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Wie lange RJT verschieben wegen 2 Jahre Thyronajod Einnahme?

Dazlious
Nutzer*In
pT1a, pNx, pMx, überwiegend follikurär differenziertes papilläres SD-Karzinom mit Kapseldefekt. Entfernung der Schilddrüse in 2018, keine RJT

Wie lange RJT verschieben wegen 2 Jahre Thyronajod Einnahme?

| Beitrags-ID: 247201

Hallo,

ich habe heute mit der MHH telefoniert. Mitte/Ende Juli sollte meine RJT stattfinden, die Entfernung meiner SD war vor einer Woche. Es wurde im Gewebe ein Mikrokarzinom ca. 2 mm gefunden. Meine Befunde habe ich leider noch nicht in schriftlicher Form.

Zunächst sollte ich für 4 Wochen nichts mehr einnehmen, also in die UF geschickt werden. Ich habe direkt Panik bekommen und gesagt, dass ich unter Panikattacken und Ängsten leide und mir nicht vorstellen kann, irgendwann nur noch einen Puls von 40 zu haben, und was da sonst noch so kommen möge.
Daraufhin scheint es nun doch möglich die andere Variante der RJT zu machen.
Nun kam aber bei dem Gespräch eher zufällig raus, dass ich in den letzten 2 Jahren kein L-Thyroxin, sondern Thyronajod 75 genommen hatte. Ich bin mir sicher, das immer und überall angegeben zu haben…
Wie auch immer, nun seien ja meine „Restzellen“ der SD mit Jod „voll“, und das müsse erst abgebaut werden.
Die Dame wird nun morgen früh mit dem Arzt in der MHH sprechen und sich dann nochmal bei mir wegen des weiteren Vorgehens melden.

Ist das bei jemandem hier der Fall gewesen, und wie lange wird es dauern, bis ich die RJT „sicher“ antreten kann?

Ich dachte, dass ich heute weiss, wie es weitergeht, nun ist wieder alles durcheinander.

LG
Dazlious

Sanne1971
Nutzer*In
pap. SD CA pT1a (4)pN0 L1V0

Antwort auf: Wie lange RJT verschieben wegen 2 Jahre Thyronajod Einnahme?

| Beitrags-ID: 330838

Hallo Dazlious,

ich hatte die RJT auch vor einem Monat in der MHH. Und ich habe vorher auch jahrelang Thyronajod 75 genommen. Im Krankenhaus hat man das beim Termin für die RJT nicht berücksichtigt. Die MHH wird das aber machen und dir deinen Termin dann entsprechend später geben. Bei mir lagen zwischen OP und RJT gut 5 Wochen. Also warte ab wenn die sich melden, das wird alles abgefragt ;-)
Liebe Grüße und alles Gute weiterhin!

Dazlious
Nutzer*In
pT1a, pNx, pMx, überwiegend follikurär differenziertes papilläres SD-Karzinom mit Kapseldefekt. Entfernung der Schilddrüse in 2018, keine RJT

Antwort auf: Wie lange RJT verschieben wegen 2 Jahre Thyronajod Einnahme?

| Beitrags-ID: 330840

Danke, Sanne, für deine Antwort.
Inzwischen haben sie sich nochmal gemeldet. Ich soll nächste Woche einmal hin, weil ich jetzt dringend mal eingestellt werden muss.
Die RJT soll dann später stattfinden, sie sagten, sie behandeltn das wie Kontrastmittel – also ein so zwei Monate abwarten. Soll dann aber noch im 3. Quartal passieren.

Warst du zufrieden in der MHH?
Als sie hörte, dass ich Angst habe, sagte sie „Bei uns ist das gaaanz langweilig“ – das ist ja eins meiner Probleme. Man hat so richtig Zeit, sich auf das innere Strahlen zu konzentrieren. Grusel……

LG
Dazlious

Sanne1971
Nutzer*In
pap. SD CA pT1a (4)pN0 L1V0

Antwort auf: Wie lange RJT verschieben wegen 2 Jahre Thyronajod Einnahme?

| Beitrags-ID: 330839

Hallöchen, das mit der Einstellung sollte auch schnell erfolgen! In welchem Krankenhaus wurdest du denn operiert? Ich hab gleich nach der OP mit L Thyroxin angefangen…
Ansonsten kann ich sagen, dass es in der MHH alles ordentlich lief mit der RJT. Du kannst hier im Forum mal den Bericht darüber lesen wenn du magst (Berichte RJT). Den habe ich neulich aktualisiert. LG

