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TG bei 1.Radiojodtherapie

TG bei 1.Radiojodtherapie

| Beitrags-ID: 421021

Guten Morgen,

ich habe ein papilläres Schilddrüsenkarzinom, follikuläre Variante. Ich bin vollständig operiert, zunächst hieß es ich hätte keine Metastasen. Leider ist bei der 1.Radiojodtherapie vor 2 Wochen dann ein jodspeichernder Lymphknoten seitlich am Hals gefunden worden, der auch im Ultraschall zwar sehr klein, aber auffällig aussieht. Mir wurde empfohlen diesen zu entfernen, ggf. eine  neck dissection machen zu lassen.
Heute wurde mir der mit Thyrogen stimulierte TG-Wert mitgeteilt und dieser lag bei 37. Eigentlich hieß es ich hätte wenig Restgewebe, aber der Wert sei schon hoch – so zumindest die Aussage des Assistenzarztes.
Jetzt habe ich zwei Fragen:

1. Meine Prognose scheint sich mit der Metastase am seitlichen Hals von low risk Auf intermediate risk zu verschieben.
besteht den trotzdem noch eine gute Chance auf Heilung?
2. Kann jemand etwas zu dem TG wert sagen? Der Assistenzarzt kommt frisch von der Uni und arbeitet erst seit 2 Monaten auf der Station…

Ich würde mich sehr über Antworten freuen!

Vielen Dank,

Mo

  • Dieses Thema wurde geändert vor 3 Wochen, 2 Tage von Mo198.

Antwort auf: TG bei 1.Radiojodtherapie

| Beitrags-ID: 421031

Ich habe gerade mit dem Chefarzt meiner behandelnden Nuklearmedizin telefoniert.

Er kann sich den massiven Anstieg von 0,6 bei TSH 5 drei Wochen nach Op auf jetzt 37 kurz nach 1.Radiojodtherapie unter Thyrogen nicht erklären. Er meinte ich hätte extrem gut gespeichert, auch die kleine Metastase im Halsbereich hat gut aufgenommen. Aufgefallen in der Aufnahme  3 Tage nach Therapie ist ein laut seiner Aussage kleiner Schilddrüsenrest, aber wohl auch noch Reste einer embryonalen Schilddrüsenanlage, die gut gespeichert hat. Außerdem war am Darm eine Stelle die sehr doll geleuchtet hat. Er sagte er hätte noch nie von einer Metastase dort gehört, er glaubt da hinge einfach noch etwas fest.
Auf die Nachfrage, ob das was da oben am Hals leuchtet jetzt vielleicht alles Tumor ist konnte er mir keine Antwort geben.

Kann den ein papilläres Schilddrusenkarzinom, was gut Speicher, innerhalb von zwei Monaten so dermassen wachsen, dass das die Werte erklären kann?
Ich bin in der Charité in Berlin in Behandlung , die müssten doch eigentlich wissen was los ist …

Bin ziemlich verzweifelt, muss ja auch nochmal am Montag zum Chirurgen wegen der Metastase.

Ich weiß ihr seid keine Ärzte, aber vielleicht hat jemand schon mal ähnlich Erfahrungen gemacht?

Grüße und Danke,

Mo

 

Lottilein
Moderator
pap. SD-Ca 4b N1M1, Hypopara

Antwort auf: TG bei 1.Radiojodtherapie

| Beitrags-ID: 421032

Hallo Mo,

sehe ich das richtig: Dein TG war unter laufenden Substitution mit Thyroxin bei 0,6 bei einem TSH von 5. Dann wurdest Du mit Thyrogen stimuliert und der TG ist auf 37. Also so ungewöhnlich finde ich das jetzt nicht. Ich habe unter laufender Substitution bei einem TSH von 0,09 einen TG von 14 und unter Thyrogen ist er 114. Yup, einiges mehr.

Als ich inmitten der Therapien war, hatte ich mal einen TG von 17 mit Tabletten und bei der nächsten Therapie über 200. Du kannst echt nur Werte vergleichen, die in demselben Labor unter denselben Voraussetzungen (Substitution oder nicht usw.) abgenommen wurden. Die Stimulation mit Thyrogen kann dazu führen, dass mehr TG freigesetzt wird.

Hier im Beitrag steht noch mehr dazu:

Forenthema: FAQ: Thyreoglobulin und Nachsorge des Schilddrüsenkarzinoms

Viele Grüße

Lotti

 

  • Diese Antwort wurde geändert vor 3 Wochen, 2 Tage von Harald.

Antwort auf: TG bei 1.Radiojodtherapie

| Beitrags-ID: 421043

Hallo,

erstmal ist es nur Blutwert.

Unter TSH-Stimulation steigt bei vorhandenem Schilddrüsenrestgewebe und/oder Metastasen, der Tg-Wert an.

Tg kann aber auch falsch erhöht sein, z.B. wenn man Biotin zu sich nimmt.

Durch die Zeströrung der Schilddrüsenfollikel mit Hilfe des radioaktiven Jods, wird kurzfiristig auch noch weiteres Tg freigesetzt.

Wichtig ist, wie der Tg-Wert nun im weiteren Verlauf ist.

Viele Grüße,

Harald

Antwort auf: TG bei 1.Radiojodtherapie

| Beitrags-ID: 421062

Hallo Lotti und Harald,

vielen Dank für Eure Antworten!
@ Lotti Der Anstieg bei deinen Werten scheint ja immer ungefähr das 10 fache zu sein . Hatte irgendwo gelesen , dass das normal wäre. Mein Anstieg ist ja um das 60  fache, das ist das was beunruhigt. Die Werte waren beide im gleichen Labor bestimmt worden.



@Harald
 Mir scheint die einzige Erklärung massives Tumorwachstum in den paar Wochen. Sonst hätte der unstimulierte  Wert ja bei 3,7 liegen müssen, oder?

Ich weiß gar nicht , wie ich die nächsten 3 Monate bis zum nächsten Ultraschall/Labor überstehen soll mit dieser Vermutung …

Danke Euch  und beste Grüße,

Mo

Antwort auf: TG bei 1.Radiojodtherapie

| Beitrags-ID: 421094

Hallo Mo198,

glaube nicht, dass man dies so umrechnen kann.

Kenne jedenfalls keine wissenschaftlichen Arbeiten dazu.

Viele Grüße,

Harald

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