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Foren-Übersicht Patientenrechte Schwerbehinderung SD-Krebs: OP im Ausland, eine Hälft...
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SD-Krebs: OP im Ausland, eine Hälfte entfernt - Schwebi?

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PuzzleOffline
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BeitragSD-Krebs: OP im Ausland, eine Hälfte entfernt - Schwebi?

 
Verfasst am: 30. Nov 2016, 01:03
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Guten Tag,
Ich habe hier viel gelesen, habe aber keine Antwort zu meiner Frage gefunden.

Als ich im August in Moskau war, wurde bei mir SD-Krebs festgestellt und sofort operiert. Das war Minikarzinom (6mm), deshalb haben die Ärzte entschieden nur die betroffene Hälfte zu entfernen.

Ich habe keine Ahnung gehabt, dass ich theoretisch einen Anspruch auf Schwerbehinderung haben könnte (wie ich das hier gelesen habe - 5 Jahre nach der OP), aber dank diesen Forum weiß ich das jetzt. Nun habe ich ein paar Fragen dazu:

1. Ich lebe seit 12 Jahren in Deutschland, bin bei TK versichert, wurde aber wie gesagt im Ausland operiert.
2. Bei mir wurde "nur" die Hälfte von SD entfernt, die andere ist noch da und ist hoffentlich absolut in Ordnung.

Können diese 2 Punkte die Probleme bei Beantragung bereiten?
Ich wäre sehr dankbar, wenn mir jemand dabei helfen könnte.
Vielen Dank und viele Grüße,
Olga
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StefanF(Vereins-Mitglied)Offline
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 (p152640)
Verfasst am: 30. Nov 2016, 11:41
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Hallo Olga,

die OP im Ausland dürfte keine Rolle spielen, da Dein Hauptwohnsitz in Deutschland ist.

Wenn die Diagnose Krebs belegt ist, hast Du auch Anspruch auf einen Schwerbehindertenausweis, allerdings nur für die Heilbewährungszeit.
Wenn sich innerhalb der Heilbewährungszeit keine neuen Krebszellen bilden, verlierst Du danach den Anspruch auf Schwerbehinderung.
Bei Patienten ganz ohne SD gibt es danach noch das SBA Kriterium "fehlendes Organ". Das alleine reicht aber meistens nicht für einen SBA.

Die Frage die sich mir allerdings stellt ist, warum Du Dich in Moskau hast operieren lassen. Hier in Deutschland werden Mikrokarzinome erst einmal beobachtet. Die Diagnosemöglichkeiten sind so fein, das man bei über 30% der Bevölkerung SD-Karzinome finden würde.

Viele Grüße
Stefan
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PuzzleOffline
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 (p152656)
Verfasst am: 30. Nov 2016, 22:44
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Hallo Stefan,

Jetzt habe ich mich hier auch registriert.

Vielen Dank für Deine schnelle Antwort. Das sieht dann so aus, dass ich für die nächsten 4,5 Jahre SBA haben könnte. Ich werde dann überlegen, ob ich einen Antrag stellen werde. Ich muss ein bisschen mehr recherchieren, um zu verstehen, welche Vor- und Nachteile das mit sich bringt.

Um Deine Frage zu beantworten- das war meine Entscheidung. Krebs ist Krebs, auch wenn es so klein war (zum Glück wurde das so früh diagnostiziert), ich wollte keine Risiko eingehen. Wenn ich 100% weiß, dass es Krebs ist (bei mir wurde eine Punktion gemacht, die das bestätigt hat), ist Beobachten keine Option für mich. Ich wollte, dass es sofort entfernt wird.
Die deutsche Ärtze haben übrigens unterschiedlichen Meinungen dazu. Ich habe schon mit 5 Ärzten darüber gesprochen, und nur einer hat gesagt, er würde wahrscheinlich erst beobachten. Alle anderen, inklusive Professor aus Uniklinik, haben bestätigt lieber sofort raus damit.

Nochmal vielen Dank und viele Grüße,
Olga
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StefanF(Vereins-Mitglied)Offline
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 (p152659)
Verfasst am: 01. Dez 2016, 09:57
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Hallo Olga,

die Vorteile des SBA sind erstmal ein Steuerfreibetrag und ein verbesserter Kündigungsschutz. Dein Arbeitgeber hat u.U. den Vorteil der Schwerbehindertenabgabe.
Dann hast Du bei verschiedenen Veranstaltungen einen vergüntigsten Eintrittpreis. Bei verschiedenen Automarkt gibt es auch noch Rabatte beim Neuwagenkauf.

Das war es dann aber auch schon im Großen und Ganzen.

Die Antragstellung ist sehr einfach. Bei Kreis oder Stadt gibt es eine Schwerbehindertenstelle, dort gibt es ein Formular oder man lädt sich das Formular online runter. Das sind ein paar Seiten mit persönlichen Angaben und Angaben der behandelnden Ärzte. Abschicken und das war es dann für Dich. Das Amt holt sich dann die Infos bei den Ärzten. Da Du in Russland operiert wurdest, könnte das etwas schwieriger sein und länger dauern.
Und dann bekommst Du irgendwann Deinen Bescheid. Du kannst den SBA sogar rückwirkend beantragen.

Weitere Infos findest Du hier unter dem Thema Patientenrechte-Schwerbehinderung.

Viele Grüße
Stefan
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PuzzleOffline
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 (p152673)
Verfasst am: 02. Dez 2016, 00:40
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Hallo Stefan,

Vielen lieben Dank für so eine detaillierte Info!

Verstehe ich richtig, dass das Amt russisches Krankenhaus kontaktieren wird? Wenn ja, dann kann ich das ganze, glaube ich, vergessen. Das wird in der Tat sehr schwierig...
Ich habe einen Entlassungsbericht, Gystologie-Ergebnisse und Übersetzungen dazu, vielleicht wird das reichen, mal sehen.

Nochmal vielen Dank und viele Grüße,
Olga
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StefanF(Vereins-Mitglied)Offline
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 (p152676)
Verfasst am: 02. Dez 2016, 11:20
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Hallo Olga,

am liebsten ist dem Amt alle Infos vom Hausarzt zu bekommen. Dafür muss der Hausarzt aber auch alle Berichte und Befunde haben.
Im Antrag musst Du ankreuzen, ob der Hausarzt die nötigen Unterlagen und Infos auch hat. Weißt Du das???
Mein Hausarzt hat mir deshalb empfohlen, dort Nein anzukreutzen. Dann muss das Amt die Klinik/Facharzt anschreiben.
Und da sehe ich bei der Klinik in Russland das Problem. Ich schätze mal Du hast von der Klinik einen Bericht, aber in russischer Sprache.
Rufe dich einfach mal bei Deiner zuständigen Schwerbehindertenstelle beim Versorgungsamt an und frage, was Du dabei beachten musst.

Viele Grüße
Stefan
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PuzzleOffline
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 (p152688)
Verfasst am: 03. Dez 2016, 23:59
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Das mache ich.
Ganz lieben Dank für solche detaillierte Antworten, ich bin sehr dankbar dafür.
Viele Grüße,
Olga
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