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Verletzung Stimmbänder und NSD?

Zauberelfenbabys
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Struma Multinodosa, Microfollikuläres Karzinom

Antwort auf: Verletzung Stimmbänder und NSD?

| Beitrags-ID: 366279

Hallo,

heute war nun die Nachuntersuchung bei der HNO-Ärztin. Es ist tatsächlich eine rechtsseitige Stimmbandlähmung.
Ich habe nun eine Überweisung zum Logopäden bekommen.
Sie hat gemeint, ich müsse jetzt mit dem Logopäden viel trainieren und sie könne mir nicht sagen ob das wieder weg geht.
Das kann wieder weg gehen, das kann leider auch für immer bleiben. Da müsse man jetzt abwarten.
Auf jeden Fall könnte man mit Training zumindest eine Verbesserung heraus holen.
Muss mich jetzt mal ein bisschen zu dem Thema belesen.
Gibt es da Erfahrungswerte, und wovon hängt das ab, ob das nun für immer so bleibt?

Viele liebe Grüße,
Anja

Antwort auf: Verletzung Stimmbänder und NSD?

| Beitrags-ID: 366255

Hallo Anja,

leider lässt sich da keine Prognose geben, ob und wann sich der Nerv erholt. Etwa zwei Jahre lang besteht eine gewisse Chance, dass er seine Funktion wieder aufnimmt, danach wird es sehr, sehr unwahrscheinlich.

Bei mir ist das mittlerweile auch dauerhaft, und nach fast 6 Jahren wird sich da nichts mehr dran ändern. Bei einer einseitigen Stimmbandlähmung lässt sich mit Logopädie in aller Regel eine ganze Menge erreichen. In normalen Gesprächssituationen, und wenn ich nicht allzu lange oder gegen einen hohen Geräuschpegel anreden muss, trägt die Stimme ganz gut, besonders wenn ich zur linken (der gelähmten) Seite hin sprechen kann. Die Stimme ermüdet schneller als früher und die erreichbare Lautstärke ist deutlich geringer, aber man kann ansonsten ganz gut damit leben. Es soll Leute geben, die nach einer Stimmbandlähmung mit dem Singen angefangen haben.

Es gibt ein paar weitere kleinere Einschränkungen, die gelegentlich etwas nerven können. Z.B. verschlucke ich mich leichter und muss darauf achten, mich beim Essen Trinken nicht ablenken zu lassen, was mir nicht immer gelingt. Aber auch das ist Gewöhnungssache.

Zunächst aber würde ich mal davon ausgehen, dass sich der Nerv evtl. doch noch erholt. In den ersten 6 Monaten ist die Chance dafür am größten. Es ist gut, möglichst frühzeitig mit Logopädie anzufangen. Du kannst übrigens auch Probestunden vereinbaren, die die Kasse zahlt, um evtl. noch wechseln zu können, wenn Du mit Deiner ersten Wahl nicht klar kommst. Es ist wichtig, dass die Chemie zwischen Behandler und Patient stimmt. Es sollte auf jeden Fall ein Logopäde oder eine Logopädin sein, der/die Erfahrung mit Stimmproblemen hat, am besten auch schon Erfahrung mit Stimmbandlähmungen. Viele behandeln hautpsächlich Kinder mit Sprachproblemen, das sollte zumindest nicht der hauptsächliche Schwerpunkt sein.

Wenn es um Folgerezepte geht, kann inzwischen bei meines Wissens allen Kassen eine Verordnung außerhalb des Regelfalles (mehr als 20 Stunden) jederzeit ohne Einzelgenehmigung der Kasse ausgestellt werden, ohne dass Arzt oder Logopäde Regress befürchten müssen. Im Zweifel Arzt oder Logopäde bei der Kasse nachfragen lassen, oft wissen die das noch nicht. Das ist wichtig, da es in der Regel mehr als 20 Sitzungen braucht, um eine gute tragfähige Stimme wieder zu erlangen. Die größten Erfolge haben sich bei mir ab der 30. Sitzung eingestellt. Ich hatte mittlelweile inklusive einer mehrjährigen Pause über 60 Sitzungen.

Sollte sich nach einer Logopädiepause die Stimme wieder verschlechtern, kann man da durchaus mal wieder ein paar Sitzungen verordnen, es hilft eigentlich immer.

