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Einführung der geänderten Formel von Euthyrox® zum 2. Q 2019

Einführung der geänderten Formel von Euthyrox® zum 2. Q 2019

| Beitrags-ID: 258867

Einführung der geänderten Formel von Euthyrox® zum 2. Quartal 2019
[Dieser Beitrag erschien auch in unserem www.sd-krebs.de – OFFLINE, Nr. 21, Dezember 2018]

Das Pharmaunternehmen Merck KGaA plant die geänderte Formulierung von Euthyrox® zum 2. Quartal 2019 in Deutschland einzuführen. Die neue Formulierung enthält statt des Hilfsstoffes Laktose die Hilfsstoffe Mannitol und Zitronensäure. Beide Stoffe sind sowohl in der Arzneimittelherstellung als auch in der Herstellung von Lebensmitteln schon seit langer Zeit im Einsatz.

Aufgrund der Levothyrox-Krise in Frankreich muss Merck die Kommunikatonsstrategie vor Einführung des geänderten Präparats mit den jeweiligen nationalen Behörden abstimmen. In Deutschland wurde mit dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) u. a. abgestimmt, dass Ärzte*innen und Apotheker*innen kurz vor der Einführung in Form eines Rote-Hand-Briefes per Post informiert werden.

Eine der wichtigsten Informationen auch für die Patient*innen ist, dass ähnlich wie bei der Umstellung auf ein Schilddrüsenhormonpräparat eines anderen Herstellers, die Schilddrüsenwerte im Blut kontrolliert werden müssen und auf mögliche Beschwerden zu achten ist. Da manche Betroffene besonders sensible auf Schwankungen der Levothyroxin-Spiegel reagieren, kann eine Anpassung der Dosis notwendig sein, auch wenn sich der TSH-Wert weiterhin innerhalb des Referenzbereichs liegt.

Bestehen die Beschwerden trotz Anpassung der Dosis weiter, so besteht in Deutschland die Möglichkeit zu einem Präparat von einem anderen Hersteller zu wechseln.

Quelle:

  • Bulletin zur Arzneimittelsicherheit. Informationen aus BfArM und PEI; Ausgabe 3, September 2018 (PDF)
    Thema u.a.:
    • Einführung einer geänderten Formulierung von Levothyroxin-Tabletten der Firma Merck (Euthyrox®), Seite 4-10
    • Rote-Hand-Brief:
      Euthyrox® (Levothyroxin-Natrium) Tabletten in neuer Zusammensetzung: Information und Kontrolle von Patienten bei der Umstellung (PDF)

Online-Meldung von Nebenwirkungen (BfArM und PEI)

Weiterführende Links:

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  • Dieses Thema wurde geändert vor 2 Monaten von Harald.
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BeateMitglieder-Beirat SD-Krebs 2000 (pap. + foll.)

Antwort auf: Einführung der geänderten Formel von Euthyrox® zum 2. Q 2019

| Beitrags-ID: 384396

Hallo,

In der Facebook-Gruppe SD-Krebs wurde gerade berichtet, dass die ersten Schachteln Euthyrox mit geänderter Formulierung in den Apotheken angekommen sind, und mit einem Informationsschreiben ausgehändigt werden.

Im März war diese Änderung in einem „Rote-Hand-Brief“ angekündigt worden:

Neues Euthyrox: Was Apotheker wissen müssen Deutsche Apotheker Zeitung 10.4.2019

Änderung der Galenik von Levothyroxin der Firma Merck (Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft; Prof. Schatz u .Prof. Dietrich; März 2019)

Mit ein bisschen Glück wird es bei euch in Deutschland viel weniger Probleme geben als vor 2 Jahren bei uns in Frankreich, wo die neue Formulierung als erstes eingeführt wurde (in einer Monopol-Situation, es gab zu diesem Zeitpunkt nur dieses einzige Präparat in Tablettenform, so dass mehr als 3 Millionen Patienten zwangsweise umgestellt wurden, ohne Alternativen, noch dazu ohne ausreichende Informationen).

