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Antwort auf: einseitige Stimmbandlähmung nach Schilddrüsen OP

| Beitrags-ID: 376603

Hallo,

meine Stimmbandlähmung ist mittlerweile sicher permanent. nach Einschätzung verschiedener HNO-ärzte besteht innerhlab der ersten 2 Jahre noch eine gewisse mit der Zeit abnehmende Wahrscheinlichkeit einer Erholung eines geschädigten N. recurrens. Danach ist mit einer Erholung praktisch nicht mehr zu rechnen.

Intensive Logopädie (50 Stunden) hat mir am Anfang den größten Vorteil gebracht und von einer praktisch nicht mher vorhendenen Stimme zum fast kompltten Glottisschluss verholfen. Erreichbare Lautstärke und Dauerbelastbarkeit waren und sind jedoch duetlich eingeschränkt. Kommunikation unter „normalen“ Gesprächsbedingungen bei nicht erhöhter Umgebungslautstärke war gut möglich. Anfangs kamen noch öfter Stimmritzenkrämpfe hinzu, die zur akuter Atemnot führten und z.B durch Rauch, Kältereize forcierte Atmung provoziert wurden. Die haben sich im großen und ganzen gelegt und können nur noch durch extreme Belastung provoziert werden.

Im Laufe der Zeit ist die Stimmlippe auf der gelähmten Seite immer mehr atrophiert, hat an Volumen verloren, wodurch der Glottisschluss wieder schlechter wurde, Verständigung ist nach wie vor gut möglich aber anstrengender, besonders bei längerer Belastung. Wieder aufgenommene Logopädie konnte das vorübergehend aber nicht dauerhaft bessern. Ich erwäge nun auch eine Augmentation mit Hyaluronsäure. Von Silikon oder einer Thyroplastik möchte ich weiterhin Abstand nehmen.

Viele Grüße
Karl

Ich muß mit der Gewohnheit brechen, ehe sie mich gebrochen hat.
G.C.Lichtenberg

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