Viele Grüße und viel Erfolg mit der Logopädie
Karl

Ich muß mit der Gewohnheit brechen, ehe sie mich gebrochen hat.
G.C.Lichtenberg

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Zauberelfenbabys
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Struma Multinodosa, Microfollikuläres Karzinom

Antwort auf: Verletzung Stimmbänder und NSD?

| Beitrags-ID: 366280

Vielen Dank lieber Karl für die tollen hilfreichen Tipps!
Die Ärztin hat mir einen speziellen Logopäden empfohlen, der sich genau auf sowas und auch nur bei Erwachsenen spezialisiert hat.
Ich hab den ersten Termin schon heute um 16 Uhr, den nächsten am Freitag.
Freu mich, dass es so schnell geklappt hat und bin guter Dinge.
Mir hilft sowieso viel meine positive Einstellung zu dem Ganzen.
Bin einfach so froh, dass das Ding weg ist, und ich mit einem blauen Auge davon gekommen bin.
Alles andere wird sich finden….
Liebe Grüße,
Anja

Zauberelfenbabys
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Struma Multinodosa, Microfollikuläres Karzinom

Antwort auf: Verletzung Stimmbänder und NSD?

| Beitrags-ID: 366259

Hallo zusammen,
im Moment geht’s mir ziemlich bescheiden.
Seit 4 Tagen nehme ich nun 125 mcg.
Unter 100 mcg war die Blutentnahme, wo dann auch raus kam, warum es mir auf einmal wieder stetig schlechter geht.
TSH = 39,3
FT3 = 1,8
FT4 = 0,8 Referenzwerte wie oben angegeben.
Also innerhalb von 2 Wochen ist der TSH von 17,6 auf 39,3 gestiegen.
Damit hätte ich nicht gerechnet..so schnell trotz jedem Tag LT-Steigerung.
Es is einfach so blöd, dass grade jetzt mein Arzt in Urlaub ist.
Da ich ja das LT nicht vertragen habe früher, war seine Anweisung bis auf 100 mcg hoch zu kommen und die dann zu halten bis Mitte Juni. Und dann im Blutbild schauen, wie es aussieht.
Weil es mir ja schlecht ging, bin ich dann zu einem Labor in unserer Stadt gegangen und die haben die SD-Werte gemacht.
Ich kann es ja jetzt nicht belassen bei den 100 mcg und hab nun eigenmächtig auf 125 erhöht. Wahrscheinlich wird das bei den Werten aber ja auch nicht reichen.
Könnte mir jemand einen Tip geben, wie weit ich noch erhöhen kann ohne die Gefahr einer ÜF? Wie lange wird das dauern bis der TSH runter bzw die FTs rauf gehen?
Ich habe auch Thybon hier, von früher noch. Würde das helfen, dass es mir was besser geht?
Ich bin so extrem schwach und schlapp, hab abends richtig Schüttelfrost und jede Bewegung fällt total schwer.
Ich will nicht jammern, bitte nicht falsch verstehen….;(
Aber in dem Zustand kriege ich meine Familie kaum am Laufen gehalten, geschweige von den ständigen Terminen beim Logopäden.
Ich bräuchte nur ein bisschen Zuspruch ob und wie weit ich noch hoch gehen kann mit dem LT.
Ich hab zu wenig Ahnung davon…nachher kommt die Wirkung zeitverzögert und ich lande auf einmal in der ÜF.
Habt vielen Dank schonmal fürs Lesen des Romans!
Liebe Grüße,
Anja

Zauberelfenbabys
Nutzer*In
Struma Multinodosa, Microfollikuläres Karzinom

Antwort auf: Verletzung Stimmbänder und NSD?

| Beitrags-ID: 366258

Achso, vielleicht mache ich auch was falsch bei der Einnahme der Hormone.
Ich nehme 75 mcg morgens um 5.30 h. Danach 2 Stunden nüchtern. Dann nehme ich um 7.30 h Pantoprazol und einen Betablocker. Kaffee erst danach.
Zwischen 14-15 Uhr dann nochmal 50 mcg.
Ich habe die Einnahme gesplittet wegen der besseren Verträglichkeit.
Mittlerweile nach 3 Wochen Einnahme bin ich aber ja gut an die Hormone gewöhnt und vielleicht wäre es besser sie nicht zu splitten?

