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Gestiegener TG beim papillären Schilddrüsenkrebs

Gestiegener TG beim papillären Schilddrüsenkrebs

| Beitrags-ID: 473570

Hallo miteinander,

 

ich habe im Juni 2024 die Diagnose papillären Schilddrüsenkrebs bekommen. Pt1b (m) pn1 12/38 V1 L0.

 

Mein stimulierter TG bei der Radiojodtherapie im September 2024 war bei 10.5 mit Thyrogen.

 

 

 

Dann war im Januar 25 eine Kontrolle.

 

TSH 0.15 TG bei 0.72 und TAK bei 13

 

Dann im April 25 TSH 0.15 TG 0.6 und TAK13

 

Jetzt war ich bei der Radiodiagnostik im September 25. Auf den Bildern war nichts zu sehen aber der stimulierte TG bei 5.8.

 

Gerade heute hat mich meine Ärztin angerufen, dass der Suppremierte TG auf 2,4 seit April gestiegen ist. Der TSH ist bei 0.5 und die TAK immernoch bei 13.

 

Ultraschall war immer unauffällig. Ich hatte damals im Juni 24 auch ein CT mit Kontrastmittel, weil man damals noch nicht wusste, dass es ein papillärem Schilddrüsenkrebs ist. Dort hat man nur 3 Lymphknoten gesehen.

 

Ich soll jetzt zum Pet CT und habe große Angst. Ich bin gerade mal 37.

Könnt ihr mir sagen, warum der TG auf einmal so schnell gestiegen ist. Das sieht ja stark nach einen Rezidiv aus so wie ich das verstehe.

Vielen Dank.

 

 

Liebe Grüße

Marc

  • Dieses Thema wurde geändert vor 2 Wochen, 2 Tage von Harald.

Antwort auf: Gestiegener TG beim papillären Schilddrüsenkrebs

| Beitrags-ID: 473586

Achso die radiojodtherapie habe ich mit einer 2000 Dosis bekommen, im Forum lese ich immer von 3700.

Wäre eine zweite radiojodtherapie bei mir sinnvoll.

Sorry für die viele Fragen.

  • Diese Antwort wurde geändert vor 2 Wochen, 2 Tage von Harald.
HaraldBundesgeschäftsführer
Leitungsteam SHG Berlin
follikulärer SD-Krebs 1997 (oxyphil), Zungengrundkrebs 2024

Antwort auf: Gestiegener TG beim papillären Schilddrüsenkrebs

| Beitrags-ID: 473592

Hallo Marc,

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Zu Deiner Frage. Erst eine Frage von mir: Wurde die Radiojoddiagnostik mit rhTSH oder mit Schilddrüsenunterfunktion durch geführt?

Viele Grüße
Harald

Antwort auf: Gestiegener TG beim papillären Schilddrüsenkrebs

| Beitrags-ID: 473599

So, ich bin nun angemeldet. Sowohl die Radiojodtherapie als auch die Diagnostik wurden mit Thyrogen durchgeführt.

HaraldBundesgeschäftsführer
Leitungsteam SHG Berlin
follikulärer SD-Krebs 1997 (oxyphil), Zungengrundkrebs 2024

Antwort auf: Gestiegener TG beim papillären Schilddrüsenkrebs

| Beitrags-ID: 473603

Hallo Marc2308,

würde auf jeden Fall noch mal den Tg kontrollieren lassen, manchmal passieren auch einfach Fehler im Labor.

Der stimulierte Tg spricht ja eigentlich für ein gutes Ansprechen.

Wiki: Risikogruppen nach Operation und Radioiodtherapie

Die Aktivität von 2 GBq und noch weniger wird bei low-risk Patienten eingesetzt, 3,7 GBq ist die alte Standardtherapie. In der S3-Leitlinien wird für deine TNM T1b und N1 eine Aktivität von 2,0 bis 7,5 Gbq empfohlen. Empfehlung 5.62

Da auch im Ultraschall nichts zu sehen ist, und der Tg-Wert sich bestätigt, macht es Sinn erst mal nach jod-negativen Metastasen zu schauen.

Empfehlung 6.20 in der S3-Leitlinie

Auch wenn es ein Rezidiv seine sollte (was natürlich nicht toll ist, weil vermutlich nochmal operieren), auch dann stirbt man nicht so schnell am Schilddrüsenkrebs. Da ist der obige Wiki zu den Risikogruppen ganz gut, um etwas die Ängste zu nehmen.