Zum einen sind die deutschen Patienten über die Änderung informiert (auf jeder Schachtel steht „geänderte Hilfsstoffe“), zum anderen hat Euthyrox in Deutschland kein Monopol, sondern grade mal 16% des Marktes, so dass alle, die eventuell mit der Umstellung Probleme haben, auf eins der 11 oder 12 anderen Präparate umstellen können.

Jede Änderung von Präparat oder Zusammensetzung kann eventuell die Schilddrüsenhormon-Stoffwechsellage verändern und eine Dosisanpassung erforderlich machen. Bei Symptomen in den Wochen nach der Umstellung nicht zögern, zum Arzt zu gehen und die Schilddrüsenwerte bestimmen zu lassen.

Viele Grüße

Beate

Siehe auch die Diskussion Merck ändert die Zusammensetzung von Levothyrox (Frankreich)

Anhänge:
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Maria2
Moderator
pap. Karzinom pT3 tall-cell-Variante

Antwort auf: Einführung der geänderten Formel von Euthyrox® zum 2. Q 2019

| Beitrags-ID: 384397

Hallo zusammen,

ich habe soeben noch die „alten“ Euthyrox in der Apotheke bekommen.
Ich hab extra nachgefragt. Die Apothekenhelferin wollte mich aber ohnehin fragen, ob ich schon die neuen hatte.
Das scheint also so weit zu funktionieren :daumen:

Viele Grüße,
Maria

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:daumen:

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Antwort auf: Einführung der geänderten Formel von Euthyrox® zum 2. Q 2019

| Beitrags-ID: 384398

Ich habe Merck Österreich bezüglich dieser Thematik und einigen Unklarheiten seitens des Apothekerpersonals kontaktiert.

Für österreich sieht es wie folg taus:

Gesendet: Mittwoch, 05. Juni 2019 um 11:26 Uhr
Von: „Medical_info_Austria.MEAT“
An: „xxx“
Betreff: AW: Euthyrox Neu – Österreich

Sehr geehrter Herr xxx,

vielen Dank für Ihre Anfragen.

Die österreichischen Behörden und wir haben zum Ziel, die Patienten, Apotheker und Ärzte bestmöglich bei der Umstellung zu begleiten. Daher freue ich mich, dass Sie uns mit Ihren Fragen direkt kontaktiert haben.

Wir nehmen die Situation in Frankreich sehr ernst und arbeiten eng mit den Behörden zusammen. In der Schweiz und der Türkei, in der Euthyrox seit 2018 in der neuen Zusammensetzung verfügbar ist, kam es zu keiner Zunahme der berichteten Symptome bei Patienten.

Die neue Zusammensetzung von Euthyrox wird ab Juni in Österreich verfügbar sein. Wann genau die neue Zusammensetzung in Ihrer Apotheke erhältlich ist, hängt von den Lagerbeständen des Großhandels und der Apotheke ab.

Die Verpackungsdesigns sind mit den nationalen Behörden abgestimmt. Die von Ihnen genannte Website ist, wie Sie angemerkt haben, aus Deutschland – die neue Verpackung in Österreich wird aufgrund der Behörde hier in Österreich etwas anders aussehen. Sie werden die neue Zusammensetzung klar erkennen: auf der Vorderseite steht z.B. in Margenta „geänderte Hilfsstoffe“, und des Weiteren ist ein auffälliges rosafarbenes Banner an der rechten und unteren Seite gesetzt. Nur, wenn Sie dies sehen, halten sie die neue Zusammensetzung in Ihren Händen. Insofern ist Ihre Verpackung noch die der ursprünglichen Zusammensetzung.

