Hallo Gelika,
deine Bedenken kann ich gut verstehen. Wir sollen zwar laut Behandlungsempfehlungen auf Werte am unteren Rand der Norm eingestellt werden, aber da ist man unter besonderen Belastungen (Anstrengung, Schwitzen) natürlich schneller im Mangel-Bereich. Man sollte sicherheitshalber immer Tabletten (am schnellsten wirken Brausetabletten, also zusätzlich Wasser bzw. einen Trinkbecher zum Anmischen) und unseren Behandlungsausweis für Notfälle dabei haben.
Wenn du über die Einstellung mit dem Arzt weiter verhandeln möchtest, hier zwei Hinweise:
- Wir werden so niedrig eingestellt, damit die Calciumausscheidung im Urin (bei unserer erniedrigten Nierenschwelle) nicht über den Grenzwert ansteigt, also um Nierenschäden/Nierensteine zu verhindern. Wenn man bei höherer Einstellung, also zwischen 2,2 und 2,3 mmol/l aber auch keine erhöhte Calciumausscheidung im Urin hat, spräche insofern nichts dagegen. Das kann man allerdings nur durch Ausprobieren herausfinden.
- Handelt es sich bei den Messwerten um das Albumin-korrigierte Calcium? Wenn nicht, sollte das beim nächsten Labortermin mal gemacht werden, also Albumin und Calcium messen und den korrigierten Wert berechnen. Der gibt den tatsächlichen Versorgungsstatus präzieser wieder. Es kann nämlich sein, dass der korrigierte Wert niedriger ist. Dann wäre mit der medikamentösen Einstellung auch noch „Luft nach oben“.
Viel Erfolg und wenig Notfälle 😉 wünscht dir
Frauke
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