Ich habe die Jahre 2017/18 miterlebt, wir Merck in Frankreich die Patienten als Versuchskaninchen missbraucht hat. Es war ein Desaster, das ja juristisch noch immer nicht geklärt ist.
Nun bekam Merck vom BfarM letztes Jahr grünes Licht für die Einführung der neuen Rezeptur in weiteren 21 europäischen Ländern. Ein Skandal-wo ja noch immer nicht klar ist, warum es zu so vielen Nebenwirkungen kam. Zudem besteht keine Bioäquivalenz, obwohl Merck das immer behauptet hatte.
Egal, Big-Pharma hat immer Recht und setzt sich durch. Es geht ja um viel Geld, und das zählt.
Mir war es aber wichtig, dass bei Einführung der neuen Rezeptur in Deutschland ( April 2019) die Patienten darüber in der Apotheke aufgeklärt werden. Durch Infozettel, durch persönliche Gespräche usw… und auf notwendige Laborkontrollen hingewiesen werden.
Ich habe deswegen , so gut es ging, dies auch beobachtet. Es scheint, dass dies Anfang April und Mai 2019 auch der Fall war. Doch danach schien es keine Info von Seiten der Apotheker mehr zu geben. Wenn also ein Patient im Monat April 2019 noch 1 Schachtel an Vorrat hatte, dann wird er beim Kauf der neuen Schachtel keine explizite Info mehr bekommen.
Nun sprach ich neulich mit einer Bekannten, die sich beim Arzt ein Rezept über Euthyrox holte, und in der Apotheke einlöste. Die neue Rezeptur, was sie nicht wusste. Beim Arzt hatte man ihr nichts gesagt. Ihr fiel nur auf, dass die Packung anders aussah. Ihr wurde nichts dazu gesagt, sie bekam keine Info und auch keine Aufforderung, nach 5 bis 6 Wochen Laborkontrollen machen zu lassen.
Die Patientin hat übrigens Multiple Sklerose. Ist also eine Risikopatientin.
Dies nur zum Thema: Einführung des neuen Euthyrox in Deutschland. Wo bleibt hier der Patient?
Hauptsache, Big-Pharma kann Kohle machen.