Leitlinien
In der S3-Leitlinie Komplementärmedizin in der Behandlung onkologischer PatientInnen gibt es in der Langfassung unter Kapitel 6. Manipulative Körpertherapien – 6.7 Sport/ Bewegung vier Empfehlungen. Spezielle Ziele der Bewegungstherapie sind Fatigue entgegenzuwirken und die Lebensqualität zu erhalten.
Die Empfehlungen basieren auf Studien zu Erkrankten mit Prostatakrebs und Stammzell-Transplantierte.
Studie – Publizierte Ergebnisse
Die Wichtigkeit von Bewegung und Sport bei den verschiedenen Krebserkrankungen wurde bereits über mehr als 700 Studien hinweg gezeigt. Der onkologische Rehasport ist eine Möglichkeit mehr Bewegung in den Alltag zu bringen und unterstützt Krebspatientinnen bei der Bewältigung physischer, psychischer und sozialer Belastungen. Der Rehasport ist nach § 64 des SGB IX eine ergänzende Leistung zur medizinischen Rehabilitation und steht allen krebsbetroffenen Personen zu. Die Chancen und Möglichkeiten des onkologischen Rehasports sind vielfältig: Die qualifizierten Übungsleiterinnen ermöglichen den Betroffenen ein gezieltes und an das individuelle Leistungsniveau und Wohlbefinden angepasstes Training. Durch den Rehasport kann der Grundstein für mehr Alltagsaktivität gelegt werden und ein anschließender Übergang in den organisierten Breitensport ermöglicht werden. Das Angebot ist für die Betroffenen kostenlos und belastet nicht das Heilmittelbudget der/des behandelnden Ärzt*in. Um eine geeignete Rehasportgruppe in wohnortnähe zu finden, unterstützt die Website www.dein-rehasport.de des Deutschen Behindertensportverbandes (DBS), sowie die Internetseiten der jeweiligen Landesverbände.
Achtung dies ist nur eine Studie. Um evidenzbasierte Aussagen machen zu können, ist es notwendig die Literatur-Datenbanken systematisch zu durchsuchen und in Evidenz-Tabellen auszuwerten. In hochwertigen Leitlinien wird dies gemacht, darum verweisen wir in erster Linie auf Leitlinien und nicht auf einzelne Studien.
- Têtê Norbert Wilson, et.al., 2022: Effectiveness of Physical Activity Interventions on Return to Work After a Cancer Diagnosis: A Systematic Review and Meta-analysis ; in Journal of Occupational Rehabilitation (2022), https://doi.org/10.1007/s10926-022-10052-9 (weitere Quelle: Gelbe-Liste 26.7.2022: Sport unterstützt Rückkehr in Beruf nach Krebserkrankung)
Forschungsprojekte
Deutsche Krebshilfe fördert modellhaft zwei Projekte mit dem Ziel, dass Sport- und Bewegungstherapieangebote in die Regelversorgung des Gesundheitssystems aufgenommen werden:
Projekt „IMPLEMENT“
Für das Projekt „IMPLEMENT“ – unter der Leitung von Professor Dr. Freerk Baumann, Leiter der Arbeitsgruppe Onkologische Bewegungsmedizin am Universitätsklinikum Köln – haben sich bundesweit mehrere Kliniken sowie wissenschaftliche Einrichtungen in Bremen, Essen, Halle (Saale), Hamburg, Kiel, München und Regensburg zusammengeschlossen. Ziel ist es, möglichst vielen Krebspatienten im Einzugsbereich der beteiligten Standorte die Teilnahme an einer qualitätsgesicherten Bewegungstherapie zu ermöglichen. Dazu analysieren die Wissenschaftler zunächst die vorhandenen Angebotsstrukturen, um dann konkrete Maßnahmen zur Verbesserung zu entwickeln. „Wir wollen Fragen beantworten wie: Welche Faktoren stehen dem Ausbau von Bewegungstherapieangeboten im Weg? Wie lassen sich diese überwinden? Welche Faktoren fördern den Ausbau von Bewegungstherapieangeboten?“, so Baumann. „Unser Augenmerk liegt darauf, die Zugänge zur onkologischen Bewegungstherapie an unterschiedliche Zielgruppen anzupassen. Kinder und Jugendliche beispielsweise benötigen andere Angebote als Erwachsene. Auch besteht im ländlichen Raum ein anderer Zugang als etwa im Umfeld von Großstädten.“ Weitere Informationen unter:
cio.uk-koeln.de Implement Studie
Projekt „MOVE-ONKO“
Studien zeigen, dass Krebspatienten häufig gar nicht oder unzureichend über den Nutzen von therapeutischem Training informiert und daher kaum körperlich aktiv sind. Hier gilt es von Seiten der Behandelnden, ihre Patienten frühzeitig und behandlungsbegleitend zu informieren und zu motivieren. Ziel des „MOVE-ONKO“- Verbundprojektes – geleitet von Professor Dr. Joachim Wiskemann, Leiter der Arbeitsgruppe Onkologische Sport- und Bewegungstherapie der Abteilung Medizinische Onkologie am Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen Heidelberg – ist es, möglichst vielen onkologischen Patienten den Zugang zu bedarfsorientierten, lokalen, qualitätsgesicherten Bewegungstherapieangeboten zu ermöglichen.
Mit innovativen Fortbildungsformaten soll das onkologische Fachpersonal in Kliniken und Praxen geschult und mit speziellen Bewegungsangeboten vernetzt werden. „Auf diese Weise sollen onkologische Fachkräfte eine Art Lotsenfunktion einnehmen: Im Gespräch werden Patienten ausführlich über die Möglichkeiten der onkologischen Bewegungstherapie aufgeklärt und nach dieser Beratung sowie einer ärztlichen Freigabe zu einem wohnortnahen Bewegungsangebot überwiesen. Unser Ziel ist es, die Patienten bestmöglich auf dem Weg zur körperlichen Aktivität an die Hand zu nehmen und ihre Gesundheitskompetenz zu steigern – also in diesem Fall das Wissen darüber, warum körperliche Aktivität so wichtig ist“, so Wiskemann. „Denn nur so können wir erreichen, dass Krebspatienten regelmäßig und langfristig an entsprechenden Bewegungsprogrammen teilnehmen.“ Weitere Informationen unter: https://move-onko.de
(Quelle und mehr Infos: Presseinformation (7.8.2023): Deutsche Krebshilfe fördert Ausbau der Bewegungstherapie )
Autor: Harald | Arbeitsgruppe: Arbeitsgruppe Sozialrecht und Reha | Letzte Aktualisierung: 22.11.2025 von Harald | W-Nummer: 424946
Rehasport in der Krebsnachsorge
Auf dieser Seite des Deutschen Behindertensportverbands (DBS) finden Rehasportler*innen und
Vereine alle wichtigen Infos zum Rehabilitationssport: www.dein-rehasport.de
Flyer als PDF: Ihr Weg zum Rehabilitationssport vom Deutschen Behindertensportverband (DBS).
Einleger: Rehasport in der Krebsnachsorge vom Deutschen Behindertensportverband (DBS).
AHB/Reha

