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FAQ-Hilfe: Nebenwirkungen bei Therapie des Schilddrüsenkrebs

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Irmgard(Leiterin SHG Münster)Offline
Anmeldung: 28.04.04
Beiträge: 19
Sept. 03 SD-CA
Münster
weiblich
Beitrag:

BeitragFAQ-Hilfe: Nebenwirkungen bei Therapie des Schilddrüsenkrebs

 
Verfasst am: 14. Jul 2005, 15:25
Antworten mit Zitat

Update 20.9.2018

FAQ-Hilfe: Nebenwirkungen bei Therapie des papillären und follikulären Schilddrüsenkrebs

siehe auch: Link innerhalb des ForumsFAQ: Welcher Schilddrüsenkrebs und welche Therapie?.


Im März 2004 habe ich als Betroffene die Link innerhalb des ForumsSelbsthilfegruppe Schilddrüsenkrebs Münster gegründet.

Die Diagnose Schilddrüsenkrebs trifft die meisten ganz unvorbereitet, man steht zuerst einmal neben sich, weiß ja nicht, was auf einen zukommt. Die Erkrankung hat mein Leben schon verändert, aber nicht nur in negativer Hinsicht, sondern hat mich ermutigt, neue Wege zu gehen, mit der Gründung der Selbsthilfegruppe.In meinem Beitrag möchte ich einmal die Nebenwirkungen der Therapie, die immer wieder in unserer Gruppe geschildert werden, wiedergeben.


Während der OP, die häufig in wenigen Tagen zweimal notwendig ist, weil dann die Diagnose Krebs feststeht, kann in seltenen Fällen auch eine Verletzung der Stimmbandnerven auftreten (Mitglieder-Gruppe: Link innerhalb des ForumsStimmbandlähmung), diese äußert sich durch Heiserkeit, und kaum Sprechen können. Diese Beschwerden müssen umgehend vom Spezialisten abgeklärt und behandelt werden.( Klinik für Phoniatrie und Pädaudiologie und Link innerhalb des ForumsLögopädie sind hier die richtigen Adressen.) Lögopädische Behandluungen sollten so früh wie möglich beginnen. Viele haben auch ein Druckgefühl im Bereich der Narbe, ein Spannungsgefühl, oder Schluckbeschwerden.
Ein großes Problem stellt auch die Vorbereitung für die RJT für viele Patienten dar. Hierfür ist es notwendig, 4 (oder auch mehr) Wochen vorher die Schilddrüsenhormone abzusetzen. Viele leiden dann unter Müdigkeit, Konzentrationsschwäche, Depressionen, fühlen sich schlapp und sind 2 Wochen vor der Therapie nicht mehr in der Lage zu arbeiten. Hier gibt es nun seit einiger Zeit die rhTSH (=Thyrogen) Spritze, die neuerdings auch für die Ablation ( RJT ) zugelassen ist. Die 4 Wochen Absetzen mit den lästigen Nebenwirkungen kann man sich somit sparen. Man sollte unbedingt mit dem Nuklearmediziner über den Einsatz von rhTSH sprechen, da die Spritze nun auch für die Ablation zugelassen ist, gibt es von Seiten der Krankenkassen kein Problem mehr. Nebenwirkungen sind kaum bekannt, bei empfindlichen Patienten kann schon mal leichte Übelkeit, Magenschmerzen oder leichte Kopfschmerzen auftreten (mehr Infos dazu über die Forums-Gruppe: Link innerhalb des ForumsrhTSH (= Thyrogen).)

Nach der RJT wurde ganz häufig über Geschmacksempfindungsstörungen, halten oft bis zu 6 Wochen an, über eine taube Zunge, Speicheldrüsenentzündungen, Speicheldrüsenschädigungen dauerhaft, oder die auch nach einigen Wochen oder Monaten verschwinden. Oft sind auch die Schleimhäute angegriffen, hier hat sich das Lutschen von Bepanthen Tbl. bewährt. In Folge der Unterfunktion und/oder Speicheldrüsenentzündung kann es zu Paradontose kommen.

Es können auch Magen- und Darmprobleme auftreten, viele leiden nach der RJT unter Darmträgheit; bis zu 30% auch an einer vorübergehenden Magenschleimhautentzündung (Protonenpumpenhemmer haben Einfluss auf die Schilddrüsenhormonaufnahme; siehe: Link innerhalb des ForumsFAQ: Häufige Fragen zur Substitution, Medikamenten etc.. Bis zu 3 Monate nach der RJT können immer wieder Halsschmerzen auftreten, sie werden durch den Entzündungsprozess, der im Schilddrüsenbett stattfindet und gewollt ist, um das verbliebene Restgewebe wegzustrahlen, damit kein Rezidiv entsteht hervorgerufen. Viele Betroffene sind darüber nicht ausreichend aufgeklärt, und sind dann verunsichert warum sie Halsschmerzen bis hin zur Heiserkeit haben. Wird ein sehr starker Entzündungsprozesse ausgelöst, weil noch relativ viel Restgewebe da ist, kann es zur Schädingung der Nebenschilddrüsen kommen, oder zu einer Stimmbandquetschung, die dann auch eine Heiserkeit nach sich zieht.

Spätfolgen der RJT
  • Mundtrockenheit (Xerostomie), Geschmacksströrungen, ev. auch Trockene Augen, in Folge gestörter Speichel- und Tränendrüsen (Sicca-Syndrom). Häufigkeit nimmt mit der Zahl der RJTs und der eingesetzen Dosen/Aktiviäten zu.
  • Erhöhtes Kariesrisiko infolge gestörter Speicheldrüsen. Auf Mundhygiene ist daher speziell zu achten (z.B. professionelle Zahnreinigung).
    siehe: Link innerhalb des ForumsFAQ: Kariesschutz nach Radioiodtherapie. Schutz der Mund- und Ohrspeicheldrüsen nach einer Radioiodtherapie (RIT) (Merkblatt)

  • Knochenmarkdepression = Strörung der Blutbildung im Knochenmark; auch hier ist dies abhängig von der Anzahl der RJTs und Strärke der Dosen/Aktivitäten.
  • Leukämie und andere Zweit-Krebse (=Sekundärmalignome). Diese können 5 oder auch noch mehr Jahre später bei 1% der Patienten auftreten.
  • Lungenfibrose bei speichernden Metastasen in der Lunge
  • Azoospermie ab einer Aktivtät von 10 GBq nimmt die Häufigkeit zu.


Häufig wird auch über Stimmungsschwankungen, plötzlich auftretende Angstzustände, und eine eingeschränkte Leistungsfähigkeit berichtet. Viele sind nicht mehr so belastbar wie vorher, selbst wenn die Erkrankung schon viele Jahre zurückliegt, ist bei fast allen, die volle Leistungfähigkeit nicht zurückgekommen. Dies ist ein ganz wichtige Erkenntnis die diese Kerbserkrankung mit sich bringt, die jedoch von vielen Ärzten völlig verkannt wird. Viele leiden auch unter Schweißausbrüche, und haben dann ein seltsames frieren.
siehe:

Herzliche Grüße

Irmgard

Gruppen-Links sowie weitere Nebenwirkungen/Probleme ergänzt durch Harald:




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