Dazlious
Nutzer*In
pT1a, pNx, pMx, überwiegend follikurär differenziertes papilläres SD-Karzinom mit Kapseldefekt. Entfernung der Schilddrüse in 2018, keine RJT

Antwort auf: Wie lange RJT verschieben wegen 2 Jahre Thyronajod Einnahme?

| Beitrags-ID: 330841

Hallo,

ich wurde in Minden in der Innenstadtklinik operiert.
Meinen genauen Befund habe ich immer noch nicht (morgen früh Termin bei der Hausärztin – ich hoffe, da kann ich eine Kopie bekommen).
Die aktuellen Werte aus der MHH unter L-Thyroxin 100 (am Tag der Blutabnahme weggelassen) sind TSH=25, Tumormarker (TG-Wert?) <1 (oder 0,1?? - wurde mir so "zwischendurch mitgeteilt) und Calcium (nehme ich schon länger nicht mehr) bei 2,2.
Ich musste alles einzeln erfragen….

Heute wurde ich „gedrängt“, mich bald mal für oder gegen die RJT zu entscheiden; dabei steht der Wert der Urinprobe wegen des Jodgehalts noch aus, so dass man noch nicht mal einen Termin machen könnte.
Ich kann verstehen, dass die Klinik „Nägel mit Köpfen“ machen möchte, aber ich als Patient brauche nun eben auch ETWAS Zeit, mich zu entscheiden.
Im Moment entscheide ich mich beinahe stündlich anders.
In der MHH wird mir gesagt „Wenn ich Sie wäre, würde ich die RJT machen“, anhand der Werte (die ich mir mühsam zusammenpuzzeln muss, was mich SEHR nervt) bin ich aber nicht überzeugt.
Insgesamt bin ich mit dem Informationsfluss sowohl in der Klinik hier als auch in der MHH unzufrieden.

Und so geht es denn weiter in die nächste Woche…..

Ab morgen soll ich das L-Throxin auf 150 erhöhen, nach weiteren drei Tagen dann auf 200.
(Ich wiege zur Zeit 100 kg, bei einer Körpergröße von 188cm)
Mir kommen diese Erhöhungen etwas rasant vor?
Dann unter L-Thyroxin 200 sechs Wochen warten und dann die nächste Kontrolle des TSH-Wertes.

LG
Britta

Sanne1971
Nutzer*In
pap. SD CA pT1a (4)pN0 L1V0

Antwort auf: Wie lange RJT verschieben wegen 2 Jahre Thyronajod Einnahme?

| Beitrags-ID: 330842

Hallo Britta,

also deine Werte erscheinen mir unter den gegebenen Umständen auf den ersten Blick „normal“, wenn man das so sagen kann. Ich vermute der Tg lag bei 0,1? Hast du denn inzwischen den Befund bzw. den Entlassungsbericht? Wie lief es bei der Hausärztin?

Von wem genau wurdest du zur RJT gedrängt?

Ich kenne das leider auch so. Bei mir wurde bereits im Krankenhaus ein erster Termin vereinbart, die MHH würde mich dann anrufen wenn ich wieder zu Hause bin. Was die auch direkt am ersten Tag (also den Tag wo ich nach Hause kam) gemacht haben. Fand ich unmöglich, ich war noch total kaputt und alles und sollte mich mit solchen Dingen auseinander setzen. Nach etlichem Hin- und Her haben wir dann ja festgestellt, dass ich durch die jahrelange Thyronajod-Einnahme gar nicht so schnell zur RJT kann. Dann habe ich einen Termin für die Jodbestimmung im Urin gehabt. Kein Gespräch mit einem Arzt oder so. Dem Wert aus der Urinprobe musste ich auch hinterher telefonieren. Aber den Termin für die eigentliche RJT hatte ich ja schon. Und als ich dann nachfragte, ob es dabei bleibt, wurde nur ziemlich patzig gesagt „ja, na klar“! Man hat doch selbst gar keine Ahnung und dort wurde alles vorausgesetzt. Das höchste der Gefühle war ein kurzes Gespräch mit einer Mitarbeiterin, die die Termine vergibt, sie meinte auch zu mir „ich würde das an Ihrer Stelle unbedingt machen“.

