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Stimmübungen bei Rekurrenzparese (ohne Logopäden)?

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PaulineXOffline
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BeitragStimmübungen bei Rekurrenzparese (ohne Logopäden)?

 
Verfasst am: 15. Jul 2019, 21:30
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Liebe Forumsmitglieder,
nach einer Schilddrüsen-OP am 20. Mai ist meine Stimme nun, fast 2 Monate später, immer noch nicht wirklich da, typische Verhauchung, Heiserkeit, nicht durchdringend. Nicht megadramatisch, aber eigentlich auch seit dem Tag nach der OP überhaupt nicht besser geworden.
Nerv soll nicht berührt worden sein, hat aber am Ende nicht mehr 'geantwortet'.
Aufgrund meines noch immer schlechten Allgemeinzustandes (Schwierigkeiten mit der Hormoneinstellung) schaffe ich es momentan nicht, jetzt auch noch zum Logopäden zu gehen. Ich weiß auch nicht, ob das "schon" sein muss oder nicht.
Ich suche im Netz vergeblich nach ein paar Übungen. Vielleicht könnt ihr mir welche sagen, die euch geholfen haben oder die ihr besonders gut fandet?
Viele Grüße und Danke,
Pauline
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Harald(Bundesgeschäftsführer
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 (p171348)
Verfasst am: 15. Jul 2019, 23:21
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Hallo PaulineX,

wir haben eine Forums-Gruppe: Link innerhalb des ForumsStimmbandlähmung, einseitige, der kannst du auch beitreten.

Habe deinen Beitrag ins Forum Link innerhalb des ForumsSD-OP Link innerhalb des ForumsNebenwirkungen verschoben und den Titel etwas geändert.

Viele Grüße
Harald

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dkr(Bundesvorsitzender
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 (p171354)
Verfasst am: 16. Jul 2019, 13:39
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Hallo PaulineX,

wenn der Nerv am Ende nicht mehr geantwortet hat, ist zumindest davon auszugehen, dass er beeinträchtigt wurde, was durchaus auch der Fall sein kann, wenn er nicht offensichtlich beschädigt wurde.

Stimmübungen gibt es sicher, die sollten aber nicht ohne fachliche Begleitung angewendet werden, da sie im Zweifel mehr Schaden als Nutzen anrichten können, wenn es die falschen sind oder sie nicht korrekt durchgeführt werden.

Gab es schon eine Kontrolle durch einen HNO-Arzt oder besser noch durch einen Phoniater? Das wäre notwendig und sinnvoll.

Du schreibst, dass du gegenwärtig nicht zur Logopädie gehen möchtest. Gab oder gibt es denn schon eine Verordnung? Falls nicht, müsste diese sowieso von einen entsprechenden Arzt ausgestellt werden.

Trotz deiner Bedenken wegen deines schlechten Allgemeinzustandes, möchte ich dir als selbst Betroffener dringend nahelegen, sobald wie irgend möglich eine logopädische Therapie anzustreben, und zwar in einer Praxis, wo man sich explizit mit Stimmstörungen nach Hals-OP auskennt! Logopädie bei Stimmstörungen nach OPs sind am effektivsten und schnellsten zu bessern, wenn die Therapie möglichst früh einsetzt. Auch dann ist noch Geduld notwendig. Ob das schon "sein muss" kann man nicht sagen, nützlich wird es aus meiner persönlichen Sicht auf jeden Fall sein. Die bei der Logopädie erlernten Übrungen sollten ja zuhause sowieso fortgesetzt werden. Dazu ist es aber notwendig, dass sie korrekt ausgeführt werden, was immer wieder bei den Sitzungen kontrolliert werden sollte.
Es spricht übrigens nichts dagegen nach ein oder zwei probatorischen Sitzungen die Praxis zu wechseln, wenn die Chemie nicht stimmt. Psyche und psychisches Wohlbefinden spielen auch eine große Rolle bei der Behandldung von Stimmstörungen (und im Alltag danach, so ist zumindest meine eigene Erfahrung).