Faltblatt: AHB* /Reha bei Schilddrüsenkrebs. Was bringt mir das?
Mit diesem Faltblatt AHB* /Reha bei Schilddrüsenkrebs. Was bringt mir das möchten wir Schilddrüsenkrebspatienten für die Sinnhaftigkeit unn´d Ziele einer Reha sensibilisieren:
- Warum Reha bei Schilddrüsenkrebs?
- Eine bedrohlich empfundene Diagnose
- Wiedereinstieg
- Ihr gutes Recht
- Wo soll die Reha stattfinden?
- Was sind Ihre Reha-Ziele?
- Ihr Mitarbeit ist gefragt
- Gut vorbereite
- Wie kommen Sie zu Ihrer AHB/Reha?
*AHB = Anschlussheilbehandlung
Weiterführende Informationen siehe:
Anschlussheilbehandlung (AHB) und Rehabilitation (Reha) – Übersicht
Weiteres kostenfreies Infomaterial auf unserer Seite Infomaterial
Beruf

Broschüre: Schritt für Schritt zurück in den Job
Betriebliche Eingliederung nach längerer Krankheit – was Sie wissen müssen.
Herausgeber:
- Bundesministerium für Arbeit und Soziales
siehe auch Beitrag in unserem Forum Broschüre: Schritt für Schritt zurück in den Job (Juni 2015)
Die Broschüre als PDF
Die Broschüre sowie weiteres kostenfreies Infomaterial auf unserer Seite Infomaterial
Autor: Harald | Arbeitsgruppe: Arbeitsgruppe Sozialrecht und Reha | Letzte Aktualisierung: 22.11.2025 von Harald | W-Nummer: 424946
Weiterführende Informationen siehe:
Anschlussheilbehandlung (AHB) und Rehabilitation (Reha) – Übersicht
Autor: Harald | Arbeitsgruppe: Arbeitsgruppe Sozialrecht und Reha | Letzte Aktualisierung: 22.11.2025 von Harald | W-Nummer: 424946
Herbsttreffen
Auf unseren Großen Herbsttreffen (Ankündigung und Berichte) findet (fast) immer auch ein Ohne-Schilddrüse-Lauf statt. Allerdings ist „Lauf“ nicht zu wörtlich zu nehmen. Joggen ist ebenso willkommen wie Walken oder Spazierengehen.

T-Shirts und Sport-Trikots mit dem neuen Schmetterlings-Logo unseres Vereins gibt es auf sd-krebs.de/shop

Gruppen
- Forums-Gruppe: Laufen – Mit und ohne Schilddrüse laufen
- Arbeitsgruppe Spenden-Lauf organisieren
Autor: Harald | Arbeitsgruppe: Arbeitsgruppe Sozialrecht und Reha | Letzte Aktualisierung: 22.11.2025 von Harald | W-Nummer: 424946