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FAQ: Erfahrungsberichte von Schilddrüsenoperationen

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Harald(Bundesgeschäftsführer
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Beiträge: 14363
fol. SD-CA 97 (oxyphil)
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BeitragFAQ: Erfahrungsberichte von Schilddrüsenoperationen

 
Verfasst am: 09. Apr 2005, 13:32
Antworten mit Zitat

FAQ: Erfahrungsberichte von Schilddrüsenoperationen

Hallo,

es liegt in der Natur der Dinge, dass Probleme bei/nach einer Schilddrüsenoperation viel eher hier im Selbsthilfe-Forum zur Sprache kommen.
Schilddrüsenoperationen gehören jedoch zu den häufig durchgeführten Operationen in Deutschland. Probleme mit den Stimmbändern hinterher haben lediglich weniger als 1%.
Solche Zahlen allein können jedoch meist die Angst vor einer Operation nicht nehmen, muss man sich doch während der Operation, ganz auf das Können eines Anderen verlassen und hat keine Kontrolle mehr darüber.
Es ist daher höchst erfreulich, dass Forums-Mitglieder sich auch die Zeit genommen haben, von ihren positiven Erfahrungen zu berichten, um anderen etwas die Angst zu nehmen.
Hier die Liste von Erfahrungsberichten, die laufend ergänzt wird:

Viele Grüße
Harald

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Zuletzt bearbeitet von Harald am 15. Apr 2007, 01:05, insgesamt einmal bearbeitet
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PazitaOffline
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Anmeldung: 13.10.06
Beiträge: 12
SD-CA/OP
Berlin
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50+
Beitrag:

BeitragNochmal gut gegangen!

 (p36166)
Verfasst am: 04. Nov 2006, 16:47
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Ende September Schockdiagnose: follikuläre Neoplasie....kann also Krebs sein. Also war eine OP angesagt.

Innerhalb von 14 Tagen konnte ich dank meiner engagierten Nuklearmdizinerin einen OP-Termin bekommen.... Am Sonntag, den 9. Oktober bin ich kurz vor der Tagesschau in die Charité in Berlin aufgenommen worden.

Alle Aufnahmeuntersuchungen inkl. Arztgespräch fanden schon am Freitag davor statt. er Arzt hat mir genau erklärt, dass die ganze SD entfernt werden muss und dass sie schon während der OP durch den sogenannten "Schnellschnitt" wüßten, ob bei mir ein Karzinom vorläge. Da war ich noch einigermaßen gefasst.

Am Sonntag abend allerdings hatte ich solche Angst vor der OP, dass meine Stimmbänder beschädigt werden, dass ich Krebs haben würde, usw.,usw., dass ich mehrfach mitten im Satz in Tränen ausbrach. Nie werde ich die nette Nachtschwester vergessen, die mich in den Arm nahm und mir den Kopf streichelte!

Dank der Schlaftablette habe ich dann doch ziemlich gut geschlafen. Montag Morgen war ich um 7.30 "dran". Thrombosestrümfe anziehen (sexy!) - durch die Flure geschoben - schon leicht bedeppert dank der Beruhigungsspritze - umbetten im OP-Vorraum auf den harten kalten OP-Tisch und dann wird es dunkel in meiner Erinnerung ... gegen 14.00 bin ich im Aufwachraum - na, was wohl? - aufgewacht. Das erste Gefühl war ein schlimmer Muskelschmerz im rechten Arm (!). Und ich sah zunächst alles doppelt. Nachdem sofort geprüft wurde, ob ich sprechen kann (war alles ok) , wurde ich dann in mein Zimmer zurückgefahren. Netterweise hat das Pflegepersonal sofort bei meiner Mutter angerufen - hätte ich in einem solchen Mammutkhs. wie der Charité nicht vermutet.

In der ersten Nacht ging der eine kleine Drainagebeutel an meiner Wunde ab und verteilte die Flüssigkeit in meinem Bett. Die Schwestern haben sofort alle Flecken beseitigt. Ich konnte dann allerdings vor lauter Angst, dass noch etwas platzt, reißt oder irgendwie "aufgeht", nicht wirklich gut schlafen.

Ich habe allerdings schon am Tag der OP aufstehen können und wurde schließlich nach 2 Tagen (!!!) nach Hause entlassen. Dr. Rückert, Oberarzt an der Charité hat eine wundervolle Narbe genäht, sodass ich heute, fast vier Wochen nach der OP schon ohne Halstuch durch die Gegend laufe.

Außer ziemlichen Nackenschmerzen und Wundschmerzen direkt an der Narbe in der ersten Woche verlief der Eingriff erstaunlich schmerzfrei.

Danke an Ärzte und Pflegepersonal der Charité in Berlin!

Achja, die Untersuchung der SD hat tatsächlich ergeben, dass ich ein verkapeltes Karzinom hatte. Schon komisch, die Nachricht zu erhalten, dass man bis gestern Krebs hatte.... Zur Sicherheit gehe ich noch zur RJT Ende November - aber jetzt habe ich keine Angst mehr. Wie sagte mein Arzt? statistisch gesehen sei meine Lebenserwartung nach der OP wieder genau so hoch wie vor der Entdeckung des Karzinoms....irgendwie tröstlich, oder?

Die Moral von der Geschicht:

1. Nicht lange im Ungewissen bleiben und grübeln - Handelt!
2. Es lebe die freie Arztwahl! - ich habe mich voll auf Hausarzt, Nuklearmedizinerin und Operateur verlassen können - wenn das nicht gegeben ist, würde ich sofort den Arzt wechseln!

Ich wünsche allen eine ähnlich komplikationslose OP!

Viele Grüße von Pazita Razz
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gast
Beitrag:

BeitragSD-OP in der Uniklinik Düsseldorf gut gelaufen

 (p38606)
Verfasst am: 21. Dez 2006, 12:44
Antworten mit Zitat

Mo Tag vor der OP
der Kampf gegen ein Vier-Bett-Zimmer dauert ca. 2 Std. (hätte ich mal vorher darüber nachgedacht)

Di Tag der OP
Hatte ich eine Angst, aber Vollnarkose hilft ... die Tabletten davor, für die "Scheiß-egal-Stimmung" leider nicht ...

Knapp 3 Stunden haben sie an mir rum geschnitten, dann war die komplette Schilddrüse draußen ...

