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Zwei Jahre diffuse Schmerzen nach Schilddrüsenentfernung

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NinjaOffline
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BeitragZwei Jahre diffuse Schmerzen nach Schilddrüsenentfernung

 
Verfasst am: 11. März 2014, 23:21
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Hallo zusammen,
Ich schreibe heute diesen Beitrag in der Hoffnung vielleicht anderen einen ähnlichen Leidensweg zu ersparen. Ich bin 30 und vor zwei Jahren wurde Haschimonto und ein Knoten in meiner Schilddrüse diagnostiziert. Es kam zur OP, bei der die Schilddrüse komplett entfernt wurde. Einige Tage später die erschütternde Nachricht, Schilddrüsenkrebs, der beim Schnellschnitt während der OP noch nicht diagnostiziert wurde. Es folgte eine zweite OP nach 5 Tagen und 21 lymphknoten wurden enfernt. Für das, was im Folgenden geschildert wird ist es wichtig, dass die OP minimalinvasiv durchgeführt wurde, also ich habe nur einen kleinen Schnitt, die Haut wurde im Brustbereich hochgezogen um darunter endoskopisch operieren zu können.
OP ist gut verlaufen, anschließend folgten noch zwei Radiojodtherapien. Das Problem war nur, dass ich auch nachdem die Wunde verheilt war IMMER schmerzen hatte. Es waren diffuse Schmerzen, besonders im Brustbereich und oberen Magenbereich. Nun begann die Tortur eine Reise von Gastrointerologen (lasst euch gesagt sein eine Magenspiegelung einige Wochen nach einer Schilddrüsenenfernung ist kein Vergnügen), Neurologen, Onkologen, Schmerzspezialisten und mehreren Hausärzten. Wir gelangten immer wieder zu dem Punkt "sie bilden sich das nur ein". Aber ich dachte immer NEIN, ich bilde mir das nicht ein. Ich schlafe seelenruhig und wache auf, weil ich Schmerzen habe, weil ich das Gefühl habe gewürgt zu werden. Immer wenn ich liege ist es besonders schlimm. Hier bin ich also, 30, sitze seit zwei Jahren zu Hause, weil ich mich aufgrund der Schmerzen für meinen Beruf nicht genug konzentrieren kann. Meine Partnerschaft leidet, ich bin schon ausgewandert in ein Zweitbett, weil meine Frau seit zwei Jahren nicht mehr durchschlafen kann, weil ich Nachts nur auf vier Stunden Schlaf komme. Mir wurden ettliche Antidepressiva sogar Beteubungsmittel verschrieben um mir zu helfen. Teilweise habe ich diese Medikamente genommen und noch stärkere Nebenwirkungen zu spüren bekommen.
Dieser ganze Weg der zwei Jahre mit allen Details und zusätzlichen Erkrankungen aufgrund des durch die Radiojodtherapie geschwächten Immunsystems würde hier jetzt den Rahmen sprengen. Daher jetzt das wichtigste. Ich habe die Lösung meiner Probleme gefunden und das ganz ohne Medikamente. Eine großartige Physiotherapeutin war meine Rettung. Mit der sogenannten Faszientherapie arbeitet Sie sich sorgsam durch meine komplett verklebten Faszien im Halsbereich, die bis in den oberen Bauchbereich ausstrahlen. Bereits nach der ersten Therapie war ich einen ganzen Tag schmerzfrei und nach der vierten fast komplett. Jetzt arbeiten wir natürlich parallel noch am Muskelaufbau um zukünftig fit zu bleiben. Sicherlich ist dies nicht die Lösung für jeden, doch die Faszientherapie ist recht neu und keiner meiner Hausärzte und der oben aufgeführten Spezialisten kam auf diese Idee. Daher hoffe ich, vielleicht auch nur einem dort draußen weiterzuhelfen um diese Tortur zu ersparen.
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Harald(Bundesgeschäftsführer
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 (p131746)
Verfasst am: 12. März 2014, 15:22
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Hallo Ninja,

willkommen im Forum und danke für deinen Erfahrungsbericht.

Bin am Überlegen wie wir deine Erfahrung am besten zuordnen und verlinken.

