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Unsicherheit Schilddrüsen/Knoten-OP

Unsicherheit Schilddrüsen/Knoten-OP

| Beitrags-ID: 427330

Guten Tag zusammen, bei mir wurde vor einigen Jahren ein kalter Knoten an der Schilddrüse festgestellt. Zunächst wurde jährlich mit Ultraschall kontrolliert. Ich habe seit einigen Wochen einen neuen Hausarzt. Er hat auch eine Ultraschalluntersuchung gemacht und der Knoten ist größer geworden -‚großer solitärer Knoten 1,6 x 1,4 cm groß, glatte Ränder – nimmt fast vollständig den rechten Schilddrüsenlappen ein.‘ Er hat mir empfohlen den Knoten bzw. evtl. auch einen Teil von der Schilddrüse entfernen zu lassen und hat mir eine Einweisung ins Krankenhaus mitgegeben. Zunächst wurde eine Szintigraphie gemacht und der Arzt dort hat empfohlen vorerst eine Punktion machen zu lassen. Allerdings sagte mir heute der Chirurg, dass das nicht viel bringen würde (je nachdem wo sie Gewebe entfernen wird man nicht unbedingt feststellen können, ob der Knoten bösartig ist) und es wäre sinnvoll eine OP (Knoten und einen Teil der Schilddrüse entfernen) direkt machen zu lassen. Ich habe keine Beschwerden und bin jetzt verunsichert, ob ich das machen soll oder nicht. Ich habe gelesen und der Arzt hat mir auch bestätigt, dass nur in etwa 2-3% der Knoten bösartig sind. Vielen Dank schon mal für Eure Beiträge/Erfahrungen etc.

Antwort auf: Unsicherheit Schilddrüsen/Knoten-OP

| Beitrags-ID: 427339

Hallo Vannigbigben,

herzlich Willkommen bei uns im Selbsthilfe-Forum!

Zunächst ein Wachstum des Schilddrüsenknoten ist kein ausreichendes  Kriterium  für Krebs, ebenso ist ein kalter Knoten im Szintigramm keine Indikation für eine Schilddrüsenoperation.

Es gibt hierfür andere Kriterien im Ultraschall; siehe: Wiki: Schilddrüsenknoten und Krebsverdacht

Du solltest unbedingt nachfragen, ob ein TIRADS angewendet wurde, welches, und welchen TIRADS Du hast.

Leider wird in Deutschland die Feinnadelpunktion immer noch in dieser Weise abgewertet.

Wird eine Feinnadelpunktion mit Hilfe des Ultraschalls gemacht, bekommt man verschiedenen Ergebnisse, die eine bessere Risikoabwägung ermöglichen, und damit werden dann auch weniger unnötige Schilddrüsenoperationen gemacht.

Hast du noch eine andere Schilddrüsenerkrankung? Bin etwas verwundert, über die Aussage, dass der Knoten“fast vollständig den rechten Schilddrüsenlappen“ einnimmt.

Auf jeden Fall erst mal das Ergebnis der Feinnadelpunktion abwarten.

Viele Grüße,

Harald

Antwort auf: Unsicherheit Schilddrüsen/Knoten-OP

| Beitrags-ID: 427349

Hallo Harald, vielen Dank für deine schnelle Rückmeldung. Das war sehr hilfreich. In der Tat wurde TIRADS nicht erwähnt (weder von meinem Hausarzt, der den ersten Ultraschall gemacht hat, noch von dem Arzt in der Nuklearmedizinabt. im Krankenhaus (der Bericht von ihm liegt mir nicht vor, da er direkt nach unseren Termin in Urlaub gefahren ist). Der Arzt ist noch bis Mittwoch in Urlaub aber ich werde im jeden Fall nachfragen. Ich habe keine andere Schilddrüsenerkrankung, zu mindestens habe ich keinerlei Beschwerden. Kann ich bitte fragen, warum du über die Aussage, dass der Knoten ‚fast vollständig…‘ verwundert bist? Im jeden Fall, denke ich, dass ich die Feinnadelpunktion zuerst machen lassen werde. Nach Antwort über die TIRADS Frage würde ich mich ggfs. nochmals melden. Vielen Dank nochmals. Viele Grüße Vannibigben

Antwort auf: Unsicherheit Schilddrüsen/Knoten-OP

| Beitrags-ID: 427351

Hallo

bin über die Beschreibung „über die Hälfte des rechten Schilddrüsenlappens“ gestolpert, und dachte, dass du vielleicht wegen einer Hashimoto eine kleinere Schilddrüse hast. Habe noch mal nachgerechnet, es kann auch bei einer normalen Schilddrüse so sein, dass dein Knoten über die Hälfte des rechten Schilddrüsenlappens einnimmt.

Viele Grüße,

Harald

Antwort auf: Unsicherheit Schilddrüsen/Knoten-OP

| Beitrags-ID: 427353

Hallo Harald, alles klar, vielen Dank. Hatte nie etwas von Hashimoto gehört aber ich denke, dass ist nicht das Problem… Viele Grüße, Vannibigben

Antwort auf: Unsicherheit Schilddrüsen/Knoten-OP

| Beitrags-ID: 427510

Ich möchte jetzt noch berichten, dass der Arzt, der die Feinnadelbiopsie empfohlen hat, mich eben zurückgerufen hat (aus dem Urlaub!). Er sagte ich hätte ein TIRADS 4 und wurde im jeden Fall die Feinnadelbiopsie empfehlen. Er sagte es gibt dann auch noch eine weitere Form von Szintigrafie (Name habe ich leider nicht notiert) und das kann man ggfs. noch machen. Ich habe jetzt einen Termin für Ende des Monats und fühle mich mit der Entscheidung ganz gut. Also, danke nochmals für die Hilfe! Viele Grüße, Vannibigben

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