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einseitige Stimmbandlähmung nach Schilddrüsen OP

  • Dieses Thema hat 4 Antworten und 3 Teilnehmer, und wurde zuletzt aktualisiert 14.03.2017 - 15:51 von dkr.

einseitige Stimmbandlähmung nach Schilddrüsen OP

| Beitrags-ID: 257052

Nach meiner Schilddrüsen OP in 04/16 im Bundeswehrkrankenhaus Ulm unter Neuromonitoring wurde bei mir eine Stimmbandlähmung links festgestellt.
Nach meiner Entlassung aus dem BWK hat mir mein HNO Arzt 2 Rezepte über Lögopädische Stimmband Therapie verordnet, die aber nicht den gewünschten Erfolg brachten. Dann Überweisung in die UNI Klinik Ulm, HNO Sektion für Phoniatrie. Dort wurde ich von Prof. Reiter untersucht.
Verlaufskontrolle bei Z.n. Thyreoidektomie und radikaler Lymphadenektomie links bei Schilddrüsenkar-
zinom 04.2016 (04.2016, BWK) mit postoperative Stimmlippenparese links. Intraoperativ waren beide
Recurrensnerven intakt.
Seit der letzten Vorstellung hat sich die Stimme verschlechtert. Stimme rau—kratzig, phonatorische Dyspnoe. Maximale Tonhaltedauer ca. 1sec. Bisher 10 TE Stimmtherapie erfolgt (bis 06.2016) ohne wesentliche Besserung der Stimmqualität.
Zusätzlich ist das Schlucken seit ca. 3 Wochen für feste Nahrung erschwert. Nahrung bleibt hängen.
Procedere: Stimmlippenaugmentation links (z.B. Hyaluronsäure),
Diese wurde am 21.12.2016 durchgeführt. Nach drei Tagen stationären Aufenthalt wurde ich aus der Klinik entlassen.
Nach sechs Tagen erneute Untersuchung da ich Schluckbeschwerden hatte und als Folge davon keine feste Nahrung zu mir nehmen konnte.
Diagnose: aktuell: Dysphagie aufgrund von NervenirritationenlSensibilitätsstörungen
des rechten Pharynx
Z.n. Stimmlippenaugmentation links am 21.12.2016 mit 1,2 ml Hyalurosnäure bei Postoperative Stimmlippenparese links.

Ergebnis der letzten Untersuchung jetzt im März 2017:
Kontrolle nach Stimmlippenaugmentation links am 21.12.2016 mit 1,2 ml Hyaluronsäure.
Zwischenzeitlich erfolgte eine AH in Auendorf 01.2017 für 3 Wochen lang. Dort erfolgte Stimmtherapie ohne explizit am Schlucken zu arbeiten.
Die Stimmqualität hat sich im Vergleich zu praeoperativ verbessert, zwischenzeitlich schlechter sich die Stimmqualität und -Iautstärke wieder. Zudem erschwertes Schlucken
allem von fester Kost, gemischten Konsistenzen. Keine Dysphagie.
Die Stimme belegt. Maximale Tonhaltedauer 6 sec.
Keine Dyspnoe. Kein Stridor.


Der behandelnde Arzt Prof. Reiter ist sehr kompetent und sehr freundlich. Er hat sogar auf eine E-Mail von mir ,in der ich meine Verschlechterung darstellte,mir sofort einen Termin zur Kontrolle bei Ihm in der UNI Ulm gegeben. Dieses Handeln (Antwort auf E-Mail) bin von anderen Ärzten nicht gewöhnt.

Anhänge:
StefanF
Nutzer*In
OP 1996, Follikuläres SD-CA, Hypopara, endokrinologisches Sonderexemplar

Antwort auf: einseitige Stimmbandlähmung nach Schilddrüsen OP

| Beitrags-ID: 376602

Hallo Minamoto,

leider brauchen manchmal die Nerven mehrere Jahre um sich zu regenerieren.
Wichtig ist ein sehr guter Logopäde oder Stimmtherapeut. Und dann heisst es Geduld zu haben.
Kritisch wird es immer, wenn Atemnot dabei kommt, weil dann die Sauerstoffsättigung im Blut leidet.

Ich drücke Dir die Daumen, das es wieder wird.

Viele Grüße
Stefan

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Antwort auf: einseitige Stimmbandlähmung nach Schilddrüsen OP

| Beitrags-ID: 376603

Hallo,

meine Stimmbandlähmung ist mittlerweile sicher permanent. nach Einschätzung verschiedener HNO-ärzte besteht innerhlab der ersten 2 Jahre noch eine gewisse mit der Zeit abnehmende Wahrscheinlichkeit einer Erholung eines geschädigten N. recurrens. Danach ist mit einer Erholung praktisch nicht mehr zu rechnen.

Intensive Logopädie (50 Stunden) hat mir am Anfang den größten Vorteil gebracht und von einer praktisch nicht mher vorhendenen Stimme zum fast kompltten Glottisschluss verholfen. Erreichbare Lautstärke und Dauerbelastbarkeit waren und sind jedoch duetlich eingeschränkt. Kommunikation unter „normalen“ Gesprächsbedingungen bei nicht erhöhter Umgebungslautstärke war gut möglich. Anfangs kamen noch öfter Stimmritzenkrämpfe hinzu, die zur akuter Atemnot führten und z.B durch Rauch, Kältereize forcierte Atmung provoziert wurden. Die haben sich im großen und ganzen gelegt und können nur noch durch extreme Belastung provoziert werden.

Im Laufe der Zeit ist die Stimmlippe auf der gelähmten Seite immer mehr atrophiert, hat an Volumen verloren, wodurch der Glottisschluss wieder schlechter wurde, Verständigung ist nach wie vor gut möglich aber anstrengender, besonders bei längerer Belastung. Wieder aufgenommene Logopädie konnte das vorübergehend aber nicht dauerhaft bessern. Ich erwäge nun auch eine Augmentation mit Hyaluronsäure. Von Silikon oder einer Thyroplastik möchte ich weiterhin Abstand nehmen.

Viele Grüße
Karl

Ich muß mit der Gewohnheit brechen, ehe sie mich gebrochen hat.
G.C.Lichtenberg

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Antwort auf: einseitige Stimmbandlähmung nach Schilddrüsen OP

| Beitrags-ID: 376604

Hallo dkr
Schade dass Du nicht im Grossraum Ulm wohnst. Prof Reiter, Uni Klinik Ulm, Hno ist für solche Erkrankungen ein guter Ansprechpartner.
Der Download bei meinem Beitrag ist ein wissenschaftlicher Beitrag von Ihm über einseitige Stimmlippenparese behandelt mit Haylorun.
Gruss
Minamoto

(grr.ich „liebe“ es auf dem Smartphon zu schreiben.)😣

Antwort auf: einseitige Stimmbandlähmung nach Schilddrüsen OP

| Beitrags-ID: 376605

Hallo,

in Wiesbaden gibt es bzgl. Augmentation auch einen guten Spezialisten. Außer Logopädie und Augmentation kann man eigentlich auch sowieso wenig machen. Stimmritzenkrämpfe sind unangenehm aber beherrschbar, wenn man weiß, wie sie entstehen.

Ein festes Implantat und Silikon möchte ich einfach für mich nicht. Das käme für mich nur infrage, wenn die Stimme keine normale Verständigung mehr erlauben würde.

Viele Grüße
karl

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