Mi Tag 1 nach der OP
Ich war steif, als hätte ich einen Besenstiel verschluckt ... (aus Angst vor jeder Bewegung ... es könnte ja irgendwie weh tun) Aber die Schwestern lassen mich alles selbst machen: ich sei ja nicht krank ...

Do Tag 2 nach der OP
Schock bei der morgendlichen Visite: der endgültige Befund des entnommenen Gewebes ist noch nicht da (kann 1 Woche dauern) und der einfühlsame Arzt sagt, dass es möglich ist, dass je nach Ergebnis sofort wieder operiert werden muss ...

richtig ist, dass prozentual selten Gewebe tumorartig sein kann und dann eine Radio-Jod-Therapie folgt, in noch selteneren Fällen könnte der Tumor bis in die Lymphdrüsen vorgedrungen sein und hier würde dann eine weitere OP erforderlich sein ... ah so

schock 2: die stimme ist eher nur andeutungsweise da > so wie heiser ...
HNO-Untersuchung ergibt: Stimmband rechts ohne Funktion > von der OP beleidigt > kann bis zu einem Jahr oder für immer so bleiben (wird aber bestimmt besser)

Freude: ich kann aus dem Krankenhaus, aber in Deutschland kann man schon mal 2,5 Std. auf seine Entlassungspapiere warten ... endlich wieder daheim ...

Fr Tag 3 nach der OP
Zu Hause ist es doch verdammt schön - so im Kreise der Lieben ...
Die Stimme schwankt im Tagesverlauf - dass macht Hoffnung

Sa Tag 4 nach der OP
Verbandswechsel beim Hausarzt - erster näherer Blick auf die Wunde:
Ca. 6-7 cm Schnitt, ganz schön groß, aber zum Glück sind genug Speckfalten da - der Chirurg sagte, dass er den Schnitt genau in eine Falte gelegt hat ...

So Tag 5 nach der OP
Mir geht es sehr gut, die Stimme könnte besser sein ... immer noch wie heiser - aber hier und kommt sie wieder durch ...

Mo Tag 6 nach der OP
der Befund ist zum Glück negativ, aber jeder glaubt, dass der andere den Patienten informiert ... Stimme immer noch nicht wieder da ...

Di Tag 7 nach der OP
Chirurg informiert mich über Befund > große Freude ... körperlich geht es mir prima ... kaum noch Bewegungseinschränkungen

Mi Tag 8 nach der OP
erste vereinzelte Besserungen in der Stimme

Do Tag 9 nach der OP
die Stimme scheint sich zunehmend zu bessern

Herzlichen Dank an PD Dr. Eisenberger - ein sehr einfühlsamer Arzt - und allen ein frohes Fest und alles Gute für 2007 - vor allem Gesundheit ...
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Beate(Mitglieder-Beirat)Offline
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Anmeldung: 14.03.00
Beiträge: 1647
SD-CA 2000 (pap. + f...
Frankreich
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Beitrag:

Beitrag

 (p48532)
Verfasst am: 05. Aug 2007, 20:52
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Link zum Link innerhalb des ForumsPositiven OP-Bericht aus Düsseldorf von Andrea-Viktoria, April 2007

Und hier der Link innerhalb des ForumsBericht eines Frischoperierten aus Halle (durch Dr Dralle), Juli 2007
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SchnugiOffline
Anmeldung: 05.06.08
Beiträge: 8
Beitrag:

Beitrag

 (p60299)
Verfasst am: 05. Jun 2008, 13:38
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Hallo

Auch ich bin OP und das ist fast 3 wochen her aber mir geht es noch nicht so gut aber das liegt sicher daran das der körper sich erst einstellen muss
Ich war in Weißenfels in der klinik und wurde gut behandelt war nur vom 15 bis 19 in der klinik
am 16.5 der op bi zu 3std wurde geschnippelt immer wenn mein kreislauf nicht mit machte bekamm ich eine spritze half
am 17.05 dachte mein besen von zuhause ist in meinen hals am abend dann stimme weg wurde immer leiser verbands wechsel wegen pflasterallergie wurde kein verband mehr drauf gemacht.
18.05 mein nacken tat mir höllisch weh
19.05 durfte ich nach hause
heute habe ich immer noch schluck beschwerden und ein kloss ist auch noch über der narbe
Jetzt brauche ich nur noch einen augenarzt der meine augen auf EO prüft
aber wo ???????????



lg schnugi
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Rike79Offline
Anmeldung: 03.06.08
Beiträge: 4
30+
Beitrag:

Beitragalles halb so schlimm, OP am 7.9.2007

 (p60383)
Verfasst am: 07. Jun 2008, 18:38
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Bei einer Routineuntersuchung meiner Hausärztin stellte sich herraus, dass meine Schilddrüse nicht in Ordnung ist. Also ab zum NUK-Doc und dieser sagte mir nach der Szinti, "Ihre Schilddrüse ist mit Knoten (alles kalte) übersäht und muss entfernt werden".
Na klasse, da denkt man nichts böses und nun sollte mir der Hals aufgeschnitten werden. Ich hatte die totale Panik und nur mit gutem zu reden von Freunden und Familie, ließ ich mich überzeugen in die Klinik zu gehen.
Meine Ärztin schickte mich ins OZK in Lichtenberg und das war eine super Empfehlung.
Dort angekommen fand ich mich auf einer Privatstation wieder und dachte "hier bist Du falsch", da ich ja nicht Privatpatient bin.
Aber weit gefehlt, die Schwester meinte, Schilddrüsenpatienten werden auf dieser Station untergebracht.
Angekommen in einem Einbettzimmer, was stark an ein Hotel erinnerte, wenn diese Tür nicht so breit gewesen wäre.
Das Umfeld stimmt schon mal, aber meine Angst konnte mir das schönste Zimmer nicht nehmen. Mir ging immer wieder durch den Kopf, "die wollen mir meinen Hals aufschneiden und was wenn es wirklich Kerbs ist". Die Schwestern dort waren sehr lieb und geduldig mit mir und versuchten mich zu beruhigen, wofür ich Ihnen sehr dankbar war.
Am nächsten morgen 7:30h ging es los, die Tablette, welche mich ruhig stellen sollte war für die Katz und ich bekam, nach Absprache, im Vorbereitungsraum, Dornicum gespritz und ich bin eingeschlafen.
Als ich im Aufwachraum wieder zu mir kam, standen zwei Schwestern um meine Liege und begrüßten mich mit " sehen Sie, alles halb so schlimm", es kam dann auch gleich ein Doc und fragte mich nach der Hauptstadt von Deutschland, als ich mit Berlin antwortete war er zufrieden und sagte "Stimme ist da".
Dann wurde ich nach einer Weile wieder in mein Zimmer gebracht und wirklich sehr einfühlsam von den Schwestern umsorgt. Ich bekam etwas gegen die Schmerzen und am nächsten Tag ging es mir schon wieder recht gut. Ich wurde von dem Schlauch und den Klammern befreit. Bei der Visite eröffnete mir der Arzt, dass meine Schilddrüse fast komplett (bis auf 3ml) entfernt wurde und es ca. 1 Woche dauert bis das Ergebnis da ist.
Jetzt hieß es warten und hoffen.
Am 5. Tag konnte ich die Klinik verlassen und endlich nach Hause gehen, zwei Tage Später bekam ich das Ergebnis, kein Krebs. Ich war erleichtert und auch sehr dankbar.
Wenn mich meine Freunde und meine Familie nicht überzeugt hätten diese OP machen zu lassen, wer weiß wie das Ergebnis zu einem späteren Zeitpunkt ausgefallen wäre.

