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Schilddrüsen OP: Diagnose ist Struma diffusa, V. a. Schilddrüsenkarzinom

orti
Nutzer*In

Schilddrüsen OP: Diagnose ist Struma diffusa, V. a. Schilddrüsenkarzinom

| Beitrags-ID: 469620

Hallo zusammen, ich habe eine Überweisung zur Chirurgie. Diagnose ist Struma diffusa, V. a. Schilddrüsenkarzinom. Bei mir ist die linke Seite der Schilddrüse „normal“ groß, jedoch auch knotig (13 ml). Die rechte Seite ist riesig (48 ml) und muss auf jeden Fall raus. Die Nuklearmedizinerin empfahl, die komplette SD zu entfernen, der Hausarzt meinte nun, wahrscheinlich „reiche“ die rechte Hälfte. Frage mich jetzt, was zu empfehlen ist, ich werde dazu natürlich auch noch einmal die Nuklearmedizin fragen. Ist es dann so, das ich letztlich mit dem operierenden Arzt bespreche, was zu empfehlen ist, die Überweisung enthält nur die Diagnose und als Auftrag „Bitte dringend operative Sanierung“? Wäre natürlich gut, wenn die Hälfte drinbleiben könnte, kann jedoch auch nicht einschätzen, ob man dann später wieder anfängt bzw. wie nachhaltig das ganze und die Erfahrungen/Chancen insgesamt da sind. Vielleicht hat ja da jemand auch schon Erfahrungen mit gemacht. LG!

  • Dieses Thema wurde geändert vor 8 Monaten, 3 Wochen von Harald.
HaraldBundesgeschäftsführer
Leitungsteam SHG Berlin
follikulärer SD-Krebs 1997 (oxyphil), Zungengrundkrebs 2024

Antwort auf: Schilddrüsen OP: Diagnose ist Struma diffusa, V. a. Schilddrüsenkarzinom

| Beitrags-ID: 469623

Hallo orti,

willkommen bei uns im Selbsthilfe-Forum!

Worauf beruht der Verdacht auf Schilddrüsenkarzinom?

Siehe Wiki: Schilddrüsenknoten – Diagnostik

und Wiki: Schilddrüsenknoten und Krebsverdacht

Viele Grüße

Harald

tapferweiter

Antwort auf: Schilddrüsen OP: Diagnose ist Struma diffusa, V. a. Schilddrüsenkarzinom

| Beitrags-ID: 469645

Hallo Orti,

bei mir war es damals ein „Verdacht“ auf SD-Krebs mit Empfehlung zur kompletten Entfernung event. mit Lymphknoten. Habe einen Termin zum Vorgespräch in einer Klinik gemacht und mir in Ruhe angehört, was der Arzt sagt und bin wieder heimgefahren. Bin dann noch in eine andere Klinik zum Vorgespräch, hier war für mich eine Entscheidung leichter. Such dir eine Klinik, die Erfahrung mit dieser Op hat, das steht auch oft in deren jährlichen Bericht, oder dein Hausarzt weiß es. Hör dir in Ruhe an, was die Ärzte empfehlen, und wenn  beim ersten Arztgespräch kein Vertrauen da ist, kannst du natürlich eine Zweitmeinung einholen. Ich denke, dass heutzutage nicht mehr leichtfertig die komplette SD rausgenommen wird, sondern gut abgewogen wird.

Liebe Grüße Christine

Antwort auf: Schilddrüsen OP: Diagnose ist Struma diffusa, V. a. Schilddrüsenkarzinom

| Beitrags-ID: 469653

Hallo Orti!

Gibt es an deiner Klinik die Option „intraoperativer Schnellschnitt“? Da wird Gewebe während der OP untersucht, ob es gutartig oder bösartig ist. Der Operateur kann dann entscheiden, ob nur eine Hälfte raus kommt, oder alles plus Lymphknoten.

Liebe Grüße,

Mathilda

orti
Nutzer*In

Antwort auf: Schilddrüsen OP: Diagnose ist Struma diffusa, V. a. Schilddrüsenkarzinom

| Beitrags-ID: 469703

Hallo zusammen, erstmal vielen Dank für die Antworten! Das hilft mir schon ein bisschen weiter. Inzwischen habe ich den Befund in Schriftform von meinem Hausarzt abgeholt. Es war eine Sestamibi-Szintigrafie, Klinik/Fragestellung Hypofunktionelle Schilddrüsenknoten bds., Dignitätsklärung. Befund ist : Physiologische Nuklidanreicherungen in den Speicheldrüsen sowie dem Schilddrüsenparenchym beidseits mit physiologischem Wash-Out im zeitlichen Verlauf. Dabei zeigt sich sowohl in den frühen als auch späten Aufnahmen eine fokale Nuklidmehrspeicherung im Bereich des szintigraphisch hypofunktionellen Bereichs rechts zentral und kaudal. Beurteilung: Die hypofunktionellen Knoten rechtsseitig sind MIBI-positiv – ein malignes Geschehen ist somit nicht sicher auszuschließen. Wir empfehlen eine entsprechende chirurgische Therapie. Rechts sprach man noch von knotigem Umbau, links schien es nicht so ganz akut, aber wohl auch einige Knoten vorhanden. Ich habe vor, die Ärztin morgen noch mal zu fragen, ob sie sich vorstellen könnte, das es reicht, die rechte Hälfte zu entfernen. Der Hausarzt meinte zu mir, da würde wohl die rechte Seite reichen…wie gesagt, die Nuklearmedizinerin werde ich dann auch noch mal fragen. Sicher kann man vielleicht doch auch noch die Chirurgen dazu im Vorgespräch befragen, was die meinen? Liebe Grüße, Mario!