Ich schiebe deinen Beitrag auf jeden fall ins Forum:
Link innerhalb des ForumsSD-OP Link innerhalb des ForumsNebenwirkungen

Viele Grüße
Harald

_________________
Link innerhalb des ForumsSymposium und Fest zu 20 Jahre Selbsthilfe - www.sd-krebs.de - Berlin, 26.10.2019
Die Veranstaltung ist kostenfrei.
Eine verbindlichen Online-Anmeldung ist notwendig bis 30.09.2019.
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NinjaOffline
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 (p131755)
Verfasst am: 12. März 2014, 21:46
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Hallo, danke. Wie gesagt, wenn sich jemand für Details interessiert, einfach fragen. Mir ist aufgefallen, dass ich vielleicht die diffusen Symptome für andere nochmal auflisten sollte. Folgende waren nicht alle gleichzeitig, aber im Lauf der Zeit:
Würgegefühl
Teilweise Schluckbeschwerden
Reflux
Schmerzen im Oberbauch
Nackenschmerzen
Sehprobleme ( sehe Punkte )
Kopfschmerzen
Erstickungsgefühl besonders beim schlafen
Alle Symptome wurden Schulmedizinisch abgeklärt, ohne richtigen Befund.
Was auch nochmal gesagt werden sollte sind die Nebenwirkungen der Radiojodtherapie, vorher war ich immer gesund. Nach der Therapie hatte ich das Vergnügen pfeifrisches Drüsenfieber, fünf so schlimme Ohrenentzündungen die stationär im Krankenhaus endeten und mein Highlight mit 30 eine fette Prostataentzündung. Die Auswirkungen auf die Schleimhäute sind besonders bei jüngeren Leuten nicht zu unterschätzen und auf dieses Risiko wurden wir vorher nicht aufmerksam gemacht, daher unter Punkt XI die Nebenwirkungen
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NinjaOffline
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 (p131756)
Verfasst am: 12. März 2014, 21:46
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Der Link wollte nicht http://www.nuklearmedizin.de/leistungen/leitlinien/html/rit_dif_schild_v3.php?navId=53
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HüsiOffline
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BeitragFaszientherapie

 (p132130)
Verfasst am: 25. März 2014, 20:37
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Habe vor kurzem dieses Buch gelesen

"Das Geheimnis einer mühelos aufrechten Körperhaltung: Rundrücken adé, Rückenschmerzen passé"

-> Sonst wüsste ich gar nichts von Faszientherapien...

Hatte seit meiner Jugend starke Verspannungen im Schulter-, Nackenbereich, dachte immer dies ist auf Fehlhaltungen zurückzuführen, habe Kampfsport, Krafttraining (mit Gewichten), Krafttraining ohne Gewichte, gemacht.
Die Verspannungen waren aber nie schmerzhaft obwohl Stein-hart...
Nach Jahren Büroarbeit haben diese Verspannungen aber zu schmerzen begonnen, deshalb -> Physiotherapien, Massagen, Strom, Moor, Medikamente, Spritzen usw. Akupunktur (hilft mir gegen die Schmerzen aber nicht gegen die Verspannungen) -> alles nicht wirklich geholfen (seit Jaahhhren).

Bin niemals auf die Idee gekommen es könnte an meiner Morbus Hodgkin Erkrankung welche ich vor ca. 20 Jahren (mit 12 Jahren) hatte liegen.
Hatte 3 Lymphknoten-Entfernungen (im Halsbereich) 2x Chemoblock und dann Bestrahlungen (im Brust und Rückenbereich -> der Hauptkrebs war zwischen Herz und Lunge). Meine Therapie hat super gewirkt! Nach einem halben Jahr musste ich nur noch zur Kontrolle

Nun habe ich aber auch einen Fernsehbeitrag über eine Morbus Hodgkin Patientin gesehen, welche auch über massive Verspannungen klagt und sagt sie könne den Operierten-Bereich nun wieder besser wahrnehmen und die Verspannungen lösen sich durch diese Therapie.

Gibt es hier wirklich einen Zusammenhang -> Operation, Strahlentherapie = Faszienverklebung...? werde versuchen einen geeigneten Therapeuten in Wien zu finden, da dieses Thema noch relativ jung ist.
Vielleicht habe ich endlich gefunden was mir helfen kann, sonst werde ich bald gar nichts mehr machen können...
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NinjaOffline
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Beitrag

 (p132131)
Verfasst am: 25. März 2014, 20:50
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Ich drück dir die Daumen, dass er dir helfen kann!
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