Liebe Michaela,
ich habe 2023 im ECE Patientenforum einen Vortrag darüber gehalten, wie man die Hypopara-Behandlung adaptieren kann. Den Vortrag gibt es leider nur auf Englisch:
ESE Hypoparathyroidism Patient Forum 2023 | ESE (ese-hormones.org)
Meinen Vortrag findest Du in Session 1 (zusammen mit einem Vortrag von Professor Siggelkow, der wirklich sehr gut ist).
Zucker ist ein großer „Calcium-Räuber“, zudem übersäuert der Körper leicht, wenn Du dich nicht nur suboptimal ernährst, sondern auch noch ordentlich Zucker (und/oder Alkohol) konsumierst. Da geht es auch Menschen ohne Hypopara leicht so, dass sie sich vor Muskelbrennen schwer bewegen können.
Auch klar ist, dass bei einem derart hohen TSH Deine behandelnden Ärzte die Ursache zunächst in einer Schilddrüsen-Unterfunktion suchen.
Vielleicht magst Du Deinen Arzt/Deine Ärztin nach einem anderen Schilddrüsen-Präparat fragen. Ich kam mit L-Thyroxin Henning und Hexal überhaupt nicht zurecht und nehme jetzt L-Thyroxin Aristo. Obwohl ich alle drei Präparate in derselben Dosierung genommen habe, gab es große Unterschiede in der Verträglichkeit.
Ich würde Dir auch ans Herz legen wollen, nicht so viel Calcium in einer Dosis zu nehmen. Das kann der Körper nämlich gar nicht aufnehmen. In der Regel sind 400 bis 600 mg Dosen für den Körper leichter verwertbar.
Suche Dir eine „Baustelle“ mit der Du anfängst, halte die ein bis zwei Wochen durch und nimm‘ die anderen dann dazu. Dann geht es Dir bestimmt bald besser.
Viel Erfolg & liebe Grüße
Simone