Änderung Medikamenteneinnahme – Calcitriol – Calcium?
Änderung Medikamenteneinnahme – Calcitriol – Calcium?
Guten Morgen aus Nordhessen,
kurz zu mir, seit 1991 Hypoparapatient nach Struma-OP .
NSD Funktion – Werte zwischen 4 und 11 bis 2015 Einstellung mit AT10 und Calcium -wenig Symptome- ; ab 2016 Umstellung auf 2x 0,25 Calcitriol und 1200mg Calcium aufgrund einer beginnenden Nephrocalcinose (Vitamin 1,25 oh lag bei 147 – ist aber zurückgegangen)
Seit dieser Zeit kein Wohlfühlgefühl mehr, besonders Ängste, Unruhe, inneres Vibrieren sind an der Tagesordnung – Obwohl alle Werte im Normbereich waren, bzw. Calcium im unteren Normbereich.
Werte 23.10.25
Ca = 2,12 (2,15-2,58) / Phospat = 4,3 (2,4-5,1) / Mg = 0,81 (0,66-1,07) / Kalium = 4,4 (3,7-5,1) / Natrium = 141 (132-146) / Kreatinin = 0,78 (0,55-1,02) / TSH = 1,26 (0,55-4,78)
Werte 27.10.25
Vit 1,25 = 18 (19,9-73,3) / Vit D25 = 35 (20-70) / PTH = 11 (11-43)
Werte 31.10.26
Sammelurin 24h – Ca(konz) = 2,4 (1-10) / Ca(24h) = 7 (2,5-7,5) / Phosphat(24h) = 25 (13-42)
Bis Anfang November 2025 bin ich mit diesen Medis so über die Runden gekommen und dann hat diese Dosierung nicht mehr ausgereicht. – Kribbeln im Gesicht, Hände – noch stärkere Unruhezustände, Beklemmung auf der Brust- beengten Gefühl, Zittern, Herzstolpern
Mein Nephro und Dialysearzt (ein wunderbarer Arzt) hat mir gberaten, ich soll es mit 3-4x Calcitriol versuchenb und 1500mg Calcium (verteilt) .
Die Werte sind leicht hochgegangen – Ca zw. 2,13 und 2,19 – sogar das ionisierte Ca war mal bei 1,13 .
Am 15.01.2026 hatte ich dann leider meine erste Hypercalciurie im 24h Urin – Wert = 13 und das Phosphat ging hoch – Wert = 1,63 (0,86-1,42).
Ab 19.01.26 sollte ich dann wieder reduzieren auf 2x Calcitriol und weiterhin 1500mg Calcium (verteilt).
Leider sind die Symptome jetzt wieder stärker da und ich versuche den Tag zu überstehen. Ich weiß nicht warum es mir bei diesen Werten so schlecht geht.
Natürlich kommen dann da auch die Ängste dazu.
Gestern hatte ich ich nach langer Wartezeit einen Endotermin in einer Praxis (Schwerpunktpraxis Endokrinologie! / mein Nephro meinte dort wird es sicher nochmal einen anderen, vlt.besseren Ansatz geben) – meine Unterlagen haben Ihn weniger interessiert und ich wurde gefragt , wie er mir jetzt weiterhelfen sollte und warum ich überhaupt das ionisierte Ca messen lassen würde (meine Antwort – ich habe das Glück in einer Klinik zuarbeiten, wo es ein BGA-Gerät gibt und dieser Wert doch schon wichtig wäre). Seine Antwort – Er wäre nur für Mono-Therapie , also nur Calcitriol und kein Rumgebrösele mit Ca. Seine Patienten würden nur so behandelt werden und hätten keine Probleme und ich hab mich nicht getraut zu fragen, wieviele Patienten er davon hat. Auf meine Nachfrage , ob es sich um Umstellungen oder kpl.Neueinstellungen der Medikation handelte – Antwort – Was das zur Sache täte. – Und damit konnte ich auch schon wieder gehen.
Mein Nephro will mich in Würzburg stationär oder ambulant anmelden – kennt jemand die Wartezeiten dafür? – hat jemand Erfahrungen dort ?
Hat jemand noch eine Idee , wie ich besser über die Runden komme. Ich kann mir kaum vorstellen, im Moment Ca kpl. wegzulassen und auf 4x oder noch mehr Calcitriol umzusteigen. Meine Nahrung würde,glaub ich, keine ausreichende Ca Zufuhr hergeben.
Und leider noch eine Nachfrage – Einige von Euch nehmen ja auch „nur Calcitriol“ – Wie sind denn Eure 24h Urinausscheidungen bzgl.Ca. Und wenn ich keine Ca-Tabletten extra aufnehme, vermeide ich dann eine Hyperkalzurie? Ist Euer Phosphat durch „nur Calcitriol“ dann erhöht, oder nehmt Ihr dann Phosphatbinder?
Vielen Dank und schöne Grüße
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Dieses Thema wurde geändert vor 2 Wochen von jessie58.
Dieses Thema wurde 5-mal bearbeitet.
