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Dosierung von L-Thyroxin nach Schilddrüsenoperation

Dosierung von L-Thyroxin nach Schilddrüsenoperation

| Beitrags-ID: 261050

Hallo ihr Lieben

Also mir wurde vor 6 Tagen die komplette Schilddrüse entfernt und heute habe ich mit der Einnahme von L-Thyroxin Aventis begonnen, die ersten 2 Tage soll ich eine halbe Tablette einnehmen das sind 75 Mikrogramm und dann ab übermorgen eine ganze mit 150 Mikrogramm und mir kommt das ziemlich viel vor wenn ich so mitbekomme was andere einnehmen.ich bin 34 Jahre alt und wiege 65 kg u bin 1,68m groß, leider weiss ich meine Werte nicht, weil sie vorher keine Blutwerte getestet haben.nun mache ich mir Sorgen vor möglichen Nebenwirkungen, falls die Dosierung zu hoch ist, da es mir die letzten Monate schon so schlecht ging und ich Angst hab das es dadurch wieder so schlimm wird…Vielleicht kann mir hier ja jemand was dazu sagen, da das alles noch ziemlich neu für mich ist…LG Franzi

Antwort auf: Dosierung von L-Thyroxin nach Schilddrüsenoperation

| Beitrags-ID: 390437

Hallo Franzi,

willkommen bei uns im Selbsthilfe-Forum.

Hier ein Auszug aus unserer Broschüre: Mit Schilddrüsenhormonen leben! – Inhaltsverzeichnis

Anfangsdosis:

Nach einer vollständigen Entfernung der Schilddrüse wird als Anfangsdosis 1,6 μg L-T4 pro Kilogramm Körpergewicht empfohlen.

Aufgrund der Depot-Wirkung von L-T4 ist eine Dosisanpassung nach
minimal 3 Wochen möglich. Es wird jedoch meist ein Abstand von 4
bis 8 Wochen empfohlen.

Bei bestimmten Schilddrüsenkrebspatient*innen wird zu Beginn eine
TSH-Unterdrückung angestrebt (TSH ≤ 0,1 mU/l; siehe Kap. 4.; S. 78)

aus dem Kapitel: 3.1.1. L-T4-Präparate sind die erste Wahl.

Bei einem Gewicht von 65kg wäre die Startdosis von ca. 104µg die richtige Startdosis.
Da du nichts von Schilddrüsenkrebs schreibst, gehe ich mal davon aus, dass es kein Schilddrüsenkrebs vorliegt.

Entscheidend ist letztlich, wie gut die Schilddrüsenhormone aufgenommen werden.

Das einschleichen von 2 Tagen kann man machen, weil es bis 8 Tage dauert bis die Schilddrüsenhormone zur Hälfte abgebaut sind, wenn man nach der Operation keine Schilddrüsenhormone zu sich nimmt.

Eine so hohe Anfangsdosis bei diesem geringen Gewicht würde ich bei den Ärzt*innen noch mal nachfragen.

siehe auch unser: Merkblatt: Arzt-Patienten-Gespräch.

Da du ,wie du in einem anderem Beitrag schreibst, auch Calcium zu dir nimmst wegen eines postoperativen Hypoparathyreoidismus (=Nebenschilddrüsenunterfunktion; kurz: Hypopara), bitte darauf achten, dass genügen Abstand nach der Einnahme der Schilddrüsenhormone besteht (mindestens 2 Stunden, besser 4 Stunden), sonst werden die Schilddrüsenhormone nicht richtig aufgenommen.

Wir haben eine Reihe von Informationen zur Substitution mit Schilddrüsenhormonen und zur Behandlung des Hypopa, die wir kostenfrei versenden.

Viele Grüße
Harald

Antwort auf: Dosierung von L-Thyroxin nach Schilddrüsenoperation

| Beitrags-ID: 390438

Vielen Dank für die schnelle und hilfreiche Antwort, ich werde am Donnerstag wenn meine Blutwerte da sind nochmal mit meinem Hausarzt sprechen. LG Franzi

Antwort auf: Dosierung von L-Thyroxin nach Schilddrüsenoperation

| Beitrags-ID: 411180

Liebe Franzi!

Darf ich fragen, wie hoch die Dosierung ist, die du momentan zu dir nimmst und wie es dir damit geht?

Ich bin recht klein und wiege nur 47,5kg – der Arzt im KH hatte nach der OP (Totalentfernung) eine Einstiegsdosis von 100ym empfohlen. (Eben im Verhältnis gesehen auch so stark erhöht wie bei dir.) Daran habe ich mich nicht gehalten und mit meinem Hausarzt einen Wechsel von 75 und 88ym ausgehandelt. (tgl Wechsel)

Jetzt leide ich an Herzrasen/Herzklopfen und einem hohen Puls. (ca 100 in Ruhe) 🙁 Ich kann es mir nur so erklären, dass dieser von den Tabletten kommt, da ich solche Symptome vorher nie hatte.

