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InSeNSU
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Basedow, Hypoparathyreoidismus

Antwort auf: Änderung Medikamenteneinnahme – Calcitriol – Calcium?

| Beitrags-ID: 481265

Hallo Edda,

das Calcium, dessen Aufnahme das Calcitriol ja nur fördert, muss irgendwo herkommen! Die Dt. Ges. für Ernährung empfiehlt in der Nahrung 1000 mg/Tag. Ob man das erreicht, kann man nur per Ernährungstagebuch herausfinden.

Wenn man ohne Tabletten mit der Nahrung nur wenig Calcium zuführt, braucht man entsprechend mehr Calcitriol, um aus dieser geringen Menge noch genug ins Blut zu bekommen. Milchprodukte sind oft Calcium-reich, enthalten aber oft auch viel Phosphat. Wer also als Hypopara-Patient ohne Calciumtabletten nur mit Calcitriol alle Werte im guten Bereich halten will, muss sehr auf seine Ernährung achten.

Details hier:

https://hypopara.de/cms/wp-content/uploads/2022/04/Ernaehrungsbroschuere_Hypopara_201906.pdf

Hat sich vor der Veränderung deines Befindens noch irgendwas verändert, also Medikamente, Ernährung, Nahrungsergänzungsmittel, andere Erkrankungen, Hormonlage,…?

Bei Frauen spielt wegen der Rolle von Östrogen im Knochenstoffwechsel die Hormonsituation eine wesentliche Rolle. Die Einnahme von Cortison oder Diuretika kann ebenfalls erheblichen Einfluss auf den Calciumstoffwechsel haben. Ein Vitamin B12-Mangel kann dem Calciummangel ähnliche Gefühlsstörungen bewirken.

Gut dass du einen kompetenten Nephrologen zur Seite hast. Nierenschäden sind als Langzeitfolge beim Hypopara ja leider nicht selten. Wurde mal über eine mögliche Umstellung auf PTH zum Spritzen (Yorvipath) gesprochen?

Ich hoffe du findest bald wieder eine gute Balance.

Viele Grüße

Frauke

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