kurz vor RJT

| Beitrags-ID: 257387

Hallo zusammen ,

Am Montag gehe ich ins Bethesda KH Duisburg zu meiner ersten RJT. Die Voruntersuchungen bei der Oberärztin hätten ehrlich gesagt besser laufen können . Sie ist so der Typ Arzt dem man alles aus der Nase ziehen muss und da ich, wie ich feststellen muss mit der Situation grad etwas überfordert bin , viel vergesse zu fragen . Sie hat ziemlich lange Ultraschall gemacht und viel ausgemessen und erzählte mir nachher was von evt. Müsste nachoperiert werden wegen Lymphknoten . Die vier bei der OP entfernten waren ja ohne Befall . Kann man lymphknotenbefall im Ultraschall sehen ? Oder sind sie einfach nur verdächtig weil vergrößert und somit operativ zu entfernen ? Ich werde diesbezüglich Montag auf jeden Fall noch mal nachbohren bei der Ärztin . Sie sprach auch schon davon , dass eine Zweite RJT in 4 Monaten wahrscheinlich sei , da der Tumor recht groß war und mit der Muskulatur verwachsen war. Wenn lymphknoten befallen sind werden sie bei der RJT mit therapiert ? Und kann man das in der folgenden Ganzkörper Szintigraphie nachher sehen ?

Ich bin jetzt die letzten 3 Tage wegen der Unterfunktion ziemlich schlecht drauf aber ansonsten habe ich die Zeit von der OP bis zur RJT den Umständen entsprechend gut überstanden .
Am Mittwoch soll ich dann die Hormone bekommen L-tyroxin 125 sagte sie. Ich wiege 59 Kilo bei 1,53 m. Kam mir viel vor 🤔.
Dann lese ich immer was von einem Tumor Marker im Blut . Wann wird das kontrolliert?
Ich fühlte mich eigentlich in diesem KH
gut aufgehoben aber jetzt bin ich verunsichert . Ich werde aber die RJT auf jeden Fall “ hinter mich bringen“ , so viel Vertrauen hab ich jetzt schon .
Noch was positives zum Schluss : meine Narbe verheilt super , nur die Stimme schwächelt etwas .
Ganz liebe Grüße

Micaela
papilläres SD Karzinom OP im Juni 2017

Antwort auf: Kurz vor RJT

| Beitrags-ID: 377935

…..und wieder was vergessen zu fragen . Können die NSD Schaden durck die RJT nehmen ?

Meine Werte von Montag : Calcium 2,28 ( von vorher 2,4 ) Calzium nehme ich 2 mal 600 mg tgl. ein.
und Parathormon auf 20,1

Kommentar der Ärztin ist ja im Normbereich , so dass ich das Decostriol 0,25 ( zur Zeit einmal täglich ) bald weglassen könne. Wird wohl am Montag noch mal kontrolliert. Springen die NSD so schnell wieder an?

Der Chirurg war so nett …. seine erste Frage lautete jedesmal : wie geht es Ihnen? Auch am Telefon.

So lernt man mal wieder die ganze Bandbreite kennen.

Antwort auf: Kurz vor RJT

| Beitrags-ID: 377936

Liebe Micaela,

von mir nachträglich noch ein herzliches Willkommen bei uns im Selbsthilfe-Forum!

Eine Patientenaufklärung sollte eigentlich vor einer Schilddrüsenunterfunktion stattfinden, da man ja in der Unterfunktion nicht mehr geistig voll Aufnahme fähig ist. Das wäre Aufgabe des Chirurgen gewesen, dir möglichst schnell einen Termin bei der Nuklearmedizin zu besorgen.

Zu deinen Fragen:

Vergrößerte Lymphknoten allein sind nicht verdächtig, es kommt vielmehr auf die Form und andere Eigenschaften an. Ob es sich dann um eine Lymphknotenmetastase handelt, sollte nach der amerikanischen Leitlinie 2015vor einer Operation festgestellt werden, mit Hilfe einer Biopsie, Tg-Wash-Out oder wenn eben diese Lymphknoten nach einer Radioiodtherapie im Ganzkörperszinti (SPECT/CT ist hier hilfreicher) leuchten.

Ob zusätzlich nach der RIT eine Operation notwendig ist sollte in einem interdisziplinren Tumorboard besprochen werden.

Auch bei der Frage, ob es nicht sinnvoller ist erst eine Nachoperation statt einer Radioiodtherapie zu machen, müsste dies eigentlich in einem interdisziplinären Tumorboard besprochen werden.

Wir können dir die Frage nicht beantworten.

