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Übersichtsarbeit zur jodarmen Ernährung bei SD-Krebs

Übersichtsarbeit zur jodarmen Ernährung bei SD-Krebs

| Beitrags-ID: 255180

Hallo,

eine Übersichtsarbeit zum aktuellen Wissens-/ Forschungsstand
(=Review, keine eigene Studie) zur jodarmen Diät habe Ärzte aus den USA erstellt.

Der Artikel selbst ist nicht frei zugänglich, jedoch das Abstrakt.

Ausgangspunkt ist die Empfehlung der ATA-Leitlinie 2009, dass eine jodarme Diät in den 1 bis 2 Wochen vor einer eine Wert von 50 µg pro Tag nicht überschreiten soll. Diese Empfehlung solle mit einem Ernährungsprogramm für Patienten begleitet werden.

Vor der Radiojotherapie (Ablation) solle dies kontrolliert werden

  • durch eine Iod-Konzentration im Urin. Der Wert solle <100 µg/L sein
    und/oder
  • einem Iod – Kreatinin (engl. Creatinin) Verhältnis im Urin von <100 µg/gCr

Vor einer RJT kann es durch eine Schilddrüsenunterfunktion zu einer
Nierenschwäche kommen, was im Zusammenhang mit einer jodarmen (salzarmen) Diät zu einem niedrigen Natriumspiegel (=Hyponatriämie) führen kann.

Ein ernsthafte Hyponatriämie sei zwar selten, dennoch sollte bei Patienten mit einem höheren Risiko (ältere Patienten, Frauen, Patienten die Harntreibende Medikamente (Thiaziddiuretika) zu sich nehmen [Anmerkung Harald: dazu würde ich auch harntreibende Kräutertees zählen]) der Natirum-Spiegel kontrolliert werden.

Die derzeitige Datenlage, ob eine jodarme Diät die Radiojotherapie (= Ablation; = 1. RJT zur Entfernung des Restgewebes] verbessert ist sehr hetorogen, was vor allem daran liegt, dass es nur retrospektive Studien sind, und es keine objektive Messung für das Jod im Urin gibt.

Die Autoren fordern daher prospektive , randomisierte Studien um den Nutzen der jodarmen Ernährung auf die Ablation und auf das krankheitsfreie Überleben der Patienten.

Ein ähnliche Übersichtsarbeit gab es auch 2010:
Review: Jodarme Ernährung vor RIT (Sawka 2010)
(dieser Artikel ist frei zugänglich), auch dieser kam zum Ergebnis, dass es prospektive Studien braucht, um die Rolle der jodarmen Ernährung zu klären.
Sicher sei jedoch, dass durch die iodarme Ernährung mehr raidoaktives Jod bei der RJT aufgenommen wird, und dies vielleicht [!] den Erfolg der RIT verstärkt.

Viele Grüße
Harald


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