Achtung

Ratschläge auf der Website können keinen Arztbesuch ersetzen
Okay

PM: Krebsorganisationen (DKH, DKG, DKFZ) fordern Corona-Impfpflicht

Überblick:

Pressemitteilung der Deutschen Krebshilfe (DKH), der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG) und des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ)

Bonn/Heidelberg/Berlin, 22, November 2021

Krebsorganisationen fordern Corona-Impfpflicht

Dringender Appell an Politik und Bevölkerung

Bonn/Heidelberg/Berlin – Die Notlage in den Krankenhäusern und auf den Intensivstationen wird immer dramatischer. Nicht nur für an COVID-19 erkrankte Personen, sondern für alle Menschen mit schwerwiegenden Erkrankungen wie etwa Krebs. Denn schon bald werden bundesweit keine Kapazitäten mehr für weitere Patientinnen und Patienten zur Verfügung stehen. Die Corona Task Force des Deutschen Krebsforschungszentrums, der Deutschen Krebshilfe und der Deutschen Krebsgesellschaft sieht eine allgemeine Impfpflicht zusätzlich zu Kontakteinschränkungen als einzige Möglichkeit, den Kollaps des Gesundheitssystems über den Winter zu verhindern. Die Organisationen appellieren an die Politik, unverzüglich entsprechende Maßnahmen in die Wege
zu leiten.


Erste Berichte aus den großen deutschen universitären Krebszentren bestätigen den Ernst der Lage. „In Anbetracht der immer weiter steigenden Corona-Neuinfektionen und der sich stetig füllenden Intensivstationen sehen wir keinen anderen Ausweg aus der Krise: Deutschland muss neben
Kontakteinschränkungen eine Corona-Impfpflicht einführen“, so Gerd Nettekoven, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Krebshilfe. „Die Politik muss jetzt schnell handeln, um eine weitere Verschärfung der Lage in den kommenden Wochen und Monaten zu verhindern.“

Auch wenn sie noch nicht zu einer Impfung verpflichtet sind, sollten alle, die sich aus nicht-medizinischen Gründen gegen eine Corona-Impfung entschlossen haben, ihre Entscheidung noch einmal dringend überdenken, appellieren die Experten. „Sie bringen nicht nur sich selbst in große Gefahr, sondern alle Menschen, die dringend medizinisch behandelt werden müssen, unter anderem Krebspatientinnen und -patienten“, warnt Professor Dr. Michael Baumann, Vorstandsvorsitzender des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) in Heidelberg. „Ungeimpfte Menschen haben ein sehr hohes Risiko, im Falle einer Corona-Infektion stationär behandelt werden zu müssen. Die Gefahr, dass ihnen und ihren Mitmenschen lebenswichtige Maßnahmen wegen mangelnder
Kapazitäten versagt bleiben, ist äußerst real.“

Wir haben kürzlich bereits darauf hingewiesen, wie wichtig es ist, dass Krebspatientinnen und -patienten bei Bedarf bevorzugt eine Auffrischungsimpfung erhalten können [ ID: 407275,  15.11.2021 ]. Wir begrüßen zudem die Entscheidung der Ständigen Impfkommission (STIKO), Booster-Impfungen für alle Bürgerinnen und Bürger ab 18 Jahren zu empfehlen, ausdrücklich“, betont Professor Dr. Thomas Seufferlein, Präsident der Deutschen Krebsgesellschaft. „Nun liegt es an der Bevölkerung, dieses Angebot auch wahrzunehmen. Daher unser Appell an alle Bürgerinnen und Bürger: Bitte gehen Sie zur Booster-Impfung und helfen Sie dabei, den drohenden Zusammenbruch unseres Versorgungssystems
abzuwenden!“

Hintergrund
Um mögliche Beeinträchtigungen der onkologischen Versorgung zu erfassen, haben das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ), die Deutsche Krebshilfe und die Deutsche Krebsgesellschaft (DKG) ihre regelmäßige Befragung an 18 großen deutschen universitären Krebszentren (Comprehensive Cancer Center) wiederaufgenommen. Diese Befragung war 2020 von der Corona Task Force von DKFZ, Deutscher Krebshilfe und DKG initiiert worden, um Versorgungsengpässe und -einschränkungen frühzeitig zu erkennen und den Dialog mit politischen Entscheidungsträgern zu suchen. Nachdem während der ersten Pandemiewellen erhebliche Einschränkungen in einzelnen Versorgungsbereichen verzeichnet wurden, hatte sich die Versorgungslage in den ersten Monaten der zweiten Jahreshälfte 2021 normalisiert. Angesichts der steigenden Infektionszahlen und
der sich abzeichnenden Belastung der stationären Versorgungskapazitäten dokumentiert die Task Force das onkologische Versorgungsgeschehen erneut in regelmäßigen Abständen.


Bonn/Heidelberg/Berlin, 22, November 2021

PM35-21_Task-Force_Corona_Impfpflicht_DKH

  • Dieses Thema wurde geändert vor 6 Monaten von Harald.
    Dieses Thema wurde 2-mal bearbeitet.
Anhänge:
2 Nutzer*innen haben sich für diesen Beitrag bedankt.
Anonym
Gast

Gäste dürfen nur Anfragen stellen. Ratschläge, Erfahrungsberichte etc. von Gästen werden von den Moderatoren ohne Vorwarnung gelöscht.
Das Gast-Schreiberecht ist nur für Nutzer*innen gedacht, die sich nicht gleich registrieren möchten bzw. Probleme bei der Registrierung haben: Jetzt kostenlos registrieren als Forums-Nutzer*in

Deine Information:

Bist du ein Mensch? Dann klicke bitte auf Pfeil hoch.

Geburtstage

Ein*e Nutzer*in hat heute Geburtstag

In den nächsten Tagen haben 4 Nutzer*innen Geburtstag

Zur Zeit aktiv

Forum-Statistik

130.771 veröffentlichte Beiträge
27.574 veröffentlichte Themen
6.545 registrierte Nutzer*innen

Sie möchten uns finanziell unterstützen?
Bundesverband Schilddrüsenkrebs – Ohne Schilddrüse leben e.V.
GLS Gemeinschaftsbank eG|IBAN: DE52 4306 0967 4007 2148 00|BIC: GENODEM1GLS

Spenden mit einem Klick