Wenn eine Nachoperation notwendig ist, solltest du dir eine Klinik suchen, wo die Ärzte auf solche Operationen spezialisiert sind, da jede weitere Operation mit erhöhten Risiken einhergeht.

Wegen der Nebenschilddrüsen brauchst Du dir wegen der Radioiodtherapie keine Sorgen machen.

Hier noch das Merkblatt: Arzt-Patienten-Gespräch zur Vor- und Nachbereitung eines Aufklärungsgespräches durch den Arzt/die Ärztin.

Viele Grüße und alles Gute,
Harald

Micaela
papilläres SD Karzinom OP im Juni 2017

Antwort auf: Kurz vor RJT

| Beitrags-ID: 377937

Lieber Harald,
vielen Dank für deine schnelle Antwort und deine nette Begrüssung.

eine Patientenaufklärung ist unmittelt nach der Operation erfolgt. So wie du beschrieben hast hat der Chirurg nach Rücksprache mit mir den Termin mit der Nuklearmedizin im Hause vereinbart.

Das Gespräch hatte ich dann wie gesagt zwei Tage nach meiner Krebsdiagnose. Es war eher allgemein gehalten und bezog sich auf die Wirksamkeit der RJT und die Jodkarenz und eventuelle Nebenwirkungen etc.

Ich war bisher eigentlich ganz gelassen, da der Chirurg Professoer Simon mir den Eindruck veremittelt hat, das meine Prognose sehr günstig sei.

In der Histologie heisst es: Schilddrüsenteilresektat (Struma rechts mit Muskulatur und zentralen Lymphknoten mit einem 4 cm großem papillären Schilddrüsencarcinom mit extrathyreoidaler Ausbreitung in einer Struma colloides nodosa mit regressiven Veränderungen.
Vier carcinomfreie regionäre Lymüphknoten.

TNM Klassifikation
pT3b, pN0 (0/10), L0, Vo, Pn0, R0

Was heißt eigentlich das kleine b ? das habe ich leider noch nicht verstanden, auch mit Hilfe der hier vorliegenden Hilfsmittel nicht.

So wie du es beschreibst, habe ich ja dann nach der Ganzkörper Szinti Klarheit bezüglich der Lymphknoten. Ich werde mir nun aber doch noch am Wochendende Fragen bezüglich des durchgeführeten Ultraschalls aufschreiben und die Ärtzin am Montag „nerven“.

Warum ist ein SPECT / CT hilreicher ?
Ich dachte das Ganzkörper Szinti gibt hier schon Klarheit….
Naja ich versuche ruhig zu bleiben.

Nach der Diagnose kalter Knoten bei der Nuklearmedizinerin, die im übrigen keine vergrösserten Lymphknoten feststellte, war ich ja für eine zweite Meinung bei Professor Grünwald . In seinem Bericht heisst es „
…rechts lassen sich in der Gefäßnervenscheide einige etwas vergröerte Lymphknoten nachweisen (bis 9 mm) Es erfolgte eine Feinnadelbiopsie, bei der ca 1ml. rötliches Biopsat gewonne wird. Zytologisch ergibt sich kein Nachweis atypischer Zellen…..“

In jedem Fall werde ich falls eine Nach OP von dieser OÄrztin empfohlen wird genau nachfragen und auch keine Wege scheuen mir weitere ärtzliche Meinungen einzuholen.

Das Forum ist wie schon an anderer Stelle gesagt sehr informativ und hifreich . Wenn ich mehr Ruhe habe werde i h mich dann um die Mitgliedschaft kümmern

:)
Schönes Wochendende nocht
Liebe Grüße

Antwort auf: Kurz vor RJT

| Beitrags-ID: 377938

Liebe Michaela,

na das beruhigt mich ja dann doch, dass du sogleich eine Aufklärung durch die Nuklearmedizin bekommen hast.

Gut ist es auch immer jemanden Vertrautes bei den Aufklärungsgesprächen dabei zu haben. Vier Ohren hören mehr.

Wegen T3b musst du nachfragen. Habe auch nochmal in der aktuellen ATA-Leitlinie nachgeschaut, da gibt es kein T3b.

Kann nur vermuten, dass mit dem b die „extrathyreoidaler Ausbreitung“ gemeint ist.

Die SPECT/CT bieter anders als das Szinitgramm nicht nur ein planares Bild, sondern ein drei-dimensionales Bild, so dass man besser den strahlenden Schilddrüsenrest von möglichen Lymphknotenmetastasen unterscheiden kann. Und man kann letzte besder lokalisieren.

Beste Grüße
Harald

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Wobei ich nicht weiß was Pn0 bedeuten soll.

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