Antwort auf: Änderung Medikamenteneinnahme – Calcitriol – Calcium?
Hallo,
Calcitriol erhöht neben der Calcium- auch die Phosphataufnahme. Calcium in Tablettenform kann als Phosphatbinder wirken. Insofern hast du mit deinen Bedenken meines Erachtens Recht. Vielleicht bestellst du mal 2 Exemplare unserer Ernährungsbroschüre für Hypoparas und lässt dem Endo eine davon zukommen.
Wenn man Calcium in Tablettenform in kleine Dosen (200-300mg) aufteilt, steigt die Calciumausscheidung im Urin kaum an. Das tut sie aber, wenn der Ca-Wert im Blut (z.B. wegen zu viel Calcitriol) zu sehr ansteigt.
Das ionisierte Calcium gibt die Situation am präzisesten wieder. Da das aber in kaum einer Praxis gemessen werden kann, verlässt man sich im ambulanten Bereich auf das Gesamtcalcium oder das Albumin-korrigierte.
Schau bitte in den FAQ Hypopara ( findest du über den Wissensbereich) welche Ursachen für Beschwerden trotz normaler Calciumwerte es noch gibt. Vielleicht kann man da noch was prüfen. Frag den Nephrologen, ob eine Alkalose eine Rolle spielen könnte.
Viele Grüsse
Frauke
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Hallo Frauke, hab Dank für deine schnelle Antwort — ich habe den großen Vorteil,dass ich in einer Klinik mit blutgasanalysegerät arbeite und somit Zugang habe und in letzter Zeit auch ausgenutzt habe. Bis letzten Oktober habe ich morgensum 11 und abends um 11 je eine 0,25 Calcitriol und je 600 mg Calcium genommen. Die Werte lagen im Normbereich bzw. Calcium im unteren. Kaum Symptome.Ich wusste, dass ich eher kleinere Dosen über den Tag verteilt nehmen sollte , aber ich kam immer damit hin, nur im Urlaub hab ich es dann so gemacht.Phosphat , 24.h Urin alles ok. Als ich jetzt 4 x Calcitriol bzw. 3 x genommen habe plus 1500 mg ca ging die 1. hypercalziurie los und natürlich Phosphat im serum auch hoch— die Symptome waren etwas weniger. Ich habe Stefan F eine Nachricht zukommen lassen, der ja nur Calcitriol nimmt( der Endo meinte ja für ihn gäbe es nur monotherapie — gar nix anderes, aber vor solch einemkalten Entzug von Calzium graut es mir, zumal ich kein Käseesser bin, und eigentlich wenig Milchprodukte zu mir nehme, kann ich mir damit den Ausgleich schwer vorstellen, aber vielleicht muss ich es mal,durchziehen. Wegen der Alkalose hab ich jetzt nochmal zusätzlich draufgeschaut,die Werte lagen auch im Normbereich
falls du noch einen Vorschlag hast , lass es mich wissen. Grüße Edda
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Hallo Edda,
das Calcium, dessen Aufnahme das Calcitriol ja nur fördert, muss irgendwo herkommen! Die Dt. Ges. für Ernährung empfiehlt in der Nahrung 1000 mg/Tag. Ob man das erreicht, kann man nur per Ernährungstagebuch herausfinden.
Wenn man ohne Tabletten mit der Nahrung nur wenig Calcium zuführt, braucht man entsprechend mehr Calcitriol, um aus dieser geringen Menge noch genug ins Blut zu bekommen. Milchprodukte sind oft Calcium-reich, enthalten aber oft auch viel Phosphat. Wer also als Hypopara-Patient ohne Calciumtabletten nur mit Calcitriol alle Werte im guten Bereich halten will, muss sehr auf seine Ernährung achten.
Details hier:
https://hypopara.de/cms/wp-content/uploads/2022/04/Ernaehrungsbroschuere_Hypopara_201906.pdf
Hat sich vor der Veränderung deines Befindens noch irgendwas verändert, also Medikamente, Ernährung, Nahrungsergänzungsmittel, andere Erkrankungen, Hormonlage,…?
Bei Frauen spielt wegen der Rolle von Östrogen im Knochenstoffwechsel die Hormonsituation eine wesentliche Rolle. Die Einnahme von Cortison oder Diuretika kann ebenfalls erheblichen Einfluss auf den Calciumstoffwechsel haben. Ein Vitamin B12-Mangel kann dem Calciummangel ähnliche Gefühlsstörungen bewirken.
Gut dass du einen kompetenten Nephrologen zur Seite hast. Nierenschäden sind als Langzeitfolge beim Hypopara ja leider nicht selten. Wurde mal über eine mögliche Umstellung auf PTH zum Spritzen (Yorvipath) gesprochen?
Ich hoffe du findest bald wieder eine gute Balance.
Viele Grüße
Frauke
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Antwort auf: Änderung Medikamenteneinnahme – Calcitriol – Calcium?
