Beschäftigt euch auch die Frage nach dem „Warum in jungen Jahren Schilddrüsenkrebs“?
- Dieses Thema hat 5 Antworten und 2 Teilnehmer, und wurde zuletzt aktualisiert 16.11.2025 - 14:42 von
GG_Schildi.
Beschäftigt euch auch die Frage nach dem „Warum in jungen Jahren Schilddrüsenkrebs“?
Guten Morgen,
Ich bin 25 Jahre alt und bei mir wurde im Mai 22 papillärer Schilddrüsenkrebs mit Lymphknotenmetastasen diagnostiziert.
Mich belastet in letzter Zeit die Frage sehr krass warum ich so früh Krebs bekommen habe.
Hattet ihr solche Gedanken auch bzw wisst ihr vielleicht sogar woher euer Krebs kommt?
Ich hatte von Ende 2019 bis 2021 4 Röntgenaufnahmen beim Zahnarzt. Ich mache mir unglaubliche Vorwürfe weil es irgendwo meine Schuld war dass es so oft war… Ich bin umgezogen und war mit dem ersten Zahnarzt nicht zufrieden weshalb ich zu nem anderen Zahnarzt gegangen bin und ich habe nicht daran gedacht nach dem Röntgenbild zu fragen sodass nochmal ein Panorama gemacht wurde (da Neupatient). Dann nochmal einmal Bissflügel wegen Zwischenraumkaries und einmal wegen unerklärlichen Schmerzen im Oberkiefer.
In dem selben Zeitraum wurde auch ein CT von den Nasennebenhöhlen gemacht.
Ich habe so Angst und Schuldgefühle dass der Krebs dadurch gekommen sein könnte. Ich wurde vorher kaum in meinem Leben geröntgt nur die 2,5 Jahre vor der Diagnose. Das kann doch kein Zufall sein!
Genetische Ursachen kommen bei mir eher nicht in Frage. Meine Oma hat zwar auch Knoten und meiner Mutter musste wegen kaltem Knoten auch die halbe Schilddrüse entfernt werden aber das war kein Krebs.
Lg Gast2023
- Dieses Thema wurde geändert vor 2 Jahre, 10 Monaten von Harald.
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Antwort auf: Beschäftigt euch auch die Frage nach dem „Warum in jungen Jahren Schilddrüsenkrebs“?
Hallo Gast2023
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Klar stellt sich jede*r diese Frage, vor allem wenn man Jung ist (war damals 35), dachte auch an die vielen Röntgenuntersuchen bei den Zahnärzten als Jungedlicher sowie beim Zivildienst, oder dass ein WG-Genosse ein Pilzgericht zur Zeit von Tschernobyl machte, weil er günstig Pilze auf dem Markt bekam …doch wirklich groß damit beschäfitgt habe ich mich nicht, weil ich lieber nach vorne in die Zukunft schaue.
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Zwei Jahre dürften sind übrigens relativ kruz , der Schilddrüsenkrebs wächst in der Regel langsam.
Viele Grüße,
Harald
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Antwort auf: Beschäftigt euch auch die Frage nach dem „Warum in jungen Jahren Schilddrüsenkrebs“?
Hallo Harald,
Ich schau mal später nach der Gruppe, danke!
Ist die denn noch aktiv?
Ich wünschte ich könnte auch einfach nach vorne schauen aber so ist es bei mir leider nicht. Mir geht es damit psychisch dermaßen schlecht, dass ich zu einem Therapeuten gehe falls es nicht besser wird.
Hm, kann Krebs denn so schnell entstehen? Ich mache mir voll die Vorwürfe weil ich halt hätte drauf achten müssen dass ich das Röntgenbild mitnehme wenn ich wo anders hingehe 🤦🏻♀️da wären mir zumindest zwei Aufnahmen erspart geblieben
Den kalten Knoten hatte ich schon vor den Röntgenaufnahmen.
Lg Gast2023
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Antwort auf: Beschäftigt euch auch die Frage nach dem „Warum in jungen Jahren Schilddrüsenkrebs“?
