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Wechsel von L-Thyroxin Henning auf Prothyrid?

rosmarin
Nutzer*In
Kalter Knoten und Autonomes Adenom.

Wechsel von L-Thyroxin Henning auf Prothyrid?

| Beitrags-ID: 245102

Hallo liebe Fories,

gestern habe ich meine neuen Blutwerte unter der Einnahme von L-Thyroxin Henning bekommen:

TSH basal 1,27 (0,20-2,50)
FT 3 2,8 (1,9-5,0)
FT 4 1,3 (0,8-2,3)

Mit meinem HA habe ich dann über den vergangen Winter geredet, dass der einfach nur schlimm war. Ich unter einer starken Antriebslosigkeit und vielem anderen gelitten hab. Im Moment geht es mir mit dieser Einstellung wieder gut.

Er hat mir dann vorgeschlagen es mit Prothyrid zu versuchen und hat mir diese auch verschrieben. Ich hab mich mit diesem Thema noch nicht beschäftigt und daher keine Ahnung wie der Körper dies umsetzt. Was mir nicht klar ist, ist dass ich ja da nur noch 100 µg Thyroxin hab und 10 µg von diesem T3. Hat von euch jemand schon Erfahrungen gemacht mit dieser Umstellung und auf was muss ich achten, wenn ich mit den neuen Tabletten anfange. Ist so eine Umstellung sinnvoll, wenn es mir im Moment einigermaßen gut geht. Mein HA meinte dazu, gerade dann wär es einen Versuch wert.

LG Rosmarin

Sven1982

Antwort auf: Wechsel von L-Thyroxin Henning auf Prothyrid?

| Beitrags-ID: 318008

Ist so eine Umstellung sinnvoll, wenn es mir im Moment einigermaßen gut geht. Mein HA meinte dazu, gerade dann wär es einen Versuch wert.

Also ich zumindest kann seiner Argumentation nicht ganz folgen 🙄
Welchen Nutzen soll denn eine Umstellung seiner Meinung nach für dich bringen? 🙄

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rosmarin
Nutzer*In
Kalter Knoten und Autonomes Adenom.

Antwort auf: Wechsel von L-Thyroxin Henning auf Prothyrid?

| Beitrags-ID: 318009

Hallo Sven,

wir hatten uns in diesem Gespräch über den vergangenen Winter unterhalten und dass es mir erst seit ca. 6 Wochen langsam wieder besser geht. Daraufhin hat er mir den Wechsel empfohlen, auch weil ich auf sein Vorschlag im Herbst vielleicht 150 µg anstatt 125 µg einzunehmen gesagt habe, dass ich dies ja nicht vertrage. Wir hatten das schon ausprobiert von 125 µg an leicht zu erhöhen. Es hat nicht funktioniert. Deshalb auch die Überlegung von mir, ob ich nicht zuerst das Thyroxin etwas runterdosieren soll, bevor ich mit dem Kombipräparat versuche.

Aber vielleicht ist aus meinen Blutwerten doch zu entnehmen, wenn ich das aber eher nicht so verstehe, dass da noch etwas zu machen wäre??

LG Rosmarin

Anonym
Inaktiv

Antwort auf: Wechsel von L-Thyroxin Henning auf Prothyrid?

| Beitrags-ID: 318010

Hallo Rosmarin,

soweit ich weiss enthält Prothyrit 100µ T4 und 10 µT3, wobei T3 etwa 2,5 halb mal so ’stark‘ ist wie T4. Mit der 100er Prothyrit kämest Du dann auf 100+25 ( T3 umgerechnet), was Deiner jetzigen Dosis entspricht. Der Unterschied liegt darin, dass T3 schnell ( bei mir innerhalb von 2-3 Stunden) wirkt. Die Einnahme von T3 senkt allerdings den TSH, Harald schrieb vor kurzem eine sehr interessante und informative Antwort dazu.

Ich nehme ja T3 getrennt, also Thybon, damit kann ich etwas feiner abstimmen. ZB war 10µ T3 zuwenig für mich und 15µ schon fast zuviel, ich habe mich damit zwar wohl gefühlt, aber die BE zeigte plötzlich Werte im oberen Drittel der Norm ( vorher im unteren Drittel bis fast mittig) und da habe ich dann doch Abstand genommen wegen des Risikos von Osteoporose.

Ich habe seit der SD-Op vor jedem Winter Angst, da geht es mir immer schlecht, aber seit dem Thybon geht es besser. Ich kann den Gedanken des HA nachvollziehen: wenn Umstellung, dann in einer Zeit, in der die Lebensgeister wacher sind.

Viel Erfolg wünscht

Alexa

rosmarin
Nutzer*In
Kalter Knoten und Autonomes Adenom.

