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Foren-Übersicht SD-Krebs SD-Krebs (allg.) TSH supprimiert Nebenwirkungen
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TSH supprimiert Nebenwirkungen

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wonderwomanOffline
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BeitragTSH supprimiert Nebenwirkungen

 (p179503)
Verfasst am: 02. Dez 2020, 11:50
Antworten mit Zitat

Liebe alle,
ich wurde im Mai 2020 zwei Mal operiert, da es einen Verdacht auf SD-Krebs gegeben hat, der sich leider bestätigt hat (keine Metastasen, SD ganz entfernt). RJT war im September. Seither nehme ich abwechselnd 150mg/100mg Euthyrox. Hier meine Daten:

Alter:28
Größe:175cm
Gewicht: 61kg

TSH 0.05 μIU/mL (0,35-4,94)
fT4 1.49 ng/dL (0,7-1,5)
fT3 3.98 ng/mL (1,7-3,7)

Ich leide seit einigen Wochen an sehr starkem Haarausfall und an einem erhöhten Puls. Mir wurden Beta-Blocker (Concor 1,25mg) verschrieben. Für mich ist das aber kein "Zustand" und ich leide sehr. Nehme seit 12 Jahren auch Antidepressiva (Depression und Panikstörung) und will nicht schon wieder total instabil sein. Bin ich schon in einer Überfunktion? Sollte ich meine Dosis (Euthyrox) reduzieren? Hat wer Ideen?
Mein SD-Arzt sagt, dass das TSH so niedrig wie möglich sein sollte ... zumindest bis zur RJD in 6 Monaten.

DANKE für eure Hilfe!
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Lottilein(aktives Vereinsmitglied)
pap. SD-Ca 4b N1M1, ...
nördliches Rl-P
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 (p179506)
Verfasst am: 02. Dez 2020, 12:55
Antworten mit Zitat

Hallo und willkommen hier,

ich bin keine Ärztin, aber ich finde, Du bist etwas zu hoch eingestellt. Wenn Du Dir den ft3 Wert anschaust, so ist der bereits über der Norm, ft4 ist auf der oberen Norm. Das ist auf Dauer eine Belastung fürs Herz-Kreislauf-System und Du berichtest ja auch von zu hohem Puls.

Such doch noch mal das Gespräch mit den behandelnden Medizinern. Man kann ja zum Beispiel um 12,5 pro Tag niedriger gehen und dann mal schauen, wie es Dir geht.

Haarausfall hatte ich selbst auch immer ein paar Wochen nach der RJT, habe sie allerdings in Unterfunktion also mit Absetzen der Tabletten gemacht. Das hat sich später gegeben.

Was die TSH-Unterdrückung angeht, so haben wir da einen Beitrag zu.

Link innerhalb des Forums FAQ: TSH-Unterdrückung nach Schilddrüsenkrebs.

Vielleicht hilft das schon weiter.

Viele Grüße
Lotti
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wonderwomanOffline
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 (p179521)
Verfasst am: 02. Dez 2020, 21:47
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Danke für deine nette Antwort, Lotti!
Ich werde mit meinem Arzt sprechen.

Alles Liebe!
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Harald(Bundesgeschäftsführer
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 (p179522)
Verfasst am: 02. Dez 2020, 21:57
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Hallo,
Zitat:
Eine ausgeprägte und langanhaltende Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreoidismus) ebenso wie eine Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreoidismus) kann Haarausfall verursachen. Der Haarausfall ist diffus und betrifft eher die gesamte Kopfhaut als einzelne abgegrenzte Areale. Das Haar erscheint gleichmäßig dünn.


aus Link innerhalb des Forums FAQ: Haarverlust und Schilddrüsenkrankheiten.

Falls der TSH-Wert jetzt noch unter 0,1 mU/L sein soll, dann ist zu überlegen, ob Du es nicht mehr Abendeinahme probieren solltest, oder ob Link innerhalb des Forums FAQ: L-Carnitin zur Minderung von Überfunktions-Symptomen eine Möglichkeit ist.

Viele Grüße
Harald

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wonderwomanOffline
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 (p179523)
Verfasst am: 02. Dez 2020, 22:02
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Zitat:

Falls der TSH-Wert jetzt noch unter 0,1 mU/L sein soll, dann ist zu überlegen, ob Du es nicht mehr Abendeinahme probieren solltest, oder ob Link innerhalb des Forums FAQ: L-Carnitin zur Minderung von Überfunktions-Symptomen eine Möglichkeit ist.


Danke Harald! Aber wäre eine Reduktion der Dosis nicht noch sinnvoller?
Statt 150mg/100mg abwechselnd vielleicht 125mg/100 abwechselnd?

Liebe Grüße!
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Harald(Bundesgeschäftsführer
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 (p179525)
Verfasst am: 02. Dez 2020, 23:06
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Hallo,

eine Dosis-Reduzierung ist immer am sinnvollsten.

