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Erfahrungen mit D3 Vicotrat als intramuskuläre Injektion

veysel1954
Nutzer
papil. SD. Ca.(pT1.NO,MO).2x RJT 1996 in UniKl.-FFM

Erfahrungen mit D3 Vicotrat als intramuskuläre Injektion

| Beitrags-ID: 458195

Hallo zusammen,

Leider sind meine Calciumwerte bei meinem letzten Besuch ENDO sehr niedrig ausgefallen.

Calcium i. S. LG(1) 1.92 L mmol/l , CA korrigiert(1) 1,72 L mmol/l. Berechnung, Phosphat i. S.(1) 0.98 mmol/lPTH(2) 24,9 pg/ml, 25OH-Vit.D(1) 46,6 ng/ml.

ich nehme Calcium Verla 600 mg. 4 x oder 5 x a`300 mg. (insg.1200 bis 1500 mg. / verteilt am Tag,) und DeKristol -> insg.26.000 i.E./ Woche. Ich vertrage leider weder Osteoril 0,25 noch Einsalpha Tabletten / Tropfen.

Mein Endokrinologe schrieb:“Da die bisherige Therapie mit aktivierten Vitamin D Präparaten nicht vertragen wurde,empfehle ich die Therapie mit Colecalciferol (Dekristol, Vigantol etc.) fortzuführen. Eventuell kann die Dosis noch etwas angehoben werden. Denkbar wäre aber auch, die einmal monatliche Gabe von D3 Vicotrat als intramuskuläre Injektion. Dies könnte mit dem betreuenden Hausarzt einmal besprochen werden. Im Rahmen der Injektion sollte dann z. B. einmal im Monat der Kalziumspiegel kontrolliert werden, zunächst unter Beibehaltung der jetzigen Therapie.“

Hat jemand Erfahrungen mit D3 Vicotrat als intramuskuläre Injektion ? Ich bin etwas skeptisch zu dieser Injektion. Lieber versuche Vit D. De Kristol 2x 20000 i.E.je Woche zu erhöhen.

Ich würde mich sehr freuen auf die Antworten.

Herzliche Grüße. veysel.

 

 

InSeNSU
Moderator
Basedow, Hypoparathyreoidismus

Antwort auf: Erfahrungen mit D3 Vicotrat als intramuskuläre Injektion

| Beitrags-ID: 458196

Hallo Veysel,

so eine „Stosstherapie“ wird bei der Osteoporose-Behandlung gerne eingesetzt, wo es auf den Vitamin-D-Spiegel ankommt.

Bei der Therapie des Hypopara mit hoch dosiertem Cholecalciferol wendet man täglich 20000 I.E. und mehr als Kapsel an. Wenn das klappt, wird damit ohne Umwandlung in Calcitriol (für die es PTH braucht) eine Erhöhung des Calciumspiegels erreicht. Diese Erhöhung entzieht sich aber auch jeglicher körpereigenen Kontrolle, wenn die Nebenschilddrüsen nicht funktionieren. Und die Wirkung zeigt ihrer volle Ausprägung erst nach mehreren Wochen. Das Problem: Wenn die Dosierung sich dann als zu hoch erweist, der Calciumspiegel also höher als erwünscht steigt, nutzt das Absetzen des Cholecalciferols erstmal gar nichts nichts. Die Wirkung hält trotzdem noch viele Wochen lang an. Diese schlechte Steuerbarkeit ist der große Nachteil dieser Therapie-Form. Es hat damit schon diverse schwer behandelbar Hypercalciämien gegeben. Daher ist man auf die besser steuerbaren Wirkstoffe Calcitriol und Alphacalcidol umgestiegen.

Hast du außer Osteotriol (nicht Osteoril!) und EinsAlpha Tropfen noch andere Calcitriol-Präparate probiert?

Decostriol oder Calcitriol Kyramed oder Rocaltrol?

Hast du einmal mit einem Apotheker darüber gesprochen, welche technischen Hilfsstoffe deine Unverträglichkeit auslösen könnten? Osteotriol enthält andere Farbstoffe als die anderen, Decostriol enthält ein anderes Trägeröl als die anderen. Auch bei den anderen technischen Hilfsstoffen gibt es noch Variationsmöglichkeiten. Sorbitol z.B. ist bekannt für seine starkt abführende Wirkung.