Wenn die Ängste über Hand nehmen, würde ich mir professionelle Hilfe holen. War damals 35 als ich den Schilddrüsenkrebs hatte, habe dann auch eine Gesprächstherapie damals gemacht.

Viele Grüße

Harald

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Antwort auf: Gestiegener TG beim papillären Schilddrüsenkrebs

| Beitrags-ID: 473614

Hallo Harald,

vielen lieben Dank für deine Antwort. Also verstehe ich das richtig, dass das Sterberisiko dennoch relativ gering bleibt. Mir macht halt dieser riesige Sprung von 0.6 auf 2.4 in 7 Monate große Angst.

Antwort auf: Gestiegener TG beim papillären Schilddrüsenkrebs

| Beitrags-ID: 473622

Ach sorry. Die radiojoddiagnostik war im Juli 25 und nicht im September.

HaraldBundesgeschäftsführer
Leitungsteam SHG Berlin
follikulärer SD-Krebs 1997 (oxyphil), Zungengrundkrebs 2024

Antwort auf: Gestiegener TG beim papillären Schilddrüsenkrebs

| Beitrags-ID: 473630

Hallo Marc2308,

ja das Sterberisiko ist glücklicherweise gering, dennoch besteht mit jeder weitere Therapie das Risiko der Einschränkung der Lebensqualität.

Beim Tg bitte noch mal kontrollieren lassen. Außerdem bitte beachten, wenn du Präparate mit Biotin einnimmst, dann kann das den Tg falsch positive erhöhen.

Und vielleicht auch noch mal Ultraschall machen lassen, weil das die Untersuchungsmethode ist mit der man beim papillären Schilddrüsenkrebs Lymphknotenmetastasen findet.

Viele GRüße

Harald

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Antwort auf: Gestiegener TG beim papillären Schilddrüsenkrebs

| Beitrags-ID: 473632

Hallo,

ja ich habe jetzt am Dienstag nochmal eine Termin für das TG. Ultraschall wurde schon am 12.11. gemacht, von dieser Untersuchung stammt auch der TG von 2.4. Nahrungsergänzungsmittel nehme ich eigentlich keine.

Kannst du mir vielleicht bei der Interpretation des Anstiegs helfen? Ich finde im Forum niemanden wo der TG so schnell gestiegen ist.Oder ist sowas normal bei einem Rezidiv z.B. bei neuen Lymphknotenmetastasen? Eine Neck dissection hatte ich damals schon auf der rechten Seite.

 

Wie ist das jetzt wenn beim pet CT etwas gefunden wird? Dann fällt man doch in strukturell unvollständiges Ansprechen? Das habe ich nie so ganz verstanden, weil dort das Überleben doch viel niedriger ist, aber es überall heißt, dass das Risiko trotz Rezidiv relativ niedrig ist.

Ich bin sehr froh, dass es dieses Forum gibt und eigentlich seit meiner Diagnose ein stiller Mitleser. Ich danke euch allen so sehr. Ihr habt mir alle sehr geholfen und ich war immer voller guter Hoffnung. Aber der Wert jetzt ist wirklich ein Schlag in die Magengrube.

 

Liebe Grüße

Marc.

 

  • Diese Antwort wurde geändert vor 2 Wochen, 1 Tag von Marc2308.

Antwort auf: Gestiegener TG beim papillären Schilddrüsenkrebs

| Beitrags-ID: 473641

Meine Ärztin meinte noch, dass die Wiederfindung schlecht ist, aber die TAK wie immer waren. Ich war am 08.10. krank da sollte eigentlich mein Termin sein, den wir auf auf dem 12.11. verschoben haben. Bei schlechter Wiederfindung ist ja der TG falsch niedrig oder ? Bei der Messung im April bei 0.6 suppremiert, waren TAK bei 13 und Wiederfindung normal.

Besteht dennoch auch die Hoffnung dass trotz falscher Wiederfindung auch der Wert falsch hoch sein kann oder ist er immer falsch niedrig?

Danke!

HaraldBundesgeschäftsführer
Leitungsteam SHG Berlin
follikulärer SD-Krebs 1997 (oxyphil), Zungengrundkrebs 2024

Antwort auf: Gestiegener TG beim papillären Schilddrüsenkrebs

| Beitrags-ID: 473943

Hallo Marc,

wenn im PET-CT ein Rezidiv gefunden wird, z.B. im Halsbereich, dann wird diese wenn möglich chirurgisch entfernt. Und dann schaut man wieder, wie die Therapie gewirkt hat, und dann wird man entsprechend wieder neue eingruppiert.

