Hallo Biene,
um welches Calciumpräparat geht es denn? Ist das womöglich eins von denen, die nicht mehr apothekenpflichtig (=nicht verschreibungsfähig) sind? Dann wäre das Verhalten der Ärztin verständlich.
Da der Hypopara bei den meisten Calciumpräparaten leider nicht ausdrücklich im Beipackzettel steht, könnte auch Verdacht auf Off-Label-Verschreibung (macht Ärzten viel Ärger) bestehen. Das wäre aber eine Auslegungssache, die hoffentlich nicht weiter um sich greift.
Bei Calciumcarbonat von Fresenius steht immerhin unter „Anwendung“:
Stör. des Kalkstoffwechsels (z.B. b. Dialysebehandl.
Falls das also das Off-Label-Problem im Raum steht, wäre dies Präparat vorzuschlagen. Das wäre dann nicht Off-Label.
Wir haben ja keinen Calciummangel durch falsche Ernährung oder alterstypische Unterversorgung (wie z.B.Osteoporosepatienten), sondern einen erhöhten Calciumbedarf aufgrund einer Calciumstoffwechselstörung mit hormoneller Ursache. Und bei einem durch Stoffwechselstörungen bedingtem Vitamin- oder Mineralstoffbedarf wird (zum Glück) da juristisch eine andere Bewertung vorgenommen, nämlich zugunsten der Verschreibbarkeit.
– Aber nach einigen telefonischen Diskussionen mit entsprechenden Pharma-Herstellern würde es mich nicht wundern, wenn auch die kassenärztlichen Vereinigungen (denn unter deren Druck stehen die Ärzte) diese Feinheiten nicht durchblicken würden… 👿
Falls weitere Hilfestellung erforderlich wäre, wäre ich auch bereit, selbst mit der Ärztin oder der zuständigen KV zu telefonieren. Leider kann ich aber (aus Erfahrung
) nicht garantieren (trotz meines Erachtens sehr diplomatischem vorsichtigen Formulieren), dass nach so einem Telefonat die Atmosphäre im Arztgespräch besser wird…
Hoffentlich kriegst Du „die Kuh vom Eis“.
Viele Grüße
Frauke