Rückblickend kann ich nur sagen, dass ich sehr froh bin diese OP machen lassen zu haben und es meist schlimmer klingt und in der Phantasie schlimmer aussieht, als es dann wirklich ist.

Vielen Dank an die Schwestern und Dr. Feller vom Sanna Klinikum Lichtenberg.
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Hummel 13
Beitrag:

BeitragErfahrung OP

 (p61332)
Verfasst am: 04. Jul 2008, 14:32
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Wurde am 27.06. operiert. Totalresektion ( Thyreoidektomie). Hintergrund Rezidivstruma multinodosa. 2 Stunden nach der OP kam es zu einer schweren Nachblutung. ( War verdammt knapp, bekam schon keine Luft mehr- Atemstillstand bei Einfuhr in OP).
Im Entlassungsbrief heißt es. Der Patient wurde umgehend operativ revidiert und die Blutungs-Ursache wurde beseitigt.
Weiterhin wurde nach Überführung aus der ITA in die Station ein Kalziummangel festgestellt( Wert 1,71 ). Das berühmte Kribbeln an Händen und Füssen setzte alsbald ein. Therapie: Brausetabletten und Bondiol 0,25.
Die folgenden Tage plagte mich immer ein Hustenreiz und ich stellte Veränderungen an der Stimme fest. Die HNO Untersuchung am 4. Tag brachte dann auch die Überraschung: Recurrensparese links, obwohl mit Lupenbrille und introperativen Neuromonitoring gearbeitet wurde. Der Kalziumwert wurde mit Tabletten hochgefahren und ich aus der Klinik am 5. Tag nach OP entlassen. Jetzt am 7. Tag habe ich immer noch Probleme mit meiner Stimme, die leise ist und immer umkippt. Das linke Stimmband schließt nicht mehr richtig.
Bei mir ist alles schiegelaufen, was schief gehen kann und keiner der Ärzte sagt etwas dazu. Alles nach dem Motto: Über Risiken und Nebenwirkungen wurden sie aufgeklärt. Ich fühlte mich allein gelassen und bin froh, daß ich überhaupt noch am Leben bin. Hätte auch anders ausgehen können. Nun werde ich die anderen Therapien abwarten und sehen wie sich alles entwickelt.
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BeBo
Beitrag:

BeitragSchilddrüsenkomlettentfernung - 18 Tg. Krankenhausaufenthalt

 
Verfasst am: 06. Jul 2008, 18:55
Antworten mit Zitat

Hallo, mein Mann wurde am 19.06.08 morgens um 7.30 Uhr an der Schilddrüse operiert und es gab Komplikationen. Um 12.00 Uhr hat man mir telefonisch mitgeteilt, das er noch im Aufwachraum (unter ständiger Beobachtung) liegt und ich habe mir keine großen Gedanken darüber gemacht. Nach meinem Arbeitsende (17.30 Uhr) bin ich zum Krankenhaus gefahren und in sein schon vorher bezogenes Zimmer geeilt. Leider lag mein Mann noch immer nicht da, bei Nachfrage bei der Stationsschwester teilte man mir mit, er wäre auf die Intensivstation verlegt worden, wo er weiter unter Beobachtung steht. Ich natürlich fürchterliche Panik, bei Gesprächen vor der OP hatte man uns gesagt: Nach ca. 2-3 Tagen ist er wieder raus und am Abend nach der OP kann er schon wieder essen. Auf der Intensivstation bot sich mir ein fürchterliches Bild: Mein Mann (Sportler und sonst nie krank) lag da mit Schäuchen und vielen technischen Geräten, die alle möglichen Geräusche machten. Er war so weit ansprechbar, aber noch total benommen und wußte nicht was passiert war. Auf Nachfrage erklärte mir die Schwester, das mein Mann nach der 1. OP starke Nachblutungen hatte und sie ihn erneut in Narkose versetzen mussten und operieren. Nach der 2. OP hatte es im Aufwachraum wieder Komplikationen gegeben und er wurde ein drittes Mal in den OP geschoben. Die Schilddrüse sei aber jetzt komplett entfernt worden. Mein Mann konnte zwar Sprechen, aber er hatte keine Stimme, konnte auch nicht trinken. Gegen 20.00 Uhr kam der Oberarzt und erklärte das die entfernte Schilddrüse und die daran enthaltenen Knoten gutartig waren (Gott sei Dank), aber es ungewöhnlich ist, das die Stimme fast komplett weg ist und sie ihn noch über Nacht in der Intensivstation behalten wollten. Am nächsten Tag ist er um ca. 12.00 Uhr auf sein Zimmer verlegt worden, konnte aber nicht trinken und essen. Gegen Abend hat die Schwester uns eine Cremesuppe gebracht und die hat er dann versucht zu schlucken. Das ging so mehr oder weniger. Wir bekamen ein Pulver zum Andicken von Tee und allen Flüssigen. Gegen 18.oo Uhr kam der HNO-Arzt zur Untersuchung und stellte fest, das die Stimmbänder sich nicht mehr schließen und er nur vorsichtig essen und sehr leise sprechen kann. Die Stimmbänder wären so geschwollen oder beschädigt das es ca. 3-6 Monate dauern kann bis die Stimme wieder da ist. Seit dieser Zeit geht es nur langsam vorwärts, es bekommt täglich Besuch der Logopädin zum Stimmtraining und nach 4 Tagen konnte er auch wieder eine Scheibe Brot essen. Das Trinken geht auch schon gut und die Mahlzeiten kann er auch wieder normal einnehmen. Heute haben wir den 06.07. und er liegt immer noch im Krankenhaus. Er bekommt jeden Tag eine Infusion (Calcium, etc.) und seine Werte sind noch nicht so weit, um ihn zu entlassen. Evtl. kommt er in der 28. Woche raus, aber er muss täglich zur ambulanten Behandlung in die Klinik.
Ich bin ein bißchen verzweifelt, das es so lange dauert und mache mir Sorgen. Seine Stimme ist immer noch nicht wieder da, aber er kann zumindest etwas fester (lauter) sprechen.
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meerblau(Vereins-Mitglied)Offline
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Beiträge: 5391
Pap. SD-Ca, follikul...
weiblich
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Beitrag