Bezüglich der neuen Zusammensetzung ändern sich die Hilfsstoffe aufgrund einer behördlichen Aufforderung. Grund hierfür ist, dass das neu zusammengesetzte Medikament durch die veränderten Hilfsstoffe nun präziser eingestellt ist. Das heißt für Ärzte und Patienten, dass die Dosis des Medikaments noch genauer ist.

Vielen Dank für Ihre Rückmeldung zum QR-Code, ich habe dies weitergegeben. Die Website euthyrox.at sollte im Laufe der nächsten Woche erreichbar sein.

Ich hoffe, Ihnen bei Ihren Anliegen geholfen zu haben. Da Sie ein interessierter Patient sind, habe ich Ihnen auch die Patienteninformation zur Umstellung auf die neue Zusammensetzung von Euthyrox beigefügt, in der Sie auch weitere Informationen zum neuen Aussehen haben.

Bei weiteren Fragen helfe ich gerne weiter. Falls in Ihrer Apotheke Rückfragen bestehen, freuen wir bei Merck uns ebenso über Kontaktaufnahme.

Mit freundlichen Grüßen,

Julia Maier MSc

Medical Specialist Endocrinology/Fertility

Medical Department

Merck

Merck Gesellschaft mbH | Zimbagasse 5 | Postcode: 1147 Wien | Austria

Mobile: +43 664 60600 264 | E-mail: julia.maier@merckgroup.com

www.merck.at

Die erwähnte Patienteninformation habe ich hier
hochgeladen, wird aber glaube ich jetzt auch nicht
wirklich was neues enthalten, —> https://we.tl/t-H1dLzIDniW

Judy_S
Nutzer*In

Antwort auf: Einführung der geänderten Formel von Euthyrox® zum 2. Q 2019

| Beitrags-ID: 384399

mich wuerde interessieren, wer denn Veraenderungen mit dem neuen Praeparat gespuert hat?

Antwort auf: Einführung der geänderten Formel von Euthyrox® zum 2. Q 2019

| Beitrags-ID: 384400

mich wuerde interessieren, wer denn Veraenderungen mit dem neuen Praeparat gespuert hat?

Am besten kommst Du in diesen Thread Merck ändert die Zusammensetzung von Levothyrox (Frankreich)

Antwort auf: Einführung der geänderten Formel von Euthyrox® zum 2. Q 2019

| Beitrags-ID: 384401

Hallo,

in Deutschland haben wir bislang nur einen Gast-Beitrag mit einem Erfahrungsbericht bekommen, bei der es zu merkwürdigen Nebenwirkungen wie seinerzeit in Frankreich kam.

Da Gäste dürfen bei uns aber nur Fragen stellen und keine Erfahrungsberichte etc. einstellen.

Viele Grüße,
Harald

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Hansjoerg
Nutzer*In
2015 SD, wegen Kropf entfernt, ohne SD Krebs

Antwort auf: Einführung der geänderten Formel von Euthyrox® zum 2. Q 2019

| Beitrags-ID: 384402

Hallo Harald.

Den Gast Beitrag habe ich gesehen, bevor er meiner Meinung richtigerweise gelöscht wurde. Meiner Meinung nach war die Art der Schreibweise recht durchzogen..und die Person hat sich ja bis dato nicht angemeldet…
Gruss

Hansjörg

Hansjoerg
Nutzer*In
2015 SD, wegen Kropf entfernt, ohne SD Krebs

Antwort auf: Einführung der geänderten Formel von Euthyrox® zum 2. Q 2019

| Beitrags-ID: 384403

Judy

Ich habe nur eine Veränderung bezüglich Dosierung bei mir Festgestellt. Dies kann aber auch andere Gründe haben.
Ansonsten lebe ich nun gut ein Jahr mit dem neuen Euthyrox problemlos.

Gruss Hansjörg

BeateMitglieder-Beirat SD-Krebs 2000 (pap. + foll.)

