Erfahrungen mit OP bei stark gewachsenem Schilddrüsenknoten gesucht
- Dieses Thema hat 2 Antworten und 2 Teilnehmer, und wurde zuletzt aktualisiert 28.11.2025 - 18:57 von
Karl-J.
Erfahrungen mit OP bei stark gewachsenem Schilddrüsenknoten gesucht
Hallo zusammen,
ich (Anfang 50) habe seit vielen Jahren eine knotige Schilddrüse. Anfangs waren die Knoten klein und unauffällig, doch inzwischen ist vor allem der rechte Knoten stark gewachsen. Das aktuelle Volumen liegt bei etwa 120ml – so groß, dass er im Ultraschall kaum mehr vollständig darstellbar ist. Ich merke mittlerweile ein deutliches Druckgefühl am Hals, manchmal auch Stechen.
Meine aktuellen Laborwerte:
Frühere Szintigrafien (2018) waren unauffällig, mit gleichmäßiger Funktion. Die aktuelle Szintigrafie (2025) zeigt einen deutlich vergrößerten rechten Lappen mit relativ wenig Uptake und keinen heißen Knoten.
Meine Ärztin meinte, eine Operation sei allein wegen der Größe notwendig.
Daher meine Fragen an euch:
- Hat jemand von euch Erfahrungen mit einer OP bei einem so großen Knoten / Struma?
- Wie war euer Verlauf (Nebenwirkungen, Nachsorge, Lebensqualität danach)?
- Wurde bei euch die Schilddrüse komplett oder teilweise entfernt?
- Wie lange hat es gedauert, bis ihr euch nach der OP wieder fit gefühlt habt?
Ich freue mich sehr über eure Erfahrungen
Viele Grüße
- Dieses Thema wurde geändert vor 4 Monaten, 2 Wochen von Harald.
Antwort auf: Erfahrungen mit OP bei stark gewachsenem Schilddrüsenknoten gesucht
Ich wurde Anfang Februar operiert. Diagnose Struma multinodosa restrosternal.
Meine SD war ausschließlich nach innen, hinters Brustbein, gewachsen und hatte mehrere Knoten. Der größte knapp 7 cm groß. Die SD war so riesig, dass sie mir schon die Luftröhre eingeengt hat. Eine kleine Veränderung war auch drin und dann hat man gleich die umliegenden Lymphknoten mit entfernt. Da war auch einer nicht mehr so frisch. Habe 3 Jahre Carbimazol genommen, da ich immer in der Überfunktion war und niemand so richtig nachgesehen hat. Wurde alles auf eine überstandene Covid-Infektion geschoben.
Erst als ich ein CT verlangt habe, kam die Ursache meiner jahrelangen Probleme ans Licht.
Meine SD wurde jetzt komplett entfernt. Ich wurde wegen der Größe mit Sternotomie-Bereitschaft operiert. Zum Glück und weil ich einen tollen Operateur hatte, konnte sie ohne entfernt werden.
Ich bin Montags in die Klinik und konnte Donnerstags wieder nach Hause.
Mir geht’s gut. Ich merke erst jetzt, wie gut ich Luft holen kann. Keine Keucherei mehr beim Treppensteigen oder beim Laufen. Meine Haare fallen nicht mehr so stark aus, ich schwitze nicht mehr so und ich werde ruhiger.
Nehme seit 20 Tagen LT und komme nach ersten Startschwierigkeiten jetzt ganz gut klar. Blutdruck und Ruhepuls sind manchmal noch etwas erhöht, aber das wird besser.
Ich hatte schreckliche Angst vor dem Eingriff – unbegründet.
Antwort auf: Erfahrungen mit OP bei stark gewachsenem Schilddrüsenknoten gesucht
Meine Erfahrung mit einer Schilddrüsenzyste
Entstehung und Entwicklung der Schilddrüsenzyste
Schon seit längerer Zeit hatte ich das Gefühl, dass mit meiner Schilddrüse etwas nicht stimmt. Über die letzten zwei Jahre vor meiner Operation Anfang 2025 bemerkte ich, dass die Zyste deutlich gewachsen war. Sie erreichte schließlich ein Volumen von 100 ml und eine Größe von etwa 6 cm. Beschwerden hatte ich außer einem gelegentlichen Druckgefühl und einem Spannungsgefühl auf der Haut eigentlich keine.
Entscheidung zur Operation
Als die Zyste diese beachtliche Größe erreicht hatte und meine Sorgen immer größer wurden, entschied ich mich schließlich für eine Operation. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte ich keine Medikamente gegen die Zyste erhalten.
Verlauf der Operation und Nachsorge
Die Operation fand an einem Freitag statt. Dabei wurde die Zyste zusammen mit der Hälfte meiner Schilddrüse entfernt. Bereits am folgenden Montag konnte ich das Krankenhaus wieder verlassen und erhielt eine Krankschreibung für drei Wochen. Direkt nach dem Eingriff ging es mir deutlich besser.
Medikamenteneinnahme und Erholung
Seit der Operation nehme ich Thyroxin. Ich fühle mich mittlerweile so gut wie schon lange nicht mehr. Besonders bemerkenswert: Ich bekomme jetzt besser Luft – ein Problem, das mir vorher gar nicht richtig bewusst war. Auch meine zuvor häufig verstopfte Nase, die ich ursprünglich auf eine Allergie zurückgeführt hatte, ist seit dem Eingriff verschwunden.
Rückblick
Im Nachhinein denke ich, dass ich mich viel früher für die Operation hätte entscheiden sollen.
-
Diese Antwort wurde geändert vor 4 Monaten, 2 Wochen von Karl-J.
Diese Antwort wurde 2-mal bearbeitet.
Geburtstage
Ein*e Nutzer*in hat heute Geburtstag
In den nächsten Tagen haben 3 Nutzer*innen Geburtstag
Zur Zeit aktiv
Insgesamt sind 44 Benutzer*innen online: 0 Nutzer*innen und 44 Gäste.