 (p61367)
Verfasst am: 06. Jul 2008, 19:09
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Hallo BeBo,

da habt ihr ja einiges mitmachen müssen!

Ich habe noch einen Tipp, was den Calciumhaushalt angeht: www.insensu.de Macht euch unbedingt selbst über Hypopara schlau, denn darüber wissen nur wenige Ärzte wirklich Bescheid. Es ist aber unglaublich wichtig, dass der Calciumspiegel so zwischen 2,1 und 2,3 gehalten wird.

Bei mir haben die Nebenschilddrüsen nach fast einem Jahr ihre Arbeit wieder ganz aufgenommen. Und es sind hier einige Leute unterwegs, bei denen die Stimme auch wieder normal geworden ist. Gut, dass dein Mann schon Unterstützung von einem Logopäden bekommt.

Wenn du noch konkrete Fragen hast, dann öffne am besten ein neues Thema mit einem entsprechenden Titel, damit sie auch gefunden werden.

Viele Grüße und gute Besserung
Esther
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Wolle171Offline
Anmeldung: 07.07.08
Beiträge: 9
Beitrag:

BeitragAntwort BeBo

 (p61457)
Verfasst am: 08. Jul 2008, 16:24
Antworten mit Zitat

Hallo Bebo,
ich ziehe den Hut vor Dir. Du hast ja ganz schön was mitgemacht. Da ist meine OP ( siehe Hummel 13 - Beitrag vor Dir ) gar nichts dagegen.
Meine Kalziumwerte halte ich jetzt mit Tabletten auf der richtigen Höhe. Die Stimme wird wohl eine ganze Weile brauchen, bis sie wieder funktioniert. Laut sprechen ( normale Lautstärke ) ist einfach nicht drin. Einen Logopäden habe ich noch nicht. Ich soll noch 4 Wochen warten und werde dann einem HNO- Arzt nochmals vorgestellt.
Also fassen wir uns in Geduld.

Abwarten und Tee trinken !!!

Wolle 171
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ne
Beitrag:

Beitrag

 (p62640)
Verfasst am: 13. Aug 2008, 06:36
Antworten mit Zitat

Oje BeBo ihr macht mir ja ganz schön Angst!!! Ich habe den Op Termin noch vor mir... Habe zwar schon sehr viel hier gelesen, das alles gut verlaufen ist,, aber wenn man das so liest, bekommt man Panik und überlegt, ob die Op das richtige ist, oder man lieber auf eine Radiojodtherapie umsteigt...
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PatriciaAngsthase
Beitrag:

Beitraghabs hinter mir

 (p73426)
Verfasst am: 25. Mai 2009, 10:19
Antworten mit Zitat

Hallo zusammen,
vor meiner OP hab ich hier viel gelesen und gestöbert, aber keinen Mut zum schreiben gehabt.
Nachdem mein OP Termin stand hab ich feste verdrängt.
Am 18.05.09 hatte ich dann Aufnahme in Roth und ich wäre vor Angst ehrlich fast gestorben. Dr. Rogenhofer hat sich mehr Sorgen um mein Herzrasen denn um meine SD gemacht. Durfte dann nochmal zu Hause schlafen, da ich 2 kleine Kinder habe und sollte Dienstag Morgen um 6.45 Uhr wieder da sein. Aufgrund meiner massiven Angststörung sollte ich die erste OP sein. Habe 2 LMA Tabletten am Dienstag Morgen bekommen, die aber gar nichts genützt haben. Ich saß heulend im OP Bett und dachte ich schaff das alles nicht. Dr. Rogenhofer kam aber nochmal vorbei und hat mir quasi verboten, jetzt noch davon zu laufen, wo ich doch schon so viel Angst hatte. Und er betonte nochmal, dass es doch keine schlimme OP sei.

Also wurde ich um 7.30 Uhr noch immer heulend und zitternd in den OP gefahren und war froh als ich endlich schlief.

Um etwa 10.30 Uhr wachte ich im Aufwachraum auf. Mein erster Gedanke " Ich muss ganz dringend aufs Klo!" Schmerzen hatte ich keine, Reden konnte ich auch. Ich wollte nur fix auf mein Zimmer und aufs Klo. Um 11 Uhr bin ich dann alleine aber unter Aufsicht zur Toilette gegangen. Den Rest des Tages war ich putzmunter, konnte meine Klappe nicht halten und hab mich mit der Strumpatientin neben mir unterhalten die die OP einen Tag vor mir hatte. Schmerzen noch immer keine. Nach bitteln und betteln durfte ich dann gegen 16 Uhr mit meiner Zimmerkollegin spazieren gehen. Mir gings bestens. Eigentlich hätte ich nach Hause gekonnt. Dachte ich. Am Abend Visite. Schnellschnitt gutartig. Stein vom Herzen gefallen.
Mittwoch dann die Redons ex. Panik, Flucht aufs Klo. Himmel ich Schisser. Tavor bekommen und Händchen halten von der Schwester. Doc war super lieb und gespürt??? Kaum....
Die Tage verliefen gut. Mir tat nichts weh, ich hatte keine Schluckbeschwerden, nur immer wieder schlimmen Husten, weil ich meine Stimme wohl zu wenig schonte.
Gestern kamen dann die Fäden raus und danach durfte ich 5 Tage nach der OP mit entgültig gutartigem Befund gehen.
Heute, 6 Tage nach OP, gehts mir nicht so gut. Ich habe zum ersten Mal Schluckbeschwerden und das Gefühl keine Luft zu bekommen. Aber mit Schonung ist bei 2 jährigen Zwillingen eben auch nicht so viel drin.
Heute Nachmittag geh ich nochmal zum Hausarzt und vielleicht bekomme ich ja nochmal Volataren zum abschwellen.