Ein Tip, der wohl nicht schaden kann, und den ich selbst viel zu wenig beachte: Eine gute Körperspannung und aufrechte Haltung haben auch viel Einfluss auf die Stimme, auch bei Beeinträchtigung des Stimmbandnervs. Ich habe zuhause ein viel zu selten benutztes Balance-Board. Wenn ich da eine Weile drauf stehe und einen Zustand guter balance gefunden habe, habe ich automatisch genau die Körperspannung, die für eine gute Stimme notwenig ist. Der Vorher-Nachher-Effekt ist wirklich bisweilen frappierend.

Ich habe übrigens nach einseitiger Stimmbandlähmung bisher insgesamt ca. 80 Sitzungen Logopädie gehabt, ca. 40, mit Reha 50 un 30 verteilt auf spätere Jahre zur Auffrischung. Profitiert habe ich eigentlich fast immer.

Viele Grüße
karl

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Ich muß mit der Gewohnheit brechen, ehe sie mich gebrochen hat.
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PaulineXOffline
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 (p171369)
Verfasst am: 16. Jul 2019, 20:33
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Hallo Karl,
danke, das hilft mir schon mal sehr weiter.
Ich habe tatsächlich bisher noch 'gekniffen' bei der HNO-Nachuntersuchung. Die vor der OP war nämlich grauenhaft, mit grässlichem Würgreflex; ich habe dem Arzt sogar reflexhaft den Stab aus der Hand geschlagen....Trotzdem, du hast recht, hilft ja nix, muss ich durch.
Viele Grüße
Pauline
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dkr(Bundesvorsitzender
Leiter SHG Rhein-Main)
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 (p171370)
Verfasst am: 16. Jul 2019, 20:57
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Hallo PaulineX,

wenn man mit dem starren Laryngoskop wg. Würgereflex nicht klar kommt, gibt es die Möglichkeit, das mit einem flexiblen Endoskop zu machen, das über die Nase eingeführt wird, auch nicht unbedingt sehr angenehm aber immerhin in der Regel ohne Würgen möglich. Ich persönlich komme gut mit dem starren zurecht, solange die HNO-Ärztin nicht den Gaumen berührt, was einem guten HNO eigentlich nicht passieren sollte. Man kann den Gaumen auch mit einem lokalen Betäubungsspray etwas unempfindlicher machen, was den Würgereflex auch etwas dämpft.

Mehrfach zwischendurch hatte ich auch eine Kehlkopfspiegelung mit einer stroboskopischen Aufnahme, was meist nur bei Phoniatern gemacht werden kann. Da ist die Beurteilung der Stimmlippenfunktion noch genauer möglich, und man kann bei der Verordnung für Logopädie ggf. genauere Hinweise für die Logopäd*innen geben.

Die Kehlkopfspiegelung ist vor allem Gewöhnungssache (ich weiß, das sagt sich so leicht). Bei mir dürften es mittlerweile an die 25 gewesen sein. (ich bin wg. Schwerhörigkeit im Schnitt alle 6 Monate beim HNO, da wird in der Regel immer eine mit gemacht). Gut Hören wirkt sich übrigens auch positiv auf die Stimme aus.

Viele Grüße
Karl

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PaulineXOffline
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 (p171379)
Verfasst am: 17. Jul 2019, 11:55
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Danke nochmal, das ist gut zu wissen mit der \'flexiblen\' Möglichkeit.
Viele Grüße
Pauline
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Susi80Offline
Anmeldung: 10.07.19
Beiträge: 4
Beitrag:

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 (p171420)
Verfasst am: 19. Jul 2019, 21:40
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Hallo Pauline,

meine OP (Entfernung eines Nebenschilddrüsenadenoms) war am 29.5. Leider habe ich eine einseitige Stimmbandparese davongetragen. Der Nerv wurde nicht durchtrennt. Die Ärzte gehen deshalb davon aus, dass er sich wieder erholen wird. Im Rahmen der histologischen Untersuchungen des Adenoms wurde bei mir auch ein in die Lymphknoten metastasiertes papilläres SD-Karzinom festgestellt, d.h. ich soll wieder operiert werden, sobald sich der Nerv erholt hat... Sad

