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Antwort auf: Radiojodtherapie (RJT) – Erfahrungsberichte aus den Kliniken

| Beitrags-ID: 261290

Hallo,

Zimmer: 2-Bett-Zimmer im Keller der Klinik mit Dusche, WC, Telefon gegen humane Gebühr, TV und Radio, Fenster in Kopfhöhe, Bücher und Zeitungen zur Auswahl. Handtücher, Waschlappen und Zahnbürsten werden gestellt. Die Verpflegung ist klasse, Auswahlmenüs und man kann die Anzahl und Art der Brötchen usw. selbst zusammenstellen. Es gibt Wasser, Saft und Tee bis zum Abwinken. Zitronensaft und Bonbons zum Lutschen stehen auf dem Zimmer. Duschen geht nur, wenn das Sammelbecken nicht gerade voll ist (meine erste RJT verlief ohne duschen und Haare waschen).

Anreise vormittags, dann Blut- und Urinuntersuchung und kurze ärztliche Untersuchung (Abhorchen und Abtasten), die anderen Untersuchungen wie Sonografie usw. werden vorher ambulant gemacht. Danach Pille schlucken und dann auf dem Zimmer bleiben. Wenn die Putzfrauen kommen (Betten macht man selber), muss man das Zimmer verlassen und bleibt während dieser Zeit mit den anderen Patienten der Station in einem Flur, der auch eine Tür ins Freie hat. Während der Arbeitszeit darf man nicht raus, nur am Wochenende oder abends und dann auch nur ein kleines Stück vor diese eine Tür. Sonstige Aufenthaltsräume gibt es nicht.

Bei der RJT bekommt man am 3. oder 4. Tag (je nach Strahlungsabgabe) ein mildes Abführmittel, am 4. oder 5. Tag wird morgens ein Szintigramm gemacht und wenn die Strahlenwerte stimmen, darf man heim. Bei der RJD wird jeden Tag ein Szinti gemacht.

Insgesamt gesehen ist der Aufenthalt dort nicht unangenehm, das Personal ist unheimlich nett und die Schwestern kommen auch mal zu einem kurzen Pläuschchen (stehen dann aber hinter einer ca. 1,40 m hohen Mauer). Sogar der Prof., Leiter der Nuklearmedizin, kommt regelmäßig zur Visite – auch bei Kassenpatienten.

Nachsorge bei PapCAT2 Nx Mx: 6 Wochen nach RJT Blutkontrolle und Sonografie, 3 Monate nach RJT RJD. Dazwischen wird Thybon gegeben. Nach RJD Einstellung mit L-Thyroxin, nach 6 Wochen und danach alle 3 Monate Blutunters. und Sonografie, Abtasten der Halsregion. Erneute RJD angeblich nur, wenn der Tumormarker ansteigt, Sonografie oder Lymphknotenabtastung Auffälligkeiten zeigen. Meine erste RJT war im April 2002, zum weiteren Verlauf kann ich deshalb noch nichts sagen.

Viele Grüße
Karin