FAZIT: Meine Angst war um ein vielfaches größer als die OP. Ich würde mir lieber noch 100 SDs entfernen lassen als einen weiteren Kaiserschnitt zu bekommen.

Allen die es noch vor sich haben wünsche ich alles Gute und Dr. Rogenhofer aus Roth kann ich nur wärmstens weiterempfehlen.

Liebe Grüße,
vom Angsthasen Patricia
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suse98
Beitrag:

BeitragNach Op

 (p78734)
Verfasst am: 04. Okt 2009, 00:39
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So habe SDop hinter mir ,bi am 27 .09 operiert worden,habe mir leider verkehrte Kankenhaus ausgesucht
Bin schlecht versorgt worden aber egal ist schon wieder vergessen
Viel wichtiger war das der Arzt der mich operiert hatte wirklich spitze ist
Meine Stimme ist nicht beeinträchtigt und er hat obwohl ich Hashimoto habe alles sauber herausbekommen.
Ich hatte Schmerzen vom Intubationsschlauch,die waren heftig
Ich muß sagen ,das war die beste Etscheidung überhaupt Meine nicht einstellbare Schilddrüsenfunktion und die damit verbundenen Nebenerscheinungen ,wie
Dauerkopfschmerz
Augenbrennen
Müdigkeit
Schlafstörungen
Grippeempfinden
usw.
Sind alle weg und das nach den paar Tagen
Vertrage die Lthyrox perfekt ,nehem erstmal 100mg und es geht mir gut
Keine ewiger Wechsel ,zwischen Über_ und Unterfunktion.Fühle mich super wohl,so gut wie lange nicht mehr
Kann jedem dazu raten
Der Knoten war zum Glück auch noch gutartig und Arzt hat die total verwachsene Hashiseite bis auf winzig Rest emfernt
Auch meine Nahrungsmittelallergie wird weniger,habe ich den Eindruck.
Habe vor 3 Tagen Nachtisch mit Alkohol gegessen und es erst zu spät bemerkt,das wäre vorher 3 tage Kopfschmerzen zur Folge gehabt aber nichts ,keine Beschwerden
Auch mit Getreide und Hefe ist besser,war vorher mit Auftreten von Schwindel verbunden,habe seit langem wieder ein Brot gegessen
Hoffe das bleibt so ,dann waren die Schmerzen und die Unannehmlichkeiten das alles wert
lg suse
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Sunny2011Offline
Anmeldung: 02.10.11
Beiträge: 1
pap. SD-Ca (pT 3, L0...
Kreis Göppingen
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20+
Beitrag:

BeitragSD-OP Robert-Bosch Krankenhaus Stuttgart

 (p106487)
Verfasst am: 18. Okt 2011, 15:47
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Nachdem bei mir Ende August ein kalter Knoten links (1,3 cm) festgestellt worden war, wurde mir das Robert-Bosch Krankenhaus in Stuttgart empfohlem.
Innerhalb kürzester Zeit habe ich auch schon einen Termin bei Prof. Dr. Thon bekommen. Er selber wurde leider kurz vor meinem Termin zu einer Not-OP gerufen. Deswegen fand das Erstgespräch mit einem seiner Oberärzte statt.
Ich habe mich während des Gespräches sehr gut betreut gefühlt und man hat mir auch gleich zu einer SD-Op geraten. Der Termin wurde mir gleich für die darauffolgende Woche angeboten (Ende September). Während dieses Gespräches wurde ich gleich sehr gut über den Ablauf, mögliche Folgen, etc. aufgeklärt.
Am OP-Tag selber wurde nochmals ein Ultraschall morgens gemacht.

An den OP- Tag selber habe ich nur flüchtige Erinnerungen. Was ich jedoch von meinen Eltern erfahren habe, war, dass ich erst Abends um 19.30 Uhr auf die Station wieder gekommen bin (owbohl ich schon morgens um 9.30 Uhr operiert wurde). Gleich nach der OP hat der Professor meinen Vater angerufen und ihm das Ergebnis und den Verlauf der OP geschildert:
Leider hatte er keine guten Nachrichten. Diagnose: papilläres Schilddrüsenkarzinom T3 N1 (2/2). Die OP war wohl sehr schwierig und hat fast 4h gedauert, da der Knoten schon an Muskelgewebe (Richtung Stimmband) angewachsen war. Dank der Neuromonitoring und Mikroskopbrille verlief aber die OP gut und ich konnte am selben Tag noch sprechen. Klar meine Stimme war anfangs noch viel höher, aber das wird so langsam nach und nach besser! Mir wurde sowohl die ganze SD herausgenommen, als auch die Halslymphknoten!
Als ich abends ins Zimmer kam, habe ich natürlich alles wissen wollen: wie die OP verlief, und was rauskam. Meine Eltern mussten mir leider von der Diagnose berichten, denn die Pfleger und Ärzte im Aufwachraum wollten mir dazu keine Auskunft geben.

