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Optimaler Schutz Speicheldrüsen während und nach RJT

  • Dieses Thema hat 4 Antworten und 4 Teilnehmer, und wurde zuletzt aktualisiert 19.03.2017 - 12:51 von dkr.

Optimaler Schutz Speicheldrüsen während und nach RJT

| Beitrags-ID: 257068

Da ich nach leider nach einigen Jahren und doch noch mal zur RJT muss und man ja immer wieder von Problemen mit der Speicheldrüse liest, wollte ich noch mal nachdem optimalen „Schutz“ fragen. Mein jetziger Kenntnisstand ist, dass man am nächsten Tag nach Kapselnahme,entweder vermehrt Kaugummi kauen oder saure Bonbons lutschen sollte. Wie intensiv sollte ich das denn tun (also die ganze Zeit was lutschen oder alle Stunde mal) und wieviel Tage lang? Kann man die Speicheldüsen durch zu viel Saures evtl. auch „überfordern“? Und gibt es sonst noch irgendetwas was man tun kann, um die Wahrscheinlichkeit eines Schadens an der Speicheldrüse zu vermeiden? Habe irgendwo auch was von Massagen gelesen, aber weiss nicht, ob die auch prophylaktisch Sinn machen oder nur bei bereits auftretenden Problemen. Vielen Dank schon mal für Euren Input.

su
pap. SD-CA 2008 pT2 N0M0

Antwort auf: Optimaler Schutz Speicheldrüsen während und nach RJT

| Beitrags-ID: 376660

Hallo,

fang nicht erst am Tag nach der Kapseleinnahme an, etwas für die Speicheldrüsen zu tun sondern sofort.

Lutsch saure Bonbons, leg dir Zitronenscheiben in den Mund, kau Kaugummi. Wenn es dir zu viel wird, leg eine Pause ein. Du weißt am besten, was dein Körper verträgt. Aber versuch, deine Speicheldrüsen regelmäßig anzuregen.

Viel Erfolg und alles Gute!
Susanne

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Lottilein
Moderator
pap. SD-Ca 4b N1M1, Hypopara

Antwort auf: Optimaler Schutz Speicheldrüsen während und nach RJT

| Beitrags-ID: 376661

Hallo,

also soweit ich das verstanden habe, soll man direkt nach der Kapsel die Speicheldrüsen nicht anregen, weil man wohl das Radiojod erst recht reinzieht. Das hatte Harald mal geschrieben.
Es gibt ja auch die FAQ dazu.

FAQ: Kariesschutz nach Radioiodtherapie

Vielleicht beantwortet das einige Fragen.

Viele Grüße und einen möglichst entspannten Aufenthalt.

Lotti

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su
pap. SD-CA 2008 pT2 N0M0

Antwort auf: Optimaler Schutz Speicheldrüsen während und nach RJT

| Beitrags-ID: 376662

Sorry und danke Lottilein, für die Richtigstellung!

Da war mein Wissenstand falsch und hat meine schlechte Erfahrung mit zu wenig Anregung der Speicheldrüse mich über das Ziel hinausschießen lassen.

Antwort auf: Optimaler Schutz Speicheldrüsen während und nach RJT

| Beitrags-ID: 376663

Hallo,

das mit der maximalen Anregung der Speicheldrüsen war lange Zeit Stand der Empfehlung, wird aber inzwischen differenzierter gesehen. So richtig gute Evidenz, dass Zitronensaft und suare Bonbons etwas nützen, vor allem wen man schon unmittelbar nach der Einnahme der Kapsle damit beginnt, gab es eigentlich nie. Das war eher eine Empfehlung, die man mehr gefühlsmäßig gab, weil man dachte, mehr Speichelfluss, kann ja nicht schaden.

Dass man damit auch die Aufnahme des radioaktiven Jods in die Speicheldrüsen steigert, hat man inzwischen gemerkt.

Zumindest die Anwendung unmittelbar nach der Einnahme der Kapsel wird daher nicht mehr empfohlen.

Wenn man sich bewusst macht, dass die biologische Halbwerstzeit von I131 (also die, die hauptsächlich auf der Ausscheidung beruht) irgendwo zwischen 12 und 24 Stunden liegt, kann man sich leicht vorstellen, dass es sinnvoll ist etwas zu warten.

Die wirksame Menge Iod wird von den verbleibenden iodspeicherndern SD-Zellen relativ schnell aufgenommen, verbleibt dort und tut da ihre erwünschte Wirkung, der weitaus größere Rest wird von anfang an dann über Verdauungstrakt und Nieren ausgeschieden (uptakes von mehr als 10% sind außerordentlich selten). Wenn man erst dann, wenn ein größerer Teil bereits weg ist, die Speichedrüsen anregt, sind die Chancen besser, dass dort bereits aufgenommene Iod wieder loszuwerden ohne gleichzeitig zuviel neues aufzunehmen.

Viele Grüße
Karl

Ich muß mit der Gewohnheit brechen, ehe sie mich gebrochen hat.
G.C.Lichtenberg

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