Im Beipackzettel von Osteotriol steht:

„Enthält Fructose, Invertzucker (Honig), Lactitol, Maltitol, Isomaltitol, Saccharose oder Sorbitol. Darf bei Patienten mit erblich bedingter Fructose-Unverträglichkeit nicht angewendet werden.“

Auch EinsAlpha-Tropfen enthalten Sorbitol!

Sind mal Allergietests bei dir gemacht worden? Oder Ein Test auf Fruktose-Unverträglichkeit beim Gastroenterologen? Wenn nicht könnte das in deinem Fall vielleicht Orientierung geben.

-Und dann bleibt noch die Frage, welche technischen Hilfsstoffe die Spritze im Vergleich zu den Kapseln hat. Auch das sollte man bei den Überlegungen zum Umstieg gründlich  prüfen, denn allergische oder Empfindlichkeitsreaktionen können dabei noch schneller und heftiger auftreten.

Viele Grüße

Frauke

 

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  • Diese Antwort wurde geändert vor 3 Monaten, 2 Wochen von InSeNSU.
veysel1954
Nutzer
papil. SD. Ca.(pT1.NO,MO).2x RJT 1996 in UniKl.-FFM

Antwort auf: Erfahrungen mit D3 Vicotrat als intramuskuläre Injektion

| Beitrags-ID: 458198

Hallo Frauke,

vielen DANK für eine schnelle Antwort.

Meine Unverträglichkeit gegen mache Medikamente kommt in großer Wahrscheinlichkeit  von meiner seltenen, unheilbaren Erkrankung Syringomyelie…..Allergien habe ich nicht.Bisher nicht vertragen:Osteoril 0,25, Einsalpha Tabletten und Tropfen, Zocor, Ezetrol, Dualip, Rosuhexal 5, Antilia 5/10 Nilemdo 180; Bisoprolol-Betablocker, Candecor, Amlpdipin,  Nilemdo 180mg, fast alle Prostat Tabletten: Tamsulosin Basic 0,4mg., Spasmolyt 15 mg., Urorec 8mg.

Ich hatte noch nie so niedrige Calciumwerte bei Endokrinologen. Ich nehme allerdings seit Januar meine   L-Thyroxin Henning 112 nur noch abends mit mindestens 3 Stunden Abstand zur letzten Mahlzeit. Ich nehme sie zusammen mit Alpha-Lipon Säure 600. Ich fühle mich dadurch viel besser seit der abendlichen Schilddrüsenhormoneinnahme. Dabei achte ich genauso bei der Calciumeinnahme, 3 Stunden mindestens Abstand zu L-Thyroxin. Ob das jetzt mit den niedrigen CA. zusammenhängt,gehe ich nicht davon aus.

Ich versuche morgen, mit meiner Hausärztin zu sprechen, was wir machen. Sie war auch die jenige, die mit mir versucht hatte, Osteoril 0,25  oder Einsalpha  Tropfen durchzuprobieren.

Decostriol oder Calcitriol Kyramed oder Rocaltrol? diese kenne ich alle nicht. Aber wenn sie gleiche Wirkstoff, wie Osteoril 0,25 oder Einsalpha haben, macht es dann bei mir leider auch keinen Sinn. Ich kann nachfragen. Mein Vorschlag wird sein, DeKristol 2x 20000 i.E./Wo. einzunehmen anstatt spritze.

Herzliche Grüße. veysel.

InSeNSU
Moderator
Basedow, Hypoparathyreoidismus

Antwort auf: Erfahrungen mit D3 Vicotrat als intramuskuläre Injektion

| Beitrags-ID: 458206

Hallo Veysel,

grad hab ich hier noch mal über die Syringomyelie nachgelesen:

https://www.neurochirurgie-tuebingen.de/de/spezialgebiete/syringomyelie/

Eine mögliche Ursache für die Unverträglichkeit von Medikamenten fand ich da nicht.

Sprich deine Ärztin auf die Möglichkeit einer Fruktose-Unverträglichkeit an und schau in den Beipackzetteln der unverträglichen Medikamente, ob Sorbit drinsteckt. Diese Unverträglichkeit ist keine Allergie, könnte aber eine Ursache deiner Probleme sein. Du kannst das ausführlich hier nachlesen, auch wie einfach es sich testen läßt:

https://www.ndr.de/ratgeber/gesundheit/Fructoseintoleranz-Symptome-und-Behandlung,fruktoseintoleranz100.html

Dort steht

Bei einer Frucose-Malabsorption wird auch Sorbit nicht vertragen. Sorbit (E 420) ist ein sogenannter Zuckeralkohol, der insbesondere in Kernobst wie Birnen, Äpfeln, Pflaumen, Pfirsichen und Aprikosen steckt. Außerdem ist er in zahlreichen industriell hergestellten Lebensmitteln als Zuckeraustauschstoff oder Feuchthaltemittel zu finden und dient als Trägerstoff für Arzneimittel.