Mit der Logopädie habe ich schon 14 Tage nach der OP angefangen. Meine Stimmqualität profitiert davon sehr, auch wenn der Nerv nach wie vor gelähmt ist. Die Stimme ist fast wieder die Alte, nur Schreien kann ich noch nicht. Während der Stimmübungen ist die Stimme sogar besser als im normalen Gebrauch. Ich würde dir ans Herz legen, so schnell wie möglich damit zu beginnen. Die Übungen solltest du dir am besten persönlich zeigen lassen, da sie auf dich bzw. dein momentanes Stimmvermögen abgestimmt sind. Meine Logopädin sagt mir immer, dass Stimme und Stimmung eng miteinander zusammenhängen. Ich muss auch bei mir feststellen, das die Stimme an Tagen, an denen ich schlecht gelaunt bin, viel schlechter ist, als an Tagen, an denen es mir gut geht. Vielleicht fühlst du dich bald besser, wenn auch deine Stimme wieder an Kraft gewinnt...?

Viele Grüße,
Susi
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Prusseliese(aktives Vereinsmitglied)Offline
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 (p171423)
Verfasst am: 20. Jul 2019, 13:56
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Ich konnte ein Jahr nach der OP immer noch nicht richtig sprechen, ein Stimmband ist komplett kaputt, das andere habe ich so fleißig trainiert, dass es das kaputte sehr gut kompensiert.
Wichtig ist möglichst bald zu üben und sich die Übungen zeigen zu lassen.

Untersuchen lasse ich mich immer mit einem flexiblen Schlauch durch die Nase, habe schon 8 Praxen vollgekotzt, die wollten es nicht glauben dass ich mich nicht zusammenreissen kann (ist ein Reflex und kann man nicht beeinflussen). Habe alle HNO-Praxen im Landkreis durch und fahre jetzt 45 Minuten zu meinem HNO.

Also Hintern zusammenkneifen und ab zum Arzt und zum Logopäden. Sobald Du die Übungen kannst, kannst Du auch eigenverantwortlich weiterüben!


Zuletzt bearbeitet von Prusseliese am 21. Jul 2019, 20:02, insgesamt einmal bearbeitet
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StefanF(Vereins-Mitglied)Offline
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 (p171426)
Verfasst am: 21. Jul 2019, 19:20
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Das mit dem Würgen, wenn einem das Rohr in den Rachen geschoben wird kenne ich auch. Zuletzt wurde mir dann auch angeboten das durch die Nase zu machen. Ist auch nicht angenehm, aber hat besser geklappt wie mit dem Rohr.

Meine OP ist zwar schon einige Jahre her, aber schon im Krankenhaus wurde ein Logopäde organisiert, weil ich eine beidseitige Stimmbandlähmung hatte. Nach der Entlassung war ich dann, zusammen.mit meinem Sohn, bei einem anderen Logopäden. Und ich muss sagen, das ich wohl ohne diese Unterstützung heute keine Stimme mehr hätte. Die haben mich nämlich gegen einen übermotivierten HNO unterstützt, der schon bei mir einem Stimmbandschnitt machen wollte. Nach 4 Monaten war meine Stimme wieder da und ich bin aus der HNO-Praxis rausgeflogen, weil ich sehr laut dem Doc die Meinung gezeigt habe.
Logopädie lohnt sich auf jeden Fall. Da lernt man mit fast 30 Jahren tatsächlich noch das richtige Atmen.
Und wenn Du meinst, mir ging es damals bestimmt besser, so kann ich Dir sagen das ich meine RJT nach 7 Wochen in Unterfunktion bekommen habe. Das würde sich heute niemand mehr trauen.

Meine Empfehlung: Logopädie lohnt sich immer.

Viele Grüße
StefanF
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