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Cometriq (=Cabozantinib) – Einnahme seit 1.12.2014

frati
Nutzer*In
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Cometriq (=Cabozantinib) – Einnahme seit 1.12.2014

| Beitrags-ID: 254581

Hallo zusammen :-)
ich nehme seit dem 01.12.2014 Cometriq in der Dosis 100.
Seit 15.01.2015 nehme ich nur noch die Dosis 60.
Ich litt zunächst an einem metallischen Geschmack im Mund. Dann begann das Hand-Fuß-Syndrom. Meine Füße und Hände wurden tiefrot, sie schmerzten sehr und obwohl ich jeden Tag mehrmals dick mit Urea-Creme schmierte, bildeten sich große Blasen, die aufplatzten. Wenn ich Glück hatte, war darunter schon neue dünne Haut.
Ich musste die Dosis von 100 auf 60 reduzieren, weil ich vor Schmerzen gar nicht mehr laufen konnte. Ich trug bereits mehrere dicke Socken zur Polsterung, konnte nur die riesen Gartenschuhe von meinem Mann tragen.
Jetzt nach 2 Monaten zeigt sich noch eine neue Nebenwirkung: weiße Haare!!! Alle Haare, die seit Beginn der Tabletteneinnahme nachgewachsen sind, sind schneeweiß – ich war vorher hellbraun, hatte nie graue Haare.
Jetzt kommen die Haare nur noch schneeweiß, egal ob Augenbraue, Wimper, Intimbereich oder auf dem Kopf. Im Grunde ist das ja nichts schlimmes. Ich musste feststellen, dass sich diese weißen Stellen NICHT überfärben lassen. Ich habe mehrere Haarfarben versucht. Das „alte“ Haar nimmt jede Haarfarbe an, aber der weiße Haaransatz bleibt weiß. Damit es nicht sooooooo sehr auffällt, habe ich mir nun die Haare sehr hell blond gefärbt.
32 Jahre und schneeweiß auf dem Kopf :-)
Durch die verringerte Dosis sind die Hände und Füße zwar nicht mehr schmerzhaft entzündet, ABER sie häuten sich immer noch und ich muss jeden Tag cremen. Außerdem habe ich seit 2 Monaten meine Regelblutung (seit Beginn der Einnahme) nicht mehr bekommen (eine Schwangerschaft ist defintiv ausgeschlossen). Außerdem habe ich wirklich sehr sehr sehr oft auch schneeweiße Lippen, richtig leichenblaß. Mein Blutdruck ist jedoch völlig normal, der Puls ist bei mir eh immer viel zu hoch.
Hhhmmmm, mehr fällt mir spontan nicht ein :-)
Vorher hatte ich viele Jahre Zactima eingenommen, leider wirkte das Medikament nach 6 Jahren Einnahme nicht mehr. Mein Calcitoninwert hatte ich verdreifacht. Daher nehme ich nun Cometriq.
Eine PET-CT habe ich am kommenden Montag, ebenso eine Blutuntersuchung.

Antwort auf: Cometriq (=Cabozantinib) – Einnahme seit 1.12.2014

| Beitrags-ID: 364427

Hallo frati,

danke für deinen Bericht!.

Damit das Thema auch über die Suche gefunden wird, hier noch die anderen Namen der Medikamente:

Habe dein Beitrag auch in der Gruppe: Tyrosinkinase-Inhibitoren (TKI) verlinkt.

Viele Grüße
Harald

schlittenhund
papill-Sd-Karz.pT3, N1b,MO

Antwort auf: Cometriq (=Cabozantinib) – Einnahme seit 1.12.2014

| Beitrags-ID: 364428

Hallo frati,

ich kann in deinem Profil nichts Näheres finden, darf ich fragen, an welcher Krebsart du erkrankt bist, das würde mich interessieren.

Alles Liebe und Gute wünscht dir von Herzen
Schlittenhund

schlittenhund
papill-Sd-Karz.pT3, N1b,MO

Antwort auf: Cometriq (=Cabozantinib) – Einnahme seit 1.12.2014

| Beitrags-ID: 364429

Hallo frati,

danke für deine PM, ich habe soeben geantwortet.
Gruß, SH

frati
Nutzer*In
MEN 2B

Antwort auf: Cometriq (=Cabozantinib) – Einnahme seit 1.12.2014

| Beitrags-ID: 364430

Hallo zusammen,
also erst einmal muss ich mich korrigieren:
in meinem ersten Beitrag schrieb ich, dass ich Cometriq seit dem 1.12. nehme. da ist mir ein Schreibfehler unterlaufen 😥 ich nehme Cometriq bereits seit dem 1.11.2014.

