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BRAF-Mutation(Synonyme: BRAF, BRAF V600E, BRAF K601E)

Findet man in einer Feinnadelpunktion eine BRAF-Mutation , so handelt es sich immer um ein papilläres Schilddrüsenkarzinom. Allerdings nicht in allen papillären Schilddrüsenkarzinomen (PTC) liegt auch eine BRAF-Mutation vor (ca. 60%). BRAF ist nur ein diagnostischer Faktor für das papilläre Schilddrüsenkarzinom und kein prognostischer Faktor, der eine aggressivere Therapie rechtfertigt (siehe ATA: Risikogruppen beim differenzierten Schilddrüsenkrebs). Auch gibt es verschiedene BRAF-Mutationen. Die "klassische" BRAF V600E beim klassischen papillären Schilddrüsenkarzinom, und die BRAF K601E, welche beim NIFTP vorkommen kann.
siehe auch:

Letzte Aktualisierung: 29.10.2021
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Dabrafenib(Synonym: Tafinlar®)

ist ein Tyrosinkinase-Inhibitor (TKI) vor allem gegenüber einer BRAF-Mutation; für die Behandlung des malignen Melanom zugelassen. Handelsname ist Tafinlar® . In den USA ist Dabrafenib in Kombination mit Trametinib (=Mekinist®) zur Therapie des BRAF-positiven anaplastischen Schilddrüsenkarzinom seit 2018 durch die FDA zugelassen.
siehe Dabrafenib (Handelsname: Tafinlar®) - Übersichtsartikel

Letzte Aktualisierung: 06.09.2021
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MAPK-Signalweg

Der MAPK-Signalweg ist meist aktiviert / hoch reguliert durch ein Punktmutationen des BRAF und RAS-Gens und Rearrangements (=Umstrukturierung) der RET/PTC und TRK:
RASBRAF ➡ MEK ➡ ERK
siehe FAQ: Molekulare Mutationen beim Schilddrüsenkrebs

Veröffentlicht am 25.01.2022
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Molekular-genetische Diagnostik

Es gibt inzwischen auch erste diagnostische Tests, die nach genetischen Veränderungen (BRAF, HRAS, KRAS, NRAS, RET, PAX8/PPARG) im bei der Feinnadelpunktion entnommenen Material suchen. Die Tests kommen vor allem bei follikulären Neoplasien und verdächtigen Feinnadelpunktionsergebnissen zum Einsatz, um unnötige Operationen zu vermeiden, oder bei positiven Befunden, damit in der Operation dann gleich die ganze Schilddrüse entfernt wird. Auch bei den molekular-genetischen Tests besteht das Problem falsch positiver und falsch negativer Befunde, so dass auch diese Tests nur gezielt angewendet werden sollten.
siehe:

Letzte Aktualisierung: 29.10.2021
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NTRK(Synonyme: neurotrophic tyrosine receptor kinase, NTRK-Genfusion)

NTRK1 und NTRK3 sind Receptor-Tyrosinkinasen, die wenn sie mit einem von drei möglichen Fusionspartner zur Aktivierung des MAPK-Signalweges in einer Krebszelle führen. NTRK1 und NTRK3 kommen bei ca. 1-5% beim papillären Schilddrüsenkrebs vor (nach anderen Daten 5-25%), und häufiger bei papillären Schilddrüsenkarzinomen, die auf Grund einer hohen Strahlenbelastung entstanden;
NTRK Genfusion schließen beim Schilddrüsenkrebs ALK, BRAF, MET, RAF1 oder RET-Fusionen aus. NTRK-Genfusionen gehen meist mit einer niedrigen Tumormutationslast (TMB) einher.
siehe: DGHO Positionspapier zu NTRK-Inhibitoren
Substanzen die auf die NTRK-Genfusionen zielen:

Quellen siehe:

Letzte Aktualisierung: 25.01.2022
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Telomerase reverse transciptase(Synonym: TERT)

genauer Telomerase reverse transciptase (TERT) promoter mutation
wurden in follikulären Zellen von Schilddrüsenkarzinomem (FCDTC) dargestellt und scheinen weiter verbreitet zu sein in aggressiven Krebsarten.
Studie: TERT in follikulären Schilddrüsenkarzinomonen - Indikator (Melo 2014)
Beim papillären Schilddrüsenkrebs hat die Kombination von BRAF und TERT eine schlechtere Prognose (Studie: TERT Promoter Mutation fortgeschrittener Schilddüsenkrebs (Landa 2013)):

  • ca.15% der follikulären Schilddrüsenkarzinome
  • ca. 10 % der papillären Schilddrüsenkarzinome (Quelle: Haroon et. al. Surg. Pathol 2019)

siehe auch: FAQ: Molekulare Mutationen beim Schilddrüsenkrebs.

Veröffentlicht am 01.10.2021
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Basket-Studie

ist eine Studie bei der die Wirkung eines neuen Medikaments bei Tumoren von verschiedenen Organen, aber mit der gleichen Mutation/Genveränderung, überprüft werden.
Beispiele von Basket-Studien, in denen auch Schilddrüsenkarzinome aufgenommen werden, sind

Veröffentlicht am 02.10.2021
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