Antwort auf: Einführung der geänderten Formel von Euthyrox® zum 2. Q 2019

| Beitrags-ID: 384395

Hallo,

ich habe schon lange nichts mehr zu diesem Thema geschrieben (das in Frankreich nach wie vor sehr aktuell ist… vor allem, weil Merck angekündigt hat, das seit Ende 2017 für die wirklich stark betroffenen Patienten nach wie vor gelieferte Euthyrox in der alten Zusammensetzung (zunächst Bestânde für den deutschen Markt, inzwischen auch welche für den russischen) ab Anfang 2020 nicht mehr zu liefern, weil dann praktisch alle europäischen Länder auf die neue Formel umgestiegen sein werden…

Im August haben die französischen Forscher, die im April 2019 einen aufsehenerregenden Artikel zum Thema (unzureichende) Bioäquivalenz veröffentlicht hatten, noch einen 2. Artikel zum Thema veröffentlicht.

Und sie haben nicht nur festgestellt, dass die Ergebnisse von Mercks Studie lange nicht so „perfekt“ sind, wie man versucht hat, uns glauben zu machen… die individuelle Variabilität ist, bei genauer Analyse der Kurven, extrem hoch, es ist also total „normal“, dass ein vorher gut eingestellter Patient durch die Änderung in die Über- oder in die Unterfunktion rutscht…

Im August haben sie dann noch darüber geschrieben, dass die Tatsache, dass Merck mehr als 200 „gesunde Probanden“ genommen hat, statt nicht – wie vorgeschrieben – nur die üblichen 24-32, die Studie nicht „genauer“ gemacht hat, wie man eigentlich denken könnte… sondern „verwäscht“ diese Ergebnisse…

Die Artikel sind im April und August in einer englischen Fachzeitschrift erschienen und haben relativ viel Wirbel gemacht. Aber geändert haben sie bisher leider nichts… immerhin sind jetzt ja schon 2,5 Jahre ins Land gegangen…

Links (auf englisch):
“Levothyrox® New and Old Formulations: Are they Switchable for Millions of Patients?” (April 19)
https://link.springer.com/content/pdf/10.1007%2Fs40262-019-00747-3.pdf

“Why Were More Than 200 Subjects Required to Demonstrate the Bioequivalence of a New Formulation of Levothyroxine with an Old One?” (August 19)
https://link.springer.com/article/10.1007/s40262-019-00812-x

Aus Belgien und den Niederlanden habe ich einige Berichte über Probleme mit der neuen Formel gehört (wurde dort seit 1. Juni eingeführt).

Aber immerhin wissen die Patienten Bescheid (roter Aufdruck auf der Schachtel), und es gibt ein paar Alternativen (wenn auch, in Belgien, nur eine einzige… und die, L-Thyroxine Christiaens von Takeda, war ja gerade erst 2015 geändert worden, damals waren viele Patienten auf Merck umgestiegen, und jetzt müssen sie sich schon wieder an eine neue Formel gewöhnen…

Es laufen immer noch ein paar Gerichtsverfahren… im Januar 2020 z.B. die Berufung in der Zivilklage von mehr als 4000 Klägern gegen Merck wegen „unzureichender Information. Die Untersuchung im Strafprozess (etwa 8000 Kläger) geht ebenfalls weiter, wird aber sicher noch mehrere Jahre dauern…

Nach wie vor nehmen in Frankreich mehrere zig-tausend Patienten die alte Zusammensetzung, entweder auf Rezept direkt aus französischen Apotheken (mit starken Lieferschwierigkeiten, die immer schlimmer werden), oder aber sie besorgen es sich im Ausland (in Marokko ist es hierdurch diesen Sommer sogar zu einer Medikamenteknappheit gekommen) – aber das wird dann ab Anfang 2020 fast unmöglich werden, denn – laut Merck – werden dann, bis auf Italien, so gut wie alle europäischen Länder auf die neue Formel umstellen…