Und beim Pantoprazol ist ja auch bekannt, dass das wohl die Aufnahme der Hormone hemmt…kann man da ungefähr sagen, wieviel Hormone man mehr nehmen müsste um das auszugleichen?

LG, Anja

Antwort auf: Verletzung Stimmbänder und NSD?

| Beitrags-ID: 366254

Hallo Anja,

Kann es sein, dass der Abstand von Mittagessen zur zweiten Dosis zu kurz ist und der Magen noch nicht wieder geleert ist?
Ich teile auch meine Tablette in zwei Einnahmedosen. Allerdings lasse ich immer 4 Stunden zwischen letzter Mahlzeit und Tabletteneinnahme.

LG Petra

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Zauberelfenbabys
Nutzer*In
Struma Multinodosa, Microfollikuläres Karzinom

Antwort auf: Verletzung Stimmbänder und NSD?

| Beitrags-ID: 366257

Hallo Petra,
hm…also ich achte darauf, dass ich Nachmittags 2 Std vor Tabletteneinnahme und 2 Std danach nichts esse und auch nur Wasser trinke.
Denkst Du, das ist zu kurz?

LG,
Anja

Antwort auf: Verletzung Stimmbänder und NSD?

| Beitrags-ID: 366256

Hallo Anja,

mein Nuk hatte mir zu dieser zeitlichen Distanz geraten und ich halte sie auch sehr genau ein. Nach der Einnahme lasse ich meist 1 Stunde vergehen.
Ich nehme Novothyral und kann fühlen, wenn das Medikamet im Körper angekommen ist. Das ist auch der Grund, warum ich die Tablette teilen muß. Die ganze Dosis flutet mich so stark an, dass ich für fast 2 Stunden in einer Überfunktion hänge, mit allen Begleiterscheinungen. Die andere Hälfte hilft mir auch das Nachmittagstief zu überbrücken.
Es ist ein wenig umständlich, besonders wenn man einen etwas unregelmäßigen Tagesablauf hat, aber bislang war es für mich die beste Lösung.

Du splittest die Tablette seit 3Wochen, passt das zeitlich mit der Erhöhung des TSH zusammen? Dann könnte das tatsächlich der Grund sein.

Alles Gute – Petran

Antwort auf: Verletzung Stimmbänder und NSD?

| Beitrags-ID: 366281

Hallo Zusammen,
ich wurde im Januar 2015 an meiner Schilddrüse operiert. Mir wurde die komplette Schilddrüse entfernt, aufgrund einem kalten Knoten (Verdacht auf bösartigem Tumor). Der Verdacht hat sich bestätigt. Es handelte sich um ein papilläres Karzinom. Die Op dauerte ca. 3 Std.
Nach der OP hatte ich keine Stimme, konnte nur flüstern, Schluckbeschwerden und die Atmung war schlecht. Das Essen fiel mir schwer und ich konnte sehr schlecht trinken.
Diagnose: beidseitige Stimmbandlähmung.
Laut Operateur konnte er das rechte Stimmband gut darstellen aber das linke nicht. Er war sich sicher, dass zumindest ein Stimmband hätte funktionieren müssen.
Aber beide taten nicht. Schreckliche Situation. Ich schreibe heute deswegen, weil ich viel rumrecherchiert habe aber nicht wirklich was gefunden habe.
Laut diversen HNO-Ärzten und HNO-Kliniken könnte es sich um eine Beleidigung, Verletzung oder eine Lähmung handeln. Welcher Fall wirklich eingetreten ist, könne man erst nach mindestens 1 Jahr sagen. Ich war entsetzt das Leben war der reinste Horror ich habe nur noch geheult. Ich habe kaum mehr geschlafen und war nur noch bei Ärzten und Foren.

Genau nach 6 Wochen hatte ich eine kratzige und in 7-8 Wochen meine vollständige Stimme wieder zurück. Aber ich muss sagen, die Stimme baut sich von Tag zu Tag auf. Heute habe ich eine leicht rauhere Stimme aber beide Stimmbänder haben sich erholt.