Mai 2020 ist ja noch recht frisch.
Keine Ahnung, ob du andere Risikofaktoren hast, oder ob Du ein very low Risk Patientin bist, bei der eventuell gar, die RJT gar nicht notwendig gewesen wäre.

Wie hoch war/ist denn der Tg-Wert (+ TAK + TSH)?
siehe Link innerhalb des Forums FAQ: Thyreoglobulin und Nachsorge des Schilddrüsenkarzinoms.

Was ich nicht verstehe, von Euthyrox gib es in diversen Zwischendosen.

Derzeit nimmst Du eine Dosis von 125 µg (150µg/100µg im Wechsel); die nächst geringere Dosis von Euthyrox ist 112µg.

Diese würde ich dann auch nehmen, und nicht im Wechsel, auch wenn sicherlich das andere Vorgehen Sparsamer ist. Mehr als 12,5 µg würde ich nicht auf einmal reduzieren. Lieber langsam ran tasten.

Viele Grüße
Harald

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wonderwomanOffline
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 (p179526)
Verfasst am: 02. Dez 2020, 23:15
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Harald hat folgendes geschrieben:

Keine Ahnung, ob du andere Risikofaktoren hast, oder ob Du ein very low Risk Patientin bist, bei der eventuell gar, die RJT gar nicht notwendig gewesen wäre.

Wie hoch war/ist denn der Tg-Wert (+ TAK + TSH)?
siehe Link innerhalb des Forums FAQ: Thyreoglobulin und Nachsorge des Schilddrüsenkarzinoms.


Tg war nach der RJT im September bei <0.04; Tg AK waren <10; TSH bei 0.05 – die Ärztin meinte, dass eine RJD wahrscheinlich gar nicht nötig sein müsste. RJT war mehr als "Vorsorge". Hatte nie Metastasen und auch "nur" ein minimalinvasives fol. Karzinom ... zählt das für dich schon als "low risk"?
Bin 28 Jahre jung, und sonst auch gesund (außer Depressionen – bin aber gut eingestellt).

DANKE für die Hilfe!!!
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Harald(Bundesgeschäftsführer
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 (p179527)
Verfasst am: 02. Dez 2020, 23:33
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Hallo,

ja nach der Link innerhalb des Forums AWMF-Leitlinie zur Schilddrüsenoperation (maligne) 2012 hätte auch nur die Entfernung der einen Hälfte der Schilddrüse gereicht.

Und nach : Link innerhalb des Forums ATA (2015): Risikogruppen beim differenzierten Schilddrüsenkrebs gehörst Du auch zur low-risk für eine Rezidiv vor der OP.

Also auf jeden Fall Dosis-Reduzierung mit den Ärzt*innen besprechen, nach ATA dürfte ein TSH-Wert im unteren Referenzbereich möglich sein.

Viele Grüße,
Harald

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wonderwomanOffline
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 (p179528)
Verfasst am: 02. Dez 2020, 23:46
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Harald hat folgendes geschrieben:

ja nach der Link innerhalb des Forums AWMF-Leitlinie zur Schilddrüsenoperation (maligne) 2012 hätte auch nur die Entfernung der einen Hälfte der Schilddrüse gereicht.

Und nach : Link innerhalb des Forums ATA (2015): Risikogruppen beim differenzierten Schilddrüsenkrebs gehörst Du auch zur low-risk für eine Rezidiv vor der OP.


Danke für die Info! Hier der genaue Befund (minimalinvasiv hat mein Arzt nur 1x erwähnt; bin mir unsicher, was es also genau ist):

Enkapsuliertes, angioinvasives fol. Karzinom ohne Lymphknotenbefall (pT1b, PN0 (0/3), L0, V1, R0)

Was meinst du dazu, Harald?
Liebe Grüße!
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Harald(Bundesgeschäftsführer
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 (p179530)
Verfasst am: 03. Dez 2020, 02:44
Danke! sagt : wonderwoman
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wonderwoman hat folgendes geschrieben:

Enkapsuliertes, angioinvasives fol. Karzinom ohne Lymphknotenbefall (pT1b, PN0 (0/3), L0, V1, R0)


Die Definition des Minmalinvasiven ist:
Zitat:
Ein minimal-invasives follikulläres Schilddrüsenkarzinom liegt dann vor, wenn eine Gefäßinvasion fehlt und weniger als 5 Kapselpenetrationen vorliegen (strenge Definition).

siehe Forums-Gruppe: Link innerhalb des Forumsminimal-invasives follikuläres Schilddrüsenkarzinom.


Entscheidend ist ja nun wie die Radioiodtherapie angeschlagen hat.
Und da gehörst Du ja nun zum Exzellenten Ansprechen.
siehe Link innerhalb des Forums Resetbutton nach Operation und Radioiodtherapie (RIT).