Es ist ziemlich frustrierend, so wenig ausrichten zu können… viele Patienten vertragen die neue Formel GUT, aber nicht ALLE. Und dass es nicht möglich ist, diesen Patienten, die das alte Präparat oft schon 10, 20 oder 30 Jahre lang ohne jedes Problem genommen haben, weiterhin ihr gewohntes Medikament zur Verfügung zu stellen, und dass man sie zum Wechsel zwingt, den viele sehr schlecht vertragen (manche haben es auch nach 2 Jahren noch nicht geschafft, wieder eine korrekte Einstellung zu finden), ist wirklich ungerecht…

Diese „Krise“ in Frankreich (die nicht nur Levothyrox betrifft, sondern viele andere Medikamente und Gesundheitsskandale, und die das Vertrauen in die Gesundheitsbehörden tief erschüttert hat) wird sicher noch für viele Jahre Spuren hinterlassen…

Beate

BeateMitglieder-Beirat SD-Krebs 2000 (pap. + foll.)

Antwort auf: Einführung der geänderten Formel von Euthyrox® zum 2. Q 2019

| Beitrags-ID: 384394

Bisher hat man ja aus Deutschland eher wenig von Umstellungsproblemen gehört…

… aber vor kurzem wurde ich von einer Patientin angeschrieben, die wohl aus dem Hashimoto-Basedow-Forum kommt, und dort scheinen eine ganze Menge Leute die neue Zusammensetzung nicht korrekt zu vertragen?

https://www.ht-mb.de/forum/showthread.php?1275180-Umfrage-Umstellung-Euthyrox

Es sind sicher, in vielen Fällen, Über- oder Unterdosierungsprobleme (wegen der unterschiedlichen Bioverfügbarkeit), aber sicher nicht in allen (wie auch in Frankreich gibt es eine Menge Patienten, die trotz „guter“ und teilweise total unveränderter Werte unerwünschte Nebenwirkungen haben).

Die Patienten haben eine Unterschriftensammlung gestartet:
https://www.openpetition.de/petition/online/wiedereinfuehrung-der-schilddruesentablette-euthyrox-mit-alter-rezeptur

Das wird vermutlich nicht viel bringen (in Frankreich gab es schon 2017 eine Unterschriftensammlung – selbst mit 347.000 Unterschriften hat sie nichts ändern können (aber immerhin die Presse aufmerksam gemacht).

Aber ich wollte es hier erwähnen, der Vollständigkeit halber, damit alle Informationen an derselben Stelle sind.

Im November-Dezember sind wieder Krisensitzungen im frz Gesundheitsministerium… aber da wird auch nichts anderes stattfinden, als „das endgültige Verschwinden der alten Zusammensetzung vorzubereiten“ (und bei diesen Gesprächen müssen wir als Patientenvertreter notgedrungen mit-beraten… obwohl wir dieses Verschwinden ja gar nicht wollen… ist eine total verzwickte Lage, und man fühlt sich vollkommen hilflos…)

Liebe Grüsse an alle,

Beate

1 Nutzer*in hat sich für diesen Beitrag bedankt.
Judy_S
Nutzer*In

Antwort auf: Einführung der geänderten Formel von Euthyrox® zum 2. Q 2019

| Beitrags-ID: 384404

Bisher hat man ja aus Deutschland eher wenig von Umstellungsproblemen gehört…

… aber vor kurzem wurde ich von einer Patientin angeschrieben, die wohl aus dem Hashimoto-Basedow-Forum kommt, und dort scheinen eine ganze Menge Leute die neue Zusammensetzung nicht korrekt zu vertragen?

https://www.ht-mb.de/forum/showthread.php?1275180-Umfrage-Umstellung-Euthyrox

Es sind sicher, in vielen Fällen, Über- oder Unterdosierungsprobleme (wegen der unterschiedlichen Bioverfügbarkeit), aber sicher nicht in allen (wie auch in Frankreich gibt es eine Menge Patienten, die trotz „guter“ und teilweise total unveränderter Werte unerwünschte Nebenwirkungen haben).

