Hallo Harald,
ich will bestimmt nicht streiten, und du hast natürlich total Recht – es liegt nicht beim Patienten, den Arzt „zu überzeugen“ !!!
Aber, wie du ja auch sagst: die Aufklärungspflicht (und zwar „rechtzeitig“, damit der Patient wirklich die Wahl hat) wird immer und immer wieder verletzt …
Natürlich sollte nicht jeder einzelne Patient gesondert mit diversen Artikeln, Leitlinien und Studien unterm Arm zu seinem Arzt marschieren und „verhandeln“, das ist wirklich nicht seine Rolle – „überzeugen“ müssen eher die internationalen Spezialisten ihre Kollegen in den einzelnen Ländern, damit diese die Leitlinien einhalten, und zwar nicht nur, weil etwas dort steht, sondern wirklich aus Überzeugung … – und ebenfalls beitragen können natürlich auch wir als Verein!
Aber WENN – wie es oft geschieht – ein einzelner Patient damit konfrontiert wird, dass sein Arzt ihn in die Unterfunktion schicken will, ohne einen wirklich „triftigen“ Grund dafür vorbringen zu können … dann kann die Tatsache, dem Arzt (dank den Informationen des Forums) konkrete Argumente, untermalt durch Leitlinien, Studien usw, entgegenhalten zu können, in Einzelfällen sicher nützlich sein und die Unterfunktion ersparen … und nur das wollte ich sagen, und nur deshalb war ich gestern so positiv überrascht, in der Presse eine Studie zu finden über ein Problem, das „wir Patienten“ aus eigener Erfahrung schon seit vielen Jahren kennen!
Liebe Grüße!
Beate
Mitglied im Forum seit 1999. Gründerin des französischen Schwester-Forums und -Vereins "Vivre sans Thyroïde" (seit 2000): www.forum-thyroide.net