Antwort auf: Dosierung von L-Thyroxin nach Schilddrüsenoperation

| Beitrags-ID: 411260

Hallo Franzi, also ich bin 37 Jahre alt, mir wurde im JULI 21 die ganze SD rausgenommen. Ich hab sofort am Tag nach der OP mit 100 µg Thyrex angefangen. Damals hatte ich so ca 61kg bei 163cm Groesse. Ich habe es dann beim Arzt kontrolliert und etwas angepasst, ich nehme nun seitdem 1x 125 mg und am 2. Tag 100 mg (immer abwechselnd) und meine SD Werte die ich vor kurzem (6 Monate nach OP) kontrolliert habe, passen nun ganz gut laut Blutbild. Es dauert halt auch leider immer ein paar wochen bis man das wirklich dann auch im Blut kontrollieren kann. Viel glueck bei der Einstellung, lg

  • Diese Antwort wurde geändert vor 1 Jahr von Harald.
    Diese Antwort wurde 2-mal bearbeitet.

Antwort auf: Dosierung von L-Thyroxin nach Schilddrüsenoperation

| Beitrags-ID: 411321

Liebe Franzi!

Darf ich fragen, wie hoch die Dosierung ist, die du momentan zu dir nimmst und wie es dir damit geht?

(..)
Jetzt leide ich an Herzrasen/Herzklopfen und einem hohen Puls. (ca 100 in Ruhe) 🙁 Ich kann es mir nur so erklären, dass dieser von den Tabletten kommt, da ich solche Symptome vorher nie hatte.

Hallo,

die Dosis ist nicht das eigentlich entscheidende, sondern das was im Blut ankommt.

Meine Frage ist, daher wie sind die Schilddrüsenwerte (TSH, ft3, fT4)?

Welcher Zielbereich beim TSH wird angestrebt?

Herzrasen deutet darauf hin, dass die Dosis etwas zu hoch ist.

Viele Grüße,

Harald

Antwort auf: Dosierung von L-Thyroxin nach Schilddrüsenoperation

| Beitrags-ID: 426642

Hallo,

ich bin 24 Jahre alt, wiege 55kg und bin 1,70 cm gross. Bei mir wurde die Schilddrüse vor 2 Monaten vollständig entfernt.
Ich habe Thyroxin 50 genommen für 3 Wochen nach der OP und TSH war 15, dann 2 Wochen Thyroxin 100 -> TSH= 8 dann auf 150 erhöht für 1 Woche und TSH lag bei 1,46, dann Thyroxin 125 für 2 Wochen TSH= 0,146 und dann 10 Tage Thyroxin 100 und mein TSH=0,12 heute.
Ich fühle mich aber sehr müde, habe Kurzatmigkeit, Herzrasen und ich weiss nicht, ob ich Thyroxin ein paar Tage auslassen soll oder erstmal zu 50 reduzieren soll bis es mir wieder besser geht.Ich glaube Thyroxin 100 ist wieder zu hoch, da der TSH wert trotz gesunkener Dosis weiter sinkt.

Ich wäre über jede Hilfe sehr dankbar.

Antwort auf: Dosierung von L-Thyroxin nach Schilddrüsenoperation

| Beitrags-ID: 426650

Hallo Claudia,

willkommen bei uns im Selbsthilfe-Forum!

Kannst Du bitte auch etwas mehr zu Deiner Krankengeschichte schreiben, hattest Du Schilddüsenkrebs (Welchen?) oder eine andere Schilddrüsenerkrankung?

Bei der Schilddrüsenhormoneinstellung braucht es Geduld, und vor allem sollte dies in kleinen Schritten geschehen. Eine Erhöhung oder Reduzierung der Dosis von LT4 auch besser in kleineren Schritten 12,5µg

Viele Grüße,

Harald

Antwort auf: Dosierung von L-Thyroxin nach Schilddrüsenoperation

| Beitrags-ID: 426653

Hallo,

ja ich hatte papilläre Schilddrüsekarzinom und habe meine RJT in September.

Da ich mich letzter Zeit sehr schlecht fühle, denke ich mal die Dosis ist für mich noch zu hoch. Mein Körper nimmt das Thyroxin sehr gut auf und meine Werte ändern sich auch ganz schnell.

 

Viele Grüße,

Claudia

Antwort auf: Dosierung von L-Thyroxin nach Schilddrüsenoperation

| Beitrags-ID: 426655

Hallo Claudia,

wenn noch eine Radioiodtherapie geplant ist, offensichtlich mit rhTSH-Stimulation, dann möchte anfänglich den TSH-Wert unter 0,1 haben.

Die Werte ändern sich schnell, weil viel zu hohen Dosis Steigerungen gemacht wurden.