Ich weiss nicht, ob es euch hilft aber das habe ich alles nach der OP gemacht:

Parallel war ich bei einer orthomolekularischen Medizinerin für Krebsheilkunde.
Bei ihr habe ich eine Vitamin-Kur gemacht, die ich über die Vene (Infusionsartig) bekommen habe.
B-Vitamin ist sehr unterstützend bei Nervenregenerierung. Ich habe unter anderem Zink, Selen, Vitamin D, B, C etc. bekommen.
Oral bekam ich Omega 3, Magnesium und Coenzym – Kapseln.

LOGOPÄDIE. Ich habe 3 mal in der Woche Logopädie gemacht.
Mein Tipp: sucht euch eine Logopädin die super ist. Die euch motiviert, euch immer anstupst und euch Hoffnung macht. Die sehr positiv eingestellt ist und euch auch beeinflussen kann.
Das bringt echt viel.

Ich war in der Uni-Klinik Freiburg bei einem Phoniatrist. Kann ich auch weiterempfehlen.

Dazu habe ich frischen Salbeitee, Ingwertee getrunken und jeden morgen ein Esslöffel Honig gegessen.
Ich habe 2-3 mal am Tag mit Kochsalzlösung inhaliert.
AUch habe ich viele Bonbons gelutscht.

Fazit: es ist eine sehr schwierige Situation. Aber Kopf nicht hängen lassen. Denn die Psyche steuert euch ein bisschen. Geduld und Zeit ist das Wichtigste.
GUT DING WILL WEILE HABEN.

Ganz liebe Grüsse Erdbeere11

StefanF
Nutzer*In
OP 1996, Follikuläres SD-CA, Hypopara, endokrinologisches Sonderexemplar

Antwort auf: Verletzung Stimmbänder und NSD?

| Beitrags-ID: 366282

Hallo Erdbeere11,

da ich selber 4 Monate eine beidseitige Stimmbandlähmung hatte, noch ein paar Anmerkungen vom mir.

Wenn ein HNO eine solche Auflistung von Ursachen für eine Stimmbandlähmung macht, heisst das soviel wie: ich hab keine Ahnung. Der nennt Dir erstmal alle Möglichkeiten ohne zu Wissen was Du jetzt hat. Spätestens bei druchtrennt , sollte man das Feststellen können und dann gibt es keine Hoffnung mehr auf Selbstheilung.
Das Dein Arzt dem Nerv schon mal 1 Jahr Bedenkzeit gegeben hat, ist schon mal positiv. Viele HNOs schneiden m.M. viel zu früh (bei mir z.B. wollte der das schon nach 2 Monaten) einfach ein Stimmband durch. Dabei gibt es stimmerhaltende Methoden, die für später vielleicht die Stimme retten. Hauptsache die Sauerstoffversorgung ist sichergestellt.
Bei der OP wird übrigens nicht das Stimmband dargestellt, sondern der Stimmbandnerv.

Deinem Hinweis auf den guten Logopäden kann ich nur unterschreiben. Die sind Gold wert. Die haben mich auch unterstützt als mein HNO auf dumme Gedanken gekommen ist.

Was hab ich während der 4 Monate gemacht?
Die Ruhe behalten (autogenes Training) und literweise Schleimlöser getrunken. Irgendwann meinte mein Hausarzt das er mir keinen Schleimlöser mehr verschreiben könnte. Kurz die Krankenkasse angerufen und innerhalb von 10 Minuten hatte ich mein Rezept.
Ich weiss das das Ruhe behalten ein sehr großes Risiko war. Das kann ich nicht jedem empfehlen.

Übrigens bin ich nach den 4 Monaten bei dem HNO aus der Praxis geflogen, nachdem ich ihm lautstark die Meinung gegeigt habe. Seit der Zeit stehen HNOs auf meiner Dislike-Liste ganz weit oben.

Viele Grüße
Stefan

Antwort auf: Verletzung Stimmbänder und NSD?

| Beitrags-ID: 366283

Hallo Stefan,

ich gebe dir recht. Viele HNO’ler aber auch Phoniatristen konnten mir nicht weiterhelfen. Ich war bei vielen Ärzten.
Leider immer dieselbe Aussage.

Danke für die Korrektur.
Aber bei jedem wo ich war, wurde keine konkrete Aussage getroffen.
Die haben mir gesagt, ich soll mit allem rechnen.

Hinzufügen möchte ich, dass meine Stimmbänder Parmedian zueinander standen.
Also ich habe gut Luft bekommen.

Nichtsdestotrotz an alle viel Geduld.

lG Erdbeere11

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