Studie: Eine Radioiodtherapie, welche erst 90 bis 180 Tage nach einer Operation erfolgt, ist auch bei Patient*innen mit einem intermediaren und hochen Risiko für ein Rezidiv, gleich erfolgreich. (Kim 2019)
Überblick und einfach erklärt:
siehe folgende Kapitel in unserer Broschüre:
Knoten der Schilddrüse und ihre Behandlung
Beobachten oder behandeln/operieren?Ein Überblick findet sich im Glossar:. Radiojodtherapie (RJT oder RIT)
In dieser Kohroten-Studie aus Südkorea wurden Patient*innen mit einem mittleren und hohen Risiko eingeschlossen. Es wurde zwei Gruppen von je 360 Patient*innen gebildet:
Es zeigte sich, dass weder in den Risikogruppen für ein Rezidiv nach Operation und Radioiodtherapie, noch beim Gesamtüberleben es einen Unterschied zwischen den beiden Gruppe gab.
Anmerkung Harald:
Das es sich um eine retrospektive Auswertung handelt, kann natürlich nicht ausgeschlossen werden, dass bei den Betroffenen die eine spätere Radioiodtherapie erhilten, dennoch gerigere Risikofaktoren vorherrschten, zu mal die Risikogruppen für ein Rezidiv nach einer Operation (gering, mittel und hoch) ja keine fest abgegrenzten Gruppen sind, sondern ein Kontinuum ist.
Siehe ATA: Risikogruppen beim differenzierten Schilddrüsenkrebs, und im Original-Dokuement insbesondere die Grafik auf Seite 42 ATA 2015: Leitlinie Knoten der Schilddrüse und differenzierter Schilddrüsenkrebs
Die Studie dürfte dennoch eine Beruhigung für viele sein, deren Radioiodtherapie aus welchen Gründen auch immer verzögert.
Originial Titel der Studie:
Autor*innen:
Kim M, et. al.
in:
Clin Endocrinol (Oxf). 2019 May 18.
doi: 10.1111/cen.14039.
Abstract auf pubMed
Viele Grüße
Harald
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