Hallo Gast2023,
bei der Gruppe Yungster findest Du lediglich andere, die auch in jungen Jahren die Diagnose hatten.
Die kannst du dann per privater Nachricht anschreiben.
Wenn du vorher schon den kalten Knoten hast, dann war da vermutlich schon vorher der Schilddrüsenkrebs. Wegen der Röntgenaufnahme würde ich mir keine Schuldgefühle machen, halte ich eher für unwahrscheinlich, als auslöser in deinem Fall.
Sich psycho-onkologische Hilfe zu holen, ist keine schlechte Idee, hatte damals auch eine Gesprächstherapie gemacht.
Viele Grüße,
Harald
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Antwort auf: Beschäftigt euch auch die Frage nach dem „Warum in jungen Jahren Schilddrüsenkrebs“?
Guten Abend,
Ja psyologische Hilfe habe ich da auch schon in Betracht gezogen. Ich war auch schon vor der Diagnose mal bei einer Psychologin. Bei meinem Anliegen weiß ich aber nicht ob die mir da viel helfen kann oder wie du erwähnt hast ein Psychoonkologe… Hat er dir damals geholfen?
Hm also ich weiß nicht ab wann der Knoten bösartig geworden ist oder ob er es schon immer war, weil ich die Kontrollen leider etwas vernachlässigt habe. Weiß nur dass er kaum gewachsen ist und schon immer kalt und inhomogen war. Damals aber noch ohne auffällige Verkalkung und ohne auffällige Lymphknoten.
Liebe Grüße
Gast2023
Antwort auf: Beschäftigt euch auch die Frage nach dem „Warum in jungen Jahren Schilddrüsenkrebs“?
Hallo Gast2023,
ich bin selber 25 und habe die offizielle Diagnose vor ein paar Wochen erhalten, obwohl mir eigentlich seit dem zweiten Ultraschall wo der Knoten sichtbar war fast klar war, dass es Krebs ist einfach von der Form wie das Ganze aussah. Was mich dann allerdings auch ein bisschen schockiert hat war der pathologische Befund, wo auf einmal von 18 zusätzlich betroffenen Lymphknoten die Rede war. Das war schon krass zu hören auch wenn es nicht viel an der Prognose verändert.
Ich verstehe deine Gedanken nach einem Auslöser suchen zu wollen. Mir hilft der Gedanke, dass es zwar immer scheiße ist eine Krebsdiagnose zu bekommen, aber wenn dann immerhin einen mit so einer guten Prognose und vergleichsweise einfacher Therapie. Und Krebs ist leider nicht wählerisch. Vielleicht hilft dir auch dich darauf zu konzentrieren was du kontrollieren kannst wie deinen akuellen Lebensstil und regelmäßige Nachsorge.
Mir hilft auch Ablenkung, also möglichst schnell wieder in meinen Alltag zu kommen, viel mit meiner Familie, meinen Freunden und meinem Partner zu unternehmen, die Leichtigkeit ein Stück weit zurückzubekommen.
Und es ist natürlich immer gut sich an den psychoonkologischen Dienst in der behandelnden Klinik zu wenden, die kennen sich im Normalfall am besten aus wie man aus dem Gedankenkarusell nach so einer Diagnose rauskommt.
Fazit: Auch wenn es schwerfällt das zu akzeptieren, man kann nicht alles im Leben kontrollieren und 100% erklären. Krebs ist ja im Endeffekt nur zufällige Mutationen bzw. Fehler in der DNA. Das kann immer und jedem passieren. Ich hab sogar mal irgendwo gelesen (aber don’t quote me), dass fast jeder zweite Mensch im Laufe seines Lebens Krebs bekommt. Da kann man so gesehen nur froh sein, dass man es in jüngeren Jahren oft noch besser wegsteckt und wer weiß, vielleicht hat man somit Krebs (hoffentlich) für den Rest seines Lebens hinter sich gebracht und muss sich nicht mit wesentlich schlimmeren Formen davon herumschlagen.
Ich wünsche dir alles Gute!
Liebe Grüße,
GG_Schildi
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