Unerwarteter Befund vor Schilddrüsenoperation – wie weiter? & Primenopause
- Dieses Thema hat 4 Antworten und 5 Teilnehmer, und wurde zuletzt aktualisiert 27.01.2026 - 07:20 von
Osmose.
Unerwarteter Befund vor Schilddrüsenoperation – wie weiter? & Primenopause
Hallo zusammen,
zuerst möchte ich sagen, wie froh ich bin, dass es dieses Forum gibt! Es ist wirklich schön zu sehen, wie Betroffene hier offen miteinander sprechen und sich gegenseitig unterstützen. Ich habe bereits eine Weile still mitgelesen und konnte dabei viele hilfreiche Informationen für mich mitnehmen. dafür schon einmal vielen Dank!
Zu meiner Situation:
Ich (40) habe seit mehreren Jahren Schilddrüsenknoten, die regelmäßig beim Nuklearmediziner kontrolliert wurden. Bisher waren alle Befunde unauffällig, auch wenn die Knoten recht groß sind. Da sie mich im Alltag immer mehr beeinträchtigen (Schluckbeschwerden), habe ich mich entschlossen, einen Teil der Schilddrüse entfernen zu lassen. Dafür war ich bereits in der Schön Klinik in Hamburg, und die Operation ist für den kommenden Monat geplant. Kurzfristig hat die Schön Klinik eine MIBI-Szintigraphie avisiert, die eine neue Situation ergeben hat: Diese Untersuchung wurde empfohlen, weil auf der rechten Seite der Schilddrüse ein bisher unbekannter Knoten entdeckt wurde.
Der Nuklearmediziner der UKE, hier bekam ich einen Termin, hat die MIBI Szintigraphie jedoch abgelehnt, mit der Begründung, es handle sich seiner Sono-Einschätzung nach eindeutig um einen bösartigen Knoten.
Diese Aussage hat mich ehrlich gesagt ziemlich aus der Bahn geworfen. Einerseits bin ich dankbar, dass der Knoten entdeckt wurde, andererseits war das plötzliche Urteil „bösartig“ für mich ein Schock, zumal bisher dort nie besorgniserregende Auffälligkeiten festgestellt worden waren. Vielleicht bin ich aber auch ein bisschen zu naiv an das Thema MIBI rangegangen, als diese verordnete wurde.
Ich frage mich nun: sollte ich direkt die gesamte Schilddrüse entfernen lassen, oder den neuen Knoten erst doch noch weiter mit MIBI abklären lassen (Feinnadelpunktion geht wegen der Lage nicht) ?
Am Freitag habe ich noch ein Gespräch mit meiner Hausärztin, um die Ergebnisse zu besprechen. Ich bin so unsicher, erreiche in der SK aktuell auch nmd.
Ich möchte gern vertrauen, dennoch nicht unbedacht einfach alles entfernen lassen.
Wichtig: Mir geht es absolut nicht darum, Entscheidungen von Ärzten als falsch darzustellen! Sie sind erfahrene Experten! Ich möchte nur aufgrund meiner Unwissenheit nicht falsch handeln.
Zudem habe ich noch eine Frage: hat jemand Erfahrungen im Zusammenhang mit Schilddrüsenentfernung und der Primenopause? Kann man hier Nahrungsergänzungsmittel nehmen? Oder bespreche ich auch das mit dem Endokrinologen?
lieben Dank an euch!
08/2023: Volumen: 20,3 ml (Norm < 18 ml), rechts: 7,9 ml; links: 12,4 ml
(1) rechts zentral (6x4x7; 0,1) – echoarm-cystisch
(2) links zentral (17x14x19; 2,3)- echogemischt, mit kl. Verkalk. 4a (idem)
(3) links caudal (17x17x21; 3,2)- echogemischt,glatt begrenzt 3 (idem)
(4) links caudo-isthmal (13x9x13; 0,9) – echogemischt,glatt begrenzt 3
Das übrige SD-Gewebe zeigt sich weitgehend echonorma, mit weiteren Knoten (< 1 cm) beidseits. Keine Hyperperfusion. (1)-(4) ohne zentrale Mehrperfusion.
Keine pathologisch konfigurierten LK.
danach HA zur jährlichen Sono.
