Hallo,
keine Angst, so schlimm ist es nicht – es ist nicht toll, aber da haben wir alle schon schon schlimmere und noch unangenehmere Untersuchungen mitgemacht. Ich hatte inzwischen schon zweimal das Glück. Ich hatte die erste mit F18 -FDG-Kontrastmittel und die andere mit Ga 68 Dota-Tate.
Bei mir war es auch ähnlich wie bei Xlsax. Zuerst füllt man die obligatorischen Fragebögen aus, dann gibt es ein kurzes Gespräch mit dem Arzt. Danach wird einem das radioaktive Kontrastmittel über eine Vene gespritzt. Wenn Du einigermaßen gute Venen hast ist das kein Problem (das ist z. B. bei mir immer das größte Problem an solchen Untersuchungen). Von dem Mittel habe ich keine Veränderungen gemerkt. Dann kommt man in einen separaten Ruheraum (weil man ja kurzfristig radioaktiv „verseucht“ ist) und muss auch z.B. eine Extratoilette benutzen. Während der 30 Min Wartezeit muss man ungefähr einen 1/2 L spezielle Flüssigkeit trinken. Die schmeckt nun wirklich nicht doll und ist auch etwas zähflüssig. Hilft aber alles nix, Du willst ja tolle Bilder bekommen und so eine Kostenübernahme für die Pet-CT bekommt man ja auch nicht alle Tage.
Danach geht es dann zur eigentlichen Aufnahme in den superkalten Raum ( wie schon gesagt, versuche Dich so zu kleiden, dass Du den Pulli anbehalten darfst). Dort wirst Du auf so eine Trage geschnallt, d.h. Kopf und Arme werden fixiert und die Beine auch. Dann geht es ab in die Röhre. Dort hat mich am meisten genervt, dass es so kalt ist und die Maschine „klopft“ sehr laut. Je nachdem wieviel untersucht wird, dauert es zwischen 15 und 30 Minuten. Ich hatte die Untersuchungen immer vom obersten Kopfzipfel bis Genitalbereich. Da dauert es ca 30 Minuten, wobei man zwischendurch kurz aufstehen muss, da für die zweite Hälfte eine andere Trage gebraucht wird. Während der Untersuchung kommt es dann zu diesem Heissgefühl. Xlsax hat es mit der Beschreibung schon sehr gut getroffen. Das dauert zwar nur ein paar Sekunden (weniger als 10) und wandert von oben nach unten im Körper aber man hat kurzfristig das Gefühl man ist nicht mehr Herr über seinen Körper.
Danach musste ich dann wieder im „Separee“ warten bis der Arzt mir seine ersten Erkenntnisse mitgeteilt hat. Anschließend kannst Du ganz normal nach Hause gehen, Du sollst Dich nur bis zum nächsten Tag von Kindern und Schwangeren fernhalten (wg. der Radioaktivität).
Versuch es positiv zu sehen. Sei froh, dass Du so eine Untersuchung machen darfst, da sind die Krankenkassen nämlich nicht sehr großzügig mit. Und die Bilder sind noch klarer als bei der normalen CT oder MRT.
Ach noch was:
beim ersten Mal habe ich fast einen Herzinfarkt bekommen, als ich die Bilder sah. Durch die Kontrastmittel werden bestimmte Bereiche farblich hervorgehoben, die einen erhöhten Stoffwechsel haben. Das sind z.B. die Tumore bzw. Metastasen. Also habe ich mir vorher gewünscht, das nichts leuchtet. Und dann zeigt er mir die Bilder und überall hat was aufgeblinkt. Ich dachte echt, gleich bist du tot. Aber keine Panik, es gibt z.B. im Kopfbereich viele Stellen, die sehr aktiv sind, was aber völlig normal ist. Der Arzt kann sehr gut zwischen den „normalen“ Bereichen und den echten „bösen“ unterscheiden. Mach Dich also nicht verrückt wenn irgendwo was leuchtet.
Ich wünsche Dir viel Erfolg :dancing: für Deine Untersuchung, falls Du noch Fragen hast melde Dich ruhig.
Dudy