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InSeNSU
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Basedow, Hypoparathyreoidismus

Antwort auf: Kliniksuche Hypoparathyreoidismus

| Beitrags-ID: 403628

Hallo Andreas,

immer mit der Ruhe! Wenn die Ärzte jetzt den Calciumspiegel reduzieren wollen, kann das durchaus seine Richtigkeit haben. Wurde die Umstellung von A.T.10 auf Calcitriol nach diesen Richtlinien vorgenommen?:

https://www.endokrinologie.net/files/download/hypoparathyreoidismus-umstellung-vit-d_aerztinnen-aerzte.pdf

und

https://www.endokrinologie.net/files/download/hypoparathyreoidismus-umstellung-vit-d_betroffene.pdf

Wenn ohne Pause umgestellt wurde, dürfte jetzt eine Hypercalciämie bestehen, also zu viel Calcium im Blut, das in der Tat erstmal wieder abgesenkt werden muss!

Auch für die Zeit nach der Klinik braucht es keinen Endokrinologen, sondern lediglich einen Hausarzt (gerne Internist), der bereit ist, sich entsprechend zu belesen und mit engmaschiger (mindestens wöchentlicher) Calciumkontrolle den Umstellungsprozess zu begleiten, bis die neue Einstellung stabil ist. Das Calcium muss im unteren Normbereich sein, Phosphat im Normbereich und Calcium im 24-Stunden-Urin ebenfalls im Normbereich.

Allgemeine Behandlungsempfehlungen findet der Arzt hier:

https://hypopara.de/cms/wp-content/uploads/2021/09/BehandlungsempfHypopara-20210615-Online.pdf

Auf hypopara.de findest du auch weitere Informationen für Patienten, die hier beim Verein kostenlos bestellt werden können.

Falls ihr keinen Allgemeinmediziner findet, der sich zu dieser zugegeben etwas anspruchsvollen Aufgabe bereit findet, bittet den Hausarzt um Überweisung zu einem Nephrologen mit Dialyse-Praxis. Diese Ärzte haben nicht nur mehr Labor-Kapazitäten, sondern in der Regel auch Ahnung von den Nebenschilddrüsen und möglichen Elektrolyt-Störungen in diesem Zusammenhang. Vielleicht könnte da einer bei der Neueinstellung helfen, der nicht so lange Termin-Wartezeiten hat.

Falls der Hausarzt ohne Pause das Präparat umgestellt hat, sollte man ihm umgehend die o.a. Empfehlungen ausdrucken und bei größeren Differenzen könnte man evtl. auch ein Kunstfehler-Klage mit Unterstützung einer Patientenberatungsstelle in Erwägung ziehen.

Falls es akute Probleme mit offenkundig falscher ärztlicher Versorgung gäbe, wäre ich bereit, telefonische Unterstützung zu geben. Dafür benötige ich neben dem vollständigen Namen und einer Telefonnummer (bitte diese an fsiegersinsensu(at)t-online.de mailen!) zusätzlich eine Schweigepflicht-Entbindung für den betroffenen Arzt vom Patienten, falls der betroffene Arzt zu einem Telefonat mit mir bereit ist.

Mit unseren umfangreichen Infomaterialien sollte es aber in der Regel möglich sein, schnell die richtige ärztliche Behandlung zu erwirken, denn die Infos sind mit Unterstützung der Dt. Ges. für Endokrinologie erstellt.

Alles Gute wünscht

Frauke

 

 

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  • Diese Antwort wurde geändert vor 1 Monat, 4 Wochen von InSeNSU.