Also quasi so wie bei dir. Deswegen frage ich auch, wer dich dazu so drängt. Alles in allem fühlte ich mich sehr überrumpelt und habe mir hier im Forum und auch sonst im Netz viele Informationen geholt. Dann hatte ich ein sehr gutes Gespräch mit meinem NUK. Er hat mir bestätigt, dass ich normalerweise die RJT nicht „machen muss“ aufgrund der Diagnose. Er könnte es aber verstehen wenn ich das machen möchte und überlässt es mir. Ansonsten hat er mir noch einmal ganz klar gesagt, dass beim pap. Schilddrüsenkarzinom nichts heute oder morgen „nachwächst“ und man das sehr gut überwachen kann. Und ich sollte den zweiten Termin bitte nicht sofort nach einem halben Jahr machen.

Das ging allerdings fast gar nicht anders. Die MHH entlässt normalerweise niemanden, ohne dass dieser zweite Termin gemacht wird. So sagte man mir jedenfalls. Ich habe aber gesagt, dass ich das zeitlich bei der Arbeit abstimmen muss und „durfte“ dann auch ohne neuen Termin gehen. Dann hat man mich allerdings sowohl auf dem Festnetz, als auf dem Handy und per Mail versucht zu erreichen um doch „endlich“ den zweiten Termin im Herbst abzustimmen. Aus lauter Verzweiflung habe ich dann jetzt erstmal einen Termin gemacht, das Prinzip aber immer noch nicht verstanden. Angeblich habe ich lediglich 0,2 ml Schilddrüsenrestgewebe und das könnte durch die Nachwirkungen der RJT auch noch verschwinden. Warum muss ich dann bitte noch einmal 3 Tage in die MHH?

Übrigens habe ich dann aber auch nach zwei Tagen meinen Entlassungsbericht erhalten, dort wurde nämlich der zweite Termin zur Radiojoddiagnostik mit angegeben. Aha…Ich habe nächste Woche meinen ersten Termin nach RJT beim NUK. Dort bekomme ich dann hoffentlich Antworten.

Sorry, nun aber zurück zu dir: ich kann wie gesagt über die eigentliche RJT in der MHH nichts Schlechtes sagen, dort lief alles gut. Aber diese ganze Art und Weise und dieses Drängeln gefällt mir auch ganz und gar nicht. Ich kann da übrigens nichts verstehen, meiner Meinung nach wollen die nur die Termine vergeben, damit die Station entsprechend belegt bzw. verplant ist.

Zu deiner L Thyroxin Dosis kann ich sagen, dass ich die Steigerung etwas fragwürdig finde. Das L Thyroxin hat eine Halbwertzeit von ca. 7 Tagen. Daher sollte die Steigerung auch nicht zu schnell erfolgen und evtl. auch in kleineren Schritten an der Gesamtmenge gemessen. Aus meiner Erfahrung Minimum eine, eher zwei Wochen. Ich selbst nehme seit der Entlassung nach der RJT 150 und kam damit ganz gut klar. Allerdings peile ich jetzt eine Reduzierung an, da ich mich momentan etwas „drüber“ fühle und entsprechende Symptome habe. Aber das bespreche ich dann nächste Woche.

Gehst du denn sonst auch zu einen Nuklearmediziner oder Endokrinologen? Das würde ich (neben dem Hausarzt) sonst unbedingt noch empfehlen.

LG
Sanne

Dazlious
Nutzer*In
pT1a, pNx, pMx, überwiegend follikurär differenziertes papilläres SD-Karzinom mit Kapseldefekt. Entfernung der Schilddrüse in 2018, keine RJT

Antwort auf: Wie lange RJT verschieben wegen 2 Jahre Thyronajod Einnahme?

| Beitrags-ID: 330844

Hallo Sanne,

gerade habe ich deine Antwort entdeckt, eigentlich habe ich „Benachrichtigung bei Antwort“ angehakt… naja.

Einen Endokrinologen habe ich bisher leider noch nicht gefunden.
Und einen anderen NUK nochmal wegen der RJT fragen…. sind die nicht alle derselben Meinung?

Mittlerweile habe ich meinen Befund erhalten – schon im Profil eingetragen.
Im Bericht steht: „Die histologische Aufarbeitung ergab linksseitig ein papilläres SD-Karzinom pT1a mit follikulärer Mischdifferenzierung, daher ist bei dieser Befundkonstellation eine Radiojodtherapie indiziert.“
Die Größe wurde mit „mind. 2mm“ angegeben.