Viele Grüße,
Harald

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wonderwomanOffline
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 (p179556)
Verfasst am: 04. Dez 2020, 18:54
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Hey, Harald!
Meine aktuellen Blutwerte sind (fast) da:

fT4 ... 1.05 ng/dl (0.88-1.92)
fT4 ... 13,51 pmol/l (11.33-24.71)
fT3 ... 4.14 pmol/l (2.4-7.8)
TSH ... 0.155 yU/ml (0.27-4.2)
TAK ... 10 U/ml (0-115)
TPO-AK ... <9 U(ml (0-34)
TRAK ... <0,8 U/ml (0,0-1.75)
TG ... folgt am Montag!

Ist eine Reduktion auf 112mg deiner Meinung nach (noch immer) sinnvoll? Sollten TAK und TPO-AK niedriger sein?
Habe heute mit einer Endokrinologin gesprochen, die sich geweigert hat mir weniger zu geben ... Montag, wenn ich die TG-Werte habe, spreche ich mit "meinem" Arzt.
Habe aber Angst, dass eine Reduktion nicht möglich ist/empfohlen wird

Sad Sad Sad
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Harald(Bundesgeschäftsführer
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 (p179564)
Verfasst am: 05. Dez 2020, 00:30
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Hallo,

wonderwoman hat folgendes geschrieben:
(...)
TSH ... 0.155 yU/ml (0.27-4.2)
TAK ... 10 U/ml (0-115)
(..)
TG ... folgt am Montag!
Ist eine Reduktion auf 112mg deiner Meinung nach (noch immer) sinnvoll?

Kann man erst mit dem TG-Wert sagen.
Zitat:
Sollten TAK und TPO-AK niedriger sein?

TPO-AK sind nicht von Bedeutung.

Bei den TAK hängt es immer vom Assay ab, siehe: Link innerhalb des Forums Statement: TAK in der Nachsorge des Schilddrüsenkrebs (2013)

Ich würde davon ausgehen, dass dieser Wert kein Einfluss auf den Tg-Wert hat.

Zitat:
Habe heute mit einer Endokrinologin gesprochen, die sich geweigert hat mir weniger zu geben ... Montag, wenn ich die TG-Werte habe, spreche ich mit "meinem" Arzt.
Habe aber Angst, dass eine Reduktion nicht möglich ist/empfohlen wird
Sad Sad Sad


Wie stark die TSH-Unterdrückung ist sollte immer eine individuelle Risikoabwägung sein, die Du mit Deinem Arzt*Ärztin gemeinsam triffst.
Wobei kein Arzt*Ärztin dich zwingen kann eine hohe Dosis L-Thyoxin zu nehmen, er*sie kann sich höchsten weigern, die Verantwortung dafür zu übernehmen, und dich nicht weiter behandeln.

Dass es gar nicht erst zu einem solchen Konflikt kommt, haben wir ein Merkblatt entwickelt: Link innerhalb des ForumsMerkblatt: Arzt-Patienten-Gespräch
Damit du das Gespräch gut vorbereiten kannst, so dass ihr zu einer gemeinsamen Risikoabwägung findet, die von euch beiden getragen wird.

Dein follikuläres Schilddrüsenkarzinom hatte zwar eine Angioinvasion (Gefäßinvasion), aber nach Link innerhalb des ForumsTNM-Klassifikation V1 war diese nur mikroskopisch.

Entscheidend ist wie gut die Radioiodtherapie (RIT) nun angesprochen hat, wobei die Zeit seit der RIT ja noch nicht so lange her ist.Die RIT wirkt bis zu 12 Monate nach, und das erstmal Tg-Wert sollte man frühstens 3 Monate nach der RIT bestimmen.
Da Szintigramm keine Metastasen gefunden wurden,war es eine rein ablative Radioiodtherapie (es wurde nur gesundes Gewebe entfernt).

Wie hoch war denn das Tg bei der RIT? Wenn dieser Wert auch niedrig war, ist dies ein weiteres Zeichen für ein niedriges Rezidivrisiko.

Viele Grüße
Harald

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 (p179568)
Verfasst am: 05. Dez 2020, 12:11
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Harald hat folgendes geschrieben:

Wie hoch war denn das Tg bei der RIT? Wenn dieser Wert auch niedrig war, ist dies ein weiteres Zeichen für ein niedriges Rezidivrisiko.


OP war im Mai (2020), Tg war im August bei 0.06.
Direkt nach der RIT im September war es bei < 0.04.

Klingt okay, oder?

Liebe Grüße
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Harald(Bundesgeschäftsführer
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 (p179569)
Verfasst am: 05. Dez 2020, 12:18
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Hallo,
Ja das klingt alles sehr gut.

Viele Grüße
Harald

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