Hatte dazu meine Erfahrungen schon mal am 08.05.03 gepostet, füge einen Teil noch mal hier ein:
…heute fühle ich mich wieder in der Lage, etwas länger zu berichten.
Also mich hat die RJT ziemlich umgehauen, sowohl körperlich als auch psychisch.
Habe die Zeit von Freitag bis Montag alleine in einem geräumigen 3 Bett-Zimmer verbracht, es gab noch ein anderes 2-Bett-Zimmer um die Ecke, daß war mit einer älteren Dame belegt, zu der ich aber kaum Kontakt hatte (wollte ich aber auch nicht).
Habe 3.700 MBq Radiojod erhalten, in der Nacht habe ich dann super geschwitzt, am nächsten morgen war mir total übel, habe mich übergeben und sah wg. der geschwollenen Speicheldrüsen aus wie David Coulthard (von wg. stark ausgeprägte Wangenknochen…
)
Habe dann Tropfen und Tbl. gegen die Übelkeit bekommen, mein Kreislauf war auch ziemlich unten.
Am Sonntag abend ging es soweit wieder, daß ich mir eine Pizza habe bringen lassen, um endlich mal wieder etwas wohlschmeckendes in den Magen zu bekommen, daß Essen war nämlich unter aller S… .
Danach konnte ich den ganzen Laden nicht mehr riechen, es wehte, durch die Belüftungsanlage permanent ein feiner Duft nach Desinfektionsmittel und Toilette durch die Räume und von dem Geruch ist mir nur noch übel geworden.
Zur RJD am Dienstag wurde man dann in das Haupthaus der Klinik gefahren und mußte anschließend, obwohl man wußte, daß man eigentlich nach Hause darf, wieder in den „Bunker“ und es hat über 2 Std. gedauert, bis der Arzt z. Entlassungsgespräch kam.
Das hat mir echt den Rest gegeben…
Ergänzungen dazu:
Aufnahme bis 11.00 Uhr, Kapseleinnahme nach ein paar Voruntersuchungen (Blutentnahme, Arztgespräch) gegen 16.00 Uhr!!!
Erste Strahlungsmessung am Montag vormittag.
Personal insgesamt sehr nett, man bekommt ohne zu Fragen allerdings nur wenig Auskunft von den Ärzten. Als es mir so schlecht ging kam allerdings die Schwester und ein Arzt direkt an mein Bett (und das einen Tag nach Kapseleinnahme).
Duschen konnte man mit einer Duschmarke, die Zeit reichte um sich schnell einzuseifen (inkl. Haare waschen) und wieder abzuduschen. Ansonsten wurde aber ausdrücklich auf sparsamen Wasserverbrauch hingewiesen.
Ich konnte alle meine mitgebrachten Sachen am Entlassungstag mit nach Hause nehmen. Habe die Zahnbürste allerdings dort entsorgt.
Die Bettwäsche ist aus etwas instabilem Zellstoff, man kann aber jederzeit Ersatz bekommen (hab ich dann selber bezogen). Das Essen bekommt man auf Einmalgeschirr serviert, welches man dann selbständig in einem großen Mülleimer entsorgen muß.
Ansonsten liegen die Zimmer ganz schön mit Blick ins Grüne und Besuch kann sich auch an den in ca. 5m Radius gezogenen Zaun stellen…
Habe mir von Rauchern sagen lassen, das das „aus dem Fenster rauchen“ wohl geduldet werden würde, da es ja ansonsten keinen Aufenthaltsraum oder so etwas gibt in der Abteilung.
So, ich glaub das ist nochmal das Wichtigste gewesen.
Insgesamt für mich keine so tolle Erfahrung gewesen… 
Gruß
Elfe