Ich selbst hatte massive Probleme! Mein TSH schnellte auf 0.05 und ich wurde arbeitsunfaehig. Gleichzeitig glaube ich, dass dies nicht ein Problem der Schilddruese alleine ist, sonder einer unflexiblen SChilddruese und der Gleichzeitigkeit von schwerer koerperlicher Krankheit mit der Umstellung.

Die Patienten haben eine Unterschriftensammlung gestartet:
https://www.openpetition.de/petition/online/wiedereinfuehrung-der-schilddruesentablette-euthyrox-mit-alter-rezeptur

Das wird vermutlich nicht viel bringen (in Frankreich gab es schon 2017 eine Unterschriftensammlung – selbst mit 347.000 Unterschriften hat sie nichts ändern können (aber immerhin die Presse aufmerksam gemacht).

Aber ich wollte es hier erwähnen, der Vollständigkeit halber, damit alle Informationen an derselben Stelle sind.

Im November-Dezember sind wieder Krisensitzungen im frz Gesundheitsministerium… aber da wird auch nichts anderes stattfinden, als „das endgültige Verschwinden der alten Zusammensetzung vorzubereiten“ (und bei diesen Gesprächen müssen wir als Patientenvertreter notgedrungen mit-beraten… obwohl wir dieses Verschwinden ja gar nicht wollen… ist eine total verzwickte Lage, und man fühlt sich vollkommen hilflos…)

Liebe Grüsse an alle,

Beate

Danke dir! Das ist sehr interessant fuer mich, zumal ich in der Umstellungszeit die Werte genommen habe, sie waren aber okay (zweimal eigentlich), und dann ploetzlich voellig aus dem Ruder. Ich kann mir also vorstellen, dass es so sein kann, dass viele derer, die Probleme bei gleichen Werten haben, einfach subklinische Werte repraesentieren, wo man es halt noch nicht merkt… leider wird es hierzu nie so voellig genaue Studien geben… waere ausserordentlich interessant!

Huke
Nutzer*In

Antwort auf: Einführung der geänderten Formel von Euthyrox® zum 2. Q 2019

| Beitrags-ID: 384405

Hallo zusammen,
im Juni letzten Jahres habe ich erstmalig die neue Formulierung von Euthyrox erhalten, in der Dosierung 175. Plötzlich sind extreme Überfunktionssymptome aufgetaucht, die ich vorher nicht kannte. Inzwischen bin ich bei 137 angekommen, die Blutwerte sind endlich wieder im erträglichen Bereich, aber geblieben sind Muskelschmerzen am ganzen Körper. Mein Arzt rät zu einem Präparatwechsel. Ich bin jetzt aber mit der Dosierung skeptisch. Mit der alten Formulierung von Euthyrox war ich ja mit 175 gut eingestellt, mit der neuen bereits mit 137. Jetzt soll ich das Ratiopharm-Präparat probieren, aber ebenfalls mit 137. Gibt es hier wirklich eine so große Schwankungsbreite in der Wirkung der Präparate? Oder war das jetzt bei Euthyrox die Ausnahme? Ich habe mir darüber nie Gedanken gemacht, da ich bis Juni immer Euthyrox gut vertragen habe.

Vielleicht hat jemand einen Tip für mich oder schon den Präparatwechsel durch. Bin dankbar für jeden Hinweis.

Beste Grüße.

Hansjoerg
Nutzer*In
2015 SD, wegen Kropf entfernt, ohne SD Krebs

Antwort auf: Einführung der geänderten Formel von Euthyrox® zum 2. Q 2019

| Beitrags-ID: 384406

Hallo Huke.

Ich denke eine Faustformel gibt es leider nicht.

Ich zum Beispiel musst beim Umsteigen vom alten aufs neue Euthyrox sogar von 125ug auf gut 137 ug erhöhen, damit ich mich wohlfühle.