Wenn mit 100 jetzt der TSH immer noch fällt, dann kann dies auch noch mit der zu schnellen zu hohen Steigerung zusammenhängen.

Wenn es dir aber damit nicht gut geht, gibt es verschiedene Möglichkeiten.

Z.B. Abendeinnahme,

Wichtig ist wirklich in kleine Dosen 12,5 µg und nicht zu schnell zu wechseln, sonst dauert es noch länger bis du eine Dosis gefunden hast, mit der es dir gut geht. Die Reduzierung braucht meist noch mehr Geduld.

Viele Grüße,

Harald

Antwort auf: Dosierung von L-Thyroxin nach Schilddrüsenoperation

| Beitrags-ID: 426657

Meinen Sie ich soll weiter Thyroxin 100 nehmen, oder soll ich 75/100 wechselnd versuchen?

Ich habe Angst, dass wenn ich weiter 100 nehme der TSH-Wert weiter sinkt und meine Symptome sich verschlimmern.

Viele Grüße,

Claudia

 

Antwort auf: Dosierung von L-Thyroxin nach Schilddrüsenoperation

| Beitrags-ID: 426659

Hallo Claudia,

bin kein Arzt , nur auch Schilddrüsenkrebspatient, und kann nur allgemein Ratschläge geben.

Die Problem kommen halt durch die viel zu schnelle und viel zu hohe Dosissteigerungen.

Nach Leitlinie sollt der TSH später nach der RIT dauerhaft in den ersten Jahren unter 0,1 sein.

Da Du ja im September eine Radioiodtherapie machst, und die manchmal auch in einer Schilddrüsenunterfunktion durchgeführt werden, ist es sicherlich kein Problem, wenn der TSH-Wert nun auch etwas höher ist.

Das Herzrasen ist nicht akzeptabel. Vielleicht einfach mit einer niedrigen Dosis 75 µg für eine Weile bleiben, dann kontrollieren und höchstens um 12,5µg steigern, …

Und bitte unbedingt mit dem Arzt absprechen.

Dies ist nur ein allgemeiner Ratschlag.

Viele Grüße,

Harald

 

 

  • Diese Antwort wurde geändert vor 5 Monaten, 2 Wochen von Harald.

Antwort auf: Dosierung von L-Thyroxin nach Schilddrüsenoperation

| Beitrags-ID: 437109

Hallo,

ich hatte Ende September eine OP mit totaler SD Entfernung aufgrund eines Schilddrüsenkarzinoms.
Danach wurden im anderen Schilddrüsenkappen weitere kleine Knoten und in 2 von den entfernten Lymphknoten Metastasen gefunden. Vier Wochen später wurde eine Radiojodtherapie durchgeführt (bei einem TSH von 58), erst danach durfte ich mit Schilddrüsenhormon Substitution beginnen. Zuerst T3 und T4, dann nach einer Woche nur noch L-Thyroxin mit einer Dosierung von 100 (damit habe ich vor 7 Wochen begonnen). Ich hatte viele Symptome einer Unterfunktion, aber am schlimmsten war die Müdigkeit und Erschöpfung. 6 Wochen später waren die T3 und T4 Werte im unteren Normbereich aber der TSH trotzdem noch bei 20 und ist über einen Verlauf von 3 Wochen nicht runtergegangen. Deshalb wurde mir vor 2 Wochen die L-Thyroxin Dosis auf 150 täglich erhöht.
Seit dem bin ich ein ganz bisschen fitter aber immer noch im Allgemeinen sehr müde, brauche viel Schlaf, bin schnell erschöpft und schlapp und liege auch tagsüber noch viel rum. Vor allem kognitive Aktivitäten, Gespräche und Konzentrationsaufgaben strengen mich sehr an und überfordern mich auch oft. Seit der Dosisänderung auf 150 habe ich außerdem ständig Kopfschmerzen.

ich weiß dass ich nach erst zwei Monaten Medikamenteneinnahme auch Geduld haben sollte. Aber eigentlich soll ich in einer Woche wieder anfangen zu arbeiten und das kann ich mir in meinem aktuellen Zustand überhaupt nicht vorstellen.

So langsam mache ich mir Sorgen dass sie das jetzt sehr lange ziehe wird.
Habt Ihr Tipps was in der Situation helfen kann?

Woran könnten die Kopfschmerzen liegen?

Meine Hausärztin kennt sich leider nicht so gut auf dem Gebiet aus. Und immer nur die dreimonatigen Termine im Krankenhaus sind mir zu wenig. Empfiehlt es sich einen Endikrinologen zu suchen zu dem man regelmäßig geht?

(ich bin 27, 160cm groß, 46 kg, weiblich)

 

Ich bin dankbar für alle Tipps.

Liebe Grüße, Tabea-Sophie

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