Dieses Thema bezieht sich auf folgenden Artikel aus dem Wissensbereich: Calcium Präparate.
Seit 2007 habe ich keine Schilddrüse mehr. Die Nebenschilddrüsen sind noch vorhanden, haben aber ihren Dienst nicht wieder richtig aufgenommen. Ich habe während dieser ganzen Zeit keine großen Probleme mit der Einstellung vom Calcium gehabt. Teilweise habe ich 2 x tg. 600 mg Calciumcarbonat eingenommen und teilweise auch 3 x tg. 600 mg Calcium. Seit 2024 habe ich immer wieder mit Blutdruck Attacken zu tun. Kardiologisch wurde alles abgeklärt. Es liegt wahrscheinlich an den Wechseljahren und der veränderten Hormonlage.
Nun bin ich nach diesen vielen Jahren auf meine Initiative bei einer Endikrinologin gelandet. Hier wurde zum ersten Mal Sammelurin abgegeben. Ich habe nun Decostriol 0,5 1 x tgl. und 3 x 600 mg Calziumcarbonat. Aber auch hiermit geht es mir nicht richtig gut. Ich habe immer wieder mit Herzrasen zu tun. Mein Calzium Wert lag damit bei 2,22 mmol/l und mein Phosphat bei 5.21 mg/dl. Nun habe ich vom Calziumcarbonat auf „Naturfit Calzium 300 natürlich“ umgestellt, da ich hier im Forum gelesen habe, dass die kleineren Mengen Calzium besser vom Körper aufzunehmen sind. Außerdem hat das Naturfit 300 keine Zusatzstoffe. Nach ca. 10 Tagen liegt mein Calzium mit 5 x 300 mg = 1500 mg Calzium bei 2.34 mmol/l – aber mein Phosphat bei 5,49 mg/dl.
Mein Problem ist, dass ich mit der Dosierung überfordert bin. Wie viel Calzium sollte denn über Tabletten eingenommen werden und bleibt dann überhaupt noch etwas über die Nahrung übrig? Mit calziumhaltigem Wasser etc. Diese Dosierung mit den Tabletten und was ich dann noch Essen kann bin ich überfordert.
Hat jemand hier einen Tipp für mich?
InSeNSUModeratoraktives Vereinsmitglied
Basedow, Hypoparathyreoidismus
Hallo Steffi,
über die verschiedenen Calciumverbindungen und Alternativen hast du dich ja schon im Wissenbereich informiert. (Dort gehören übrigens Anfragen wie diese nicht hin, sondern nur fachliche Korrekturen oder Änderungsvorschläge für den Text!) Niedrigere Calcium-Einzeldosen bekommst du auch z.B. mit Calciumacetat-Präparaten. Die werden als Phosphatbinder eingesetzt und sind auch für Hypoparas verschreibungsfähig.
Mit deinem Alternativ-Präparat, dass nicht apothekenpflichtig und somit als Nahrungsergänzungsmittel kaum Qualitäts-kontrolliert ist, hat die Änderung nicht unbedingt zu tun. Sie geht aber auf jeden Fall in die falsche Richtung.
Seit wann nimmst du die vom Endo vorgeschlagene Dosierung der Medikamente und wann hast du dort den nächsten Kontrolltermin? Der Phosphatwert ist so oder so zu hoch!
Bitte lies dir zu diesem Thema unsere Ernährungsbroschüre durch:
https://hypopara.de/cms/wp-content/uploads/2022/04/Ernaehrungsbroschuere_Hypopara_201906.pdf
Alle Änderungen der Medikation immer vorab mit dem behandelnden Arzt besprechen, der dann auch engmaschig Calcium und Phosphat kontrollieren muss, bis alles stimmt.
Als Info, auch für den Hausarzt sind die DGE-Behandlungsempfehlungen sehr lesenswert, denn da stehen alle Dosierempfehlungen und Zielwerte fürs Labor drin:
https://hypopara.de/cms/wp-content/uploads/Behandlungsempfehlungen_Hypopara-August-2024.pdf
Viele Grüße
Frauke
Mit dem Verein sind wir stärker:
Fördermitglied oder aktives Vereinsmitglied werden
Hallo Frauke,
vielen Dank für die Info. Dann nehme ich doch wieder mein Calzium Verla 600 ein. In der Apotheke hatte ich nach einem Calziumpräparat ohne Zusatzstoffe gebeten und da haben sie mir das empfohlen.
Mein nächster Termin bei der Endokrinologin ist schon Ende Juli. Seit Januar nehme ich die Dosierung.
Die Ernährungsbroschüre habe ich mir schon vorher angeschaut. 700 mg Phosphat ist ja schnell erreicht…
ist echt schwierig.
viele Grüße Steffi