Hallo Ihr lieben!
Lang ist es her, dass Ihr von mir gehört habt. Es ist viel passiert in den letzten 2 1/2 Monaten in denen es mir sehr schlecht ging.
Am Ende der Reha am 30.05.07 aus der ich zwar als Arbeitsunfähig aber mit einem Ca.-Wert von 1,62 nach Hause fuhr, war ich Psychisch so fertig, dass meine Hausärztin mich am nächsten Tag in eine Psychiatrische Klinik einweisen musste. Dort pumpte man mich zwar mit Psychopharmaka und Beruhigungsmitteln voll, und erwirkte einen Richterlichen Beschluss aber man tat nichts gegen die Krämpfe. Ich bestand dann darauf nach Hannover verlegt zu werden. Das geschah dann endlich am 13.06.07, das ich in die Psychiatrie in die MHH kam. Bis dahin war ich aber so fertig, dass ich am 16.06.07 dem ganzen ein Ende setzen wollte. Aber ausser 3 Tage Intensivstation hat mir das nichts eingebracht.
Am 19.06.07 legte man mir dann endlich einen ZVK und bgann mit der Calcium-Substitution i.V. Dabei geschah aber ein massiver Fehler durch das Pflegepersonal. Statt 60ml über 24 Std. verabreichte man mir 600ml.
Das ganze machte sich in der Nacht bemerkbar, dass ich ständig zur Toilette musste. Gegen 3 Uhr Nachts musste ich mich jedesmal nach dem aufstehen übergeben. Ich bekam den Kopf nicht mehr hoch, weil der ganze Hinterkopf höllisch schmerzte. Am nächsten Tag gegen Mittag nahm man mir Blut ab und musste feststellen, dass mein Ca.-Wert fast bei 5,0 lag. Die Infusion wurde sofort abgebrochen und ich musste wieder auf die Intensivstation. Dort bekam ich Flüssigkeit ohne Ende um das Calcium wieder raus zu bekommen und die Nieren zu spülen. EKG zeigte auch schon Veränderungen der Herztätigkeit. Musste also noch Kalium ohne Ende einnehmen. Nach 24 Std. konnte ich zwar wieder auf normale Station zurück, aber bis die Kopfschmerzen und die Übelkeit wieder weg waren, verging fast eine Woche. Danach bekam ich dann wieder über einen Perfusor Calcium zugeführt. Ab dem 02.07.07 bekam ich dann das Forsteo und am 11.07.07 wurde der Perfusor abgenommen und die orale Gabe von 4×2 Calcium-Brause angefangen. Leider ging unter dieser Medikation die Werte nie über 2,0. Ich hatte zwar keine Krämpfe mehr, aber das ständige Kribbeln blieb. Ich bat dann darum wieder das Preotact zu nehmen, was dann am 20.07.07 dann auch geschah. Am 22.07. war der Ca.-Wert dann auf 2,22 angestiegen und ist bis jetzt stabil. Man entliess mich dann auf meinen Wunsch hin am 27.07. damit ich noch ein paar Ferientage mit ihnen verbringen kann. Leider musste ich feststellen, dass dies für meine Psychische Verfassung doch noch viel zu früh war. Ich bin einfach noch nicht in der Lage mitdem Alltag um zu gehen. Zu Hause fand ich dann vom 04.07. das zweite Ablehnungsschreiben der Aok. Allerdings arbeitet jetzt ein Anwalt für mich. Dieser hat sowohl eine Begründung von der AoK bis zum 06.08. eingefordert, wie auch die Krankenakte von der Klinik wo ich operiert wurde, ebenfalls bis 06.08.
In dem Schreiben an die AoK hat er Urteile des Bundesgerichtshofes angemerkt in dem die Krankenkasse dazu verpflichtet wurden „off label“ Einsätze zu zahlen. Ich weiß nicht ob ich mich jetzt glücklich schätzen sollte. Ich weiß nur, dass mich das letzte Jahr total verändert hat. Ich bin nicht mehr der Lebensfrohe Mensch, der ich einmal war. Ich muss jede Anstrengung meiden, damit mein Wert nicht wieder so aus den Fugen gerät. Ich bin total unglücklich und weiß nicht wie es nach den 24 Monaten, die ich das Medikament nur benutzen darf, weiter gehen soll.
Tut mir leid, dass mein Beitrag so lang geworden ist, aber ich musste das mal loswerden.
Traurige aber liebe Grüße an Euch alle, Tina!