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Einseitige Stimmbandlähmung und Horner-Syndrom

Bernd2019

Einseitige Stimmbandlähmung und Horner-Syndrom

| Beitrags-ID: 259805

Hallo zusammen,

bei mir wurde vor wenigen Wochen die Schilddrüse wegen Krebsverdachts im Sankt Agatha Krankenhaus in Köln entfernt. Der Verdacht bestätigte sich leider. Es wurde ein papilläres Karzinom gefunden. Was den Krebs anbetrifft ist die Prognose auf Heilung wohl sehr gut. Bei dem Eingriff ist es dafür aber zu mehreren schweren Nebenwirkungen gleichzeitig gekommen. So wurde bereits eine einseitige Stimmbandlähmung festgestellt. Zudem weist ein Auge die typischen Merkmale eines Horner-Syndroms auf. Auf das merkwürdig aussehende Auge angesprochen, meinten die Ärzte lapidar, dass sich dies innerhalb weniger Tage wieder zurückbilden würde. Leider ist dies bis heute nicht der Fall. Das Horner-Auge muss man jetzt wohl etwa ein Jahr beobachten und hoffen, dass sich das Problem von selbst löst. Ansonsten bleibt nur noch der Schönheitschirurg. Da ich wegen des geschädigten Stimmbandes auch noch zum Logopäden muss, erwarte ich erhebliche Probleme dies alles in einen normalen Arbeitsalltag zu integrieren. Schließlich muss ich ja auch noch zur Krebsvorsorge. Wie kann es gelingen diese ganzen Zusatzbelastungen in den Alltag zu integrieren (Teilzeit/Sabbatical)? Ich würde mich über Erfahrungsberichte und Tipps von Personen in einer vergleichbaren Lage freuen.

StefanF
Nutzer*In
OP 1996, Follikuläres SD-CA, Hypopara, endokrinologisches Sonderexemplar

Antwort auf: Einseitige Stimmbandlähmung und Horner-Syndrom

| Beitrags-ID: 386908

Hallo Bernd,

erstmal willkommen hier im Forum.

Bei einer Stimmbandlähmung kommt es sich drauf an, was bei der OP passiert ist. Meist passiert nix, selten ist der Stimmbandnerv durch Berührung „beleidigt“. Und in noch seltenen Fällen wurde der Nerv verletzt, oder gar durchtrennt.

Bei einem „beleidigten“ Nerv kann es schon mal ein paar Monate dauern, bis der Nerv wieder richtig funktioniert. Ich selber hatte 4 Monate eine beidseitige Stimmbandlähmung und dadurch erhebliche Luftprobleme. In der Zeit hatte ich auch Logopädie, was mir sehr geholfen hat. Und die Logopäden standen mir auch gegen den HNO zur Seite, als der den Stimmbandschnitt machen wollte. Grundsätzlich kann ich jedem die Logopädie empfehlen.

Eine SD-OP mit ihren Nebenwirkungen und nötigen Hormoneinstellungen ist eben keine Zahn-OP in der man nach 2-3 Tagen wieder voll arbeitsfähig ist. Eine Schilddrüsen-OP entschleunigt auch ein wenig.
In der Firma läuft es auch weiter, wenn Du mal zur Logopädie musst.

Viele Grüße
StefanF

Prusseliese
pap. SD-Karzinom links pT1b, pN1b (12/22), L0, V0, Lokal R0

Antwort auf: Einseitige Stimmbandlähmung und Horner-Syndrom

| Beitrags-ID: 386909

Ich denke nicht, dass jetzt nach so kurzer Zeit schon die Stimmbadlähmung endgültig bleibend ist.

Nach der OP waren meine beiden Stimmbänder gelähmt, durch fleißiges Üben hat sich das eine Stimmband nach 4 Monaten wieder regeneriert und kompensiert das kaputte so gut, dass man es nicht mehr hört, dass eines fehlt.. Sofort zum Logopäden, kann ich nur raten und selbst immer in kurzen Frequenzen täglich üben.

zum Horner-Auge kann ich leider nichts beitragen, außer Dir gute Besserung zu wünschen!

Anonym
Gast

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