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Immer wieder verunsichert

Steven
Teilnehmer
Folikuläres Schilddrüsenkarzinom PT3

Immer wieder verunsichert

| Beitrags-ID: 411060

Hallo liebe Forumsgemeinde,

eine dieser Dinge, die ich meiner Erkrankung zu Gute halten muss ist, dass man sich selbst besser kennen lernt und Seiten an sich bemerkt, die man vorher nicht kannte. Bei mir ist das so, dass ich auch berufsbedingt vom Naturell her ziemlich selbstbewusst, aber auch sehr reflektiert bin. Mit der Zeit, stelle ich aber fest, dass ich das wohl nicht (mehr) bin und mich nach Hilfe umsehen muss. Mittlerweile hinterfrage ich selbst positive Nachrichten so sehr, dass immer Zweifel bleiben. Dass das bei Krebs, egal welcher Art so ist, das weiß ich, aber ich komme da einfach nicht raus.

Nach der Komplettierungs-OP, dass war noch während des KH-Aufenthaltes, wurde ich in der Abteilung für Nuklearmedizin vorstellig und der Oberarzt war von der Sorte, gerade heraus ohne viel Rücksicht. Er erzählte mir, dass das follik. SD-CA ( in meinem Fall ausgerechnet auch noch Hurthle Cell)  schlechter zu heilen sei und man erst einmal die RJT abwarten muss. Er klärte mich auch darüber auf, dass es bei Nichtansprechen der RJT eng würde. Da war sie dann hinüber, meine Zuversicht. Man muss aber sagen, dass dieser Arzt fachlich top ist und mich auch bisher betreut. Die RJT im Jänner 2021 zeigte Speicherungen dort, wo man es erwartete und ich war optimistisch. Die RJD im Juli 2021 zeigte keine Speicherung mehr an und der TG war kleiner 0,2 und TSH bei 67.9. Eigentlich alles gut. Niedriger Tumormarker bei hoher Stimulation.

Am 14.01.2022 war der Halbjahres Check mit Sono (Hat gut 10 Minuten gedauert) und da fand der zwei Lymphknoten (links und rechts). Er sprach was von Hillus (oder so ähnlich) abgrenzbar und oval geformt und man sehe eine Fettschicht. Er sagte auch, dass man sich da erst einmal keine Sorgen machen müsse. So weit so gut, ich bin auch ein wenig verschnupft derzeit.

Wir haben uns dann noch ein wenig unterhalten und er meinte  im Gesprächsverlauf, dass mein TG Wert Post operativ recht gering war mit 3,6 ( Ich fand das immer positiv ) und erwähnte so nebenbei, dass es ja auch sein kann, dass die Zellen kein TG mehr produzieren, aber das muss man dann weiterhin abwarten. Generell ist er bei allem, was nicht papilär ist sehr zurückhaltend mit positivem Feedback und Zuspruch, aber er ist eben gut und macht alles nach ATA Leitlinie, nur menschlich läuft es nicht so toll.

Vielleicht hat ja jemand einen Tipp, oder Erfahrungen. Hat vielleicht auch jemand mit ständig vergrößerten Lymphknoten zu tun.

Gruß Steven

  • Dieses Thema wurde geändert vor 4 Monaten von Steven.
    Dieses Thema wurde 2-mal bearbeitet.
BettiB
Teilnehmer

Antwort auf: Immer wieder verunsichert

| Beitrags-ID: 411292

Hallo Steven,

ich wurde bereits vor 11 Jahren operiert und meine Diagnose lautete damals PDTC, schlecht differenziertes SD Karzinom. 

Keiner meiner Ärzte wollte mir damals eine Prognose geben, weder in Halle an der Uniklinik nach der OP noch später zu Hause die NUK.

Aufgrund von unklarer Lage wurden dann meine entnommenen Zellen nach Essen zu Prof. Schmied geschickt zwecks Zweitmeinung und er ordnete sie einem papillären Karzinom, follikuläre Variante zu.

Inzwischen wurden immer 2 oder 3 vergrößerte Lymphknoten an meiner linken Halsseite gesehen, oft auch eher rund, was nicht so gut ist, sie sollten oval sein wie bei Dir. Mein Tumor lag jedoch rechts. Links wurden mir aber 41 LK entnommen (rechts nur 5) deshalb habe ich immer vermutet, daß die verbliebenen vielleicht mehr leisten müssen und deshalb manchmal vergrößert sind.

Sie haben sich aber nicht wirklich verändert in den Jahren, sie sind im Ultraschall aber sichtbar, werden jedes Mal vermessen und beurteilt, einen davon kann ich zeitweise sogar tasten, besonders wenn ich erkältet bin.

Vielleicht hilft Dir meine Geschichte weiter.

Alles Gute für Dich.

Bettina

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Steven
Teilnehmer
Folikuläres Schilddrüsenkarzinom PT3

Antwort auf: Immer wieder verunsichert

| Beitrags-ID: 412179

Hallo Bettina,

vielen Dank für die netten Worte. Mittlerweile habe ich die Blutergebnisse und die Auswertung des Nachsorgetermins und da war nunmehr alles okay. TG unter 0,2ug TAK ebenso unter der Nachweisgrenze und im Sono hat man auch nichts gesehen. Eigentlich alles ganz gut und ich denke, dass ich mich wohl daran gewöhnen muss, dass die Zeit kurz vor und kurz nach der Nachsorge immer ein wenig krisenbehaftet ist.

 

BettiB
Teilnehmer

Antwort auf: Immer wieder verunsichert

| Beitrags-ID: 412235

Hallo Steven,

es freut mich sehr, daß bei Dir alle Werte i.O. sind.

Es geht mir auch jedes Mal so,  daß ich beunruhigt bin, bis der NUK Entwarnung gibt. Das kann manchmal bis zu 6 Wochen dauern. Deshalb lasse ich von Anfang meiner Erkrankung an meine Werte halbjährlich beim HA checken und gehe dann viel beruhigter zum NUK zur Kontrolle. Der macht zuerst immer die Sonographie und nimmt dann Blut ab. Der Befund geht dann viel später an den HA.

In den letzten 2 Jahren wurde mein TG beim NUK erst mit 1, 6 Monate später mit 2 gemessen, dadurch mußte ich wieder nach 6 Monaten zur Kontrolle zum NUK und es wurde von PET CT und evtl. OP gesprochen. Ich habe dann letzten Sommer einige der Befunde meines HA-Labors mit zum NUK genommen. Er war sehr verwundert über die unterschiedlichen Meßergebnisse und sprach von Meßfehlern seines Labors.

Als ich danach dann die Befunde vom NUK erhielt, war der TG kleiner 0,2, auch alle anderen Ergebnisse

waren i.O. Ich hoffe, es bleibt so, mein nächster Kontrolltermin ist im Juni.

Alles Gute.

Liebe Grüße

Bettina

 

P.S. Wann war denn Deine OP?

 

 

 

 

Steven
Teilnehmer
Folikuläres Schilddrüsenkarzinom PT3

Antwort auf: Immer wieder verunsichert

| Beitrags-ID: 412264

Hallo Betti,

meine OP war im Juli 2020, ist also noch nicht so lange her. Zwar hat die RJT sehr gut angesprochen, aber raus aus dem Gröbsten bin ich nun einmal noch nicht, sodass ich immer mal wieder ins Grübeln gerate, wie es wohl weiter geht. Aber jetzt habe ich erst einmal 6 Monate Ruhe und freue mich auf das Frühjahr, das hoffentlich bald kommt.

Gruß Steven

Anonym
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