Antwort auf: Wechsel von L-Thyroxin Henning auf Prothyrid?

| Beitrags-ID: 318011

Hallo liebe Fories,

was mich wirklich noch beschäftigt, ist, ob ich vor der Einnahme von Prothytid meine L-Thyroxin-Dosis von 125 µg auf 100µg für ca. eine Woche absenken sollte. Soweit ich noch weiß, hat L-Thyroxin eine Halbwertzeit von ca. 7 Tage. Wer kann mir dazu vielleicht noch einen Rat geben oder mich darüber aufklären?

@ Alexa, vielen Dank für deine ausführliche Information. Ich habe mir diesen Beitrag von Harald nochmals durchgelesen. Er verunsichert mich etwas. Vielleicht verstehe ich ihn auch nicht richtig. Ab welchem TSH-Wert kann man denn dann sagen, dass man eine Osteoporose-Risiko hat?

LG Rosmarin

meerblau
Pap. SD-Ca, follikuläre Variante

Antwort auf: Wechsel von L-Thyroxin Henning auf Prothyrid?

| Beitrags-ID: 318012

Hallo Rosmarin,

wenn du sehr empfindlich auf SD-Hormone reagierst, dann würde ich einige Tage die Dosis reduzieren. Denn das T3 wirkt ja sehr schnell und das T4 aus dem Depot ist ja auch noch vorhanden – wenn du nahtlos wechselst.

Genaue Empfehlungen kann dir sicherlich niemand geben.

Deine Werte haben ja noch einigen Spielraum, sodass du den Wechsel recht gut überstehen solltest!

Wenn du merkst, dass Prothyrid dir ÜF-Symptome macht, dann kannst du ja erstmal vorsichtiger dosieren und es dann erneut versuchen.

Nach 6-8 Wochen die Werte kontrollieren lassen und am Tag der Blutentnahme die Tablette nicht vorher nehmen! Wahrscheinlich musst du nach dem Wechsel eher nach den freien Hormonen dosieren und nach dem Wohlbefinden, weil das T3 das TSH stark suprimieren kann.

Warum du allerdings wechseln sollst, wenn es dir mit der Dosierung gut geht, verstehe ich nicht. Die Werte sind doch ganz gut. Und wenn man etwas verbessern wollen würde, dann würde ich es nur mit ein wenig mehr Hormonen (T4) probieren.

Viele Grüße
Esther

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rosmarin
Nutzer*In
Kalter Knoten und Autonomes Adenom.

Antwort auf: Wechsel von L-Thyroxin Henning auf Prothyrid?

| Beitrags-ID: 318013

Hallo Esther,

wie meinst du das wenn ich ÜF-Symptome spüre, mit vorsichtiger dosieren. Ich hätte ja noch die 100-er zu Hause, mit denen könnte ich ein paar Tagen vorher ja anfangen. Und meinst du dann, wenn ich merke das Prothyrid Probleme macht, die dann im Wechsel mit 100µg L-Thyroxin. Oder meinst du, dass ich dann die Prothyrid teilen soll???

Der Wechsel, war die Überlegung, weil es mir erst wieder seit ca. sechs Wochen einigermaßen gut geht. Der Winter war ziemlich mies. Ich hatte nicht mal den Antrieb zum Arzt zu gehen. Arbeit und nach Hause war genug. War mir alles einfach zuviel.

Mein HA hat ja zuerst von einer Dosiserhöhung von L-Thyroxin im Herbst gesprochen. Da ich damit aber in der Einstellungsphase ziemliche Probleme hatte, wenn ich über die 125 µg kam, war sein Vorschlag eben es mal mit Prothyrid zu versuchen. In der Einstellungsphase war von den 100 µg an jede 6,25 µg bis ich bei den 125 µg war ein riesen Theater mit dem Herz-Kreislauf. Und immer war es doch zu wenig. Und als ich dann versuchte etwas über die 125 µg zu gehen hat es gar nicht mehr aufgehört und ich musste zurück.

Danach hab ich ja den Präparate-Wechsel von Hexal zu Hennig gemacht und damit war es den Sommer über und auch jetzt wieder soweit gut. Nur von Mitte Dezember bis Mitte März hatte ich diesen totalen Durchhänger.

LG Rosmarin

meerblau
Pap. SD-Ca, follikuläre Variante

Antwort auf: Wechsel von L-Thyroxin Henning auf Prothyrid?

| Beitrags-ID: 318014

Hallo Rosmarin,

du scheinst ja wirklich empfindlich zu reagerien. Dann würde ich doch eine Weile weniger Hormone nehmen ehe ich mit Prothyrid anfangen würde.

Praktischer wäre es ja mit Thybon. Damit könntest du feiner dosieren (eine Viertel Tablette Thybon 20 hat 5 mcg) und sie sogar später am Tag nehmen, da sie trotz Nahrung gut aufgenommen werden.

Viele Grüße
Esther

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rosmarin
Nutzer*In
Kalter Knoten und Autonomes Adenom.