Du siehst, Alle reagieren da anders.

Da es neben dem Umstieg aufs neue Euthyrox in der Zwischenzeit auch andere Faktoren geben kann, wieso Du weniger SD Hormone benötigst, würde ich vermutlich mit der tieferen Dosis starten und dann nach 6-8 Wochen die Werte kontrollieren lassen und anpassen.

Dies einfach, weil ich denke dass es einfacher und angenehmer ist einen leicht zu tiefen Wert in kurzer Zeit nach oben zu korrigieren, als von einer Überfunktion wieder nach Untern zu korrigieren.

Gruss Hansjörg

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Rainer G3
Nutzer*In
pT4b, pN0 (0/31), M1 (OTH), V1, L0, Pn0, G3, lokal R0

Antwort auf: Einführung der geänderten Formel von Euthyrox® zum 2. Q 2019

| Beitrags-ID: 384407

Hallo,

Merck oder Sanofi Aventis?
Persönlich nehme ich täglich eine Tablette
L-Throxin Henning 200.
Seit über 6 Jahren geht es mir damit gut.

Was ich nicht ganz verstehe,
der Wirkstoff ist doch immer derselbe.
(Levothyroxin Natrium)
Warum reagieren die Menschen so unterschiedlich?

LG Rainer

Hansjoerg
Nutzer*In
2015 SD, wegen Kropf entfernt, ohne SD Krebs

Antwort auf: Einführung der geänderten Formel von Euthyrox® zum 2. Q 2019

| Beitrags-ID: 384408

Rainer, ja der Wirkstoff ist der selbe.

Aber die Zusatz bzw. Hilfsstoffe unterschiedlich. Diese verändern die Bio Verfügbarkeit bei der Einnahme, dh. Die Wirkstoffe können im Darm anders aufgenommen werden.. besser oder schlechter. Dies macht dann bei einem so empfindlichen Hormon den Unterschied. Je nach Zusatzstoff können bei empfindlich darau reagierenden Menschen weitere Nebenwirkungen auftreten.

Lg Hansjörg

Rainer G3
Nutzer*In
pT4b, pN0 (0/31), M1 (OTH), V1, L0, Pn0, G3, lokal R0

Antwort auf: Einführung der geänderten Formel von Euthyrox® zum 2. Q 2019

| Beitrags-ID: 384409

Hallo,

warum lässt man die Zusatz bzw. Hilfsstoffe nicht einfach weg?

LG Rainer

Hansjoerg
Nutzer*In
2015 SD, wegen Kropf entfernt, ohne SD Krebs

Antwort auf: Einführung der geänderten Formel von Euthyrox® zum 2. Q 2019

| Beitrags-ID: 384410

Hilfstoffe sind medizinisch gesehen nicht wirksam bzw. aktiv. Sie geben aber einem Medikament seine Form. So hat eine Pille zb. andere Hilfsstoffe welche den Wirkstoff in fester Form binden und der Tablette ihre Form geben. Zudem sorgen sie dafür, dass das Medikament haltbar ist. Das war bei Euthyrox ja der Grund wieso die Hilfsstoffe gewechselt wurden, um auf Bitte des Französischen Staates das Medikament haltbarer und stabiler zu machen.Genau diese Hilfstoffe können aber Allergien und Unverträglichkeiten auslösen. Grundsätzlich haben medis welche flüssig sind oder eine Art Kapsel mit Flüssigkeit weniger Hilfsstoffe. Dies ist mitunter ein Grund, dass sehr sensible Menschen oft auf Tirosint umsteigen. Das ist nur eine kapsel aus Gelatine mit Zitronensäure welche das Hormon enthält. Also quasi keine grossen Zusatzstoffe.

LG

AlbaLeitungsteam SHG Magdeburg pap. SD-Ca., foll. Variante, pT2, 2002

Antwort auf: Einführung der geänderten Formel von Euthyrox® zum 2. Q 2019

| Beitrags-ID: 384393

warum lässt man die Zusatz bzw. Hilfsstoffe nicht einfach weg?