Ich war zur Kontrolluntersuchung im Krankenhaus.
Mein Calcitonin ist von ca. 18.000 auf 6.500 gesunken :clap:
Mein CEA-Wert ist von 244 auf 79 gesunken :clap:

So „gute“ Blutwerte hatte ich zuletzt im Winter 2012!

Es wurde zudem eine PET-CT gemacht.
Laut Arztbrief sind viele Metastasen DEUTLICH kleiner geworden.
Hier ein paar Beispiele:
– von 3cm auf 2,1 cm
– von 10 mm auf 5 mm
– einer schrumpfte von 2,6 cm auf 2,1 cm
und so weiter, und so weiter :D

Die Metastasen in der Leber sind nicht weiter gewachsen 😉

Die Therapie mit Cometriq scheint zu wirken.
Ich bin sehr happy und hoffe, dass diese Tablette noch lange, lange weiter wirkt!!

3 Nutzer*innen haben sich für diesen Beitrag bedankt.
Uwe
Follikuläres SD-Karzinom / Knochenmetastase 5.LW

Antwort auf: Cometriq (=Cabozantinib) – Einnahme seit 1.12.2014

| Beitrags-ID: 364431

Hallo frati,

toll, dass sich die Werte nach der neuen Medikation so verbessert haben.
Ich drücke dir weiterhin die Daumen.
Das mit dem Hand-Fuß-Syndrom stelle ich mir ganz fürchterlich vor, aber es ist ja schon mal gut, dass zumindest eine Linderung eingetreten ist.

LG Uwe

schlittenhund
papill-Sd-Karz.pT3, N1b,MO

Antwort auf: Cometriq (=Cabozantinib) – Einnahme seit 1.12.2014

| Beitrags-ID: 364432

Hallo frati,

das sind ja tolle Neuigkeiten! Ich freue mich mit dir. Wie gut, dass es Medikamente gibt, die wirklich helfen. (Und so schnell, seit 1.11.?)

Weiterhin von Herzen alles Gute wünscht
Schlittenhund

frati
Nutzer*In
MEN 2B

Antwort auf: Cometriq (=Cabozantinib) – Einnahme seit 1.12.2014

| Beitrags-ID: 364433

Hallo zusammen,

vor etwa zwei Monaten änderte ich ja nach Absprache mit meinem Arzt meine Cometriq-Dosis von 100 auf 60 (wegen Hand-Fuß-Syndrom Stufe 3).
Die hohe Dosis führte bei mir zu blütenweißem Haarwuchs – an sämtlichen Körperstellen.

Doch anscheinend hat sich mein Körper seither „erholt“ und angepasst, denn die geringere Cometriq-Dosis 60 lässt meine Haare wieder in dem dunklen braun nachwachsen.
Mein brauner Haaransatz ist zwar noch schmal (etwa 3-4mm), aber dennoch sichtbar. Meine Augenbrauen sind auch wieder etwas dunkler, ehemals weiße Nasenhaare sind nun wieder braun.
Außerdem hatte ich vor einem Monat (Mitte Februar) meine Periode nach 3-monatiger Pause wieder bekommen. Die März-Periode steht noch aus.

Dosis 100 verursacht also weiße Haare und verhindert die Periode.
Bei Dosis 60 arbeitet der Körper (zumindest bei mir) wieder „normal“: brauner Haarwuchs, Periode.

Sobald mein neuer brauner Haaransatz breit genug ist, werde ich meine blondierten Haare übrigens wieder braun färben, denn das helle Blond gefällt mir gar nicht und es gab blöde Kommentare aus der Nachbarschaft. Es ist daher ganz gut, dass es momentan draußen noch so kalt ist, da kann ich immer meine Wollmütze tragen- Es ist mir dann auch egal, dass zwischen dem braun weiße Stellen sichtbar bleiben.

Meine Hände und Füße muss ich weiterhin täglich eincremen. Momentan sind meine Fingerknöcheln wahnsinnig rau. Während ich bei Dosis 100 starke Schmerzen beim Laufen hatte und sich die Haut immer löste, kommen bei Dosis 60 die Fuß-und Handschmerzen (zumindest bei mir) schubweise. An meinen Fußsohlen und meinen Fingern bilden sich dann immer die 2-Cent-großen Stellen, die knallrot sind, entzündet und stark schmerzen.
Nach 3-4 Tagen verschwinden der Schmerz und die Entzündung dann und ich kann völlig normal laufen und brauche auch nur ein Paar Socken anziehen. In der Schmerzphase trage ich zusätzlich dicke Wollsocken.

Das sind meinen aktuellen Erfahrungen.

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