Die Nachsorge verlief leider nicht gut:
Morgens kam kurz ein Arzt vorbei, nahm mir Blut ab und verschwand wieder. Auch am nächsten Tag wieder genau das gleiche. Auf ein Gespräch ist er leider nicht eingegangen. Erst am 3. Tag fragt er mich dann, ob ich eigentlich wüsste, was ich nun hätte.
Und ich fnde das wirklich sehr erschreckend. Ich bekomme eine Krebsdiagnose und keiner der Ärzte oder Pflegepersonal hat es für nötig gehalten dies bezüglich ein paar Worte mit mir zu wechseln?! Keine psychonkologische Betreuung hat bei mir stattgefunden - obwohl immer groß damit geworben wird.
Erst nachdem meine Eltern ihrem Ärger Luft gemacht hatten, kam einer der Oberärzte abends vorbei und stand mir und meinen Eltern Rede und Antwort zu unseren Fragen.
Hätten wir uns nicht anfangs schon im Internet schlau gemacht, bzw. wäre meine Schwester keine Ärztin, wären wir völlig aufgeschmissen gewesen.
Klar und dann die Frage: Wie gehts nun weiter?
Hier antwortete der Arzt, dass sie eine Radiojodtherapie empfehlen würden und dass sich der Nuklearmediziner bei mir dann melden würde. Während meines Krankenhausaufenthaltes (5 Tage) bekam ich keinen Besuch eines Nuklearmediziners. Am Entlassungstag hieß es dann zu mir, dass sich der besagte Nuklearmediziner bei mir dann telefonisch bei mir melden würde. Telefonisch?! Eine wichtige Nachsorge für mich und dann wird das kurz zwischen Tür und Angel per Telefon besprochen? Unglaublich! Nunja der besagte Anruf blieb leider aus und heute schneite dann ein Brief ins Haus: Termin zur Radiojodtherapie! Einfach nur unglaublich!
Klar, ich habe mich mittlerweile schon längst woanders vorgestellt und war auch schon bei den Vorabuntersuchungen (Uni Klinik Ulm). Anfang nächster Woche beginnt dann dort die Radiojodtherapie. Die Ärzte und Pfleger machten einen wirklich sehr netten, kompetenten Eindruck. Nun bin ich gespannt und hoffe auf eine gute Nachsorge bzw. Weiterbehandlung!!!

FAZIT:
OP: super
Nachsorge: beschäment
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Jürgen62Offline
Anmeldung: 10.06.11
Beiträge: 9
SD-CA mit Lymphdrüse...
München
männlich
50+
Beitrag:

Beitrag

 (p106739)
Verfasst am: 28. Okt 2011, 09:10
Antworten mit Zitat

Hallo, da ich wirklich viel Hilfe und Informationen durch dieses Forum bekommen habe, möchte ich doch gerne etwas von meinen eigenen Erfahrungen berichten in der Hoffnung, dass auch andere davon profitieren können.
Kurz vor Ostern 2011 ertastete ich einen Knoten auf meiner linken Halsseite. Da mein Hausarzt mit einer Ultraschalluntersuchung diesen Knoten nicht genauer bestimmen konnte verwies er mich an das Schilddrüsenzentrum im Klinikum Neuperlach (welches auch ganz in der Nähe meines Wohnortes war). Dort wurde mit einer Ultraschall- und anschließender MRT Untesuchung festgestellt, dass der Knoten teils flüssigkeitsgefüllt, teils fest und der Schilddrüse zugehörig war.
Mir wurde erklärt, dass eine Operation unumgänglich war wobei der linke Teil der Schilddüse entnommen werden sollte. Auch das Thema Schnellschnitt zur Feststellung ob gut- oder bösartig mit den Konsequenzen wurde mir gut erklärt. Leider zeigte dieser Schnellschnitt, dass der Knoten bösartig war, so wurde mir die gesammte Schilddrüse sowie 8 in der Nähe liegende Lymphknoten in einer 6 stündigen Operation entnommen.
Mir ging es nach der Op relativ schnell wieder einigermassen gut, ausser dass ich am nächsten Tag in der Früh kollikartige Bauchschmerzen hatte, dagegen half mir aber eine Novalgintablette sehr gut. Die Schmerzen im Halsbereich waren erträglich ausser wenn ich Husten musste, dies bedeutete noch ein paar Tage Schmerzen, wobei ich selbst keine weiteren Schmerzmittel einnehmen wollte.
Grössere Probleme bekam ich mit meinem Calciumhaushalt. Gleich vom ersten Tag an bekam ich 3 Brausetabletten a 1000 mg täglich, welche aber alleine nicht ausreichten. Ich hatte davon Kreislaufprobleme, ein fibrieren in Beinen Händen und auch im Gesicht. Am dritten Tag wurde die Dosis sogar auf 6000mg pro Tag erhöht, Rocaltrol 25mycrogr. erhielt ich auch ab diesem Tag.
Ein kleineres Problem war dass ich nicht viel schlafen konnte, ich war einfach nicht müde konnte aber die Zeit mit Fernsehschauen in der Nacht überbrücken, ansonsten störte es mich wenig, da ich auch tagsüber nicht müde war, es brachte mir aber etwas Unverständnis der Schwestern ein, vor allem weil ich Schlaftabletten ablehnte.

Am Donnerstag Abend gegen 18:30 kam dann ein Arzt auf mein Zimmer und sagte er hätte eine gute und eine schlechte Nachricht für mich.
Die gute Nachricht war, dass ich für die Radiojodtherapie Thyrogen bekommen kann, so dass ich nicht erst lange in die Unterfunktion mit all seinen Nachteilen fahren muss.
Die schlechte Nachricht war, dass ich zwar am nächsten Morgen dass Khs Neuperlach verlassen kann, leider aber nicht nach Hause, sondern ins Klinikum Maria Theresia musste wo ich um 8:30 in der Früh erneut operiert werden sollte. Von den 8 herausgenommenen Lymphknoten waren ebenfalls 3 bösartig. Etwas eigenartig war die Frage warum ich so betroffen schaue. Als sehr positiv sah ich die Begründung für die Verlegung, als mir erleutert wurde, dass sie in dieser kleinen Klinik auf solche Operationen spezialisiert seien und so die Operation dort viel sicherer ist.
Bezeichnung war übrigens Papilläres Schilddrüsencarzinom pT3, pN1a (3/8), G1, R0


