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FAQ: SD-OP und RJT in 10 Tagen – neues Therapie-Modell

FAQ: SD-OP und RJT in 10 Tagen – neues Therapie-Modell

| Beitrags-ID: 238766

FAQ: SD-OP und RJT in 10 Tagen
– neues Therapie-Modell bei Schilddrüsenkrebs in der MHH

Hallo,

für die Ablation der Schilddrüse (=Zerstörung des Restgewebes der Schilddrüse nach der operativen Entfernung der Schilddrüse) ist ja Thyrogen bereits seit Anfang 2005 zugelassen (siehe FAQ: Radiojodtherapie (RJT) mit Thyrogen).

Einige Kliniken setzen trotz der Kosten-Erstattungsproblematik bereits Thyrogen für die erste RJT (Ablation) ein, bei anderen Kliniken wird Thyrogen, wenn überhaupt, erst bei einer zweiten RJT oder RJD eingesetz, obgleich es für derlei Vorgehen keinerlei vernünftige medizinische Begründung gibt und dies allein aus Kostengründen für die Klinik geschieht. (Zur Problematik der Erstattung siehe Kostenerstattung von Thyrogen)

Die Medizinische Hochschule Hannover (MHH) hat nun ihr neues Modell bei der Therapie des Schilddrüsenkarzinoms der Öffentlichkeit am 27. Juni vorgestellt, mit dem sie bereits 20 Patienten behandelt hat.
Bei diesem neuen Modell in dem die Behandlungszeit des Schilddrüsenkrebs erheblich verkürzt wird und die Nebenwirkungen für den Patienten bedeutend verringert werden, müssen Chirurgen und Nuklearmediziner eng zusammenarbeiten
Professor Dr. Georg F. W. Scheumann, Leitender Oberarzt der Abteilung für Allgemein-, Viszeral- und Transplantationschirurgie und Professor Dr. Wolfram Knapp, Direktor der Abteilung für Nuklearmedizin an der MHH, erklärten ihr Vorgehen, bei dem die Patienten die erste Thyrogen-Spritze bereits auf der chirurgischen Station bekommen und die zweite Thyrogen-Spritze dann schon auf der nuklearmedizinischen Station.
(siehe auch FAQ: Zeitplan für RJD mit THYROGEN)

Die Verweildauer in der Klinik verkürzt sich so für OP und RJT auf kompakte 10 Tage. Der Patient gerät so in keinerlei Unterfunktion und wird danach gleich mit den Schilddrüsenhormonen richtig eingestellt.

Auf der Pressekonferenz war auch ein Patient, bei dem dieses neue Verfahren durchgeführt wurde, und eigentlich nicht viel sagen konnte, weil ja alles relativ problemlos verlief. Ich persönlich – mit meinen zwei RJTs in Unterfunktion und mehreren Wochen bis Monaten, in denen ich mich nur mühsam davon erholte – hatte den Eindruck, dass der Patient gar nicht so richtig begriffen hat, wie sensationell kurz und beschwerdearm seine Therapie nun ist bzw. war.

Dieses Modell der MHH leidet allerdings genauso wie insgesamt der Einsatz von Thyrogen bei RJT und RJD an den neuen Fallpauschalen, die die Kliniken für die Behandlung von Schilddrüsenkrebspatienten bekommen.
(siehe Kostenerstattung von Thyrogen)

Viele Grüße
Harald

weitere Berichte zum Pressegespräch:

weitere Atikel in der Presse jedoch nicht Online zugänglich:

  • Hannoversche Neu Presse, Mittwoch 28.06.06, Nr.148 -Region Hannover
    MHH-Erfolg mit Hormon-Präparat. Neue Therapie bei Schilddrüsenkrebs von RÜDIGER KNORR (mit Angabe unserer Inernet-Adresse)
  • HANNOVERSCHE ALLGEMEINE ZEITUNG, Freitag 07.07.06, Nr.156 – Gesundheit
    Ade Schilddrüsen-Unterfunktion. Medizinische Hochschule setzt neues Medikament nach Krebsoperation ein
    von NICOLA ZELLMER
  • Frau im Trend, 22.07.06, Nr.30 – S.29:Aus der Medizinfoschung
    Schnellere Heilung: Hormon hilft nach Schilddrüsen-OP
  • Südwest-Presse, 21.8.2006 : Schillddrüse / Künstliches Hormon nach der OP. Die Hölle umgehen

Fernseh-Beitrag:
11. August 2006 Morgen-Sendung: „Volle Kanne“ im ZDF
Link zum Text-Beitrag: Krebs in der Schilddrüse
Link zum Video-Beitrag: Video Krebs in der Schilddrüse

Viele Grüße
Harald


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Antwort auf: FAQ: SD-OP und RJT in 10 Tagen – neues Therapie-Modell

| Beitrags-ID: 285252

Hallo,

die Hannoversche Allgemeine Zeitung (HAZ) hat heute auch von der Pressekonferenz in der MHH vom 27.6. berichtet.

Die Artikel der HAZ und der Neuen Presse sind leider nicht online zuägnlich. Dank Ubu habe ich jedoch PDF-Kopien dieser Artikel.

Habe große Hoffnung, dass nach dem HAZ-Artikel nun auch andere Zeitungen darüber berichten.

Mal gespannt.

Viele Grüße
Harald

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| Beitrags-ID: 285253

Hallo,

am 1. Juli wurde im Radioprogramm „Campus“ (SWR 2)
der Beitrag des Hörfunk-Journalisten Michael Engel
Turbo-Heilung nach Schilddrüsenkrebs-Operation
Erste Patientenerfahrungen mit einer neuen Behandlungsmethode.

ausgestrahlt.

Über das Archiv von Campus kann man sich den Beitrag auch anhören.

Viele Grüße
Harald

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| Beitrags-ID: 285254

Hallo,

am 11. August gab es in der Morgen-Sendung: „Volle Kanne“ im ZDF auch einen Beitrag zur neuen Methode in Hannover:

Link zum Text-Beitrag: Krebs in der Schilddrüse
Link zum Video-Beitrag: Video Krebs in der Schilddrüse

Viele Grüße
Harald

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| Beitrags-ID: 285255

Hallo,

auf dem Nuklearmedizinischen Kongress in Leipzig hat Prof. Scheunemann erneut das Therapiemodell von Medizinischen Hochschule Hannover und die weitere Verlaufsdaten vorgestellt. (Genzyme Symposium)

Die Ergebnisse zeigen weiterhin, dass dieses Modell genau so gut ist, wie das traditionelle Verfahren mit der Schilddrüsenunterfunktion.

Es ist natürlich für den Schilddrüsenkrebs immernoch ein sehr kurzer Beobachtungszeitraum, aber immer hin.

Diskutiert wurde nach dem Vortrag, ob bei einer RJT so schnell nach einer OP die Blutversorgung wo möglich nicht optimal sei, und so das radioaktive Jod gar nicht so gut zu den verbliebenen Schilddrüsenzellen gelangen kann.
Prof. Scheunemann erwiderte, dass im Halsbereich sehr schnell innerhalb weniger Tage die Blutversorgung zu den Zellen wieder hergestellt wird, hier also kein Nachteil entsteht. Eher ist davon auszugehen, dass bei der (traditionellen) RJT nach mehren Wochen nach der OP das Narbengeewebe Probleme bereitet.

Durch die normale Schilddrüsenstoffwechsellage ist zu dem die Wundheilung besser als in einer Schilddrüsenunterfunktion.

Viele Grüße
Harald

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