Zwei Nebenschilddrüsen wurden auch im entnommenen Gewebe gefunden; da kann ich ja von Glück sagen, dass man vier davon hat.

Meine Hausärztin hat sich alles in Ruhe durchgelesen und ist im Grunde der Ansicht, dass eine RJT nicht unbedingt nötig ist. Sie kennt mich aber schon recht lange und meint, dass ich einen Abschluss brauche; dass ich nicht der Typ sei, der sich gegen eine RJT entscheidet und dann auch für alle Zeit mit der Entscheidung zurecht kommt.
Von daher rät sie mir eher, die Therapie zu machen, aber ich soll „ruhig nochmal drüber schlafen“.

Im Moment beunruhigen mich allerdings mehr die möglichen Nebenwirkungen der RJT (und auch die anschliessende RJD), als das (entfernte) Mikrokarzinom.
Ich habe auch nochmal den Tg-Wert nachgesehen, da hatte ich mir notiert „<0,01")

Meine Hausärztin war auch mit den L-Thyroxin 200 nicht ganz einverstanden… seit heute nehme ich nun Euthyrox 175 und soll dieses auch erstmal die nächsten Wochen beibehalten.

Zur MHH meint sie, „die sind halt so“ und „die kennen Sie ja nicht“ und dass ein Arzt eben auf die Möglichkeit der RJT hinweisen MUSS, alles andere wäre grob fahrlässig. Verstehe ich auch.

Ich nehme an, wir hatten in der MHH mit denselben Personen zu tun, zumindest in der Anmeldung ist nur eine Dame zuständig, soviel ich weiß. Sie war sehr nett und hat mich morgens sogar vom Bhf. abgeholt, aber sie ist auch recht hektisch und man muss mit ihrer Art klarkommen können….
Die zweite Person war die (Assistenz?)-Ärztin, die sich den OP-Bericht angesehen und auch ein Ultraschall gemacht hat.
Sowohl die Dame in der Anmeldung als auch die Ärztin sagten mir: „Wenn ich Sie wäre, würde ich die RJT machen.“

Ich habe das Gefühl, dass es nicht ALLzuviele „Zweifler“ gibt und sie das da irgendwie total anstrengend finden, wenn man sich nicht entscheiden kann – und auch noch Fragen hat!

Und noch immer schwanke ich nahezu stündlich zwischen „Ja“ und „Nein“ hin und her.

LG
Dazlious

Sanne1971
Nutzer*In
pap. SD CA pT1a (4)pN0 L1V0

Antwort auf: Wie lange RJT verschieben wegen 2 Jahre Thyronajod Einnahme?

| Beitrags-ID: 330845

Hallo Dazlious,

okay, da hatten wir wohl wirklich die gleiche Person. Das mit der „etwas komischen Art“ und der Hektik passt genau. Und auch die Aussage deiner Hausärztin mit dem „die sind da so“. Das habe ich auch schon zu hören bekommen. Und dein Eindruck, dass es nicht so gut ankommt wenn man doch noch Fragen oder Bedenken hat, bestätigt meinen Eindruck…

Allerdings bin ich der Meinung, dass ein NUK bzw. Endokrinologe doch noch mal etwas anderes ist als der Hausarzt. Meiner ist ja wie erwähnt, nicht der gleichen Meinung. Habe ich das richtig verstanden, dass dein erstes Gespräch mit einem NUK war?

Vielleicht schaust du hier im Forum auch noch mal zu den Indikationen zur RJT bei deiner Diagnose?

Letztendlich kannst nur du allein entscheiden. Ich bin im Nachhinein froh, dass ich es gemacht habe. Ich weiß nun mit Sicherheit, dass in meinem Körper keine SD/Jodreste vorhanden sind bzw. ein minimaler Rest. Des Weiteren machen die in der Diagnostik meistens nach der 1. RJT auch ein CT der Lunge und des Brustraumes, damit „gewinnt“ man ein weiteres Stückchen Sicherheit.

Welche Nebenwirkungen genau machen dir sonst Bedenken? Das mit dem Speichelfluss habe ich entdeckt. Gibt es sonst noch etwas? Ich kann sonst wirklich vom Ablauf her nichts Negatives sagen. Wenn es allerdings auch evtl. um die Isolation auf Station geht, ist das noch mal eine andere Sache.