Anonym
Gast

Antwort auf: Schilddrüsen OP: Diagnose ist Struma diffusa, V. a. Schilddrüsenkarzinom

| Beitrags-ID: 469704

Sicher kann man vielleicht doch auch noch die Chirurgen dazu im Vorgespräch befragen, was die meinen?

Sicher kannst Du das. Du kannst auch einen Autoverkäufer fragen, ob Du ein neues Auto brauchst, einen Friseur fragen, ob die Haare geschnitten werden müssen.

Hast Du einen Elastographiebefund? Wurde eine Punktion durchgeführt? Was steht denn im Sonobericht?

Antwort auf: Schilddrüsen OP: Diagnose ist Struma diffusa, V. a. Schilddrüsenkarzinom

| Beitrags-ID: 469710

Hallo!

Ich habe ein ähnliches Problem.

Einseitig ein Knoten, Auffälligkeiten im Ultraschall und der Mibi-Szintigraphie und die Empfehlung zu operieren.

Knoten ist 2cm, Blutwerte normal und punktiert vor einigen Jahren und da war nach anfänglicher Auffälligkeit aber bei der weiteren Untersuchung alles gut! Er stört mich auch nicht.

Wenn man Chirurg fragt, will er schneiden, weil das sein Job und sein Geld ist.

Ich bin mir unsicher was ich jetzt machen soll.

Wie willst du weiter vorgehen?

Würde mich über Austausch freuen.

 

LG Bibi

  • Diese Antwort wurde geändert vor 8 Monaten, 1 Woche von Harald.
orti
Nutzer*In

Antwort auf: Schilddrüsen OP: Diagnose ist Struma diffusa, V. a. Schilddrüsenkarzinom

| Beitrags-ID: 471836

Hallo zusammen, kleines Update, inzwischen war ich mit meiner Krankenhauseinweisung in Salzkotten zum OP-Vorgespräch. Im wesentlichen hat der Arzt dort, der im übrigen sehr authentisch und gut rüberkam („das vernarbt wie die Sau“ hätte ich z. B. nicht von einem Prof. Dr. erwartet ;-), die bisherige Diagnose bestätigt. Insgesamt hatte ich dann schon den Eindruck, dass er deutlich mehr auf dem Ultraschall sieht als die Kollegen vor Ort, sollte er aber auch, dort machen sie wohl so 130 OPs im Jahr. Er hat mir auch letztlich die Entscheidung überlassen, ob ich beide Seiten entfernen lassen möchte oder nur eine (die rechte mit den auffälligen Knoten). Ich habe mich für die einseitige entschieden, ich denke er hätte komplett bevorzugt, hielt meine Entscheidung wohl noch für vertretbar. Leider hatte ich jetzt diese Woche noch einen Anruf, dass ich vor der OP noch einmal beim Doc erscheinen soll, weil der PTH Wert wohl nicht passt. Jetzt hoffe ich natürlich, dass das nichts an der OP/dem Termin ändert. Ich freue mich natürlich nicht drauf, aber da sich das jetzt schon eine Weile zieht, darf es auch ruhig losgehen. Mir sind auch einige Fragen durch den Kopf gegangen: Welche Auswirkungen hat mein PTH Wert auf die Diagnose, dass beides muss ja auch nicht zusammenhängen und könnte ja auch von der Niere kommen. Und wie behandelt man das, kriegt man den Wert hin oder muss man dann zusätzlich permanent ein weiteres Medikament nehmen? Fragen über Fragen… LG!

Antwort auf: Schilddrüsen OP: Diagnose ist Struma diffusa, V. a. Schilddrüsenkarzinom

| Beitrags-ID: 471867

Hallo zusammen, kleines Update, inzwischen war ich mit meiner Krankenhauseinweisung in Salzkotten zum OP-Vorgespräch. Im wesentlichen hat der Arzt dort, der im übrigen sehr authentisch und gut rüberkam („das vernarbt wie die Sau“ hätte ich z. B. nicht von einem Prof. Dr. erwartet ;-), die bisherige Diagnose bestätigt. Insgesamt hatte ich dann schon den Eindruck, dass er deutlich mehr auf dem Ultraschall sieht als die Kollegen vor Ort, sollte er aber auch, dort machen sie wohl so 130 OPs im Jahr. Er hat mir auch letztlich die Entscheidung überlassen, ob ich beide Seiten entfernen lassen möchte oder nur eine (die rechte mit den auffälligen Knoten). Ich habe mich für die einseitige entschieden, ich denke er hätte komplett bevorzugt, hielt meine Entscheidung wohl noch für vertretbar. Leider hatte ich jetzt diese Woche noch einen Anruf, dass ich vor der OP noch einmal beim Doc erscheinen soll, weil der PTH Wert wohl nicht passt. Jetzt hoffe ich natürlich, dass das nichts an der OP/dem Termin ändert. Ich freue mich natürlich nicht drauf, aber da sich das jetzt schon eine Weile zieht, darf es auch ruhig losgehen. Mir sind auch einige Fragen durch den Kopf gegangen: Welche Auswirkungen hat mein PTH Wert auf die Diagnose, dass beides muss ja auch nicht zusammenhängen und könnte ja auch von der Niere kommen. Und wie behandelt man das, kriegt man den Wert hin oder muss man dann zusätzlich permanent ein weiteres Medikament nehmen? Fragen über Fragen… LG!

Hallo Orti!

Diese Fragen kann am besten dein Arzt beantworten, da die Zusammenschau aller Blutwerte und Befunde entscheidend ist. Für eine erste Einordnung wäre es gut, wenn  du schreiben würdest, ob deine PTH zu hoch oder zu niedrig ist. Idealerweise Wert und Referenzbereich.

Liebe Grüße

Mathilda

Anonym
Gast

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