Sobald mir die neuen Befun
Antwort auf: Unerwarteter Befund vor Schilddrüsenoperation – wie weiter? & Primenopause
Liebe SommerSonne,
hatte dir die Klinik etwas zum „Schnellschnitt“ gesagt?
Wenn dabei während der OP rauskommt, dass der Knoten bösartig ist, wird die andere Seite (und ggf.Lymphknoten) gleich mit entfernt. Vielleicht hilft dir diese Info etwas.
Ich drücke dir die Daumen.
Liebe Grüße, Julia
Antwort auf: Unerwarteter Befund vor Schilddrüsenoperation – wie weiter? & Primenopause
Liebe SommerSonne,
bei mir war es ähnlich. Ich habe zwei Jahre lang mehrere Knoten gehabt.
Sie sind dann irgendwann zu schnell gewachsen.
Der NUK empfahl eine OP. Weil ich aber eine OP nur machen wollte wenn es wirklich nach Krebs aussieht (beruflich brauche ich meine Stimme) hat er noch die MiBI als Möglichkeit gesehen. Wenn die unauffällig gewesen wäre dann hätte ich weiterhin Sono machen lassen. In meinem Fall war sie auffällig und ich habe dann in München in Martha-Maria Krankenhaus eine OP bekommen. Während der OP wurde das Gewebe Mittels Schnellschnitt untersucht und als Feststand dass es bösartig war wurde die Op fortgeführt und die ganze Schilddrüse entfernt.
Da Du Dich sowieso zu einer Op bereits durchgerungen hast wäre mein Rat Dich an einer Klinik anzubinden die intraoperativ Schnellschnitte macht. So kann zunächst die suspekte Seite raus operiert werden und die komplette Entfernung dann in der selben OP erfolgen statt dass man zwei ops durchstehen muss.
Ich drücke Dir die Daumen.
Ich habe gute Erfahrungen gesammelt und lebe trotz der ganzen Geschichte meinen Alltag. Klar ist es nicht dasselbe wie vorher. Aber ich bin sehr froh um die Möglichkeiten und dass Schilddrüsenkrebs meist doch so gut behandelt werden kann dass eine gute Prognose entsteht.
Alles gute für Dich.
Waldwege
Antwort auf: Unerwarteter Befund vor Schilddrüsenoperation – wie weiter? & Primenopause
Guten Abend,
Ich hatte 2023 juli zum ersten Mal den Knoten wahr genommen. Kontrolle Radiologie erfolgt. Unbesorgt sein und weitere Kontrolle 6 Monate später. Januar 2024 Kontrolle und dann „ach es ist gewachsen raus damit“.
Mibi gemacht auch immer noch „lass weg machen “
Juni 2024 op rechte Schilddrüsenseite raus-> 7.9 cm großer Tumor.
2 Wochen später komplettierungsop
Zwei Radiojodtherapien.
Bis jetzt alles gut.
Menopause wurde ich drauf hingewiesen auch das die schneller kommen kann aber das wäre mir heute mit 41 egal.
Alles Gute und Grüße britta
Antwort auf: Unerwarteter Befund vor Schilddrüsenoperation – wie weiter? & Primenopause
Moin,
Also der TIRADS ist auffällig keine frage. Jeddoch bleibt jede Ultraschall Einschätzung eine rein optische Wahrscheinlichkeitsdiagnose. Eine endgültige Sicherheit über die Bösartigkeit kann nur die Histologie liefern-
Dass man im UKE so deutlich reagiert hat, deutet zwar auf sehr verdächtige Merkmale hin, ersetzt aber rechtlich und medizinisch nicht den pathologischen Befund.
Wenn ein konkreter Krebsverdacht im Raum steht, ist die vollständige Entfernung meist der sicherste Weg, um eine belastende Zweitoperation zu vermeiden. Besprich das am besten mit dem HA. Ich persönlich würde direkt zur Voll OP Tendieren.
Ich selber hatte auch einen TIRADS 5 Knoten ohne irgendwelche auffälligen LK jedoch waren es am Ende 10 Metastasen.
Alles gute für die Zukunft.
Ich habe zwar nen Medizinischen Background bin aber kein Arzt. Was ich schreibe, soll helfen zu verstehen. Bitte im Zweifel immer ärztlich abklären lassen.
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