So schnell finde ich den Anstieg nicht.

Klar bei Dir ist nun das Kopfkino an, was alles sein könnte.

Vielleicht hilft Dir das Forenthema: Bericht vom Vortrag: Rezidivangst beim Schilddüsenkrebs

Viele Grüße

Harald

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Antwort auf: Gestiegener TG beim papillären Schilddrüsenkrebs

| Beitrags-ID: 473945

Guten Abend Harald,

Vielen Dank für deine Hilfe. Ich weiß jetzt nur noch nicht, ob ich das PET CT schon machen soll oder nochmal in 3 Monaten den TG kontrollieren, weil ich überall sehe, dass ein PET CT erst ab TG 10 empfohlen wird. Es bringt mir ja nichts, wenn man noch nichts sieht, außer weitere Unsicherheit.

Antwort auf: Gestiegener TG beim papillären Schilddrüsenkrebs

| Beitrags-ID: 474058

Dass der TSH von 0.15 auf 0.5 gestiegen ist, kann nicht die Ursache für den Anstieg sein, oder ?

HaraldBundesgeschäftsführer
Leitungsteam SHG Berlin
follikulärer SD-Krebs 1997 (oxyphil), Zungengrundkrebs 2024

Antwort auf: Gestiegener TG beim papillären Schilddrüsenkrebs

| Beitrags-ID: 474064

Hallo Marc2308,

ja und nein, beim Szintigramm war der Tg auch stimuliert und unauffällig.

Merkwürdig finde ich, dass die TAK unauffällig sind, aber die Wiederfindung nicht. Normalerweise steigen erst die TAK an, und dann wird die Wiederfindung schlecht.

Wie schon geschrieben, würde ich einfach erst mal den Tg (mit TSH, TAK und Wiederfindung) kontrollieren lassen.

Zur PET-CT:

Die ATA-Leitlinie 2025 RECOMMENDATION 50 empfiehlt bei gestiegenem Tg, und negativem Radiojod-Szintigramm eine PET-CT.

Im Text dazu heißt es – wie schon in 2015 – Tg >10 , ohne Angabe ob stimuliert oder nicht.

Die deutsche S3-Leitlinie 2025 empfiehlt per Expertenkonsens 6.20  bei gestiegenem Tg, und negativem Radiojod-Szintigramm eine PET-CT. Im Begleittext stimuliert meist >2 ng/ml Tg eine PET-CT. Es wird auf die gleiche Meta-Analyse wie bei der amerikanischen Leitlinie verwiesen.

Die Meta-Analyse ist leider nicht frei zugänglich.

Die ATA empfiehlt wg. falsch positiver Befunde in der PET, diese mit einer Feinnadelpunktion zu punktieren und ein Tg-Washout zu machen.

Viele Grüße

Harald

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Antwort auf: Gestiegener TG beim papillären Schilddrüsenkrebs

| Beitrags-ID: 474067

Hallo Harald,

Vielen Dank, dass du dir immer die Zeit nimmst. Der TG wird dann morgen bestimmt, das ist deines Erachtens nicht zu früh, wenn die letze Bestimmung am 12.11. war oder?

Ich habe mich immer mit dem TSH von 0.15 viel besser gefühlt wie jetzt mit 0.5.  Seit ich weniger Thyroxin nehme, bin ich viel müder. Ich habe bei der letzten Untersuchung auch schon gesagt, aber meine Ärztin meinte das passt so…

  • Diese Antwort wurde geändert vor 1 Woche, 5 Tage von Marc2308.
HaraldBundesgeschäftsführer
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Antwort auf: Gestiegener TG beim papillären Schilddrüsenkrebs

| Beitrags-ID: 474105

Hallo Marc,

ja der Abstand reicht, es geht ja diesmal um die Bestätigung, dass der Tg Wert wirklich gestiegen ist, und nicht um eine normale Nachsorge.

Wenn der Tg-Wert gestiegen ist, dann ist eh wieder ein TSH von 0,1 angesagt.

Wenn der Tg nicht gestiegen ist, dann hilft es mit der Dosis von L-Thyroxin langsam zu reduzieren in 12,5µg Schritten.

Konnte damals auch nicht genug von dem L-Thyroxin bekommen. Wenn man zu viel Schilddrüsenhormone auf Dauer nimmt, dann bestehen nun mal Risiken für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Ich habe daher langsam in 12,5µg Schritten über Jahre reduziert.

Viele Grüße

Harald

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