Kunstfehler – Vernähen von Unterhautfettgewebe
Hallo zusammen,
ich wurde vor 9 Wochen an der Schilddrüse operiert. Ich hatte ein Karzinom und die Schilddrüse wurde zur Hälfte entfernt. Jetzt habe ich immer noch ein enormes Engegefühl, was mich wirklich wahnsinnig macht und habe teilweise Probleme beim Schlucken.
Der operierende Chirurg sagte mir, dass sie wohl versehentlich Unterhautgewebe mit vernäht haben. Ich glaube mit dem Kehlkopfmuskel. Das würde sehr selten passieren, kann aber eben geschehen, meinte er.
Ich soll jetzt noch abwarten und sehen, wie es sich entwickelt. Sie könnten das wohl in einer ambulanten OP lösen, müssten aber dann nochmal durch das Narbengewebe gehen und das ist wohl auch nicht so unproblematisch. Angeblich mussten Sie das auch noch nie machen ( also auch keine Erfahrung). Na toll.
Ich bin bereits in Physiotherapie. Dort werden Lymphdrainagen gemacht. Bzgl. der Narbenbehandlung/ Vernähtem Gewebe wissen sie aber nicht, ob sie helfen können. Sie sind da eher skeptisch.
Das schlimme ist, jeder sagt mir etwas anderes. Massieren unbedingt, Massieren auf gar keinen Fall, das gleiche mit einer eventuellen OP.
Mich würde interessieren, ob jemand von Euch Erfahrungen damit hat und eine OP zum lösen von vernähtem Unterhautgewebe durchführen hat lassen und wenn ja, von welcher Art von Chirurgen (HNO, Plastischer Chirurg?, mit welchem Verfahren?
Ich komme aus Rosenheim, südlich von München.
Wer kann mir helfen?
Viele Grüße,
Sandra
Hi Sandra,
wie hat sich deine Narbe entwickelt und gibt es immer noch dieses Engegefühl?
Liebe Grüße
Elke
Hallo Elke,
leider ja. Ich habe wohl innere Verwachsungen und keiner traut sich ran. Ich habe ein permanentes Zuggefühl, nur beim Liegen nicht. Ich soll jetzt ein MRT vom Hals machen. Ein Plastischer Chirurg in München hat mir zu Hyaluronsäure Injektionen geraten, um das Gewebe weicher zu machen. Falls das nichts bringt, könnte man es auch mit Eigenfett Einspritzungen versuchen. Ich beantrage jetzt die Kostenübernahme bei der Krankenkasse.
Physiotherapie und Osteopathie hat bisher nichts gebracht.
Hast Du auch solch ein Problem?
Liebe Grüße,
Sandra
Hi Sandra, das ist ja echt Mist. Daran wirst du auch täglich brutal erinnert.
Schlimm, da sich so etwas wie Vergessen gar nicht einstellen kann.
Bei mir nervt die Spannung und Druck auf den Kehlkopf und meine Stimmbandlähmung.
Es klang so einfach, Krebsverdacht, Schildi kommt raus und gut ist.
So easy ist es leider nicht.
Nun ja, kein Krebs zu haben ist sicherlich erstrebenswert, aber das Gehampel jetzt raubt ganz schön viel Lebensfreude.
Toi toi toi für dich!
Elke
Hallo Coddy,
ging es Dir nach dem Lösen von Verwachsungen besser?
Welcher Chirurg hatte die OP durchgeführt?
Ich bin so verzweifelt, weil die Verwachsungen mein Leben so sehr einschränken.
LG Sandra
Hallo Elke,
oh Mann, das tut mir auch sehr leid für Dich!
Und ja, Du sprichst mir aus der Seele. So war es bei mir auch. Es wäre nur ein kleiner Eingriff, hieß es und dann ändert sich so vieles, auch wenn der Krebs raus ist. Wann war denn deine OP?
Hast Du schon etwas versucht, um die Beschwerden zu lindern?
Liebe Grüße,
Sandra
Hi,
meine Total Op war am 15.5.25.
Laut Chirurg ist alles gut gelaufen. Monitoring ohne Probleme.
Angeblich auch am Tag 1 nach der Operation alles gut mit den Stimmbändern, obwohl ich da bereits stimmlich schon eingeschränkt war.
Nun mache ich fleißig Logopädie und Muskeldehnungen für die Nacken und Halsmuskulatur. Schlucken geht, mit etwas auf und ab der Narbe, soweit ganz gut; nervig ist das klebrige Gefühl auf der rechten Seite des Kehlkopfes. Dort sitzt auch irgendwie gefühlt immer Schleim fest. Räuspern darf ich ja nicht, also versuche ich das weg zu atmen.
Für mich ist es aber viel schlimmer, dass meine Stimme so schlecht ist und mir dadurch so viel Lebensqualität genommen wird. Wenn das jetzt so blieben würde, dann bereue ich es natürlich noch mehr mich operieren lassen zu haben… zumal es glücklicherweise kein Krebs war. Aber das wusste ich halt noch nicht. Der Operateur meinte aber auch zu mir, dass ich zu viele und zu große kalte Knoten hatte, die Schilddrüse hätte auch unabhängig vom Verdachtsfall rausgenommen werden müssen.
Nun ist sie Geschichte und ich hoffe, dass mich bis auf die tägliche Einnahme von L-Thyroxin 75 mich bald Nix mehr an die ganze Sache erinnern wird!!!
Viele berichten hier von unglücklichen Umständen, zetern und hadern mit sich und der gesamten Situation. Es klingt vielleicht nicht ganz so emphatisch, aber genau das ist, was mir Mut macht und Trost spendet.
Dich erinnert hoffentlich bald auch Nix mehr an den ganzen Kack Rund um das Thema Schilddrüse…. und wenn, dann nur der tolle Kontakt hier zu Leidensgenossen oder solchen, die hier mit Rat und Tat zur Seite standen.
LG
Elke
- Diese Antwort wurde geändert vor 6 Monaten, 1 Woche von Schwuppie.
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