Guten Morgen Frauke,
Danke für deine Nachricht. Gestern hatte Stefan F .mal beim Hersteller Yorvipath angerufen— mit meinen stabilen Blutwerten würde ich den PEN höchstwahrscheinlich nicht durchkriegen. Normale Blutwerte und miese Symptome wären noch nicht so erforscht.
war gestern nochmal — eigentlich jeden Tag— bei meinem Nephro und wir wollen irgendwie wieder auf meine alte Dosierung kommen— heißt 2 x Calcitriol und 1200 bis 1500 mg calcium Verla ——mit nur ca. 5—6 Calcitriol macht er sich Sorgen um die Nieren, ich hatte ehrlich auch Angst davor— notfallmässig hat er mich in Würzburg bei prof Hahner angemeldet— mal sehen, ob die sich melden und ne Idee haben — morgen machen wir mal ein Tagesprofil — blutgas— mich interessiert mal wie die tagesschwankungen — Aufnahme —Abbau Calcium sich verhalten. Meine Ideen sind dann aber auch erschöpft— was hab ich im letzten Monat im Forum quergelesen, aber mehr Wissen kann ja nix schaden. Eine Sache hat sich seit der Umstellung auf MEHR Medis und Symptome verändert— ich hatte eine RR Krise 210 /110 und danach habe ich mit 2 x 8 mg Candesartan weitermachen müssen — vorher nur 1 x8 mg. Daran glaubt der Nephro— der Kardiologe und ich selber eigentlich auch nicht. Vielleicht wärs mal einen Versuch wert—
Hab Dank für deine Rückmeldung und liebe Grüße aus Bad Wildungen
ps. Frauke, vor ca. 11 Jahren nach der Umstellung von AT 10 auf Calcitriol ( ich verfluche den Tag, dass dieses Medikament weg ist) hatten wir beide ein gutes Telefonat — damals war ich noch ganz frisch in der Marterie, denn über 20 Jahre hatte ich keine Probleme mit der Kack Krankheit
Antwort auf: Änderung Medikamenteneinnahme – Calcitriol – Calcium?
Hallo,
Candesartan erhöht den Kaliumwert im Blut. Wird das regelmässig kontrolliert? Tetanische Beschwerden können generell durch eine Dysbalance der Elektrolyte untereinander entstehen. Es sollten also mal alle Elektrolyte gecheckt werden, auch Natrium.
Viele Grüsse
Frauke
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Antwort auf: Änderung Medikamenteneinnahme – Calcitriol – Calcium?
Guten Morgen — die Werte sind auch ok , hab mir gestern nochmal alle Ergebnisse angeschaut—
nach dem Tagesprofil gestern Calcium dürfte ich keine Zeichen von Mangelerscheinungen haben .
danke und Grüße Edda
Antwort auf: Änderung Medikamenteneinnahme – Calcitriol – Calcium?
Hallo Jessie….
wenn ich richtig verstehe, bist du lt. Ansicht deiner Ärzte kein Fall für Yorvipath?????
Es geht doch aber nicht nur um den Calcium-Wert, sondern um dein Befinden…..und das ist Sch….
Ich habe seinerzeit, als Vit. D und Calcium nicht mehr gereicht haben, eine Uni-Klinik mit Endo-Abteilung in meiner Nähe angeschrieben, meine Situation nachhaltig geschildert und letztendlich Hilfe bekommen.
Nehme jetzt Yorvipath (vorher Natpar). Es geht mir nicht super aber ich bin zuversichtlich, dass alles wird,
weil ja letztendlich das Medikament offensichtlich seinen Job tut. Schließlich sind alle Werte, auch die weiterführenden i.o. Auch PTH zeigt an und ist im Normbereich.
Beste Grüße Kulle
Antwort auf: Änderung Medikamenteneinnahme – Calcitriol – Calcium?
Hallo Kulle— danke für deine Nachricht — ja mein Nephro meinte in der Tat , kaum ne Chance bestehen würde mit demPen — alle Werte knapp unter dem Normbereich und jetzt auch Knochendichtemessung ok…
Was ich momentan richtig sch.. finde, einen Termin in einer Endoklinik zu bekommen. Mein Nephro tut zwar alles für mich — Blutuntersuchung — Medieinstellungen— aber er hat kaum Erfahrungen mit Hypoparas—
Er hat mich jetzt in Würzburg stationär angemeldet— 16 Betten hat die gesamte Endokrinologie……Nach 1 Woche hat sich immer noch keiner bei Ihm gemeldet obwohl mehrfach versprochen.. Ich würde auch woanders hingehen ,aber ich bräuchte mal jemand mit richtig Hypopara Erfahrung. Bei dem letzten Arzt im Januar mit 3 monatiger Wartezeit war’s wirklich unprofessionell — ich glaube er war eher auf Diabetologie spezialisiert….
vielleicht hast Du einen Tip wo ich’s noch versuchen kann— wielange bist du schon betroffen und wielange spritzt du schon — aber richtig gutgehen tut es dir auch noch nicht?
herzliche Grüße Edda
Antwort auf: Änderung Medikamenteneinnahme – Calcitriol – Calcium?
Wir können gerne telefonieren, hätte vielleicht einen Tipp….01573 8095372
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