Am nächsten Tag wurde mir dann weitere Lymphknoten links und rechts des Halses entnommen.
Hier kam heraus, das ein tumorfreier Lymphknoten von fibroadipösen Weichgewebe umgeben war mit fokal chronisch granulierender Entzündung, ein weiterer nur mit fibroadipösem Weichgewebe umlagert war. Eine kleine Lymphknotenmetastase eines papillären Schilddrüsencarcinoms wurde entdeckt. 6 tumorfreie Lymphknoten mit ausgeprägter resorptiv histiozytärer Reaktion und Siderose und weitere 4 tumorfreie Lymphknoten mit ausgeprägter Siderose davon einer nekrotisch mit granulozytärer Abräumentzündung. Diese Werte entnehme ich nur dem Histologiebericht und weiss ehrlich gesagt nicht viel damit anzufangen. Von dieser Op hatte ich anfangs ordendliche Nackenschmerzen, die aber am nächsten Tag wieder weg waren. Ansonsten ging meine Schlaflosigkeit mit ansonsten relativ Beschwerdenfrei weiter
Die Behandlung von den Pflegern und Ärzten beider Krankenhäuser empfand ich übrigens als gut.
Mittwochs wurde ich dann aus dem Krankenhaus auf eigenen Wunsch entlassen.
Meine Frau fragte mich da noch im Khs was eigendlich mit rechten Auge los sei, es sähe aus als ob ich einen Schlag daraufbekommen hätte. Ich betrachtete es daraufhin im Spiegel und stellte eine kleine Pupillendifferenz fest. Als ich den Arzt daraufhin befragte, erhielt ich zur Antwort, das hätte nichts zu bedeuten, ob ich mir überhaupt sicher sei, dass ich diese kleine Pupillendifferenz nicht schon länger hätte. Er trug es aber immerhin in den Bericht noch mit hinein.
Da mein Calciumhaushalt übrigens immer noch nicht im Griff war, mittlerweile nahm ich jetzt 4000mg Ca pro Tag ein, meldete ich mich Freitags bei meinem Hausarzt der auch meinte es könne schon sein dass ich diese kleine Differenz schon länger hätte. Was mich später sehr verwunderte, worauf ich aber zu diesem Zeitpunkt auch noch nicht achtete, war dass keiner der beiden Ärzte die Pupillenreaktion beurteilten. Auf Empfehlung des Hausarztes machte ich aber doch einen Termin für ein MRT des Kopfes aus.
Am Wochenende war es dann schwülwarm und da stellte ich dann mit einiger Verwunderung fest, das ich vor allem am Kopf nur noch halbseitig schwitzte. Wie mit einem Lineal war mein Kopf halbiert und die rechte Seite komplett trocken.

Im Internet kam ich dann auf das Hornersyndrom, was mir auch durch Selbstests der Pupillenreaktion bestätigt wurde. Nun kam ein Bereich wo ich mit mehreren Ärzten nicht mehr einverstanden war. Mir ging es nie darum Ärzte anzuklagen auf eventuelle Fehler bei der OP, sondern nur darum was ich am besten selbst tun kann. Zuerst ging ich ins Schilddrüsenzentrum vom Khs Neuperlach, nur um ein paar Fragen zu stellen. Ich bekam dort eine ziemlich barsche Antwort einer Ärztin, dass so ein Thema nicht zwischen Tür und Angel behandelt werden kann und ich gefälligst einen Termin auszumachen hätte. Daraufhin machte ich aber einen Termin im Khs Maria Theresia mit meinem Operateur aus. Dessen Antwort war so ungefähr wie wolle ich denn behaupten , dass ich ein Hornersyndrom hätte als Laie, er hätte so etwas noch nie erlebt. Sich Informationen aus dem Internet herauszuholen würde oft zur zu falschen Eigendiagnosen führen. Ich sagte ihm dann dass ich schon einen Termin bei einem Neurologen ausgemacht habe worauf er mich nur bat falls es sich bestätigen sollte, ihm doch Informationen zukommen zu lassen. Für dieses Gespräch habe ich übrigens auch eine saftige Rechnung erhalten. Den MRT Termin habe ich übrigens abgesagt und bin zum Neurologen gegangen, der mit ein paar Untersuchungen auch auf das Ergebniss Hornersyndrom kam für das es aber leider keine Heilungsmöglichkeiten von aussen gibt. Mann kann nur hoffen, dass sich die Nerven selbst wieder erholen. Im übrigen war mir die ganze Zeit klar, dass vor allem durch zwei solcher Operationen im Halsbereich die Schädigung eines Nervens ziemlich gross ist. Bin ja schon froh, dass mein Stimmbandnerv nicht geschädigt wurde, was für mich als Disponent in der Rettungsleitstelle von München zu grösseren Problemen geführt hätte. Übrigens hat sich am Hornersyndrom leider bis heute nicht viel verändert. Das einseitige Schwitzen bzw nichtschwitzen hat fortbestand und das mit dem Auge wurde auch nur leicht besser.

Der nächste Termin der anstand war die Radiojodtherapie, die für mich im Khs Rechts der Isar in München durchgeführt werden sollte. Es war zu diesem Zeitpunkt auch die einzige Klinik die noch Thyrogen zur Verfügung hatte.
Durch Informationen aus diesem Forum hier war ich auch auf Themen wie Behindertenausweiss sowie Anschlussheilbehandlung vorinformiert.
Da ich wusste, dass ich in der Zeit der Behandlung isoliert sein würde rief ich 2 Tage zuvor beim Sozialbüro dieses Krankenhauses an wobei ich den Hinweis erhielt, ich solle dies mit der Stationsärztin besprechen, diese bestelle dann einen Mitarbeiter des Sozialbüros auf die Station, das wäre der übliche Weg.

