Hallo Tina,
wenn die Krankenkasse nicht einwilligt oder es nicht auf die Reihe kriegt, sollte Deine Ärztin der Krankenkasse morgen mitteilen, dass Du ohne das Medikament in den nächsten Tagen wieder zurück ins Krankenhaus an den Tropf müßtest (auch wenn das hoffentlich nicht ganz so ist). Zwei Tage Krankenhaus kosten schon mehr als das Medikament für 28 Tage. Wenn die Krankenkasse das nicht begreift, sehe ich nur noch die Möglichkeit, mit Öffentlichmachung (Presse, Fernsehen) zu drohen.
Ich finde es auch nicht korrekt von der Ärztin, dass Du Dich an die Klinik wenden sollst. Das halte ich für ihren Job. Dafür ist sie doch Deine Hausärztin. Sie muss alles medizinisch notwendige für Dich veranlassen!
Wegen der Probleme mit off-Label Verschreibung weiß ich für Deine Ärztin einen guten Ansprechpartner bei der Deutschen Endokrinologischen Gesellschaft. Er ist dort zuständig für
Berufspolitische Fragen
Priv.-Doz. Dr. Reinhard Finke
Praxisgemeinschaft an der Kaisereiche
Wilhelm-Hauff-Str. 21
12159 Berlin
Tel.: 030/8595360
Fax: 030/85953611
E-Mail: finke@kaisereiche.de
Und hat eigene Erfahrungen mit off-label Problemen und kann ihr sicher sagen, wie sie damit umgehen muss. Sie kann gerne sagen, das der Hinweis von der InSeNSU kommt. Dr. Finke kennt uns.
Lass Dich nicht unterkriegen! Die können Dich nicht hängenlassen, nur weil ein Sachbearbeiter keine Ahnung oder Deine Ärztin womöglich Angst vor Regressforderungen hat (Das meint sie wahrscheinlich mit “ ihr sind die Hände gebunden“). Regressforderungen stellen die kassenärztlichen Vereinigungen meines Wissens nur, wenn man die medizinische Notwendigkeit einer Verordnung nicht nachweisen kann. Und was ist wohl medizinisch notwendiger als das Forsteo für Dich?
Also keine Panik. Du kannst mich gerne anrufen und auch der Ärztin kannst Du gerne meine Nummer geben. Ich war früher bei der Verbraucher-Zentrale und weiß, wie man seine Rechte als Verbraucher (Patient=Verbraucher von Gesundheitsdienstleistungen) durchsetzt, auch wenn sich irgendwelche „hohen Tiere“ querstellen.
Ausserdem kannst Du Dich auch an die „Unabhängige Patientenberatung“
wenden. In Hannover sind die Freitag telefonisch von 9-12 zu erreichen:
0511 / 70 148-73 oder
0511 / 70 148-29 oder
0511 / 70 148-81
Ich hoffe die haben auch noch Ideen, was akut zu tun ist.
Du bist also nicht allein mit dem Schlamassel.
Viel Grüße und
:console:
Frauke