Antwort auf: Wechsel von L-Thyroxin Henning auf Prothyrid?

| Beitrags-ID: 318015

Hallo Esther,

ja, ich bin ziemlich empfindlich. Der Gedanke ist mir auch schon durch den Kopf gegangen. So wäre es vielleicht nicht ganz so schwierig, weil man es ja eher wieder weglassen kann. Es sind eben Ängste da, weil man ja weiß, wie der Körper eventuell gebeutelt werden kann. Aber unversucht will ich es glaube ich auch nicht lassen. Weil richtig zufrieden bin ich schon seit meiner OP nicht mehr. Obwohl es schon viel schlechtere Zeiten gab als jetzt im Moment. Vielleicht rufe ich meinen HA nochmal an und spreche das mit dem Thybon mal an. Im Moment bin ich noch am abwägen.

Ich danke dir für deine Mühe und die guten Tipps. So wird das ganze verwertbarer für mich.

LG Rosmarin

rosmarin
Nutzer*In
Kalter Knoten und Autonomes Adenom.

Antwort auf: Wechsel von L-Thyroxin Henning auf Prothyrid?

| Beitrags-ID: 318016

Hallo liebe Fories,

nach langer Zeit melde ich mich mal wieder. Hatte viel um die Ohren in der letzten Zeit.

Also, der Wechsel von L-Thyroxin Henning 125 auf Prothyrid 100 ist vollzogen und ich hab auch schon neue Blutwerte. Ich wollte einen kurzen Erfahrungsbericht an euch weitergeben.

Die Umstellung ging ziemlich problemlos. Habe wie empfohlen ca. 4 Tage L-Thyroxin Henning 100 genommen und bin dann auf Prothyrid umgestiegen. Hatte überhaupt keine Probleme mit dem Herzen und erst zum Schluss etwas mit erhöhtem Puls. Es hat sich aber herausgestellt, dass auch ein leichter Eisenmangel vorliegt, der im Moment mit Tabletten behoben wird und ich hoffe, dass dies dann wieder gut wird. Der T3 Anteil in diesem Präparat hat mir die Sonne wieder in mein Leben zurückgebracht. Natürlich ist nicht jeder Tag gleich aber ich habe seither sehr viele gute Tage und bin leistungsfähiger geworden. Alles in allem ist es nochmals besser geworden und nun warte ich mal den Winter ab, wie es sich weiter entwickelt.

Hier noch meine neuen Werte:

TSH basal 1,089 (0,200 – 2.500)
FT3 2,9 (1,9 – 5,0)
FT4 1,0 (0,8 – 2,3)

Vielleicht kann der eine oder andere dazu etwas sagen. Ich dachte immer mit dem T3 wird der TSH supprimiert aber wahrscheinlich lag ich da doch falsch so wie mein TSH im Moment aussieht. Oder ist der doch mit einem Kombipräparat nicht mehr so wichtig?

LG Rosmarin

Schmidt
Gast

Antwort auf: Wechsel von L-Thyroxin Henning auf Prothyrid?

| Beitrags-ID: 410378

Hallo. Ich habe eine Unterfunktion seit Jahren und seit Jahren zu niedriges Gesamteiweiß.  Seit 2017 nehme ich L-thyroxin 1/2 75 . Damit bin ich ich 3 Jahre gut gefahren, doch dann habe ich wieder  ständig  zugenommen,  kann nicht gut schlafen und bin immer müde und mir ist ständig kalt. Dann hat die Hausärztin auf 75 erhöht,  doch die Beschwerden blieben. Seit November bin ich nun vom Endokrinologen umgestellt auf 1/2 Prothyrid.  Problem ist nur ich habe seit dem schon wieder 4 kg zugenommen. Ich habe noch keine neuen Blutwerte, erst Ende Januar….aber mir ist ganz Bange. Kann mir jemand was dazu sagen?

Meine Werte im November

TSH 1,86 mU/l  (0,27-4,2)

Ft3 4,73 pmol/l (3,1-6,8)

Ft4 18,0 pmol/l (12,0-22,0)

Andrea Schmidt

 

Antwort auf: Wechsel von L-Thyroxin Henning auf Prothyrid?

| Beitrags-ID: 410383

Liebe Andrea,

dazu kann niemand was sagen, weil natürlich die Blutwerte abgewartet werden müssen.

Nach einer Dosisänderung muss man 4 bis 8 Wochen warten, bevor man die Blutwerte beurteilen kann.

Die alten Schilddrüsenwerte sind im Referenzbereich, das ist wichtig. Mehr kann man dazu nichts mehr sagen.

Prothyrid ist eine Kombinationspräparat von LT4 und LT3; und gibt es in verschiedenen Dosierungen.

Zur Schilddrüsenhormonsubstitution haben wir eine Broschüre, die auch online zu lesen ist, über das Inhaltsverzeichnis:

Wiki: Mit Schilddrüsenhormonen leben!

Forenthema: 3.2 Schilddrüsenhormoneinstellung und Blutwerte

Viele Grüße

Harald

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