LG
Sanne

Dazlious
Nutzer*In
pT1a, pNx, pMx, überwiegend follikurär differenziertes papilläres SD-Karzinom mit Kapseldefekt. Entfernung der Schilddrüse in 2018, keine RJT

Antwort auf: Wie lange RJT verschieben wegen 2 Jahre Thyronajod Einnahme?

| Beitrags-ID: 330846

Hallo Sanne,

ich habe am Mittwoch einen Termin beim NUK hier vor Ort, den hatte ich vorab gemacht, weil ich da noch nicht wusste, dass das etwas spät ist und ich noch vorher zur MHH fahren würde. Dann werde ich diesen Termin wohl aufrecht erhalten und ihn dazu nutzen, eine Zweitmeinung einzuholen.
Mein allererstes Gespräch war mit dem Chirurgen, das zweite dann in der MHH mit der Ärtzin der SD-Abteilung; ich weiss gar nicht, ob das ein NUK war….

Weitere Probleme bereitet mir die Vorstellung, die radioaktive Kapsel zu schlucken und auch die Isolation, klar. Ich habe aber von meiner Hausärtzin ein paar „Psychotropfen“ erhalten, die bei einer aufkommenden Panikattacke schon vor ein paar Jahren nach einer anderen OP ganz gut geholfen haben.
Dass dann auch noch irgendwann die RJD ansteht, gefällt mir natürlich auch nicht.

Wie verläuft eigentlich das Ganzkörperszintigramm? Oder ist das das CT, von dem du schreibst?

Eine wirkliche Indikation bei meiner Diagnose kann ich hier bisher nicht finden, allerdings weiss ich leider auch nicht, was diese „Mischdifferenzierung“ bedeutet.

Was die SD-Reste angeht, hat die Ärtzin beim Ultraschall schon „herzlich wenig“ gesehen, aber das ist natürlich nicht so genau, wie bei der RJD nach der RJT.

Es wühlt mich halt alles noch ein bisschen auf – ich bin zur OP gegangen in dem Glauben: OP, SD raus, Ruhe – natürlich trotzdem regelmässige Kontrollen beim NUK.
Dass man dann das doofe Karzinom findet und dahinter ein Rattenschwanz folgt…. wer rechnet schon damit?

LG
Dazlious

Sanne1971
Nutzer*In
pap. SD CA pT1a (4)pN0 L1V0

Antwort auf: Wie lange RJT verschieben wegen 2 Jahre Thyronajod Einnahme?

| Beitrags-ID: 330843

Ich bin völlig bei dir: wer rechnet schon damit? SD raus und gut… Das waren auch meine Gedanken vor der OP.

Aber genau, sprich am Mittwoch noch mal mit dem NUK. Dieser kann dir bestimmt auch etwas zur Mischdifferenzierung sagen.

Dann ist es sonst identisch mit meinem ersten Gespräch (Chirurg im Krankenhaus). Du hast sogar noch den Vorteil, dass eine Ärztin VOR der RJT in der MHH mit dir gesprochen hat, das hatte ich nicht.

Bezüglich der Kapsel kann ich dir vielleicht die Angst nehmen. Das ist wirklich nicht schlimm. Die Kapsel hat eine normale Tablettengröße, diese längliche Form, nicht rund. Du bekommst ordentlich Wasser dazu. Sie muss halt nur in einem Rutsch geschluckt werden und darf nicht angefasst werden. Man schüttet sie sich aus einem Becher direkt in den Mund. Die Gedanken zum Inhalt solltest du versuchen, zu ignorieren bzw. nur positiv zu sehen. Und ansonsten: alles mit nehmen was geht um sich abzulenken, TV Karte vorher holen, Besuch vor dem Fenster haben und mit diesem telefonieren usw. Ich glaube, die geben einem sonst auch etwas wenn es wirklich nötig sein sollte. Und du darfst dann ja relativ zügig auf der Station hin- und her laufen und kannst u. U. mit anderen Patienten sprechen. Das war bei uns teilweise ganz lustig. Zur RJD danach mach dir jetzt noch keine Gedanken. Step by step. Wie gesagt, ich mache den zweiten Termin nicht.