Dass deine Probleme vom Wirkstoff Calcitriol kommen, halte ich für unwahrscheinlich, denn es ist ein Stoff, den der Körper auch selbst herstellt und kennt. Aber die genannten Alternativ-Präparate könnten weniger Sorbit oder ähnliche Stoffe enthalten und somit vielleicht verträglicher sein.

Besprich das mit deiner Ärztin, denn jede Alternative ist bei diesem niedrigen Calciumwert einen Versuch wert.

Viele Grüße

Frauke

 

 

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veysel1954
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papil. SD. Ca.(pT1.NO,MO).2x RJT 1996 in UniKl.-FFM

Antwort auf: Erfahrungen mit D3 Vicotrat als intramuskuläre Injektion

| Beitrags-ID: 458306

Hallo Frauke,

herzlichen DANK für Deine ausführliche Antworten.

….Dass meine Medikamentenunverträglich an Syringomyeli liegen kann, habe ich die Aussage von dem Arzt in Nord-West KH Frankfurt a.M., der mich damals behandelte. Dieser Arzt ist übrigens Nach meinem Wissen ein einziger Arzt im Rhein Main Gebiet, der sich mit Syringomyeli auskennt.

Er sagte, dass meine Medikamentenunverträglich durchaus an Syringomyeli liegen kann, muss aber nicht. Bei Syringomyeli heißt es immer wieder: kann alles daran liegen aber auch nicht….

Ich habe vor 2 Tagen mit meinem Endokrinologen telefoniert. Er hatte Idee, HCT 12,5 auszuprobieren. Diese veranlassen und zwar Calciumwert im Blut zu erhöhen aber auf der anderen Seite gehen u.a. Kalium, Magnesium, Natrium runter… Ich habe versucht diese einzunehmen, habe genauso nicht vertragen. Also musste ich die Einnahme abbrechen.

Und wenn es doch an Sorbit bei mir liegen sollte, habe ich gerade Beipackzettel einige Calcitriol Tabletten, wie Decostriol oder Calcitriol Kyramed oder Rocaltrol gelesen. Alle beinhalten irgendwie Sorbit. Somit könnte ich keine dieser Tabletten nehmen. Osteoril 0,25, Einsalpha Tabletten und Tropfen hatte ich bereits ohne Erfolg ausprobiert gehabt.

Herzliche Grüße.Veysel.

 

InSeNSU
Moderator
Basedow, Hypoparathyreoidismus

Antwort auf: Erfahrungen mit D3 Vicotrat als intramuskuläre Injektion

| Beitrags-ID: 458308

Hallo Veysel,

bei einer Unverträglichkeit kommt es – anders als bei Allergien – auch auf die Menge der Substanz an. Einfaches Beispiel: Auf Kaugummi mit den Zuckeraustauschstoffen Sorbit, Mannit und Xyllit steht oft drauf: „Kann bei übermäßigem Verzehr abführend wirken.“

Wenn also in einem Medikament weniger Sorbit als in Osteotriol ist, könnte es verträglicher sein. Und nicht alle chemischen Verbindungen, in denen das Wort Sorbit irgendwo vorkommt, haben die gleiche Wirkung wie reines Sorbit.

Ich selbst reagiere schnell auf Zuckeraustauschstoffe, komme aber mit dem entsprechenden Zusatz im Calcitriol Kyramed:

https://www.docmorris.de/calcitriol-kyramed-025-g-weichkapseln/03193034

D-Mannitol-D-Glucitol-Sorbitan-höhere Polyole-Gemisch (0-6%/25-40%/20-30%/12,5-19%)

recht gut klar.

-Aber um dir weitere schlechte Erfahrungen mit so vielen unverträglichen Tabletten zu ersparen, fände ich einen Allergie-Test und den Fruktose-Intolleranz-Test wirklich lohnend. Dann weißt du zumindest, woran du bist und könntest gleich bei der nächsten Verschreibung darauf hinweisen, anstatt immer wieder mit einem anstrengenden „Selbstversuch“ zu arbeiten.

Viele Grüße

Frauke

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