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Meta-Analyse: Korrelation zw. TSH < 0,1 und Knochenbrüche

HaraldBundesgeschäftsführer
Leitungsteam SHG Berlin
follikulärer SD-Krebs 1997 (oxyphil), Zungengrundkrebs 2024

Meta-Analyse: Korrelation zw. TSH < 0,1 und Knochenbrüche

| Beitrags-ID: 255184

Hallo,

auf diese Studie weist der DGE-Blog vom 21.7.2015 hin:
Bei subklinischer Überfunktion der Schilddrüse vermehrt Knochenbrüche

Ergänzend dazu:

Die Autoren der Meta-Analyse weisen deutlich darauf hin, dass es nur eine Korrelation gibt, zwischen einem TSH-Wert unter dem Referenzbereich und Knochenbrüchen, ein kausaler Zusammenhang lässt sich durch diese Meta-Analyse von Studien nicht nachweisen. Hierzu braucht es prospektive Studien.

Definitionen in der Studie:

In der Meta-Analyse wurde auch unterschieden zwischen endogener und exogener [d.h. durch Schilddrüsenhormon-Medikamente] Hyperthyreose.

Der Artikel ist leider nicht frei zugänglich und im Abtract wird nur auf die endogene subklinische Hyperthyreose eingegangen. Hier war das Risiko höher als bei Menschen mit Schilddrüsenwerten im Referenzbereich

  • um 52 % höher für eine Hüftfraktur
  • um 42 % höher für jede Form von Knochenbrüchen
  • um 74 % höher für Wirblefrakturen.

Am deutlichsten war die Korrelation mit einem höheren Risiko für Knochenbrüche bei

In der biritischen Leitlinie aus dem Jahr 2014 (BTA 2014) gibt es gar eine Wichtige Empfehlung(=Key recommandation) zur TSH-Unterdrückung und dem Risiko von Knochenbrüchen (siehe: TSH-Unterdrückung beim differenzierten SD-Krebs (BTA 2014)).

Die Autoren fordern weitere Studien dazu, dass wenn man eine subklinische Schildddrüsenüberfunktion behandelt, ob dies zu einem geringeren Risiko von Knochenbrüchen führt.

Viele Grüße
Harald


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bmd
Nutzer*In

Antwort auf: Meta-Analyse: Korrelation zw. TSH < 0,1 und Knochenbrüche

| Beitrags-ID: 367480

Es ist wirklich schade, dass wie so oft die freien Hormonwerte ausser Betracht blieben. Schaut man sich – vor allem bei Senioren – den Anteil der Menschen mit extrathyreoidal bedingt niedrigem TSH-Wert an, so ist der Nutzen dieser Analyse mehr als fraglich.
Ich halte es für sehr wahrscheinlich, dass Patienten mit extrathyreoidal niedrigem TSH (z.B. wegen Gewichtsverlust, schlechterem EZ oder AZ, gravierenden anderweitigen Erkrankungen ….) ein höheres Frakturrisiko haben.
Insoweit wäre wirklich interessant ob sich bei erniedrigtem TSH ein Unterschied zwischen den Patienten mit freien Hormonen im unteren gegenüber denen mit Werten im oberen Normbereich findet.

Dr. Bernhard M. Dohmen, NUK, Klinikum Kassel

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