Bei mir war es auch so, dass bei der normalen Untersuchung „herzlich wenig“ gesehen wurde. Aber dort haben die wohl wirklich noch mal andere, genauere Geräte. Das Ganzkörper Szintigramm wird einmal vorher und nachher gemacht. Also bevor du auf Station verbleibst und am Tag der Entlassung. Dafür wirst du automatisch langsam durch die Röhre geschoben, die ist aber recht komfortabel in der Größe und Breite. Das CT haben sie dann bei mir am Tag der Entlassung noch mit gemacht. Dafür schiebt sich die Röhre nach dem Ganzkörper Szinti einfach weiter und eine Stimme sagt dann irgendwann „Luft anhalten“. Für das Szinti bei der Entlassung musste ich noch die Arme über den Kopf halten, das war beim ersten Szinti nicht so. Alles in allem dauert so ein Szinti ca. 25 Minuten. Die Damen dort sind übrigens super nett und verständnisvoll.

Dann wünsche ich dir weiterhin alles Gute und viel Erfolg bei deiner Entscheidung. Wenn noch Fragen sind, darfst du mich auch sonst gerne privat anschreiben ;-)

LG

Dazlious
Nutzer*In
pT1a, pNx, pMx, überwiegend follikurär differenziertes papilläres SD-Karzinom mit Kapseldefekt. Entfernung der Schilddrüse in 2018, keine RJT

Antwort auf: Wie lange RJT verschieben wegen 2 Jahre Thyronajod Einnahme?

| Beitrags-ID: 330847

„Röhre“ – noch so ein Angstwort.
Wie ein MRT, oder eher ein Ring, wie beim CT?
MRT geht nämlich nur unter Drogen und möglichst mit meinem Mann in der Nähe.
Puh…..

LG
Dazlious

Antwort auf: Wie lange RJT verschieben wegen 2 Jahre Thyronajod Einnahme?

| Beitrags-ID: 330848

Hallo Dazlious,

gang toll finde ich hier ja,dass dir Sanne1971 mit ihren Erfahrungen so gut unterstützen kann.

Beim Tg-Wert, um den richtig beurteilen zu können, müsst ihr immer im Kopf haben, dass dazu der TSH-Wert gehört (ein TSH-Stimulierter Tg-Wert ist höher) und die Beeinträchtigung durch die TAK-Werte (bzw. und/oder Wiederfindung).

Ein Tg-Wert allein ist wenig aussagefähig.

Und manchmal braucht man auch mehrere Tg-Werte (mit den andren Werten) im Verlauf um eine Aussage treffen zu können.

Ich gehe mal davon aus, dass die TAK nicht nachweisbar sind;
dann könnte dir diese Empfehlung der amerikanischen Leitlinie eine Hilfe sein:
ATA (2015): Postoperativer Tg-Wert, ob RJT indiziert

Zum pathologischen Befund der

papilläres SD-Karzinom pT1a mit follikulärer Mischdifferenzierung

kann ich dir auch nicht sagen, was die Mischdifferenzierung hier genau bedeuten soll und vor allem warum dies die Radioiodtherapie rechtfertigen soll.

Bekannt ist mir follikuläre Variante des papillären Schilddrüsenkarzinoms und der nicht-invasiver follikulärer Tumor (Neoplasie) mit papillär-ähnlichen Kernmerkmalen (NIFTP)

siehe auch FAQ: Welcher Schilddrüsenkrebs und welche Therapie?

Lediglich auf einer inzwischen veralteten Seite der Uniklinikum Heidelberg aus dem Jahr 2012, da werden Mischdifferenzierte Varianten des papillären Schilddrüsenkarzinom auf geführt:

  • 12. Papilläres Schilddrüsenkarzinom (PTC) mit fokaler insulärer Komponente,
  • 13. PTC mit Plattenepithel- oder Mukoepidermoidkarzinom,
  • 14. PTC mit Spindel- oder Riesenzellkarzinom,
  • 15. Kombiniertes papilläres und medulläres Karzinom

Bezug wird dort genommen auf:

    K.W.Schmid, Pathogenese, Klassifikation und Histologie von Schilddrüsenkarzinomen, Onkologe 2010, 16:644-656

Also ich würde beim Pathologen nochmal nachfragen, was er damit genau meint, bevor wir hier weiter spekulieren.
Und eventuell auch um ein Zweitgutachten in Essen in der Pathologie einholen, wenn nicht bereits geschehen.

Die ATA: Risikogruppen beim differenzierten Schilddrüsenkrebs vor einer Operation findest du etwas weiter unten in diesem Beitrag.

Viele Grüße
Harald

Viele Grüße
Harald

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