Nur ergänzend zu den Ausführungen von Hansjörg: Beim Thyroxin ist die Situation sogar besonders schwierig, weil der eigentliche Wirkstoff pro Tablette nur im Mikrogrammbereich liegt ( Mikrogramm = Millionstel Gramm) Das bedeutet, dass in einer Tablette ganz überwiegend Hilfsstoffe drin sind und nur ein absoluter Bruchteil auf den Wirkstoff entfällt. Ein Bekannter von mir, ein Biochemiker hat mir erzählt, besonders schwierig sei es, den Wirkstoff gleichmäßig in der Tablette zu verteilen, schon die einfache Garantie der Teilbarkeit entlang einer Rille sei eine große Herausforderung.

1 Nutzer*in hat sich für diesen Beitrag bedankt.

Antwort auf: Einführung der geänderten Formel von Euthyrox® zum 2. Q 2019

| Beitrags-ID: 384411

Hallo,
Ich mache mir auch Gedanken über unsere Thyroxinpräparate. Es hat sich etwas verändert in den letzten Jahren. In 2015 war Novothyral einige Monate nicht lieferbar. Ich habe es damals genommen und wartete…..schon da hieß es das es aus China kommt und es da Verzögerungen gibt……als es dann wieder zu kaufen war bekam ich eine Packung die nur ein Jahr haltbar war…..es war also fertig verpackt, wurde aber nicht abverkauft. Das schrieb ich im Htmb Forum und fragte mal nach……alle die auch die Packung bekommen haben hatten die gleiche Chargennummer, von Hamburg bis München und komischerweise fingen damit bei vielen Gelenkschmerzen an…..
Jetzt haben viele Probleme mit dem Thyroxin…..viele , wie ich auch probieren einen Hersteller nach dem anderen und keiner passt……die Nebenwirkungen sind nicht tragbar von starken Darmbeschwerden zu Schwindel und Kopfschmerzen……immer so heftig das man damit nicht leben kann.
Ich hatte jetzt ein paar Tage Tirosint und liege völlig flach……die Symtome sind so vielfältig und heftig, ich erspare Euch die Palette……was nehme ich morgen ? Henning hab ich da……hallo Bauchkrämpfe und Übelkeit……damit habe ich 10 kg abgenommen, mag kaum noch essen und ich habe eine Histaminintoleranz entwickelt. Damit esse ich sehr einseitig, denn entweder ekelt mich das Essen oder ich vertrage es nicht…….ich esse kalorienreich damit ich nicht abmagere…..
Komisch ist das die Mittel auch nicht mehr gleichmäßig wirken……ich bekam eine neue Packung Henning und die wirkten ganz anders…..ich fühlte mich plötzlich fiebrig, bekam höheren Blutdruck und Puls……ein paar alte Tbl. Hatte ich noch und habe sie verglichen…..sie waren minimal anders geprägt, unterschiedlich hart und lösten sich unterschiedlich in Wasser….eine Sorte zerfiel in kleine gleichmäßige Krümel, die andere in Flocken……ich war mal PTA und da sehr interessiert.
Gleiches hörte ich jetzt von Hexal……neue Packung, gleiche Stärke und stärkere Wirkung.
Es muss am Levothyroxin selber liegen…….es wird soweit ich finden konnte nur noch in China hergestellt und wenn jeder Thyroxinanbieter diesen Rohstoff dort kauft werden wir mit allen Herstellern Probleme haben. Was nehmen wir da ? Früher war ich klar im Kopf und frisch, heute bin ich benebelt und kann kaum denken……dieser lange Text macht mir Hitzewallungen bei einer Körpertemperatur unter 36 Grad….
Leider bekommt mir der natürliche SD Extrakt wegen dem hohen T3 Anteil nicht……so ist das kein Leben mehr.

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