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InSeNSU
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Basedow, Hypoparathyreoidismus

Antwort auf: Normale Calcium-Werte aber nicht mehr belastbar!

| Beitrags-ID: 296939

Hallo Tina,

zweierlei Probleme:

1. Calciumpräparate benötigen zur Umwandlung in eine im Darm resorbierbare Form Magensäure. Wenn man also Magensäure-Blocker nimmt, blockt man die Calciumverdauung. Wenn Du Brause nicht verträgst, gibt es Filmtabletten (Verla), wenn Du was mit Calciumcitrat statt Calciumcarbonat nimmst (Calcitrat), wird die Verdauung weniger beeinträchtigt, weil statt (entweichender) Kohlensäure gut verwertbare Zitronensäure als Reaktionsprodukt entsteht. Brausetabletten sollten nicht die abführenden Zuckeraustauschstoffe Sorbit, Xylit oder Mannit enthalten. Wenn Zitronensäure mit drin ist, kann schon beim Auflösen in Wasser Calciumcitrat entstehen. – Du solltest Dich also nicht mit einem verkorksten Verdauung abfinden (die schwächt ja auch), sondern versuchen, das für Dich beste Calcium-Präparat herauszufinden.

2. Verkalkungen durch zu viel Calcium entstehen, wenn die Nierenschwelle überschritten wird (Hypercalciurie) in den Nieren. Dabei ist egal, ob das Calcium aus Tabletten oder der Nahrung kommt. Resorbiert wird es ja immer, denn sonst wäre es nicht im Blut. Aber wenn zu viel auf einmal im Blut ankommt (hohe Einzeldosen, zu hohe Gesamtdosis), „läuft die Niere über“, und scheidet eine Teil wieder aus.

Calcium, dass nicht im Darm resorbiert wird, wird über den Stuhlgang völlig ungenutzt wieder ausgeschieden. Es macht also keine Verkalkungen.

Verkalkungen in Augen und Gehirn entstehen durch zu wenig Calcium im Blut und zu hohe Phosphatwerte. Man spricht von paradoxen Verkalkungen, weil sie durch zu wenig Calcium im Blut entstehen. Das Calcium bleibt sozusagen an den falschen Stellen des Körpers „auf der Strecke“, weil zu wenig da ist.

Alles klar?

Alles Gute wünscht Dir
Frauke