Liebe Foristen,
bei mir steht mal wieder eine Dosisanpassung des L-Thyroxin an. Nach meiner Schilddrüsenentfernung 4/24 dauerte es knapp 1,5 Jahre mit verschiedenen Dosierungen und TSH-Werten zwischen 0,01 und 36, bis ich mit 75 Mikrogramm stabil im Normbereich war. Zuletzt 12/25 bei 1,02, bin aber auch ein Jahr mit Werten deutlich unter 1 herumgelaufen (was beim medullären Karzinom gar nicht nötig ist). Mit dem genannten letzten Wert berichtete ich dem Nuk-Med, dass ich Osteoporose habe, weil ich zwischenzeitlich erlesen hatte, dass niedrige TSH-Werte darauf Einfluss haben. Wohlgemerkt: Ich musste diese Erkenntnis selbst erlangen, keiner meiner vielen Ärzte verschiedenster Fachrichtungen machte mich darauf aufmerksam. Es sollte dann eine Dosisreduktion auf 63 vorgenommen werden – obwohl ich 2024 bei gleicher Dosierung einen TSH von 10 hatte. An der Stelle hätte ich gleich „ja, aber“ schreien sollen, nicht gemacht, dumm von mir. Jetzt zwei neue Erkenntnise: Knochendichte im Vergleich zu vor zwei Jahren nochmals deutlich verschlechtert und TSH jetzt bei 16. Beides bisher nur in meiner ePA gelesen und daher noch keine ärztliche Empfehlung bekommen. Da ich mich aber nun (hätte ich gleich machen sollen…) zwischen 75 und 63 Mikrogramm einsortieren möchte, meine Frage: besser tgl eine halbe von beiden oder besser tgl abwechselnd. Ich würde es bevorzugen, ganze Tabletten zu schlucken – hat das den gleichen Effekt oder ist es eher problematisch? Sorry, ich glaube, man merkt, dass ich gerade bisschen sauer bin…
Viele Grüße von Slart
Hallo Slart,
Ich habe jahrelang eine Wechseldosis genommen (125 und 137 im täglichen Wechsel) und hatte keinerlei Probleme damit.
Manche reagieren sehr sensibel und halbieren lieber jeden Tag, aber mir persönlich wäre das zu viel Aufwand (und genau die Mitte erwischt man ja auch nicht), ich würd’s erst mal anders versuchen.
Viele Grüße, Maria
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Liebe Maria,
vielen Dank für Deine Antwort. Ich glaube nicht, dass ich übersensibel auf tägliche Wechseldosierung reagieren würde (der jetzige Wert von 16 fühlt sich nicht anders an, als 1 oder 0,1, ich merke da keinen Unterschied). Aber ich hätte trotzdem eine Anschlussfrage: Nimmt man das dann konsequent abwechselnd – so dass gerade Wochen und ungerade verschieden sind? Oder sind alle Wochen gleich, dann hat man also von immer der gleichen Dosierung jede Woche eine mehr. Oder ist das völlig egal? Über sowas kann ich morgens noch nicht nachdenken, da muss alles vorbereitet in der Wochenbox parat liegen…
Viele Grüße!
Guten Abend,
ich habe nun doch noch eine Anschlussfrage: Weder von meiner Hausärztin (Urlaub) noch vom Nuk-Med („Der Doktor ruft sie zurück“) habe ich nach nunmehr fast zwei Wochen eine Info über die Dosisänderung bekommen. So habe ich das nun selbst in die Hand nehmen müssen und mir überlegt, dass ich montags und donnerstags 63 und an den restlichen Tagen 75 Mikrogramm nehmen werde (zumindest solange, bis ich andere Rückmeldung kriege). Macht das Sinn nach Eurer Erfahrung? Der TSH soll im oberen Normdrittel landen – mit 75 Mikrogramm war ich bei 1, mit 63 bei 16. (Mit 88 lag ich vor 1,5 Jahren mal bei 0,01 – scheint sich exponentiell zu verhalten 😅.) Aufgrund der fehlenden Rückmeldung bin ich fast geneigt zu glauben, das ganze ist gar kein größeres Problem 🧐 – aber irgendwas muss ich ja schließlich nehmen…
Dankbar für Input
Slart
Ja, liebe Slart, das kannst Du nur ausprobieren und nach (frühestens!) 6 Wochen erneut den TSH bestimmen lassen, ob es passt.
Zur Wechseldosierung: Ich habe es seinerzeit anders gemacht als Maria, nämlich nicht Tag um Tag gewechselt, da wäre ich zu leicht durcheinander gekommen. Stattdessen hatte ich von vornherein festgelegt: Montag, Mittwoch, Freitag und Sonntag gibt´s die eine Dosis, Dienstag, Donnerstag und Samstag die andere.
Ich lasse aber die Thyroxinpillen immer im Blister und lege die nicht zu den Blutdrucktabletten in meine Wochenschachtel. Das Thyroxin steht bei mir seit jeher (bei mir seit 2002) direkt hinter meinem Zahnputzbecher, da kann ich es kaum vergessen und nehme es morgens als allererstes.
Probier ruhig aus, was und wie es für Dich am besten passt. (Ich bin seit langem der Auffassung, dass sich nicht der Patient an die Medikation anpassen muss, sondern die Medikation zum Patienten passen muss.)
Dir wünsche ich alles Liebe, Schöne und Gute, verständnisvolle Ärzte und dass Du Dich wohlfühlst. Beste Grüße von Alba
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Liebe Alba,
danke für Deine Antwort. Das mit den verständnisvollen Ärzten ist ein frommer Wunsch… Gerade es doch geschafft – habe heute freigenommen und konnte mich dafür den halben Vormittag ans Telefon klemmen -, den Nuk-Med zu erreichen, und oh Wunder: Man wusste dort weder von meiner Anfrage von vor zwei Wochen noch von den Befunden meiner Hausärztin. Letztlich fand man meine selbstgewählte Dosierung gut, aber zur nächsten Blutentnahme soll ich dann doch bitte zu ihnen kommen, denn andere Labore messen ja immer etwas zu hohe Werte. Der war 16, und die wollen mir erzählen, dass das Labor einen etwas zu hohen Wert gemessen hat. Ja, ne, ist klar 😵💫
Einen sonnigen Tag!
Slart
Hallo Slart,
das verschiedene Labore unterschiedliche Werte ermitteln, daran könnte was wahres dran sein.
Bei dem jetzigen Labor meiner Hausärztin habe ich den Verdacht das der TSH falsch hoch gemessen wurde. Allerdings ist der ft4 zu niedrig, somit könnte es doch passen.
Mir geht es aber mit den Werten gut. Ich habe auch eine Erhöhung getestet, die ich wieder abgebrochen habe.
Ich plane in ein anderes Labor mit denselben Einheiten und Referenzbereichen zu gehen um eine Gegenprobe zu machen.
LG Ellen