Am 15.Juni meldete ich mich auf der Station 8/0 , da ich dann sowieso auf die Stationsärztin hätte warten müssen konnte ich gleich zur Anmeldung gehen und mich für den stationären Aufenthalt ab dem nächsten Tag anmelden. Es ist sehr empfehlenswert, dies so zu machen, da ich für die Formalitäten erst mal fast eine Stunde Wartezeit hatte bis ich drankam. Da man aber eine Wartenummer zieht konnte ich diese Zeit bequem in der Cafeteria absitzen. Anschließend ging es auch auf der Station recht schnell. Ein kurzes Gespräch mit der Ärztin , dann die Thyrogenspritze in den Oberarmmuskel und schon konnte ich nach Hause.
Am nächsten Morgen war ich um 9:00Uhr in der früh wieder da und wurde ruhig und freundlich empfangen. Ich erhielt recht bald die zweite Thyrogenspritze in den anderen Oberarm und hatte dann mein ausführliches Gespräch mit der Stationsärztin. Hier kam jetzt aber ein wichtiger Punkt, sie meinte dass mir aufgrund der Thyrogenspritze und da ich ja deshalb wieder gesund aus der Klinik herausgehen würde mir weder ein Behindertenausweiss noch eine Anschlussheilbehandlung zustehen würden. Ich hatte da keine Lust mit ihr zu diskuttieren und da ich wusste, dass ich noch Zeit nach dem Klinikaufenthalt habe dies anzufordern lies ich es erst einmal dabei.
Um 16:30 schluckte ich dann meine erste Testkapsel. Sie befand sich in einem Röhrchen und durfte nicht berührt werden sondern musste über das Röhrchen geschluckt werden. Ein Schluck Wasser war hinterher genehmigt, ansonsten sollte man aber noch eine Stunde nüchtern bleiben.
Zum Glück bereitete mir diese Kapsel relativ geringe Probleme. Am nächsten Morgen fanden dann ein paar Untersuchungen wie z. B. Ein Ganzkörperszintigramm statt. Mittags gegen 14:45 bekam ich dann 3 Radiojodampullen zu schlucken (5657MBq I-131). Zuvor war mir noch einmal erklärt worden, dass ich meine Situation durch regelmäßige Spülungen mit reinem Zitronensaft, einnahme von sauren Bonbons und viel Trinken meine Situation wesentlich verbessern kann, das ganze sollte auch beginnen eine halbe Stunde nach Einnehmen der Kapseln. Der Zitronensaft sollte übrigens nicht geschluckt werden um den Magen zu schonen. Die Klinik stellte mir Salbeibonbons zur Verfügung, ich war aber froh, dass ich eigene sauere Drops mitgenommen zu hatte. Zusätzlich bekam ich Kühlpäckchen um eine Schwellung des Halses zu vermeiden. Auch diese Kapseln habe ich recht gut verkraftet ohne nennenswerte Beschwerden zu bekommen.
Um hier einmal positives zu vermerken, die Behandlung vom Klinikpersonal war nicht zu beanstanden, das Essen war gut, man hatte immer die Wahl zwischen verschiedenen Gerichten und auch die Menge konnte man selbst bestimmen, Fernseher wurde zur Verfügung gestellt, wie auch eine Wireless lan Verbindung die gut funktionierte.
Erster negativer Punkt war, hat eigendlich nichts direkt mit der Behandlung zu tun, dass ich mir am 4. Tag im Krankenhaus einen Norovirus eingefangen hatte. Auf die Bemerkung dass ich den ja auch mitgebracht haben könnte, fiel mir erst mal nichts mehr ein. Aber auch den hatte ich in 2 Tagen durchgestanden. Nicht so schön war mein Entlassungstag. Es wurden morgens noch einmal Strahlenmessungen gemacht, die zu diesem Zeitpunkt nach Aussagen noch grenzwertig waren. Das Pflegepersonal wurde schon ungeduldig, wann mein Zimmer für den nächsten Patienten frei wird, aber Informationen bekam ich ansonsten keine. Erst um 15:30 bekam ich zu hören, dass ich auf jeden Fall noch an diesem Tag entlassen werde (der Norovirus hat sich erst am Morgen nach meiner Entlassung bestätigt) aber noch eine Ganzkörperscintigraphie gemacht werden muss. Diese dauerte diesmal 1,5 Stunden und ich empfand sie (obwohl man eigendlich nur ruhig in der Röhre liegt) als ganz schön anstrengend. Gegen 17:45 konnte ich dann nach Hause gehen.

Ich informierte mich erst mal in diesem Forum über meine Rechte in Bezug auf Anschlussheilbehandlung und Behindertenausweiss, zog mir dann noch eine Zweite Meinung hinzu von der Krebshilfe und mit deren Hilfe konnte ich dann über den Sozialdienst des Krankenhauses alles nötige dazu in die Wege leiten. Lustig fand ich später nur die Aussage des Sozialdienstes, dass sie sich wundert, warum eigendlich so wenige die Anschlussheilbehandlung beantragen. Wenn mann die Zeit aufwendet und mit Hilfe des guten sd-krebs forums auf die Möglichkeiten aufmerksam gemacht wird, aber vom Arzt die Aussage bekommt, dass einem dies eigendlich nicht zusteht, dann braucht man sich nicht wundern, wenn nur wenige den Weiterweg bestreiten.
Ansonsten gab es hier keine Schwierigkeiten mehr, ganz im Gegenteil, mir wurde sehr gut mit den nötigen Formularen geholfen, Ich bekam die ASH in Isny im Allgäu (wurde dann sogar auf 4 Wochen verlängert) und auch das mit dem Schwerbehindertenausweis funktionierte problemlos.

Von der Anschlussheilbehandlung kann ich eigendlich fast nur positives berichten. Mir taten diese 4 Wochen sehr gut. Ich bekam ein Rahmenprogramm, dass ich aber stark durch zusätzliche verschiedene Gymnastikarten und andere Aktivitäten ergänzen konnte. Auch die Reduktionskost bekam mir sehr gut. Einzig der Punkt dass es eben eine Krebsklinik war und es doch einem grossen Teil der Patienten wesentlich schlechter ging als mir war nicht so schön. Es gab einige Patienten die ich für ihren Tatdrang und ihren Mut bewundert habe, aber leider auch ein paar, die durch ihre Situation in ein ganz schön tiefes Loch gerissen wurden. Mann darf sich da auf keinen Fall mitreissen lassen.
Mein grösstes Problem war immer noch der Calciumhaushalt. Ich nahm immer noch 3000mg Ca pro Tag zu mir, was mir zu hoch erschien. Auf meine Anfrage bei einem Arzt wollte mir dieser Erklären, dass meine Befürchtung über eine mögliche Schädigung der Niere auf Dauer sei völlig unbegründet, da ja mein Blut offensichtlich das Ca nicht aufnehmen kann und folglich das überzählige Calcium über den Darm ausgeschieden wird. Ich konnte über diese Erklärung nur den Kopf schütteln.

Dieses Problem scheine ich erst jetzt Ende Oktober in den Griff zu bekommen, nachdem ich die Rocaltrolmenge bis auf 75myg am Tag erhöht habe. Bei der letzten Blutuntersuchung waren endlich einmal alle meine Blutwerte im Normbereich.

Frustierend könnte hierbei höchstens sein, jetzt wo es endlich so weit ist das ich normale Werte habe muss ich ab 7. November das Thyoxin absetzen, da ich für meine zweite RJ Diagnostik kein Thyrogen erhalten kann. Ich hoffe aber dass ich auch diese Schilddrüsenunterfunktion relativ gut verkrafte und bei der Diagnostik Anfang Dezember im Krankenhaus Rechts der Isar in München nichts negatives mehr herauskommt.

Mir wurde übrigens zur Vorbbereitung empfohlen ab 7. November Thyroxin abzusetzen, dann von 14. 11. bis 20. 11. Tybon 20mycrogramm 2 mal täglich und dann weiter keine Schilddrüsenmedikamente zu nehmen.
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